Gustav Gutheil

Grab Gustav Gutheils in Blankenhain, gestaltet von Thilo Schoder

Amandus Gustav Gutheil (28. Januar 1868 in Blankenhain – 10. April 1914 in Weimar) war ein deutscher Kapellmeister, Dirigent, Komponist und Musikpädagoge.

Leben

Gutheil erhielt seine erste Ausbildung in Weimar und nahm dann wiederholt an Orchesterkonzerten von Franz Liszt und Hans von Bülow teil. Später wurde er in die Kapelle des Weimarer Hoftheaters aufgenommen und von Richard Strauss gefördert. Von 1895 bis 1897 wirkte er als Kapellmeister in Straßburg und von 1897 bis 1900 als Kapellmeister am Weimarer Hoftheater. Anlässlich des Engagements seiner Frau Marie Gutheil-Schoder nach Wien übersiedelte er ebenfalls dahin, wo er seitdem als Komponist tätig war und Gesangsunterricht erteilte.

Als Dirigent bewies er Gemessenheit und Disziplin und leitete die Vorstellungen mit Sorgfalt und Wärme. Er war überhaupt ein tüchtiger Musiker, der den Apparat der Oper mit viel Geschick zu handhaben verstand und lebhafte musikalische Fassungsgabe, Umsicht und Energie besaß.

Gutheils Grab auf dem Friedhof Blankenhain, das 1915 von seinem Schwager Thilo Schoder geschaffen wurde, ist erhalten geblieben.

Literatur

Einzelbelege

  1. ↑ Familienbögen Mannheim.
  2. ↑ Sterberegister Weimar, 197/1914.
  3. ↑ Ulrike Lorenz: Thilo Schoder. Ein Architekt im Spannungsfeld der Moderne. Leben und Werk in Deutschland (1888–1936). Glaux, Jena 2001, S. 323.
Personendaten
NAME Gutheil, Gustav
ALTERNATIVNAMEN Gutheil, Amandus Gustav (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Kapellmeister, Dirigent, Komponist und Musikpädagoge
GEBURTSDATUM 28. Januar 1868
GEBURTSORT Blankenhain
STERBEDATUM 10. April 1914
STERBEORT Weimar