Moleno

Moleno
Wappen von Moleno
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6524
frühere BFS-Nr.: 5012
Koordinaten: 719940 / 125259Koordinaten: 46° 16′ 5″ N, 8° 59′ 40″ O; CH1903: 719940 / 125259
Höhe: 270 m ü. M.
Höhenbereich: 245–2120 m ü. M.
Fläche: 7,4 km²
Einwohner: 123 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 17 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Moleno
Moleno
Karte
Moleno (Schweiz)
Moleno (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 2. April 2017
Kirche San Vittore Mauro
Ripiano-Brücke
Luftbild von Werner Friedli (Fotograf) (1964); Moleno liegt im Hintergrund, deutlicher sichtbar ist Preonzo

Moleno (lombardisch Mòlon [ˈmɔlon]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete er eine selbständige politische Gemeinde, die zum damaligen Kreis Ticino gehörte.

Geographie

Moleno liegt südlich der Leventina in der Riviera am westlichen Ufer des Flusses Tessin, ungefähr 8 Kilometer nördlich des Zentrums der Kantonshauptstadt Bellinzona.

Geschichte

Das Dorf findet sich erstmals 1213 als de Moleno (Abschrift von 1588) erwähnt, dann 1256 als a Rivo de Moline. Von 1181 an besassen die Capitanei von Locarno Zehntenrechte, die sie vom Bischof von Como erhalten hatten. Moleno bildete im Mittelalter eine Nachbarschaft (vicinia) mit Preonzo und besass eigene Statuten; 1335 ist es als Gemeinde der Grafschaft Bellinzona bezeugt.

Am 2. April 2017 schloss sich Moleno mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo, Sant’Antonio und Sementina der Gemeinde Bellinzona an.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung Moleno seit 1600
200
150
100
50
0
120
1600
90
1719
101
1808
141
1824
154
1836
145
1850
130
1860
124
1870
106
1880
101
1888
111
1900
97
1920
113
1930
86
1941
72
1960
71
1980
76
1990
105
2000
116
2010
123
2016
Quelle: Bundesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

Literatur

Commons: Moleno – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 602. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar.
  2. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino - L'effettivo della populazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 24. April 2026.
  3. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 24. April 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  4. ↑ Moleno. In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2008, abgerufen am 19. April 2025 (italienisch).
  5. 1 2 3 Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 58.