Genestrerio war bis zum 4.April 2009 eine politische Gemeinde im Kreis Mendrisio, im Bezirk Mendrisio des Kantons Tessin in der Schweiz. Das Dorf ist sechs Kilometer (Luftlinie) von Chiasso entfernt und liegt an der italienischen Grenze.
Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1375 unter dem damaligen Namen Cassina de Zenestrario. Genestrerio war schon vor der ersten Jahrtausendwende bewohnt. Seit Anfang des 16.Jahrhunderts fanden viele Bewohner des Dorfes als Maurer in Italien ihr Einkommen. Im 18.und 19.Jahrhundert waren die Familie Boffi sowie ein Vertreter der Coldirari als Stuckateure bekannt. Eine eigene Gemeinde bildete sich wohl im 16. Jahrhundert heraus. Kirchlich wurde Genestrerio 1599 selbstständig, als es sich von Balerna loslöste.
Gemeindefusion
Am 25.November 2007 wurde die Fusion der Gemeinden Arzo, Capolago, Genestrerio, Mendrisio, Rancate und Tremona von deren Stimmberechtigten gutgeheissen. Sie haben sich am 5.April 2009 zur neuen Gemeinde Mendrisio zusammengeschlossen.
Bevölkerung
Genestrerio: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2025
Jahr
Einwohner
1600
150
1683
184
1719
280
1769
260
1799
272
1808
268
1824
314
1836
323
1850
414
1860
416
1870
423
1880
380
1888
418
1900
458
1910
489
1920
457
1930
415
1941
398
1950
394
1960
384
1970
511
1980
719
1990
749
1991
814
1992
842
1993
854
1994
851
1995
857
1996
842
1997
822
1998
838
1999
863
2000
857
2001
865
2002
871
2003
865
2004
869
2005
905
2006
893
2007
920
2008
919
2020
?
2025
1.171
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024
Carlo Giuseppe Baraini (* um 1690 in Genestrerio; † vor 1742 in Rom?), Baumeister, Wohltäter. Vor seinem Tod vermachte er seinem Heimatdorf 1200 Goldtaler (scudi d’oro) und sein Haus in Rom mit der Auflage, damit eine Schule zu finanzieren.
Antonio Maria Baraini (* um 1695 in Genestrerio; † um 1740 ebenda), Baumeister
Francesco Scalini (* 15. August 1792 in Como; † 8. März 1871 in Genestrerio), österreichischer Ingenieur und Politiker
Giovanni Bianchi (* 29. Oktober 1851 in Genestrerio; † 5. Dezember 1916 in Chur), Bildhauer, er liess sich in Chur nieder und schuf eine grosse Anzahl dekorativer Monumente im Kanton Graubünden.
Giovanni Bianchi (* 5. Februar 1893 in Chur; † 19. Juni 1975 ebenda), aus Genestrerio, Sohn des Giovanni, Bildhauer in Chur