Möllenhagen

Wappen Deutschlandkarte
Möllenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Möllenhagen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 53° 32′ N, 12° 56′ OKoordinaten: 53° 32′ N, 12° 56′ O
Bundesland:Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Penzliner Land
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: 50,05 km²
Einwohner: 1568 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17219
Vorwahlen: 039928, 039921
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 101
Adresse der Amtsverwaltung: Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin
Website: www.Amt-Penzliner-Land.de.
Bürgermeister: Marten Günther
Lage der Gemeinde Möllenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Karte

Möllenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Penzliner Land mit Sitz in der Stadt Penzlin verwaltet.

Ortsteile

Zu Möllenhagen gehören die Ortsteile Bauernberg, Freidorf, Groß Varchow, Hoppenbarg, Kraase, Lehsten, Rethwisch, Rockow und Wendorf. Möllenhagen selbst wird vor allem durch die Industrie und Gewerbeansiedlung geprägt und seine Ortsteile von der Landwirtschaft.

Geschichte

Alle auf dem Gemeindegebiet liegenden Dörfer können auf eine lange historische Entwicklung verweisen:

Bevölkerung

JahrEinwohner
19902248
19952258
20002138
20051893
20101681
20151514
JahrEinwohner
20201527
20211515
20221543
20231616

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Möllenhagen besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,3 % zu folgendem Ergebnis:

Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
Lebenswerte Gemeinde Möllenhagen––41,9 %5
Freie Wähler Möllenhagen––20,4 %2
CDU41,0 %518,0 %2
Einzelbewerber Jürgen Hirlemann8,1 %17,6 %1
Einzelbewerber Martin Groß––5,8 %1
Einzelbewerber René Piechot––3,9 %1
Die Heimat––2,5 %–
Unabhängige Wählergemeinschaft Möllenhagen44,2 %5––
Einzelbewerber Torsten Lohmann6,8 %1––
Insgesamt100 %12100 %12

Bürgermeister

Am 26. Mai 2019 wurde Diener mit 56,6 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.

Bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 wurde Günther mit 66,0 % der gültigen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Wappen

Wappen von Möllenhagen
Wappen von Möllenhagen
Blasonierung: „Gespalten; vorn in Rot ein links gewendeter goldener Flügel; hinten in Gold ein blauer Mühlstein über zwei schräg gekreuzten blauen Rodehacken.“
Wappenbegründung: In dem Wappen steht der Flügel für die artenreiche Tierwelt der Umgebung, insbesondere für die Kraniche. Gleichzeitig soll mit den Flügelfedern auf die Anzahl der Ortsteile verwiesen werden. Mit dem Mühlstein und den Rodehacken wird redend der bildliche Bezug zu dem seit dem 16. Jh. geführten Ortsnamen Möllenhagen hergestellt, wobei die Rodehacken auf den Namensbestandteil „-hagen“ hindeuten und auf den im Zuge des deutschrechtlichen Landausbaus durch Rodung von Waldflächen neu geschaffenen Ort verweisen. Die Tingierung des Wappens in Blau, Gold und Rot kennzeichnet die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landesteil Mecklenburg.

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet. Es wurde zusammen mit der Flagge am 30. Januar 2003 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 274 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Flagge

Die Flagge ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Gelb und Rot gestreift. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge des gelben und des roten Streifens übergreifend, das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Dienstsiegel

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE MÖLLENHAGEN • LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE“.

Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Straße

Die Gemeinde Möllenhagen liegt direkt an der B 192 als Verbindung nach Westen, Richtung Waren (Müritz), und nach Neubrandenburg im Osten. Die B 194 verläuft unweit westlich der Gemeinde. Der Süden und Norden der Gemeinde ist über die Kreisstraßen 29 und 30 erschlossen. Die Bundesautobahn 20 ist über die B 192 in Richtung Neubrandenburg zu erreichen, über Waren (Müritz) die A 19.

Schiene

Bis zum Zweiten Weltkrieg bestand ein Anschluss an das aktive Schienennetz. Die Gleise der Mecklenburgischen Südbahn verbanden Möllenhagen mit Neubrandenburg und Waren (Müritz). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile dieser Bahnlinie als Reparationszahlung demontiert. Zwischen Möllenhagen und Neubrandenburg wurde die Strecke nicht wieder aufgebaut. Der Abschnitt von Möllenhagen nach Waren (Müritz) wird regelmäßig benutzt vom Betonwerk in Rethwisch, einem Ortsteil von Möllenhagen.

Öffentlicher Personennahverkehr

Der öffentliche Personennahverkehr wird von der Personenverkehr Müritz GmbH betrieben. Es bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Waren (Müritz), Neubrandenburg und Röbel/Müritz (datBus). Weiterhin existieren mehrere Linien, die die Dörfer des Amtsgebietes am Morgen und am frühen Nachmittag anfahren.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Möllenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise und Gemeinden 2025 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. ↑ Christa Kostolnik: Die Geschichte des „Glasdorfes“ Rumpshagen 1273–2015. Vom stolzen Aufstieg und tragischen Untergang der adligen Gläsnerfamilie von Gundlach. In: Genealogische Übersicht der Gundlachschen Linien Leizen-Rumpshagen, Möllenhagen, Mollenstorf und Torisdorf-Hinrichsberg. 2. Auflage. Edition Lesezeichen, Friedland, Ankershagen 2020, ISBN 978-3-941681-83-5, S. 63 f. (d-nb.info).
  3. ↑ Vollrath von Lützow, Joachim Becker: Güter-Adreßbuch von Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Verzeichnis sämtlicher größerer u. mittlerer landwirtschaftlichen Güter/Nach amtlichen Quellen bearb. In: Niekammer’s Güter-Adreßbücher (Hrsg.): Landwirtschaftliches Adressbuch. 2. Auflage. Band IV. Reichenbach, Leipzig 1921, S. 111 f. (d-nb.info [abgerufen am 8. Juli 2021]).
  4. ↑ Ernst Seyfert, Hans Wehner, W. Baarck: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Mecklenburg 1928. In: Niekammer und Landbund Mecklenburg (Hrsg.): Landwirtschaftliches Adressbuch. 4. Auflage. Band IV. Verlag von Niekammer’s Adressbüchern GmbH, Leipzig 1928, S. 205.
  5. ↑ Hans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1956. Band II, Band 12 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1956, S. 427.
  6. ↑ Vgl. Gutshaus Wendorf b. Waren-Müritz, In: Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern. Hrsg. QM3 UG (haftungsbeschränkt), Klein Kordshagen, Lüssow.
  7. ↑ Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Statistischer Bericht. Bevölkerungsstand. Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden.
  8. ↑ Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024.
  9. ↑ Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  10. ↑ Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019.
  11. ↑ Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024
  12. ↑ Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern § 37 (3).
  13. ↑ Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge produktionsbüro TINUS, Schwerin 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 318/319.
  14. 1 2 Amt-Penzliner-Land.de/Media: Hauptsatzung § 1. PDF. Stand vor 20. März 2022.