Peunting

Peunting
Gemeinde Burgthann
Koordinaten: 49° 21′ N, 11° 21′ OKoordinaten: 49° 20′ 53″ N, 11° 21′ 10″ O
Höhe: 442 m ü. NHN
Einwohner: 45 (25. Mai 1987)
Postleitzahl: 90559
Vorwahl: 09183
Peunting Luftaufnahme (2020), am unteren Bildrand der Ludwig-Donau-Main-Kanal
Peunting Luftaufnahme (2020), am unteren Bildrand der Ludwig-Donau-Main-Kanal

Peunting ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern). Peunting liegt in der Gemarkung Dörlbach.

Lage

Das Dorf liegt auf freier Flur. Im Südosten steigt das Gelände zum Peuntinger Holz an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwarzenbach (0,7 km nordwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2401 (1,3 km nordöstlich).

Geschichte

Anders als bei vielen „ing-Orten“ erfolgte die Gründung des Dorfes nicht im Rahmen der Bajuwarischen Landnahme, vielmehr ist der Ortsname mit einem eingezäunten Hof (Beunde = eingehegter Besitz) zu erklären.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1339. Vier Jahre später, also in 1343, befindet sich der Ort in Händen eines „Chunrat von Ponting“. 1360 kommt „Peunting(en)“ unter die Lehenshoheit des Nürnberger Burggrafen Albrecht.

Als Folge des Landshuter Erbfolgekriegs wurde das Amt Altdorf im Jahre 1504 von der Freien Reichsstadt Nürnberg erobert und der Stadt Nürnberg mit dem „Kölner Schiedsspruch“ des Jahres 1505 durch Kaiser Maximilian I. auch rechtlich zugesprochen. Hierüber kam auch Peunting unter Nürnberger Herrschaft.

1806 erfolgte die Angliederung an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikten von 1808 und 1818 wurde Peunting dem Steuerdistrikt Rasch und der Ruralgemeinde Dörlbach zugewiesen.

1927 wird der Ort elektrifiziert. Im Jahre 1958 wird Peunting an die Wasserversorgung des Zweckverbandes „Schwarzenbach-Dörlbach“ angeschlossen.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Dörlbach – und damit auch Peunting – nach Burgthann eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1824 1850 1871 1925 1950 1970 1987
Einwohnerzahl 41 39 50 46 61 32 45

Quellen: 1824–1850 / 1871–1987

Literatur

Commons: Peunting (Burgthann) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 343 (Digitalisat).
  2. ↑ Gemeinde Burgthann, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 7. November 2024.
  3. ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. November 2024.
  4. ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. 1 2 3 4 5 Hans Wedel: Burgthann - Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Hrsg.: im Selbstverlag. Druckerei Carl Hessel GmbH, Feucht 1982, S. 187 ff.
  6. ↑ Altdorfs Geschichte / Altdorfer Zeitreise / Teil 11. In: Website. der Stadt Altdorf, abgerufen am 10. Juni 2026.
  7. ↑ Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 21 (Digitalisat).
  8. ↑ Burgthann > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 7. November 2024.
  9. ↑ Einwohnerzahlen. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 10. Juni 2026.