| Montrem Montrenc | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Périgueux | |
| Kanton | Saint-Astier | |
| Gemeindeverband | Isle Vern Salembre en Périgord | |
| Koordinaten | 45° 9′ N, 0° 35′ O | |
| Höhe | 65–217 m | |
| Fläche | 20,15 km² | |
| Einwohner | 1.208 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 60 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24110 | |
| INSEE-Code | 24295 | |
| Website | www.mairiedemontrem.fr | |
Rathaus (Mairie) | ||
Montrem (Aussprache [mɔ̃ˈtʁɑ̃], okzitanisch Montrenc) ist eine französische Gemeinde mit 1208 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Gemeindeverband Communauté de communes Isle Vern Salembre en Périgord. Die Einwohner werden Montremois und Montremoises genannt.


Montrem liegt etwa 12 Kilometer westsüdwestlich von Périgueux, etwa 58 Kilometer nordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 34 Kilometer nordnordöstlich von Bergerac in der Landschaft des Périgord central im touristisch benannten Landesteil des Périgord blanc. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Isle, die es im Norden begrenzt, von den Flüsschen Naussac, Longeron, Ruisseau de Lacaud, Ruisseau de Loirat und Ruisseau de Pavie sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Montrem liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär sowie einigen Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Montrem erstreckt sich über eine überwiegend bewaldete Hügellandschaft, die vor allem durch das breite Tal der Isle begrenzt wird und deren Erhebungen nach Süden hin zunehmen und Höhen von über 200 m erreichen. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit 217 m im Süden in der Nähe des Lieu-dit les Rolphies. Der tiefste Punkt mit 65 m ist im Norden beim Austritt der Isle aus dem Gemeindegebiet anzutreffen. Das Zentrum der Gemeinde befindet sich nicht im Weiler Montrem, sondern im Dorf Montanceix am linken Ufer der Isle auf etwa 73 m Höhe.
Rund 48 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 45 % werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen, genutzt, rund 4 % entfallen auf bebaute Flächen und rund 4 % auf Gebiete mit Strauch- und/oder Kräutervegetation (Stand: 2018).
Montrem wird von folgenden acht Gemeinden umgeben:
| Annesse-et-Beaulieu | Razac-sur-l’Isle | |
| Saint-Astier | Coursac | |
| Grignols | Manzac-sur-Vern |
Die klimatischen Bedingungen in Montrem werden als warm und gemäßigt eingestuft. Die Niederschlagsmengen in der Gemeinde sind bemerkenswert, da es auch im trockensten Monat Juli viel Niederschlag gibt. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in diesem Gebiet als Cfb (Gemäßigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Montrem beträgt 13,1 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 5,4 °C, die höchste im Juli mit 21,2 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt gemäß den meteorologischen Aufzeichnungen etwa 864 mm.
Der Name von Montrem hat sich seit dem 13. Jahrhundert wenig geändert, wo er in der Form Montrent erstmals erwähnt wurde. Anschließend erschien der Name in den Schriften als Montrenc im Jahr 1365 und in latinisierter Form im Zusammenhang mit der Kirche in Sanctus Petrus de Montrenco im Jahr 1490. Die heutige Schreibweise ist im 19. Jahrhundert belegt, wo sie mit Montren koexistierte. Montrem ist zusammengesetzt aus dem lateinischen mons, das eine Erhebung bezeichnet, und einem Personennamen germanischen Ursprungs, Ragino, gebildet aus ragin (deutsch Rat).
Der Name von Montanceix erschien am Ende des 11. Jahrhunderts in der latinisierten Form Mons Incensus (1081), anschließend in Vadum (deutsch Furt) de Montances im Jahr 1168 und Capella de Monte Inciso im Jahr 1287. Der Name des Dorfes wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Montences im Jahre 1217 erwähnt, die heutige Form neben Montancey im 18. Jahrhundert (1760), Der lateinische Ursprung ist deutlich in der frühesten Erwähnung zu erkennen. Es handelt sich um einen brennenden (incensus) Berg (mons). Diese Bezeichnung mag überraschen. Sie wurde jedoch ganz einfach an gerodete Orte vergeben. Bemerkenswert ist, dass die Urbedeutung im 13. Jahrhundert nicht mehr verstanden wurde, als Incensus zu Inciso wurde. Dieses lateinische Wort, incisus, bedeutet „eingeschnitten“. Diese Ersetzung erfolgte wahrscheinlich, um die Form des Orts zu beschreiben.
Der Sitz der Gemeinde liegt im Weiler Montrem, der auch offiziell der Hauptort der Gemeinde ist. Das Dorf Montanceix, heute Sitz des Bürgermeisteramts von Montrem und verschiedener Unternehmen, muss im Zusammenhang mit dem Schloss von Montanceix entstanden sein und an Bedeutung gewonnen haben, Die Burg, die sich auf dem Felsvorsprung über diesem Ort befindet, war früher Sitz der herrschaftlichen Macht der Pfarrgemeinde Montrem. Vor der Französischen Revolution von 1789 war der Marquis d’Abzac de La Douze Baron von Montanceix.
In der Nähe des Dorfes Montanceix wurde eine jungsteinzeitliche Fundstätte sowie Systeme von „Cluzeaux“ (von Menschen angelegte Höhlen oder unterirdische Zufluchtsorte) entdeckt mit Spuren menschlicher Besiedlung und Steinartefakte, die von der Urgeschichte bis zur Eisenzeit reichen.
Im Mittelalter unterstand die Pfarrei Montren mit 17 anderen Pfarrgemeinden der Kastellanei Saint-Astier. Die Kirche von Montrem wurde im 12. Jahrhundert errichtet, das Schloss von Montanceix ab dem 14. Jahrhundert.
Während der Fronde (1648–1653) kam es im Jahr 1652 unterhalb des Schlosses in der Ebene zu einer bedeutenden Schlacht zwischen den Truppen des Hauptmanns Balthazar und seinen Gegnern.
| Montrem: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.038 | |||
| 1800 | 769 | |||
| 1806 | 1.040 | |||
| 1821 | 1.183 | |||
| 1831 | 1.113 | |||
| 1836 | 1.116 | |||
| 1841 | 1.131 | |||
| 1846 | 1.088 | |||
| 1851 | 1.192 | |||
| 1856 | 1.137 | |||
| 1861 | 1.055 | |||
| 1866 | 1.059 | |||
| 1872 | 1.028 | |||
| 1876 | 1.034 | |||
| 1881 | 1.048 | |||
| 1886 | 1.037 | |||
| 1891 | 931 | |||
| 1896 | 852 | |||
| 1901 | 762 | |||
| 1906 | 765 | |||
| 1911 | 792 | |||
| 1921 | 741 | |||
| 1926 | 730 | |||
| 1931 | 722 | |||
| 1936 | 711 | |||
| 1946 | 756 | |||
| 1954 | 831 | |||
| 1962 | 858 | |||
| 1968 | 770 | |||
| 1975 | 913 | |||
| 1982 | 982 | |||
| 1990 | 1.045 | |||
| 1999 | 1.049 | |||
| 2006 | 1.195 | |||
| 2013 | 1.262 | |||
| 2020 | 1.197 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006 Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule (École élémentaire) mit 95 Schülerinnen und Schülern in fünf Klassen (2025).
Im Jahre 2023 waren 551 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Montrem erwerbstätig, entsprechend 77,9 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (78,3 %) höher war als bei den Frauen (77,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 44 Personen im Jahr 2023 niedriger als im Jahr 2017 (79). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 13,6 % (2017) auf 7,9 % (2023).
82 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Montrem wirtschaftlich aktiv:
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 18 | 22,0 % |
| Baugewerbe | 11 | 13,4 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 14 | 17,1 % |
| Information und Kommunikation | 1 | 1,2 % |
| Finanzen und Versicherungen | 2 | 2,4 % |
| Immobilien | 1 | 1,2 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 15 | 18,3 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 5 | 6,1 % |
| Andere Dienstleistungen | 15 | 18,3 % |
| Gesamt | 82 |
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 29 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 28 im Jahr 2000, auf 14 im Jahr 2010 und auf 10 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 65,5 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 565 Hektar im Jahre 1988 auf 426 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg deutlich von 19,5 Hektar auf 42,6 Hektar.
Der Radwanderweg V56 von Metz nach Saint-Jean-Pied-de-Port, der der Via Lemovicensis folgt, durchquert das nördliche Gemeindegebiet.
Die Autobahn A 89 La Transeuropéenne von Brive-la-Gaillarde nach Libourne in der Nähe von Bordeaux durchquert das nördliche Gemeindegebiet ohne Anschlussstelle. Die nächstgelegene befindet sich unweit der Gemeindegrenze auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Saint-Astier. Sie wird durch die zur Departementsstraße D 6089 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 89 von Lyon über Montpon-Ménestérol nach Bordeaux mit dem Zentrum in Montanceix verbunden.
Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum in Montanceix mit den Weilern der Gemeinde und den Nachbargemeinden.
Die Bahnstrecke Coutras–Tulle durchquert das Gemeindegebiet ohne Haltepunkt.