Pattenhofen Gemeinde Burgthann | |
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| Koordinaten: | 49° 22′ N, 11° 18′ O |
| Höhe: | 359–409 m ü. NHN |
| Einwohner: | 147 (6. Juni 2020)[Ohne Beleg] |
| Postleitzahl: | 90559 |
| Vorwahl: | 09183 |
Pattenhofen, Pattenhofener Straße | |


Pattenhofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern). Pattenhofen liegt in der Gemarkung Burgthann.
Das ländlich geprägte Dorf liegt an der im Tal der Schwarzach verlaufenden Staatsstraße 2401 zwischen Burgthann (1,2 km östlich) und Ochenbruck (3 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Altenthann (0,8 km nördlich).
Wahrscheinlich wurde Pattenhofen bereits im 10. Jahrhundert gegründet. Der Name des Dorfes geht auf den oberdeutsch-althochdeuschen Personennamen Patufried in der Kurzform Patto zurück.
Der Ort wurde erstmals in der Monumenta Zollerana mit dem Datum 28. Februar 1289 urkundlich erwähnt, als König Rudolf I. den Nürnberger Burggrafen Friedrich III. von Zollern u. a. mit zwei Gütern „in villa pettenhofen“ belehnte. In einer weiteren Urkunde vom 14. April 1329 wird darüber berichtet, dass Ludwig von "Steinelpach" seinen Hof in Pattenhofen an das Klarissenkloster in Nürnberg verkauft hat. Als Burggraf Friedrich V. im Jahre 1360 von Kaiser Karl IV. mit dem Amt Altdorf belehnt wird, geht auch das Dorf Pattenhofen in Besitz der Hohenzollern über.
Als Folge des Landshuter Erbfolgekriegs wurde das Amt Altdorf im Jahre 1504 von der Freien Reichsstadt Nürnberg erobert und der Stadt Nürnberg mit dem „Kölner Schiedsspruch“ des Jahres 1505 durch Kaiser Maximilian I. auch rechtlich zugesprochen.
Da die Schwarzach die Grenze zwischen dem nunmehr nürnbergischen Pflegamt Altdorf und dem ansbachisch-markgräflichen Amt Burgthann bildete, wurde Pattenhofen zum „Grenzdorf“. Der Ort selbst lag dabei auf Nürnberger Gebiet, während der Großteil der Felder und Waldungen jenseits der Schwarzach auf markgräflichem Territorium lag. In der Folgezeit kam es daher zu Jahrzehnte andauernden Spannungen zwischen den beiden Herrschaften, die auch mit dem betreffenden Urteil des Reichskammergerichtes zu Speyer vom 18. September 1585 nicht beigelegt werden konnten.
Im Jahre 1610 wurde das Dorf, das bis dahin der Kirchengemeinde Altdorf angehörte, in die Kirchengemeinde St. Veit Altenthann umgepfarrt.
Während es Dreißigjährigen Krieges kam es am 30. Juli 1932 im Schwarzachtal zwischen der Einöde Fröschau und Pattenhofen zu einem blutigen Gefecht zwischen dem Schwedenkönig Gustav-Adolf und General Ernst Georg von Sparr mit seinen Truppen der Katholischen Liga. In der Folgezeit, insbesondere im Jahre 1634, wurde der Ort schwer von der Pest heimgesucht. Am Ende dieses epochalen Kriegsgeschehens bestand Pattenhofen noch aus 9 Nürnberger und 4 markgräflichen Anwesen.
Im Jahre 1806 wird Pattenhofen Teil des neu gegründeten Königreichs Bayern. Mit den Gemeindeedikten von 1808 bzw. 1818 wurde Pattenhofen dem Steuerdistrikt bzw. der Ruralgemeinde Altenthann zugeordnet.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges kam es auch um Pattenhofen zu Kämpfen zwischen der US-Armee und der Deutschen Wehrmacht. Im Zeitraum vom 16. bis 21. April 1945 wurden hierbei durch Artilleriebeschuss sechs Wohnstallgebäude und acht Scheunen zerstört.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Altenthann aufgelöst und das Dorf Pattenhofen nach Burgthann eingegliedert. In der vorausgegangenen Bürgerabstimmung haben sich die Einwohner Pattenhofens einstimmig für die Eingemeindung nach Burgthann ausgesprochen.
| Berichtsjahr | 1871 | 1910 | 1925 | 1950 | 1970 | 1987 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 97 | 78 | 96 | 101 | 105 | 146 | 147 |
Quellen: 1871 / 1910 / 1925–1987
Ein Anwesen ist vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal ausgewiesen.

Der Felsenkeller Bumberer befindet sich etwa 500 Meter nordöstlich von Pattenhofen. Der in den Sandstein getriebene Felsenkeller gehörte bis 1963 zum abgegangenen Pattenhofener „Gasthaus zum Felsenkeller“. Er wurde als Lager- und Sommerkeller genutzt. Wegen der durch einen Widder erzeugten Geräuschentwicklung einer nahen Quellpumpe, wurde der Keller im Volksmund Bumberer (bumbern für klopfen) genannt. In den 2010ern wurde der Keller restauriert und zweimal für lokale Veranstaltungen genutzt. Der Plan einer dauerhaften Revitalisierung wurde aufgegeben. Der Keller ist in Privatbesitz und versperrt.

Unmittelbar am Felsenkeller befindet sich eine Schichtquelle. Die ergiebig schüttende und 1920 gefasste Quelle diente der Wasserversorgung der Altenthanner Bauernhöfe. Zu den höher gelegenen Höfen wurde das Wasser mittels zweier Widder hochgepumpt. Heute entwässert die Quelle in einen kleinen Bach, der nach 100 Metern in einen Teich mündet. Der Abfluss des Teichs entwässert anschließend nach 200 Metern in die Schwarzach.