| Mercedes-Benz | |
|---|---|
280 SE 3.5 (1971) | |
| W 108 | |
| Produktionszeitraum | 1965–1972 |
| Klasse | Oberklasse |
| Karosserieversionen | Limousine |
| Motoren | Ottomotoren: 2,5–4,5 Liter 130 PS (96 kW) – 200 PS (147 kW) |
| Länge | 4900–5000 mm |
| Breite | 1810 mm |
| Höhe | 1440 mm |
| Radstand | 2750–2850 mm |
| Leergewicht | 1470–1680 kg |
| Vorgängermodell | W 111, W 112 |
| Nachfolgemodell | Baureihe 116 |
Die Baureihe W 108 bildet zusammen mit der Schwesterbaureihe W 109 die von Mitte 1965 bis Herbst 1972 gebaute sogenannte „S-Klasse“ und ist Nachfolger der von 1959 bis 1965 gebauten Schwesterbaureihen W 111/W 112. Größter Fortschritt ist der Übergang von der mechanisch zur elektronisch gesteuerten Saugrohreinspritzung, der 1969 mit Einführung der neuen Achtzylindermotoren M 116/M 117 allerdings lediglich eingeläutet und erst mit Einführung der Nachfolgebaureihe abgeschlossen werden konnte. Sichtbarster Fortschritt ist die nüchternere Formgebung und vor allem leichtere Erscheinung der Karosserie. Größtes Versäumnis ist das Festhalten an der veralteten und von den immer leistungsfähiger werdenden Antrieben zunehmend überforderten Pendelachse hinten. W 108 bezeichnet Limousinen mit konventioneller Stahlfederung und W 109 solche mit Luftfederung. Nachfolger ist die im September 1972 vorgestellte Baureihe W 116.

Im August 1965 wurde mit den Typen 250 S, 250 SE und 300 SE eine neue Generation der Oberklasse präsentiert, die die Nachfolge der Heckflossen-Typen W 111 (220 Sb, 220 SEb) und W 112 (300 SE) antreten sollte. Allen drei Modellen gemeinsam war eine von Paul Bracq gezeichnete Karosserie, deren Linienführung am Coupé der Reihe W 111 orientiert war. Mit diesen Modellen begann die Tradition, dass das Oberklassecoupé eine neue Stilrichtung der Marke Mercedes-Benz vorgibt.
Das technische Konzept der neuen Typen entspricht weitgehend dem der Vorgänger. Der Übergang von 13" auf 14" große Räder ermöglicht den Einbau größerer Bremsen. Daneben hielten auch neue Motoren Einzug. Die neue Karosserie wirkt sachlicher, woran die entfallenen Heckflossen ihren Anteil haben. Die Fensterflächen wurden vergrößert. Der Wagen ist 6 cm niedriger als der Vorgängertyp.
Ab Januar 1968 wurde eine überarbeitete Version der Modellreihe angeboten. Die Änderungen betrafen unter anderem das Motorenangebot, die Lenksäule und die Gestaltung des Innenraumes.
Die Produktion des Modells 250 SE endete mit Beginn des Jahres 1968. Als Nachfolger wurden im Januar die Typen 280 S und 280 SE vorgestellt, die sich nur in der Motorisierung und in Ausstattungsdetails von ihren Vorgängern unterscheiden. Der neu entwickelte 2,8-Liter-Sechszylindermotor leistet in der Vergaserversion (S) 140 PS (103 kW) und mit Saugrohreinspritzung (SE) 160 PS (118 kW). Die Produktion des Modells 300 SE wurde Ende 1967 eingestellt, während der Typ 250 S bis 1969 weitergebaut wurde.
Beim W 108 konnte zwischen kurzem und langem Radstand gewählt werden.
Der ab 1966 angebotene W 109 war immer die Langversion 300 SEL in Verbindung mit serienmäßiger Luftfederung. Außerdem bestehen Detailunterschiede bei den Motoren (Aufhängung für den Kompressor), bei der Innenausstattung, der Grundausstattung und den Türen.
Vieles von der Technik der W 108-Limousinen mit Einspritzmotor (250 SE, 280 SE, 300 SE, 3.5er) von Sommer 1965 bis zum Produktionsende im Herbst 1972 floss in die Coupés und Cabrios des Typs W 111 ein, wie beispielsweise Motoren, Getriebe, Achsen, Federung, Bremsen, Lenkung, und Instrumente.
Neu waren auch die beiden 2,5-Liter-Motoren, die aus dem 2,2-Liter-Motor M 180 durch Aufbohren und Vergrößerung des Hubs entwickelt worden waren. Die verlängerte Kurbelwelle ist siebenfach gelagert. Mit diesen Modifikationen endete das Motorenkonzept mit paarweise gegossenen Zylindern; die späteren 2,8-Liter-Versionen bekamen einen gleichmäßigen Zylinderabstand und erwiesen sich in der Folge als wesentlich robuster und sparsamer. Der Vergasermotor des 250 S hat 130 PS (96 kW), der Einspritzmotor des 250 SE 150 PS (110 kW), der des 300 SE 170 PS (125 kW). Das Kurbelgehäuse dieses Motors ist aus einer Aluminiumlegierung.
Die Einscheiben-Trockenkupplung mit Schraubenfeder ist hydraulisch betätigt. Das Schaltgetriebe hat vier Gänge und ist vollsynchronisiert. 300 SEb und SEL waren mit Fünfganggetriebe von ZF lieferbar. Das gegen Aufpreis erhältliche Viergang-Automatikgetriebe mit hydraulischer Kupplung, das K4A 025, wurde 1968, je nach Motorisierung, durch die Drei- und Vierganggetriebe der Folgebaureihen ersetzt. Wegen der von der Ausgangswelle angetriebenen Sekundärölpumpe, die bei stehendem Motor die Schmierung des Getriebes sicherstellt, kann der Wagen an- oder abgeschleppt werden.
Die Kardanwelle ist zweiteilig mit einem Gelenk mit elastischer Scheibe und zwei Kreuzgelenken. Das Hinterachsgetriebe mit Hypoidantrieb-Verzahnung ist leicht nach links versetzt, in der Mitte sitzt das nach unten versetzte Gelenk der Eingelenk-Pendelachse, die an Längslenkern geführt ist. Auf den Lenkern stehen Schraubenfedern, aber einen großen Teil der gleichseitigen Federung übernimmt eine Ausgleichsfeder über dem Differentialgetriebe. An den Halbachsen sind auch die Gasdruckstoßdämpfer befestigt.
Die Vorderräder sind einzeln an Doppelquerlenkern mit Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfern und Stabilisator aufgehängt. Die Achse und der Motor sind auf einem Fahrschemel montiert, der hinten über Gummilager und vorn über (die Längskräfte aufnehmende) Blattfedern mit der Karosserie verbunden ist.
Die Baureihe W 108 hatte von Anfang an Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Zur Bremse gehört ein Unterdruckservo. Die Feststellbremse wirkt über Seilzüge auf Duo-Servo-Trommelbremsen an der Hinterachse. Die Kugelumlauflenkung konnte gegen Aufpreis mit Servo ausgestattet werden.
Im Gegensatz zu seinem Vorgängermodell wurde der neue 300 SE (mit kurzem Radstand, ohne „L“) nicht mehr mit Luftfederung ausgerüstet. Dafür ist, wie auch bei den beiden 2,5-Liter-Typen, eine hydropneumatische Ausgleichsfeder in der Mitte über dem Gelenk der Eingelenkpendelachse serienmäßig, die das Niveau der Karosserie konstant hält. Bei der Vorgängerbaureihe, der sogenannten Heckflosse, war diese hydropneumatische Ausgleichsfeder nur bei den „Universal“ genannten Kombimodellen und beim 230 S Serienausstattung.

Bei den Automatik-Versionen änderte sich 1968 die Bedienung des Wählhebels: die Parkstellung P war zunächst hinten und 1968 kam sie, wie heute allgemein üblich, nach vorn. Dies war die Folge des Einsatzes der neuen Getriebebaureihen. Der Lenkrad-Wählhebel der Automatik als Sonderausstattung wurde nur noch selten gewählt, weil er als veraltet empfunden wurde.
Lenkradschalthebel war die Voraussetzung, vorn mit drei Personen bzw. zwei Beifahrern fahren zu dürfen. Hierzu wird ein kleines Sitzkissen in die Ablageschale zwischen den Sitzen gelegt und die Mittelarmlehne mit gepolsterter Unterseite hochgeklappt, sodass auf dem provisorisch verbreiterten Beifahrersitz zwei Personen Platz nehmen können. Jedoch verschwand diese Art der Sitzbank-Nutzung in den 1970er Jahren allmählich. Das Anschnallen zweier Beifahrer war nicht möglich; ohne Sicherheitsgurt zu fahren vertrug sich nicht mit dem Gedanken bestmöglicher Sicherheit, den Mercedes-Benz stets propagierte. Versionen mit Lenkradschalthebeln und Sitzkissen dürfen bis heute mit drei Personen vorn gefahren werden.
Ab März 1971 gab es einen 280 SE 3.5 und einen 280 SEL 3.5. Der Motor des Typs M 116 war ab 1969 im W 109 (Modell 300 SEL 3.5) angeboten worden. Der V8-Motor hatte 3,5 Liter Hubraum, 200 PS (147 kW) und war der erste Mercedes-Benz mit elektronischer Saugrohreinspritzung (Bosch D-Jetronic). Der 280 SE mit Sechszylindermotor war auch weiterhin erhältlich, während der 280 SEL zugunsten des Achtzylindermodells aus dem Programm genommen wurde.

Zunächst ausschließlich für den nordamerikanischen Markt hatte man parallel zum 3,5-Liter-V8-Motor eine im Hubraum vergrößerte Variante mit 4,5 Litern entwickelt, die ab Mai 1971 in den Exportmodellen 280 SE 4.5, 280 SEL 4.5 und 300 SEL 4.5 (W 109) ausgeliefert wurde. Dies war notwendig, um den amerikanischen Abgasvorschriften und mit einer niedrigeren Verdichtung dem damals teils noch niederoktanischen Treibstoff in den USA zu genügen. Die Leistung der 4,5-Liter-USA-Motoren lag mit 198 PS (146 kW) knapp auf dem Niveau der Europa-Motoren mit 3,5 Liter.
Ein Unterschied besteht in den Automatikgetrieben der 4,5-Liter-Versionen für die USA: Sie entsprechen schon dem moderneren Typ mit Drehmomentwandler, womit allerdings der Wegfall des ersten Ganges verbunden ist.
Alle drei V8-Motoren, die kleineren Typen mit 3,5 und 4,5 Liter ebenso wie der große 6,3-Liter-V8-Motor (nur im W 109), wurden dann auch im Nachfolgemodell W 116 mit Drehmomentwandler verwendet. Die Achtzylinder erhielten ein Dreigang-, die Sechszylinder ein Vierganggetriebe.
Die Mehrpunkt-Saugrohreinspritzung mit je einer Einspritzdüse pro Zylinder, bei Bosch als Vielstempel-Einspritzpumpen bezeichnet, lösten in den 1960er Jahren die einfacher aufgebauten Einspritzsysteme mit Zweistempelpumpen und Mengenteilern ab, die nur schwer einzustellen waren und oft mit hohem Verbrauch auffielen. Die Mehrpunkt-Saugrohreinspritzung bewährte sich hingegen gut und konnte sich als Standard etablieren.
Im Gegensatz zu den einfacheren Diesel-Einspritzpumpen haben die Einspritzsysteme für Ottomotoren einen stählernen Steuernocken („Raumnocken“), der in zwei voneinander unabhängigen Bewegungen verstellbar ist. Zum einen wird er entsprechend der Drehzahl längs verschoben und zum anderen entsprechend der Last (Gaspedalstellung) verdreht. Auf diese Weise bildet der komplexe, kopiergefräste Raumnocken („Kartoffel“) das Verbrauchskennfeld des Motors ab. Hinzu kommen Korrekturelemente für Motortemperatur und Höhe. Eine feststehende Tastrolle überträgt die so bestimmte Kraftstoffmenge anhand des gerade anliegenden Radius.
Die feinmechanischen Anforderungen dieser Bosch-Systeme führten in den 1960er Jahren zu den bis dato komplexesten Wartungs- und Reparaturarbeiten an Automobilen. Die Fertigungs- und Wartungskosten aufgrund dieser Eigenheiten und Mängel waren Ende der 1960er Jahre Anlass für die Entwicklung einfacherer Einspritzsysteme.
Im Herbst 1969 wurde der 300 SEb vom 280 SE/SEL 3.5 abgelöst. Der neu konstruierte M 116 ist ein V8-Motor mit 3,5 Liter Hubraum und 200 PS (147 kW). Er ist der erste Mercedes-Motor mit elektronisch gesteuerter Einspritzung (Bosch D-Jetronic).
Die Fahrzeuge wurden serienmäßig mit Viergang-Schaltgetriebe geliefert. Als Sonderausstattung gab es zuerst das von Mercedes-Benz neu entwickelte automatische Getriebe K4A 025, welches mit den Änderungen der Modellpflege ab 1968 durch die Nachfolgermodelle ersetzt wurde. Ab 1969 gab es für die Sechszylindermodelle ein Fünfgang-Schaltgetriebe, das aber nur sehr selten bestellt wurde. Alle Viergang-Automatikgetriebe sind mit hydraulischer Kupplung ausgestattet. Lediglich die ab 1971 ausschließlich in die USA gelieferten 4,5-l-Modelle hatten ein Dreigang-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler, welches im Nachfolger W 116 für alle V8-Zylinder Verwendung fand.
Optional war ein Sperrdifferential erhältlich.
| 250 S | 250 SE | 300 SEb | 280 S | 280 SE 280 SEL |
280 SE 3.5 280 SEL 3.5 |
280 SE 4.5 280 SEL 4.5 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konstruktions-bezeichnung | W 108 II | W 108 III | W 108 IV | W 108 V 28 | W 108 E 28 | W 108 E 35/1 | W 108 E 45 |
| Baumuster | 108.012 | 108.014 | 108.015 | 108.016 | 108.018 108.019 |
108.057 108.058 |
108.067 108.068 |
| Bauzeit | 7/1965 – 3/1969 | 8/1965 – 1/1968 | 8/1965 – 12/1967 | 11/1967 – 9/1972 | 11/1967 – 9/1972 1/1968 – 4/1971 |
7/1970 – 8/1972 | 4/1971 – 11/1972 5/1971 – 11/1972 |
| Stückzahl | 74.677 | 55.181 | 2.737 | 93.666 | 91.051 8.250 |
11.390 951 |
13.527 8.173 |
| Motor | |||||||
| Bauart | R6-Ottomotor | V8-Ottomotor | |||||
| Baumuster | 108.920 | 129.980 | 189.989 | 130.920 | 130.980 | 116.980 | 117.984 |
| Hubraum [cm³] | 2496 | 2996 | 2778 | 3499 | 4520 | ||
| Leistung | 130 PS (96 kW) | 150 PS (110 kW) | 170 PS (125 kW) | 140 PS (103 kW) | 160 PS (118 kW) | 200 PS (147 kW) | 198 PS (146 kW) |
| Getriebe | |||||||
| Automatikgetriebe | 4-Gang K4A 025 (ohne Typ) | 4-Gang K4C 025 (Typ 722.2) | 4-Gang K4A 040 (Typ 722.2) | 3-Gang W3A 040 (Typ 722.0) | |||
| Schaltgetriebe | 4-Gang | 4-Gang · 5-Gang | 4-Gang | – | |||
| Hinterachsgetriebe | 3,92 | 4,08 · 3,92 · 3,69 | 3,46 | 3,23 | |||
| Messwerte | |||||||
| 0–100 [s] aut/man |
12,9/12,8 | 12/11,8 | HA 3,92: 11,2 HA 3,69: 11,3 manuell HA 3,92: 11,2 HA 3,69: 11,3 5-Gang: 10,9 |
12,5 | 11,2/10,5 | 9,4/9,0 | 11 |
| Vmax [km/h] aut/man |
175/180 | 185/190 | HA 3,92: 185 HA 3,69: 195 manuell HA 3,92: 190 HA 3,69: 200 5-Gang: 200 |
180/185 | 185/190 | 205/210 | 200 |
| Verbrauch [l/100 km] | 11,7 | HA 3,92: 12,5 HA 3,69: 11,8 manuell HA 3,92: 12,5 HA 3,69: 11,8 |
12,3 | 13 | 15 | ||
| Bemerkungen | 280 SE lang · ab 09/1969: 280 SEL | nur für Export nach Nordamerika | |||||
In den Jahren 1970 bis 1972 wurden innerhalb der Baureihe Mercedes-Benz W 108 in den 280er Modellreihen Motoren mit 2,8 Liter, 3,5 Liter und 4,5 Liter Hubraum eingebaut (siehe Abschnitt "Technische Daten"). Mit Luftfederung und auch größeren Motoren wurde die Modellreihe Mercedes-Benz W 109 gebaut. Deren Stückzahlen finden sich in Mercedes-Benz W 109#Stückzahlen.
Die Gesamtproduktion der Baureihe Mercedes-Benz W 108 von 1965 bis 1972 umfasst 359.522 Fahrzeuge.
| Jahr | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 250 S | 2.844 | 31.564 | 37.866 | 2.014 | 389 | 74.677 | |||
| 250 SE | 1.334 | 26.555 | 27.242 | 50 | 55.181 | ||||
| 280 S | 762 | 20.110 | 25.249 | 24.882 | 16.234 | 6.429 | 93.666 | ||
| 280 SE | 365 | 18.685 | 25.081 | 25.627 | 14.871 | 6.422 | 91.051 | ||
| 280 SEL | 1.688 | 2.610 | 3.674 | 278 | 8.250 | ||||
| 300 SE | 214 | 1.989 | 534 | 2.737 | |||||
| 280 SE 3.5 | 3 | 7.450 | 3.856 | 11.309 | |||||
| 280 SEL 3.5 | 3 | 565 | 383 | 951 | |||||
| 280 SE 4.5 | 5.782 | 7.745 | 13.527 | ||||||
| 280 SEL 4.5 | 1.871 | 6.302 | 8.173 | ||||||
| Gesamt | 4.392 | 60.108 | 66.769 | 42.547 | 53.329 | 54.189 | 47.051 | 31.137 | 359.522 |

Es gab werksseitig nur Viertürer-Limousinen in zwei Radständen. Vereinzelt sollen auch Viertürer-Limousinen zu Cabriolets oder Landaulets umgebaut worden sein.
Viele S-Klasse-Fahrzeuge dieser Baureihe wurden in fortgeschrittenem Gebrauchtwagen-Stadium Ende der 1980er Jahre auf sparsame Dieselmotoren umgebaut. Die Mechanik der Heckflossen-Modelle konnte hierzu recht einfach eingebaut werden.
Es waren zahlreiche Sonderausstattungen verfügbar:
Weiterhin erfüllte Daimler-Benz gegen entsprechenden Aufpreis auch ausgefallene Kundenwünsche.

US-Exportfahrzeuge waren serienmäßig „umweltfreundlicher“ als die anderen Fahrzeuge. Erreicht wurden die strengen kalifornischen Zulassungsbestimmungen mit niedrigerer Verdichtung und entsprechender Minderleistung, geschlossener Tankentlüftung und einer Nachverbrennung der Abgase. Dazu gab es bei den Vergasermotoren eine keilriemengetriebene Pumpe, die Luft in den Abgaskrümmer blies.
In den USA wurden die Limousinen entsprechend der amerikanischen Gesetzgebung mit zwei übereinanderliegenden Rundscheinwerfern (Sealed Beam) angeboten. Für die europäischen Fahrzeuge waren einteilige, runde Scheinwerfer mit "Bilux" Leuchtmittel hinter hochkant stehenden hufeisenförmigen Streuscheiben in zwei Varianten (gerundete, so genannte "Gurkengläser" oder flache Scheiben) die Regel.
Ab 1969 wurden ähnliche Doppelscheinwerfer auch für den europäischen Markt angeboten, hier mit den seinerzeit neuen "H1" Halogenleuchtmitteln. Aufgrund der wesentlich größeren Lichtstärke wurden viele ältere Wagen auf die Doppelscheinwerfer umgebaut. Daher sind heute die Einzel-Langscheinwerfer seltener und deshalb begehrter.