| Paunat Paunac | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Périgueux | |
| Kanton | Périgord Central | |
| Gemeindeverband | Le Grand Périgueux | |
| Koordinaten | 44° 54′ N, 0° 52′ O | |
| Höhe | 44–216 m | |
| Fläche | 18,28 km² | |
| Einwohner | 320 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 18 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24510 | |
| INSEE-Code | 24318 | |
| Website | paunat.fr | |
Ortsbild mit ehemaliger Abteikirche | ||
Paunat (Aussprache [poˈna], okzitanisch Paunac) ist eine französische Gemeinde mit 320 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Gemeindeverband Le Grand Périgueux. Die Bewohner werden Paunatois und Paunatoises genannt.
Die Gemeinde erhielt 2026 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.


Paunat liegt etwa 33 Kilometer südsüdöstlich von Périgueux, etwa 28 Kilometer westlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 30 Kilometer ostnordöstlich von Bergerac am Übergang der Landschaft des Périgord noir zum Bergeracois. Das Gemeindegebiet wird entwässert von der Dordogne und von den Flüsschen Pradelle, Rèze, und Paunat.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Paunat liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär sowie einigen Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Paunat erstreckt sich über eine vergleichsweise bewaldete Hügellandschaft, die im Südwesten durch das Tal der Dordogne begrenzt wird und durch die Täler der genannten anderen Wasserläufe markant durchschnitten wird. Der topografisch höchste Punkt liegt mit 205 m im äußersten Nordosten in der Nähe des Lieu-dit les Cèdres an der Grenze zur Nachbargemeinde Val de Louyre et Caudeau, der tiefste Punkt mit 44 m im äußersten Süden beim Austritt der Dordogne aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt etwa 2,75 Kilometer vom Ufer der Dordogne entfernt im Tal des Paunat auf etwa 102 m Höhe.
Rund 53 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 47 % werden landwirtschaftlich, hauptsächlich heterogen, genutzt, rund 1 % entfällt auf Binnengewässer (Stand: 2018).
Umgeben wird Paunat von den sieben Nachbargemeinden:
| Val de Louyre et Caudeau | Saint-Avit-de-Vialard Le Bugue | |
| Pezuls | Limeuil | |
| Trémolat | Alles-sur-Dordogne |
Die klimatischen Bedingungen in Paunat werden als warm und gemäßigt eingestuft. In der Gemeinde ist das ganze Jahr über Niederschlag zu verzeichnen, und selbst im trockensten Monat Juli gibt es noch erhebliche Niederschläge. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in diesem Gebiet als Cfb (Gemäßigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Paunat beträgt 13,4 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 5,5 °C, die höchste im Juli mit 21,6 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt gemäß den meteorologischen Aufzeichnungen etwa 868 mm.

Naturrisiken manifestieren sich in Paunat als
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1999 und 2026 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken. Das Hochwasserrisiko wird in der Raumplanung der Gemeinde durch den Hochwasserrisikopräventionsplan (PPRI) des „Dordogne Centre“ berücksichtigt, der 20 Gemeinden umfasst und am 23. Dezember 2008 für die Überschwemmungen der Dordogne genehmigt wurde.
Da das Gemeindegebiet in großen Teilen mit Wald bedeckt ist, besteht nahezu im gesamten Gemeindegebiet zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern. Die Wälder der Départements der ehemaligen Regionen Aquitanien und Poitou-Charentes gelten als besonders brandgefährdet. Für diese Gebiete wurde ein Département- oder départementsübergreifender Plan zum Schutz der Wälder vor Bränden entwickelt.
Wie die Risikokarte zeigt, sind nur relativ kleine Bereiche im Norden und im Süden des Gemeindegebiets von einer mittleren, ein kleiner Bereich im Süden von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Seit dem 1. Oktober 2020 werden in Anwendung des Gesetzes über die Entwicklung von Wohnraum, Entwicklung und digitale Technologie verschiedene Beschränkungen für Verkäufer, Projektleiter oder Bauherren von Immobilien in einem als mittel- oder hochgefährdet eingestuften Gebiet auferlegt. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992, 1995, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Paunat besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürze anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind.
Ein technologisches Risiko bildet ein verschmutzter oder potenziell verschmutzter Standort, der weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt ist. Aufgrund früherer Abfallablagerungen oder des Eindringens von Schadstoffen stellt er eine potenzielle Verschmutzung dar, die möglicherweise eine Belästigung oder ein dauerhaftes Risiko für Menschen oder die Umwelt bildet. Im Falle der Gemeinde Paunat handelt es sich um ein früheres Lager für brennbare Flüssigkeiten.
Die Gemeinde liegt flussabwärts der Staudämme Monceaux la Virolle und Bort-les-Orgues, zwei Bauwerke der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter) im Département Corrèze, die seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegen. Dieser findet Anwendung bei diesen Staudämmen der Klasse A und mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch eines dieser Bauwerke entstünde.
Die erstmalige Erwähnung von Peunat geht auf das Kopialbuch des Cybard von Angoulême zurück. Sie lautet Possessio (deutsch Besitz) Palnatensis, gefolgt von Monasterium nomine (deutsch Kloster benannt nach) Palmatus. Diese latinisierten Formen ließen Raum für Paunac am Ende des 11. Jahrhunderts im Jahr 1090, aber das -t am Ende des Wortes findet sich wieder mit Palnato im Jahr 1546. Paunat stammt von einem gallorömischen Personennamen Paulinis, gefolgt vom Suffix -acum, einem Spitznamen in der römischen Zeit.
Der Überlieferung nach wurde das Kloster Saint-Sauveur de Paunat vom heiligen Cybard (ca. 504–581) gegründet, der es der Abtei Saint-Martial in Limoges unterstellte. Allerdings gibt es keine urkundliche Erwähnung dieser Stiftung vor dem Jahr 848, als sie von einem gewissen David und seiner Frau Bénédictane Saint-Martial geschenkt wurde. Nachdem das Kloster von mehreren Schenkungen profitiert hatte, wurde es 860 von den Wikingern zerstört. Im 10. Jahrhundert wurde es wieder aufgebaut und taucht 963 wieder urkundlich auf, als sein Abt an der Gründung eines weiteren Klosters beteiligt war. Im Jahr 1080 war es eine Propstei geworden und im Jahr 1097 erwähnte Papst Urban II. es als Besitz von Saint-Martial, mit zahlreichen Nebengebäuden und einer Gemeinschaft von sechzehn Mönchen.
Der Abtei von Paunat waren mehrere Priorate unterstellt: Le Fleix, Montfaucon, Ribagnac, Saint-Nazaire und Tayac. Im Jahr 1316 erhielt Paunat den Titel „Stadt“ (Communitas villae de Palnaco) mit einem Adelssitz, der von der Kastellanei von Limeuil abhängig war.
Während des Hundertjährigen Krieges erlebte das Kloster einen Niedergang, obwohl es offenbar keine direkten Angriffe erlitten hat. Die Zerstörung erfolgte später, im Jahr 1551, im Zusammenhang mit den Hugenottenkriegen. Am Ende des 17. Jahrhunderts wies die Bausubstanz noch erhebliche Mängel auf. Im Jahr 1702 gliederte der Propst Jacques de la Serre es in das Priesterseminar von Périgueux ein, wodurch es bis zur Französische Revolution, in der es aufgelöst wurde, in prekären Verhältnissen bestehen blieb.
Paunat lebte, wie viele Gemeinden im Perigord auch, vom Weinbau. Im 19. Jahrhundert zerstörte die eingeschleppte Reblaus viele Weinstöcke, die Mechanisierung der Wein-Herstellung tat ihr Übriges.
| Paunat: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.080 | |||
| 1800 | 971 | |||
| 1806 | 1.006 | |||
| 1821 | 912 | |||
| 1831 | 1.002 | |||
| 1836 | 901 | |||
| 1841 | 908 | |||
| 1846 | 950 | |||
| 1851 | 861 | |||
| 1856 | 800 | |||
| 1861 | 791 | |||
| 1866 | 763 | |||
| 1872 | 717 | |||
| 1876 | 768 | |||
| 1881 | 682 | |||
| 1886 | 669 | |||
| 1891 | 637 | |||
| 1896 | 607 | |||
| 1901 | 553 | |||
| 1906 | 505 | |||
| 1911 | 452 | |||
| 1921 | 384 | |||
| 1926 | 405 | |||
| 1931 | 401 | |||
| 1936 | 399 | |||
| 1946 | 346 | |||
| 1954 | 273 | |||
| 1962 | 298 | |||
| 1968 | 282 | |||
| 1975 | 226 | |||
| 1982 | 217 | |||
| 1990 | 246 | |||
| 1999 | 271 | |||
| 2006 | 303 | |||
| 2013 | 309 | |||
| 2020 | 314 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006 Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire) mit 27 Schülerinnen und Schülern in einer Klasse (2025).
Im Jahre 2023 waren 127 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Paunat erwerbstätig, entsprechend 72,2 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (77,5 %) erheblich höher war als bei den Frauen (67,6 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 15 Personen im Jahr 2023 etwas niedriger als im Jahr 2017 (16). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 14,2 % (2017) auf 12,1 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen sank in diesem Zeitraum von 44,6 % auf 21,8 %.
31 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Paunat wirtschaftlich aktiv:
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Baugewerbe | 6 | 19,4 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 8 | 25,8 % |
| Information und Kommunikation | 1 | 3,2 % |
| Immobilien | 5 | 16,1 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 9 | 29,0 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 2 | 6,5 % |
| Gesamt | 31 |
Paunat liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 27 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 21 im Jahr 2000, auf 14 im Jahr 2010 und auf 8 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 70,4 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 643 Hektar im Jahre 1988 auf 692 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg beträchtlich von 23,8 Hektar auf 86,5 Hektar.
Es gibt mehrere lokale Wanderwege rund um Paunat:
Die zur Departementsstraße D 703 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 703 von Lalinde nach Bretenoux durchquert das nördliche Gemeindegebiet. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern und Nachbargemeinden.