Meride

Meride
Wappen von Meride
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Mendrisiow
Kreis: Kreis Riva San Vitale
Gemeinde: Mendrisioi2
Postleitzahl: 6866
frühere BFS-Nr.: 5255
Koordinaten: 717621 / 83220Koordinaten: 45° 53′ 25″ N, 8° 57′ 14″ O; CH1903: 717621 / 83220
Höhe: 586 m ü. M.
Höhenbereich: 417–1096 m ü. M.
Fläche: 7,46 km²
Einwohner: 290 (31. Dezember 2025)
Einwohnerdichte: 39 Einw. pro km²
Website: www.meride.ch
Karte
Karte von Meride
Karte von Meride
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Gemeindestand vor der Fusion am 14. April 2013

Meride (der Name wird auf der ersten Silbe betont: Méride) war bis am 13. April 2013 eine politische Gemeinde im Kreis Riva San Vitale, im Bezirk Mendrisio des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie

Das Dorf liegt auf 582 m ü. M. am Hang des Monte San Giorgio und 3 Kilometer (Luftlinie) nordwestlich des Bahnhofs Mendrisio der Linie Bellinzona-Lugano-Chiasso der Schweizerischen Bundesbahnen, 9 Kilometer (Luftlinie) nordwestlich von Chiasso.

Geschichte

Meride wird erstmals 852 als Melene schriftlich erwähnt. Später taucht es in Urkunden als Melade (963), Meredo (1443) und Merito (1591) auf. Im Mittelalter gehörte es zur Pfarrei Riva San Vitale und damit zum Bistum Como. Seit 1517 ist Meride eidgenössisch. Bekannte Stuckateure und Kunstmaler stammen aus diesem Dorf. Sie fanden ihre Arbeit in Deutschland, Russland und Frankreich, kehrten in den Wintermonaten heim und verschönerten ihre Häuser. Vereinzelte ihrer Werke sind auch heute noch zu sehen.

Gemeindefusion

Am 13. April 2013 wurde Meride in die politische Gemeinde Mendrisio eingemeindet.

Bevölkerung

Meride: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2025
Jahr  Einwohner
1600
  
440
1683
  
475
1719
  
394
1769
  
325
1799
  
347
1808
  
337
1824
  
364
1836
  
426
1850
  
415
1860
  
407
1870
  
385
1880
  
374
1888
  
436
1900
  
441
1910
  
399
1920
  
395
1930
  
375
1941
  
375
1950
  
365
1960
  
321
1970
  
303
1980
  
267
1990
  
267
1991
  
293
1992
  
311
1993
  
316
1994
  
311
1995
  
321
1996
  
317
1997
  
324
1998
  
322
1999
  
327
2000
  
324
2001
  
309
2002
  
315
2003
  
311
2004
  
307
2005
  
313
2006
  
318
2007
  
330
2008
  
335
2009
  
331
2010
  
332
2011
  
314
2012
  
325
2020
  
?
2025
  
290
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024

Zahl für 2025: Città di Mendrisio

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

Das Fossilienmuseum des Monte San Giorgio in Meride zeigt vor allem Fundstücke vom nahen Monte San Giorgio, die in den letzten 150 Jahren zusammengetragen wurden. Die Fossilien sind 240 Millionen Jahre alt und stammen aus der Zeit, als das damalige Mendrisiotto nur teilweise aus dem Meer aufragte. Gezeigt werden vor allem Meeresfossilien, aber auch Abdrücke der reichen Fauna aus der Mittel Trias. U. a. dem Paläontologen Bernhard Peyer gelangen bedeutende Funde.

Verschiedenes

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Bilder

Commons: Meride – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 30. Mai 2026.
  2. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 30. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 30. Mai 2026.
  4. ↑ Meride. Città di Mendrisio, Mendrisio, 2025, abgerufen am 31. Januar 2025 (italienisch).
  5. ↑ Meride. In: ISOS - Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung. Bundesamt für Kultur BAK, 2002, abgerufen am 31. Januar 2025 (italienisch).
  6. 1 2 3 4 5 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 427–430.
  7. ↑ Museo d’Arte Sacra della Parrocchia di Meride
  8. ↑ Pfarrkirche San Silvestro
  9. ↑ Museo dei fossili del Monte San Giorgio. In: www.museodeifossili.ch
  10. ↑ Fossilienmuseum Monte San Giorgio auf ticino.ch
  11. ↑ Pfarrei Santi Silvestro e Giorgio, Meride in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Juni 2016.)
  12. ↑ Società di Mutuo Soccorso fra gli Operai della Lega dei Tre Castelli in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Juni 2016.)
  13. ↑ Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, S. 90.
  14. ↑ Associazione Sportiva della Montagna. In: www.vereinsverzeichnis.ch
  15. ↑ Emil Kuhn-Schnyder: Die Fossilien des Monte San Giorgio: Führer zum Paläontolog. Museum Meride (Kanton Tessin). in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Juni 2016.)
  16. ↑ Meride - Dorf aus Stein und Traum. (Book, 1990) [WorldCat.org]. In: worldcat.org. Abgerufen am 1. November 2013.