Laura ist ein weiblicher Vorname und eine Kurzform von Laurentia, dem Pendant zu dem männlichen lateinischen Vornamen Laurentius, der „aus der Stadt Laurentum“ bedeutet, aber in Anlehnung an laurus „Lorbeer“ umgedeutet wurde zu „lorbeerbekränzt“.
Die außerordentliche Beliebtheit des Namens seit dem Ausgang des Mittelalters verdankt sich dem Einfluss des italienischen Dichters Francesco Petrarca, der in seinem Canzoniere die Liebe zu einer unerreichbaren, ab der Mitte des Werks auch durch den Tod unerreichbar gewordenen Geliebten namens Laura besingt und durch dieses Werk die Liebesdichtung und Liebesauffassung in ganz Europa für die folgenden Jahrhunderte nachhaltig prägte.
Nachdem der Name in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland seltener vergeben wurde, erlebt er Ende der 1970er-Jahre einen starken Popularitätsanstieg. Seit den 1990er-Jahren war er bereits oft unter den zehn am häufigsten vergebenen weiblichen Vornamen. Durchschnittlich belegte er Rang 4 in den 1990er und Rang 7 in den 2000er Jahren. In den 2010er-Jahren blieb Laura weiter unter den 20 beliebtesten Vornamen, seither setzt ein leichter Rückgang ein. In Österreich gilt Laura seit 1986 als beliebter Mädchenname in den Top-100. Seit 1996 befindet er sich durchgehend in den Top-10. Von 1984 bis 2023 wurde der Name rund 19.900 Mal gewählt. Der Name kommt in der Schweiz seit 1930 jährlich in der Namensgebung vor. Seit Ende der 1960er Jahre zählt er zu den Top-100. Zwischen 1988 und 2014 lag der Name durchgehend in den Top-10. Zeitweise hatte er die Spitzenposition inne.
Der Name befand sich in Belgien von 1995 bis 2002 an der Spitzenposition. Seitdem geht seine Beliebtheit zurück. Im Jahr 2023 belegte er nur noch Rang 110. In Frankreich ist der Name seit Mitte der 1940er in den Top-500 vertreten. Besonders populär war er zwischen 1988 und 2001, als er zu den 10 beliebtesten Namen gehörte. In Kroatien zählte der Name von 2017 bis 2023 zu den Top-30. Der Name liegt in Slowenien seit 1992 in den Top-100. In Spanien gehörte er von 2002 bis 2008 zu den 10 beliebtesten Mädchennamen. Der Name wird in den Niederlanden seit 1930 alljährlich vergeben. Von 1984 bis 1999 zählte er stets zu den Top-10. Seitdem geht seine Popularität leicht zurück.
In der Slowakei liegt der Name Laura seit dem Jahr 2000 in den Top-20 und überwiegend sogar in den Top-10. Der Name erlebt in Tschechien seit Anfang der 1980er Jahre einen Aufwärtstrend. Seit der Jahrtausendwende befindet er sich in den Top-100. In Ungarn belegt er seit dem Jahr 2000 stets einen Platz in den Top-20. Besonders beliebt ist der Name zurzeit in Polen. Seit 2020 befindet er sich in den Top-10 der Hitlisten. Der Name zählt in Dänemark seit Anfang der 1990er Jahre zu den Top-100. Besonders beliebt war er nach der Jahrtausendwende. In Finnland gehörte er schon etwas früher zu den populärsten Vornamen, und zwar von Anfang bis Ende der 1990er Jahre. In den Ländern Norwegen und Schweden gilt der Name als mäßig beliebt.
Der Name zählte in England und Wales zwischen 1996 und 2005 zu den 100 beliebtesten Vornamen. Seitdem ist seine Popularität rückläufig. Er befand sich in Schottland zwischen 1955 und 2007 unter den 100 populärsten Mädchennamen. Von 1979 bis 1989 hatte er durchgehend die Spitzenposition inne. In Nordirland lag der Name im Jahr 1997 auf Rang 13. Danach ging seine Popularität zurück. Seit 2016 ist er nicht mehr in den Top-100. Der Name lag in Irland seit 1966 fast jährlich in den Top-100 der Hitlisten. Von 1983 bis 1997 befand er sich in den Top-10. Danach ließ seine Beliebtheit nach.
In den USA gehörte der Name von 1880 bis 1934 und von 1945 bis 2001 zu den 100 beliebtesten Vornamen. Zwischen 1963 und 1986 lag er fast jährlich in den Top-20. Seit der Jahrtausendwende ist seine Vergabe stark rückläufig. In Kanada kam der Name von 1920 bis 2006 fast durchgehend in den Top-100 vor. Zwischen 1966 und 1992 lag er in den Top-20 und fast die ganzen 1980er Jahre in den Top-10. In Chile gehörte der Name von 2010 bis 2021 zu den Top-50.
Der Name befand sich in Neuseeland Anfang des 20. Jahrhunderts in den Top-100. Von Ende der 1970er bis Ende der 2000er Jahre war er erneut in den Top-100 anzutreffen. Zwischen 1984 und 1998 zählte er zu den 20 beliebtesten Namen. In Australien befand sich der Name zwischen 1976 und 2009 in den Top-100. Die beste Platzierung erzielte er in den Jahren 1994 und 1995 mit Rang 9.