Sementina

Sementina
Wappen von Sementina
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6514
frühere BFS-Nr.: 5019
Koordinaten: 719554 / 115847Koordinaten: 46° 11′ 1″ N, 8° 59′ 14″ O; CH1903: 719554 / 115847
Höhe: 224 m ü. M.
Höhenbereich: 206–1958 m ü. M.
Fläche: 8,4 km²
Einwohner: 3217 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 383 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Sementina: Blick vom Torre della murata
Sementina: Blick vom Torre della murata
Karte
Sementina (Schweiz)
Sementina (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 2. April 2017
Sementina, historisches Luftbild von Werner Friedli (1946)
Fortino della fame

Sementina (lombardisch ebenso [semenˈtina]) ist ein Ortsteil von Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete es eine eigene politische Gemeinde im damaligen Kreis Ticino.

Geographie

Sementina liegt im Westen der Kantonshauptstadt Bellinzona am Ausgang des Sementinatales und am rechten Ufer des Tessin in der Magadinoebene. Zu Sementina gehört auch die Fraktion Piancalardo.

Geschichte

Gräberfelder aus der Eisenzeit und römische Funde weisen auf eine frühe Besiedlung hin. Sementina wurde 1230 erstmals als Somentina urkundlich erwähnt. Das Domkapitel von Como verlieh 1264 seine Güter und Rechte in Sementina an die Familie Muralto, 1277 an die da Gnosca und 1335 an die Orelli von Locarno. 1335 wurden Sementina und Muyro (Moiro), der heutige Dorfteil Sant’Antonio, als Gemeinden erwähnt, 1363 auch der heutige Ortsteil Piancalardo. Das Kapitel Bellinzona übte 1465 das Zehntrecht aus.

Am 2. April 2017 schloss sich Sementina mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Moleno, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo und Sant’Antonio der Gemeinde Bellinzona an. Sementina bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung Sementina seit 1683
4.000
3.000
2.000
1.000
0
160
1683
200
1719
170
1769
186
1808
212
1824
310
1850
347
1870
393
1880
409
1888
410
1910
434
1920
452
1941
534
1950
618
1960
1.185
1970
2.122
1980
2.394
1990
2.646
2000
3.056
2010
3.217
2016
Quelle: Bundesamt für Statistik

Wirtschaft

In Sementina wurden Viehwirtschaft und Ackerbau betrieben. Die Entwässerung der Magadinoebene Ende des 19. Jahrhunderts schützte nicht nur vor Krankheiten und Überschwemmungen, sondern brachte zusätzliche landwirtschaftliche Nutzfläche. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand eine Karton- und Keramikproduktion. Im Jahre 2000 waren über drei Viertel der Erwerbstätigen Pendler.

Sehenswürdigkeiten

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Sementina – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 825. Die Bedeutung des Namens ist unbekannt.
  2. ↑ Patriziato di Sementina (mit Fotos) (italienisch) auf patriziato-sementina.ch
  3. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino - L'effettivo della populazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 26. April 2026.
  4. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 26. April 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  5. 1 2 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 50–54.
  6. ↑ Festungsanlagen (mit Fotos) auf api3.geo.admin.ch/rest
  7. ↑ Hängebrücke in Carasc (mit Foto) (italienisch) auf curzutt.ch
  8. ↑ Associazione Calcistica Sementina (Memento vom 5. Juni 2014 im Internet Archive)
  9. ↑ Ursula Stevens: Carlo Jermini. In: tessinerkuenstler-ineuropa.ch. Tessiner Künstler in Europa.
  10. ↑ Ursula Stevens: Pietro Jermini. In: tessinerkuenstler-ineuropa.ch. Tessiner Künstler in Europa.
  11. ↑ Celestino Trezzini: Antonio Rusconi. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, S. 766 (PDF Digitalisat, abgerufen am 13. Oktober 2017).
  12. ↑ Irene Marcionetti (mit Bild) (italienisch) auf archividonneticino.ch