Über eine Entdeckung wurde erstmals 1957 von einer Wissenschaftler-Arbeitsgruppe aus den USA, Großbritannien und Schweden berichtet. 1958 meinten Albert Ghiorso, Torbjørn Sikkeland, John R. Walton und Glenn T. Seaborg in Berkeley das 254No entdeckt zu haben. Ferner meldete im gleichen Jahr eine sowjetische Gruppe um G. N. Flerov die Entdeckung von ?No. 1964 wurde aus Dubna die Herstellung von 256No gemeldet. Aber erst 1968 wurden in Berkeley aus 249Cf und 12C ca. 3000 Atome 255No erzeugt.
Der Name „Nobelium“ wurde 1994 endgültig von der IUPAC bestätigt.
Nobelium ist ein radioaktives und sehr kurzlebiges Metall, das aber aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Mengen bisher nicht als Metall dargestellt wurde. In seinen Verbindungen tritt die Oxidationszahl +2 gegenüber +3 häufiger auf.
Sicherheitshinweise
Einstufungen nach der CLP-Verordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.
Eintrag zu Nobelium. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag,abgerufen am 3.Januar 2015.
Matti Nurmia: Nobelium, Chemical & Engineering News, 2003.
Einzelnachweise
↑Die Werte der atomaren und physikalischen Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, entnommen aus: Robert J. Silva: Fermium, Mendelevium, Nobelium, and Lawrencium (Memento vom 17. Juli 2010 im Internet Archive), in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S.1621–1651.
↑Die Werte der atomaren und physikalischen Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, entnommen aus: Robert J. Silva: Fermium, Mendelevium, Nobelium, and Lawrencium (Memento vom 17. Juli 2010 im Internet Archive), in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S.1621–1651.
↑Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung. In Bezug auf weitere Gefahren wurde dieses Element entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
↑P. R. Fields and A. M. Friedman (Argonne National Laboratory, Lemont, Illinois); J. Milsted (Atomic Energy Research Establishment, Harwell, England); H. Atterling, W. Forsling, L. W. Holm, and B. Åström (Nobel Institute of Physics, Stockholm, Sweden): Production of the New Element 102, in: Phys. Rev., 1957, 107(5), S.1460–1462 (doi:10.1103/PhysRev.107.1460).
↑E. D. Donets, V. A. Shchegolets, V. A. Ermakov: Synthesis of the element 102 of mass number 256, in: Atomic energy, 1964, 16(3), S.233–245 (doi:10.1007/BF01122965).