| Louhans-Châteaurenaud | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Bourgogne-Franche-Comté | |
| Département (Nr.) | Saône-et-Loire (71) | |
| Arrondissement | Louhans | |
| Kanton | Louhans (Hauptort) | |
| Gemeindeverband | Bresse Louhannaise Intercom’ | |
| Koordinaten | 46° 38′ N, 5° 13′ O | |
| Höhe | 176–205 m | |
| Fläche | 22,58 km² | |
| Einwohner | 6.446 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 285 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 71500 | |
| INSEE-Code | 71263 | |
| Website | https://www.louhans-chateaurenaud.fr/ | |
Grande Rue und Place Saint-Jean in Louhans | ||
Louhans-Châteaurenaud [] ist eine französische Gemeinde und Landstadt in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Louhans, (deren beider Hauptort sie ist) und zum Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’, von dem sie Verwaltungssitz ist. Die Gemeinde hat 6.446 Einwohner (Stand 1. Januar 2023), sie werden Louhannais, resp. Louhannaises genannt.
Louhans-Châteaurenaud gehört zur Vereinigung «Die schönsten Umwege Frankreichs», der 88 Orte im ganzen Land angehören.
Bis 31. Dezember 2025 hieß der Ort lediglich Louhans. Mit Dekret Nr. 2025-815 vom 12. August 2025 wurde der Name geändert in Louhans-Châteaurenaud, obwohl bereits 1973 dieser bisher eigenständige Ort ins Stadtgebiet integriert worden war.



Louhans-Châteaurenaud liegt im Osten von Burgund und zentral in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Das Städtchen liegt etwas über der Mitte der südlichen Hälfte des Arrondissements Louhans, von dem es Hauptort ist. Es liegt 78,4 Kilometer südsüdöstlich der Départementshauptstadt Dijon.
Im Norden grenzt Louhans-Châteaurenaud an Vincelles, im östlichen Teil schiebt sich ein kurzes Stück von Saint-Usuge zwischen Vincelles und Montagny-près-Louhans im Nordosten. Im Osten besteht eine kurze Grenze mit Ratte, im Südosten liegt Saint-Martin-du-Mont, im Süden Bruailles und im Südwesten in kurzes Stück von La Chapelle-Naude. Im Südwesten liegt Sornay und im Nordwesten Branges.
Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse.
Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Landstädtchen». Die Bevölkerung lebt etwa zu 60 % im Bourg, der Rest in Weilern und Einzelsiedlungen.
Die Gemeinde weist 397 Hektar bewaldete Flächen auf, was 17,5 % der Gemeindefläche entspricht. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 73 % Laubwald und 23 % Eichen- und Buchenwald. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im Osten der Gemeinde – Bois des Bouleaux, Le Grand Bois, Les Chênes, Les Grebons, Bois des Rettes –, kleinere Flächen auch im Norden – Bois des Greffes, Bois de Juif, Le Grépillet. Im ganzen Gemeindegebiet finden sich zahlreiche Flächen an Pappelplantagen.
In der Gemeinde werden 751,5 Hektar (entsprechend 33,1 % des Gemeindegebiets; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wovon 20,1 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind. Rund 60 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 1 % wird Raps, auf 11 % wird Weichweizen und auf rund 10 % Körner- und Silomais angebaut.
An stehende Gewässer befinden sich in der Gemeinde lediglich Weiher und Teiche, jedoch keine Étangs.
Bei den fließenden Gewässern bildet sicher La Seille den Hauptfluss der Gemeinde. Sie fließt von Norden, von Montagny-près-Louhans, zur Gemeinde und bildet die nördliche Gemeindegrenze zwischen Louhans und Vincelles. Bei La Mare wendet sie sich nach Süden und fließt zum Westende des Städtchens. Dort wendet sie sich nach Westen und verlässt die Gemeinde nach Sornay.
Ganz im Norden, kurz bevor sich die Seille nach Süden wendet mündet La Servonne, die von Norden kommt, aus der Gemeinde Vincelles und ist für rund 400 Meter Grenzfluss.
Nördlich des Städtchens mündet die Rivière la Sâle in die Seille. Dabei handelt es sich um einen Entlastungskanal zwischen La Vallière und La Seille, da die Stadt lange Zeit unter Überflutungen litt.
Westlich des Städtchens, wo die Seille sich nach Westen wendet, mündet Le Solnan in die Seille. Er erreicht die Gemeinde im Südwesten, und ist für 1,77 Kilometer Grenzfluss zu Bruailles, danach fließt er in weiten Schleifen nach Norden bis zur Mündung.
Wo der Solnan aufhört, Grenzfluss zu sein, mündet La Vallière, die von Bruailles kommt, die Gemeinde im Südwesten erreicht und die ganze natürliche Südgrenze bildet.
Auf ihrem Weg nimmt sie den Ruisseau de Blaine auf, dieser kommt von Saint-Martin-du-Mont, ist im Südosten kurz Grenzfluss, mäandriert in zahllosen Schlingen nach Westen und mündet bei Les Grandes Forêts in die Vallière.
Im Osten, von Norden her, von Montagny-près-Louhans fließt der Ruisseau de l’Étang du Villard zur Gemeinde, ist für etwa 1,5 Kilometer Grenzfluss, bevor er in den Ruisseau de la Blaine mündet.
Kurz nachdem er das Gemeindegebiet erreicht hat, mündet der Ruisseau de l’Étang des Claies in den Ruisseau de l’Étang du Villard.
Die Départementsstraße D678 ist die hauptsächliche West-Ost-Verbindung. Sie kommt bei Le Guidon von Norden her, aus der Gemeinde Branges, in die Gemeinde und verläuft südsüdöstlich bis zum Westende des Städtchens. Dort wendet sie sich nach Osten und verlässt die Gemeinde östlich von L’Aupretin nach Ratte. Sie ist im Gemeindegebiet 6,14 Kilometer lang. Diese Straße folgt weitgehend dem Trassee der Römerstraße, die Chalon-sur-Saône mit Lons-le-Saunier verband.
Kurz vor Erreichen des Städtchens mündet von Nordwesten die Départementsstraße D160, von Branges her kommend in die D678. Die Straße verbindet Louhans mit Saint-Germain-du-Plain. Die Straße ist auf Gemeindegebiet lediglich 797 Meter lang.
In die D678 mündet am Ostende des Städtchens die Départementsstraße D13, die aus dem Norden, von Vincelles, in die Gemeinde kommt. Sie überquert die Seille bei Le Matelot und verläuft in Südrichtung, bis sie nach 3,046 Kilometern in die D678 mündet. Diese Straße geht auf die Römerstraße zurück, die Louhans mit Pierre-de-Bresse verband und weiter nach Tavaux führte.
Am Ende des Siedlungsgebiets, in Châteaurenaud, mündet die Départementsstraße D23 in die D678. Sie kommt von Nordosten, aus Montagny-près-Louhans, ist auf Gemeindegebiet 2,9 Kilometer lang und geht auf die Römerstraße zurück, die Châteaurenaud mit Bellevesvre verband.
Von Westen her, aus der Gemeinde Sornay erreicht die Départementsstraße D971 die Gemeinde bei La Vaivre und mündet bei der Place Bertrand Thibert nach 1,224 Kilometern in den Kreisverkehr. Möglicherweise geht diese Straße auf die Römerstraße zurück, die Louhans mit Tournus verband.
Beim Kreisverkehr Carrefour Kirchheimbolanden in Bram zweigt aus der D971 die Départementsstraße D12 nach Süden ab. Sie verläuft in südsüdwestlicher Richtung und verlässt die Gemeinde bei Le Genévriers nach 1,962 Kilometern. Möglicherweise folgt die Straße der Römerstraße, die Louhans mit Romenay verband.
Beim Hôtel de Ville zweigt die Départementsstraße D996 nach Süden ab. Sie kommt gemeinsam mit der D678 aus dem Norden und verlässt das Städtchen südwärts nach Bruailles. Dieser Südast ist 1,334 Kilometer lang. Diese Straße geht wahrscheinlich auf die Römerstraße zurück, die Louhans mit Cousance verband.
Am Ostende des Städtchens zweigt die Départementsstraße D21 aus der D678 nach Süden ab. Sie verläuft in südsüdöstlicher Richtung und verlässt die Gemeinde im Südosten nach Bruailles und endet in Flacey-en-Bresse. auf Gemeindegebiet ist die Straße 3,578 Kilometer lang.
In der Gemeinde verläuft ein Teil des Radwanderweges La Voie Bressane (Chalon-sur-Saône – Louhans – Lons-le-Saunier). Der Radwanderweg verläuft auf dem ehemaligen Trassee der Eisenbahnstrecke Chalon-sur-Saône – Lons-le-Saunier. In der Gemeinde verläuft die Strecke von Branges her mit rauem Straßenbelag. Die Stadtdurchfahrt erfolgt teilweise im Gemischtverkehr, ab Colombier führt der Weg wieder auf dem ehemaligen Bahntrassee mit glattem Belag bis zur Gemeindegrenze am östlichsten Punkt von Louhans-Châteaurenaud. Die Strecke in der Gemeinde ist 6,8 Kilometer lang.
Eine Eisenbahnlinie kommt aus Branges zum Champ de Fontaine und wird durch TER Bourgogne-Franche-Comté betrieben. Es handelt sich um die Bahnstrecke Dijon-Ville–Saint-Amour (auch bekannt als Ligne de la Bresse), heute werden in der Region noch die Bahnhöfe Mervans und Louhans bedient.
Durch die Gemeinde verläuft eine Hochspannungsleitung mit einer Spannung von 63 kV mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Louhans – Pymont, die Louhans mit Lons-le-Saunier verbindet. Die Leitung wurde 1955 erstellt und 2025 vollständig saniert. Die Leitung beginnt beim Umspannwerk in Saint-Claude und zieht sich nach Osten (96°). Sie verlässt die Gemeinde beim Bois des Rettes im Südwesten nach Bruailles. Auf dem Weg zieht sie zwei Mal für kurze Stücke über das Gebiet von Bruailles. Auf Gemeindegebiet ist die Leitung 2,41 Kilometer lang und wird von 9 Stahlgittermasten getragen.
Vom Umspannwerk verläuft eine weitere Hochspannungsleitung mit einer Spannung von 63 kV mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Frontenaud – Louhans, die Louhans mit Frontenaud verbindet. Die Leitung veläuft vom Umspannwerk nach Süden und verlässt die Gemeinde am südlichsten Punkt nach Bruailles. Die Leitung ist auf Gemeindegebiet 916 Meter lang und wird von 4 Hochspannungsmast getragen.

Durch die Gemeinde verläuft eine Hochspannungsleitung mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Louhans – Saint-Usuge mit einer Spannung von 63 kV. Vom Umspannwerk verläuft die Leitung nach Westnordwest (288°) bis zur Gemeindegrenze bei Château Saint-Claude, sie ist 454 Meter lang und wird von drei Starkstrommasten getragen.
Schließlich besteht noch eine weitere Hochspannungsleitung mit einer Spannung von 63 kV mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Chalon – Louhans. Sie verläuft ebenfalls vom Umspannwerk Richtung Westen (263°) und verlässt die Gemeinde nach Sornay. Die Leitung ist auf Gemeindegebiet 600 Meter lang und wird von 3 Starkstrommasten getragen.
Zur Gemeinde gehören die folgenden Weiler und Fluren: Alexandrette, L’Aupretin, La Basse-Cour, Beaulieu, Blaine, Bois-d’Allant, Les Bordes, Bourg-Château, Bram, La Brasserie, Brenet, La Butelière, Le Carruge, La Chaintre, Champ-Cretin, Le Champ-de-la-Fleur, Champ-Perruchot, Le Chanet, Châteaurenaud, Chemin-des-Brenets, Les Chénevières, Le Clou, Le Colombier, Le Coteau, La Croix-Blanche, Les Crus, Le Culleron, Le Dessus-de-la-Roche, Les Dodanes, L’Ecotet, Faubourg-Saint-Jean, Les Feys, Les Genevriers, Le Grand-Champ, Les Grands-Bois, Les Granges, La Griffonnière, Les Grillots, Gruay, Les Gruyères, L’Hôpital, Jouy, Longemale, La Maconnière, La Maladière, Le Maroc, La Meneuvre, Meurienne, Moulin-de-Bram, Moulin-de-la-Blanette, Le Moulin-de-la-Salle, Les Noiserez, Notre-Dame-de-Lorette, Le Paradis, La Peupleraie, Le Pré-Davaud, La Prozette, La Queue, Les Reverseilles, Les Ripettes, Rondiche, Saint-Claude, Saint-Laurent, La Sâle (Gewässer), Les Salines, Saugy, Seugny, Les Tisses, La Troche, La Tuilerie, Les Vaux, Les Venets, La Villeneuve.

Das Höhenprofil beginnt im Westen, bei La Vaivre, gleich östlich des Wasserturms. Das Gelände ist eben, es ist das Flusstal von Seille und Solnan, ein leichter Absatz bildet die alte Eisenbahnstrecke, bevor wir zum Städtchen kommen. Östlich des Städtchens liegt La Sâle, der Entlastungskanal, darnach folgen die Départementsstraße D21 und das Trassee der Eisenbahnstrecke. In der Folge steigt das Gelände an auf die Normalhöhe der Bresse-Ebene von 200 bis 220 Metern. Dort liegen die Siedlungsgebiete, die bereits zu Châteaurenaud gehören. in der Folge zieht sich das Gelände nach Osten und sinkt erst am Ende der Profillinie nochmals steil ab zum Ruisseau de l’Étang du Villard, der hier Grenzfluss zu Ratte bildet.
Das Klima in Louhans-Châteaurenaud ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,3 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,5 °C, der kälteste der Januar mit 3,6 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1081 mm, dabei ist der November mit 117 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 72 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2764 Sonnenstunden gezählt.
| Louhans-Châteaurenaud | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Louhans-Châteaurenaud
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Louhans-Châteaurenaud war schon in vorrömischer Zeit besiedelt, wie archäologische Funde bestätigt haben. In gallo-römischer Zeit hieß der Ort Lovincum, was möglicherweise auf das Keltische zurückgeht im Sinne von beim Fluss (kelt. Fluss = low). Die erste bekannte schriftliche Erwähnung des Ortes erfolgte 878 in pago vero Lugdunensi... villam Lovingo cum ecclesia in honore Sancti-Martini (deutsch so viel wie: Im Gau von Lyon... die Stadt Lovingo mit der Kirche zu Ehren von Sankt-Martin). 926 wird in den Büchern von Chalon-sur-Saône erwähnt: in pago Cabilonense, in vicaria Lovingense (deutsch so viel wie: im Gau von Chalon, in der Pfarrei von Lovincum). Spannend wird es 956, da wird berichtet von in pago Lugdunense, in agro Poslimiacense… in villa Leuvencolt, wo das Leuvencolt stark an das keltische Löwin anklingt. 1252 erfolgt aber bereits die Erwähnung als Louans, mit wenigen Abweichungen bleibt dieser Namen erhalten, seit 1452 ist er so bezeugt.
Es gab übrigens einen weiteren Erklärungsversuch für den Namen Louhans: Der Name gehe zurück auf das lateinische Wort für Wolf (lupus) und insbesondere auf den Zusatz uhulans. Dieses lupus uhulans, was so viel bedeutet wie heulender Wolf, sei der Ursprung des Namens von Louhans. Aber bereits Lucien Guillemaut tat dies als reines Fantasieprodukt ab.



Louhans-Châteaurenaud entwickelte sich aus einem Weiler oder Dorf, die Äbte von Benediktinerabtei Tournus waren die ersten Herren von Louhans-Châteaurenaud und hatten für das geistliche Leben ein Priorat eingerichtet. Zudem hatten sie einen Hafen an der Seille erbaut, von wo sie das Salz aus den Jurasalinen treidelten. Die Einkünfte aus dem Salzzoll waren erheblich und die Einwohner, zumindest die ärmsten, profitierten davon, da die Mönche das lebensnotwendige Salz in der ersten Karwoche unter ihnen verteilten.
Als Folge dieser ersten Quelle des Wohlstandes wurde das Dorf bald ein Städtchen und ein Handelspunkt, an dem man sich mit Salz und anderen Gütern versorgte. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wuchs seine Bedeutung noch, es wurde zu einer befestigten Stadt mit einer Festung, Gräben und Stadtmauern.
Die Kirche – le mouty (von monasterium – Kloster) – ursprünglich dem Heiligen Martin wurde später dem Heiligen Peter geweiht. Die Äbte von Tournus bemühten sich, diesem kleinen Zentrum noch mehr Wichtigkeit zu verleihen, hatten sie doch weitere Besitztümer in der Umgebung. Die geistlichen Einrichtungen entwickelten sich ebenfalls: Die kleine Pfarrei die bisher lediglich von den Mönchen mitbedient worden war, wurde nun dem Erzbischof von Besançon unterstellt und blieb es bis zum Ende des Ancien Régime. Im Vertrag zwischen den Mönchen von Tournus und dem Erzbischof von Besançon war die Rede von einem Prior und einem Kaplan. Eine Familiarité mit einem Priester entstand im 13. und 14. Jahrhundert dank Stiftungen. Die Familiarité, war eine religiöse Verbindung, die in der Freigrafschaft häufig war. In Louhans-Châteaurenaud bestand sie aus etwa zwanzig Brüdern, mit einem Priester, der als einziger auswärtig sein durfte. Um dazuzugehören, musste man in der Stadt geboren sein, von Vater und Mutter, die in der Stadt wohnhaft waren und man musste in der Pfarrkirche getauft worden sein und zudem dauernd in der Stadt gewohnt haben. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts musste ein Bewerber zudem Lesen und Singen können. Mit der Mitgliedschaft waren recht gute Einkünfte verbunden, die gleichmäßig auf die Angehörigen aufgeteilt wurden, diese wiederum hatten die Aufgaben zu erfüllen, die in den Satzungen vorgesehen waren. Schließlich hatten die Familiaren das Recht, den Vikar aus ihrer Mitte zu nominieren. Allerdings musste er eine Prüfung vor dem Abt von Tournus bestehen und sich auch dem Erzbischof vorstellen.
Außer den Familiaren bestand ein Kapitel für die herrschaftliche Kapelle, die der Maria geweiht ist. Hugues von Vienne gründete das Kapitel im 14. Jahrhundert, es bestand aus sechs Kanonikern, einer davon der Doyen. Jean von Vienne vermachte ihnen testamentarisch 18 Pfund jährlich, dem Doyen 24 und ein Stück Land zur Bewirtschaftung. Diese Kanoniker wurden durch den Grundherrn ernannt, der sie üblicherweise aus dem Kreis der Familiaren wählte. Seit dem 14. Jahrhundert bestanden weitere Kapellen in der Kirche von Louhans: die Kapelle vom Heiligen Geist, gegründet am 10. November 1377 durch Gillet Chevilliard und seine Frau Huguette, eine Kapelle des Heiligen Nikolaus, eine der Heiligen Katharina und der Heiligen Barbara, und dazu gehörten jeweils ebenfalls Bruderschaften. Von der Kirche selbst ist nicht bekannt, wann sie erbaut wurde. Man weiß nur, dass sie 1376 als Folge von kriegerischen Handlungen abbrannte. Bei der Kirche lagen die Gräber der kirchlichen Würdenträger, der weltlichen Herren und reicher Bürger. Die der Kirche zunächst stehenden Häuser waren diejenigen der Kanoniker und der Familiaren. In einem der Häuser war eine kleine Schule, der Lehrer wurde durch einen klösterlichen Beamten eingesetzt.
Am Ufer der Seille erhob sich das Schloss, erbaut durch die Herren von Vienne, deren Besitztümer einen großen Teil der Bresse umfassten. Die Herren von Vienne übernahmen immer mehr Rechte von den Äbten von Tournus, bis sie schließlich 1269 der Stadt Louhans ihren Freibrief ausstellen konnten. Vom Schloss ist nichts mehr geblieben, außer dem Namen place du château, beim nördlichen Stadteingang auf dem linken Seilleufer. Hinter dem Schloss wuchs die Stadt, bestehend aus einer befestigten Straße, der rue principale, die mit Arkaden bestückt war, die sich besonders gut eigneten für Markt und Handel und vor Regen und Sonne schützten – wie auch heute noch. Die übrigen Straßen ähnelten wohl eher Wegen und Gässchen. Wie heute führte die Hauptstraße Richtung Châteaurenaud und Lons-le-Saunier. Auf dieser Straße, kurz vor der Steigung, lag Orme, das als Grenze im Freibrief bezeichnet war.
Außerhalb der Stadt lagen noch einzelne Häuser, Felder, Gärten und zeitweise die Gebäude für die Leprakranken oder Pestbefallenen. Seit dem 14. Jahrhundert besitzt Louhans ein Spital. Allerdings ist nicht mehr bekannt, wo es lag. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde ein neues Spital gebaut, vermutlich nahe beim Schloss beim westlichen Stadttor.
Seit dem Freibrief von der Leibeigenschaft befreit, hätten die Bewohner der Stadt, Kleriker, Bürger, Kaufleute und Arbeiter, in Friede und Wohlstand leben können, aber die Geschichte legte ihnen fast ununterbrochen Hindernisse in den Weg. Raubzüge, Überfälle, Epidemien und Pestzüge verschonten sie nicht. Sie hätten Armut und Hungersnöte wohl überstehen können und die Stadt wachsen lassen, ausbauen und ihre Geschäfte ausweiten können, aber die folgenden Jahrhunderte brachten immer wieder Unbill mit sich.
Das monotone Leben wurde unterbrochen von religiösen Feiern, häufigen Festen und den Markttagen, die schon damals montags stattfanden. Am Abend läutete die Kirche Betzeit und beim zweiten Läuten, um neunzehn Uhr, mussten alle Feuer gelöscht sein. Man ging früh schlafen, die Stadttore wurden bei Einbruch der Nacht geschlossen. Am Sonntag war ein Bürger damit beauftragt, um Mitternacht die Glocke zu läuten und den Montag auszurufen, wofür er jährlich drei Pfund erhielt und im 16. Jahrhundert als Réveille matin bezeichnet wurde. Es war üblich, jeden Sonntag Weihwasser in die Häuser zu tragen. Der damit beauftragte Bürger versprühte Weihwasser am Eingang des Hauses mit dem Betruf: Asperges me Domine und erhielt darauf ein Almosen. Dieser Brauch ist typisch für das Burgund und obwohl schon sehr alt, hielt er sich noch bis ins 19. Jahrhundert. Daneben feierte man die Heilige Katharina am 25. November als Patronin der jungen Mädchen, und Sankt Nikolaus am 6. Dezember als Patron der Schüler, beide hatten ja eine Kapelle in der Kirche.
Zunehmend entstanden Bruderschaften, um gemeinsam zu beten und den Mitgliedern den letzten Dienst zu erweisen. Von Zeit zu Zeit, sicher aber am Fest des jeweiligen Heiligen, wurden die Gebete durch ein ausgedehntes Mahl ersetzt. Es entstanden Zünfte, die ebenfalls einem Heiligen geweiht waren. Die Schmiede und Goldschmiede wählten Saint Eloi, die Schneider Saint Blaise, die Weber Saint Lin, die Sattler Saint Crépin, und alle hatten ihre Flagge und ihren jährlichen Festtag, den sie mit einer Prozession durch die Stadt und einem ausgedehnten Essen begingen – sogar die Armbrustschützen hatten eine Zunft, ihr Heiliger war der Saint Sébastien und wegen ihrer Verdienste bezahlte ihnen die Stadt gar 5 Pfund jährlich. Die Stadt wurde bald zu einem regionalen Zentrum, Handwerker und Kaufleute ließen sich nieder. Märkte und Messen wurden regelmäßig durchgeführt. Da die Stadt auf dem Wege in die Schweiz und nach Italien lag, richteten viele Kaufleute Lager ein.
In den Arkaden befanden sich die Läden, die durch trapons verschlossen waren. Der unterste Teil war fest, der obere Teil ließ sich in der Mitte öffnen, wobei der obere Laden hochgeklappt wurde und der untere horizontal den Tisch für die Handelswaren bildete.
bis 15. Jahrhundert
16. Jahrhundert
17. Jahrhundert
18. Jahrhundert
Mit der Französischen Revolution 1789 wurden die Vorrechte des Adels abgeschafft, sie behielten lediglich noch ihre Titel.
1973 kam Châteaurenaud zu Louhans, bis dann hatte es seine eigene Geschichte.
Seit dem 11. Jahrhundert sind Herren von Châteaurenaud bekannt: Rainaud (1197), Ponsard (1350), Hugues und Odot. Der Ort verfügte über eine nennenswerte Burg, gut gelegen auf einer Motte, mit einem wehrhaften Turm und starken Gebäuden, alles eingeschlossen mit Festungsmauern und Gräben rings um die Motte, sie war Ende des 14. Jahrhunderts ein Lehen der Herren von Sainte-Croix-en-Bresse, das an Guillaume de la Marche ging. Es vererbte sich in der Familie, bis zum Chronisten und Dichter Olivier de la Marche. Seine Schwester, Jeanne de la Marche, brachte Châteaurenaud in die Ehe mit Jean le Mairet, Oberforstmeister des Chalonnais. Dessen Tochter brachte es 1498 als Mitgift in die Ehe mit Guillaume de Thullière, genannt Montjoie.
Châteaurenaud gelangte anschließend in den Besitz der de Moisy (1540) und Jean de la Borderie, verheiratet mit Antoinette de Ténarre. Durch deren zweite Ehe ging die Herrschaft an Theode Bouton. Gegen 1700 ging die Herrschaft durch Kauf an Guillaume de Mailly. Für seinen Urenkel, Antoine Anne Alexandre Marie Gabriel Joseph François de Mailly wurde das Lehen durch Louis XV. im Juli 1752 zum Marquisat erhoben. Sein Sohn wiederum, Antoine de Mailly, war Mitglied der Konstituante und der letzte Herr von Châteaurenaud.
Mit der Französischen Revolution 1789 wurden die Vorrechte des Adels abgeschafft, sie behielten lediglich noch ihre Titel.
Nach den französischen Parlamentswahlen im Mai 1815 wurden die Abgeordneten der Repräsentantenkammer ernannt, die durch das Zusatzgesetz von eingerichtet wurde. Louis Gabriel Philibert Debranges, gebürtiger Louhanser und gewählter Vertreter der Saône-et-Loire, ist im Alter von 77 Jahren wahrscheinlich der Dekan dieser Kammer.
Das auf dem Gebiet von Châteaurenaud gelegene Château de Mailly, Eigentum der ehemaligen Herren, wurde nach seinem Verkauf im Jahr 1827 nach und nach abgerissen.
Im Jahr 1840 traten die Flüsse Seille und Solnan über ihre Ufer, wodurch der Großteil der Gebiete von Louhans, Châteaurenaud und den umliegenden Gemeinden unter Wasser stand.
Am 3. April 1871 wurde der Bahnhof Louhans an der Strecke Chalon – Lons-le-Saunier von Lucien und Félix Mangini, beide Eisenbahnpioniere in Frankreich, eingeweiht.
Im Januar 1897 gründete Gabriel Chavet, damals Gymnasiast, in Louhans den ersten High-School-Esperanto-Club in Frankreich und einen der ersten sechs weltweit.
Ende des 19. Jahrhunderts verfügte Louhans über eine Filzhutfabrik, die etwa fünfhundert Mitarbeiter beschäftigte und etwa 1.800 Hüte pro Tag produzierte.
Im Jahr 1911 wurde in Louhans auf Initiative von Lucien Guillemaut eine gelehrte Gesellschaft gegründet: die Gesellschaft der Freunde der Künste, der Wissenschaften und der Archäologie, Genealogie und Geschichte der burgundischen Bresse, die lange Zeit von Joseph Berthier geleitet wurde. Im Jahr 2001 beteiligten sich die Freunde der Künste auf Initiative von Alain Cordier an der Gründung des Verbandes der historischen und wissenschaftlichen Vereine der burgundischen Bresse, BRIXIA, der heute fünfzehn Vereine umfasst.
Der Waffenstillstand vom 22. Juni 1940 teilte Frankreich die besetzte Zone der deutschen Armee und der sogenannten „freien“ Zone. Die Demarkationslinie verlief 35 km nördlich von Louhans und teilte die Region Saône-et-Loire in zwei Teile. Die Gebiete der Gemeinden Louhans und Châteaurenaud, die damals noch von Louhans getrennt waren, lagen beide in der freien Zone. Die Stadt Chalon-sur-Saône lag in der Besatzungszone. Auch Frauen gerieten in den Strudel der Gewalt. Am Sitz der mit den Nazis kollaborierenden Organisation Milice française war es vermutlich die „Colonelle“ Maud Champetier de Ribes, die Simone Gond, eine Frau in den Reihen der Résistance, foltern ließ.
Ab Februar 1944 war eine Gruppe von Widerstandskämpfern etwa zwanzig Kilometer von Louhans entfernt in La Madeleine in der Stadt Saint-Martin-en-Bresse. Am Abend des Mittwoch, 8. März 1944 begannen mitten in der Nacht heftige Kämpfe zwischen dem Maquis (Bezeichnung für den Widerstand der Résistance) der Region Louhans und den deutschen Truppen. Der Weiler wurde verwüstet und geplündert. Acht Opfer in den Reihen des Widerstands und unter der Zivilbevölkerung bleiben zurück. Die Gemeinden Louhans und Châteaurenaud wurden am 3. September 1944 von amerikanischen Truppen befreit.
Ab 15. September 1944 wurde aus Freiwilligen der französischen Streitkräfte im Landesinneren des Louhannais das 2. Infanteriebataillon unter dem Befehl von Kommandant Daumont, bekannt als Hurepoix, aufgestellt. Die Erinnerung an diese Aktion wird in Louhans-Châteaurenaud durch eine 1964 angebrachte Gedenktafel bewahrt.
Der Parcours der Erinnerung (Parcours de memoire) führt an zahlreichen Orten Ereignisse aus der Zeit der Resistance 1942–1944 auf. Bei Nr. 14 wird an die Execution von Andre Faivre erinnert. Text seiner Plakette:

Die Stadt Louhans-Châteaurenaud verwendet ein Wappen, das historisch begründet ist. Blasonierung: In Rot zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel, begleitet im Haupt von einer französischen goldenen Lilie. Während die gekreuzten Schlüssel die Wehrhaftigkeit ausdrücken und insbesondere die Schlüssel darstellen, mit denen die beiden Stadttore geöffnet wurden, wurde die Lilie nach dem Besuch von Heinrich IV. (* 1553 † 1610) als Belohnung für die Unterstützung des Königs dem Wappen beigefügt. Das Wappen findet sich als Skulptur am Stadthaus, als Zeichnung beim Gemeindearchiv an der Rue des Bordes, eingemeisselt am Glockenturm und auf einem Fenster der Kapelle. Zudem findet es sich auf dem Kamin der Küche des Hôtel-Dieu.

Der ursprüngliche Stadtteil Châteaurenaud besaß ebenfalls ein Wappen. Der Ort benutzte das Wappen, das auf die Familie de Mailly zurückgeht. Blasonierung: In Rot ein Sparren mit gewellten Balken in Blau und Silber, begleitet von drei silbernen Lilien. Teilweise erscheinen die Wappen von Louhans und von Châteaurenaud gemeinsam, beispielsweise auf Drucksachen der Gemeinde.
| Louhans-Châteaurenaud: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 4.338 | |||
| 1800 | 3.905 | |||
| 1806 | 4.348 | |||
| 1821 | 4.415 | |||
| 1831 | 4.529 | |||
| 1836 | 5.028 | |||
| 1841 | 5.136 | |||
| 1846 | 5.351 | |||
| 1851 | 5.393 | |||
| 1856 | 5.162 | |||
| 1861 | 5.207 | |||
| 1866 | 5.289 | |||
| 1872 | 5.306 | |||
| 1876 | 5.657 | |||
| 1881 | 5.758 | |||
| 1886 | 5.871 | |||
| 1891 | 6.099 | |||
| 1896 | 6.129 | |||
| 1901 | 6.096 | |||
| 1906 | 6.167 | |||
| 1911 | 6.109 | |||
| 1921 | 5.642 | |||
| 1926 | 5.718 | |||
| 1931 | 5.729 | |||
| 1936 | 5.824 | |||
| 1946 | 5.925 | |||
| 1954 | 5.735 | |||
| 1962 | 6.059 | |||
| 1968 | 6.241 | |||
| 1982 | 6.483 | |||
| 1990 | 6.140 | |||
| 1999 | 6.237 | |||
| 2006 | 6.432 | |||
| 2011 | 6.551 | |||
| 2016 | 6.349 | |||
| 2022 | 6.483 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1968, ab 1968 INSEE Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • 1973 wurden Branges, Sornay und Châteaurenaud zu Louhans geschlagen. Branges und Sornay verselbständigten sich 1979 wieder, Châteaurenaud blieb bei Louhans. In diesem Diagramm sind die Zahlen für beide Teilgemeinden enthalten • Das Jahr 1975 wird nicht ausgewiesen, da Branges und Sornay bei Louhans mitgezählt wurden. • Höchste Einwohnerzahl 1982 mit 6483, tiefste Einwohnerzahl 1800 mit 3905 (60,2 % vom Maximum) | ||||
| Bevölkerungsstruktur | Anzahl Einwohner 1 | männlich | weiblich | davon Ausländer 2 | Anteil % |
|---|---|---|---|---|---|
| 6483 | 2981 | 3502 | 191 | 2,9 |
| Männer | Alterstufe | Frauen |
|---|---|---|
56 |
178 | |
390 |
636 | |
616 |
799 | |
602 |
649 | |
398 |
426 | |
484 |
421 | |
434 |
395 |
Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen weist einen starken Überhang zugunsten der Frauen auf, die 54 % der Bevölkerung ausmachen. Dabei sind 39 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre und 41 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Dieser Kleinstadt fehlt ein gesundes Wachstum und sie beginnt zu überaltern (Durchschnitt Arrondissement Louhans: 44 % unter 45 und 36 % über 60 Jahre alt). Bei der Gelegenheit ist darauf hinzuweisen, dass die Gemeinde rund 150 Plätze in Alters- und Pflegeheimen anbietet.
| Wohnstruktur 4 | Anzahl Wohneinheiten | davon Häuser | Wohnungen | Sonstige | Zu-/Abnahme seit 1999 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3925 | 2284 | 1569 | 72 | +20,9 % = 679 WE | |
| davon Hauptwohnsitz 5 | 3344 | ||||
| Zweit- oder Ferienwohnsitz | 116 | ||||
| vakant | 465 | ||||
In der Gemeinde befinden sich nebst der Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen:
| Branche | Anzahl Betriebe |
|---|---|
| Industrie und verarbeitendes Gewerbe | 50 |
| Baugewerbe | 53 |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 261 |
| Information und Kommunikation | 9 |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 44 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 43 |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 117 |
| Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen | 93 |
| Sonstige Dienstleistungen | 70 |
| Land- und Forstwirtschaftsbetriebe | 11 |
In der Gemeinde befinden sich alle Unternehmen und Ladengeschäfte, die in einer Kleinstadt notwendig sind. Sowohl im sportlichen, medizinischen, gastronomischen und öffentlichen Bereich sind mehr oder weniger alle gängigen Einrichtungen zu finden. Die Stadt bietet 55 Fremdenzimmer und 55 Campingstellplätze. Der Wochenmarkt vom Montagvormittag ist überregional bekannt und beliebt und zieht zahlreiche Touristen an.
Als AOC-Produkte sind in Louhans-Châteaurenaud Volaille de Bresse und Dinde de Bresse, ferner Crème et beurre de Bresse zugelassen.
In der Gemeinde bestehen folgende Bildungseinrichtungen:
die alle der Académie de Dijon unterstehen. Für die Schulen gilt der Ferienplan der Zone A.

Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt, an dem sich mehrere Nationalstraßen (N 78, N 396, N 471 und N 472) kreuzten, die mittlerweile sämtlich zu Departementsstraßen abgestuft wurden. Diese führen von dort aus sternförmig nach Lons-le-Saunier (D 678), Flacey-en-Bresse (D 21), Cuiseaux (D 972), Varennes-Saint-Sauveur (D 996), Montpont-en-Bresse (D 12), Cuisery (D 971), Montret (D 978), Simard (D 678), Pierre-de-Bresse (D 13) und Bellevesvre (D 137).
Louhans hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Dijon-Ville–Saint-Amour, der 1883 von der Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée in Betrieb genommen wurde. Bereits seit 1871 existierte ein weiterer Bahnhof der Compagnie des Dombes et des chemins de fer du Sud-Est an der 1965/1971 stillgelegten Bahnstrecke Saint-Germain-du-Plain – Lons-le-Saunier. Aktuell wird die Stadt von Regionalzügen des TER Bourgogne-Franche-Comté der Relation Dijon-Ville–Bourg-en-Bresse bedient.
Die Gemeinde wird bedient durch die Linien:
Während der Schulzeiten verkehren die Busse zwei- bis dreimal täglich, während der Ferienzeiten teilweise auf Verlangen, an Sonn- und allgemeinen Feiertagen ist der Verkehr eingestellt. Die TAD-Linien verkehren einmal täglich in jeder Richtung, die Fahrt muss am Vortag angemeldet werden. Die TER-Linie wird im Auftrag der SNCF betrieben, teilweise werden für den Transport Taxis eingesetzt.

Villes et Villages Fleuris hat der Gemeinde drei Blumen verliehen.
Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Gemeinde Kirchheimbolanden in der Pfalz. Partnerschule ist das Gymnasium Ochsenhausen.