Hartmannswiller

Hartmannswiller
Hartmannswiller (Frankreich)
Hartmannswiller (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Guebwiller
Gemeindeverband Région de Guebwiller
Koordinaten 47° 52′ N, 7° 13′ OKoordinaten: 47° 52′ N, 7° 13′ O
Höhe 244–944 m
Fläche 4,78 km²
Einwohner 654 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 137 Einw./km²
Postleitzahl 68500
INSEE-Code

Mairie Hartmannswiller

Hartmannswiller (deutsch Hartmannsweiler) ist eine französische Gemeinde mit 654 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Arrondissement Thann-Guebwiller im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist eine der 17 Mitgliedsgemeinden des Gemeindeverbandes Région de Guebwiller.

Geografie

Hartmannswiller liegt am Fuße der Vogesen unterhalb des Hartmannswillerkopfes, etwa 16 Kilometer nordwestlich von Mülhausen an der Elsässer Weinstraße und war im Ersten Weltkrieg Schauplatz großer Schlachten.

Geschichte

Ein 1830 entdecktes Mosaik aus einer römischen Villa zeigt eine schon lange Besiedlungsgeschichte. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort 1187 als Hadmanswilre, als dem Kloster Lützel (frz. Lucelle) von Papst Gregor VIII. Ländereien im Dorf zugesprochen wurden. Später ging das Dorf an das Bistum Basel und danach an das Bistum Straßburg. 1311 kauften die Herren von Waldner das Dorf für 100 Mark. Erst 1760 wurden sie endgültig Eigentümer der Ortschaft. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Hartmannsweiler wie das ganze Elsass mehrmals geplündert und gebrandschatzt. 1782 starben innerhalb von wenigen Tagen 82 Bewohner an der Pest.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Hartmannsweiler als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Gebweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 lag das Dorf zwischen den Fronten, was zur Folge hatte, dass es fast vollständig durch Artilleriefeuer zerstört wurde.

Kriegsgräberstätten aus der Zeit der Schlacht um den Hartmannsweilerkopf sind Nécropole nationale du Silberloch - Hartmannswillerkopf, Deutsche Kriegsgräberstätte Cernay und Kriegsgräberstätte Guebwiller.

Bevölkerungsentwicklung

Anzahl Einwohner
Jahr 191019621968197519821990199920072017
Einwohner 556387395427466503523661638

Sehenswürdigkeiten

In Hartmannswiller befindet sich

Südturm der Festungsmauer
St. Blasius, Nordseite
St. Blasius, Ostseite
St. Blasius, Innenansicht

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Hartmannswiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Kreis Gebweiler. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juni 2024; abgerufen am 18. Februar 2026.