Gorduno

Gorduno
Wappen von Gorduno
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6518
frühere BFS-Nr.: 5007
Koordinaten: 723000 / 119617Koordinaten: 46° 13′ 0″ N, 9° 1′ 58″ O; CH1903: 723000 / 119617
Höhe: 281 m ü. M.
Höhenbereich: 231–2266 m ü. M.
Fläche: 9,2 km²
Einwohner: 817 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 89 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Gorduno, fotografiert aus dem Schnellzug Zürich-Bellinzona
Gorduno, fotografiert aus dem Schnellzug Zürich-Bellinzona
Karte
Gorduno (Schweiz)
Gorduno (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 2. April 2017
Werner Friedli (Fotograf): Gorduno, historisches Luftbild (1953)
Werner Friedli: Gorduno, historisches Luftbild (1953)
Werner Friedli: Gorduno und Tessin (Fluss), historisches Luftbild (1964)

Gorduno (lombardisch Gurdügn [gurˈdyŋ]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete er eine selbständige politische Gemeinde.

Geographie

Das Dorf liegt am rechten Ufer des Flusses Tessin und 3 km nördlich des Zentrums von Bellinzona.

Geschichte

Erstmals urkundlich bezeugt findet sich der Name 1182 als de Gurduno. Seine sprachgeschichtliche Bedeutung ist unklar.

Die Gegend war schon in prähistorischer Zeit besiedelt. 1924 wurden römische Gräber entdeckt.

Im Mittelalter findet sich das Dorf erstmals 1182 als medius locus de Gorduno bezeugt, und zwar im Zusammenhang eines Streites zwischen Como und der Kirche von Mailand. Die Freiherren von Sax errichteten in Gorduno eine Burg, die ihre Eroberungen im Raum Bellinzona sichern sollte. Eine von Bellinzona unabhängige Pfarrgemeinde bildet Gorduno seit 1583.

Am 2. April 2017 schloss sich Gorduno gleichzeitig mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gudo, Moleno, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo, Sant’Antonio und Sementina der Gemeinde Bellinzona an. Gorduno bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung Gorduno seit 1600
900
800
700
600
500
400
300
200
100
0
395
1600
389
1719
365
1769
255
1799
321
1824
327
1836
299
1850
294
1870
420
1888
426
1900
453
1910
436
1920
484
1930
467
1950
514
1970
535
1980
541
1990
646
2000
699
2010
817
2016
Quelle: Bundesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten

Musik

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Gorduno – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 397.
  2. ↑ Aldo Crivelli: Recupero della suppellettile delle tombe di Gorduno. In: Rivista Storica Ticinese 9, 1946, S. 1220.
  3. ↑ Patriziato di Gorduno (mit Fotos) (italienisch) auf patriziatogorduno.ch
  4. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino - L'effettivo della populazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 24. April 2026.
  5. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 24. April 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  6. 1 2 3 Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 55–56.
  7. ↑ Fresken der Kirche Santi Rocco e Sebastiano (Foto) auf ti.ch/dt/dstm/sst/ubc
  8. ↑ Società Filarmonica Gorduno. In: febati.ch, abgerufen am 20. Juli 2024 (italienisch).
  9. ↑ Associazione Sportiva Gorduno (Memento vom 2. Juni 2015 im Internet Archive)
  10. ↑ Raggruppamento GOAL
  11. ↑ Sci&Snow board Gorduno
  12. ↑ Virginia Helbling (mit Foto) auf viceversaletteratura.ch/author
  13. ↑ Virginia Helbling (mit Foto) auf buecherlese.ch/287/autoren