Zemendorf-Stöttera

Zemendorf-Stöttera
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Zemendorf-Stöttera
Zemendorf-Stöttera (Österreich)
Zemendorf-Stöttera (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg
Kfz-Kennzeichen: MA
Hauptort: Zemendorf
Fläche: 12,83 km²
Koordinaten: 47° 46′ N, 16° 27′ OKoordinaten: 47° 45′ 56″ N, 16° 27′ 17″ O
Höhe: 198 m ü. A.
Einwohner: 1.332 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 104 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7023
Gemeindekennziffer: 1 06 18
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kirchenplatz 11
7023 Zemendorf
Website: www.zemendorf-stoettera.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Pinter (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(19 Mitglieder)
12
7
12 7 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Zemendorf-Stöttera im Bezirk Mattersburg
Lage der Gemeinde Zemendorf-Stöttera im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)AntauBad SauerbrunnBaumgartenDraßburgForchtensteinHirmKrensdorfLoipersbachMarzMattersburgNeudörflPöttelsdorfPöttschingRohrbach bei MattersburgSchattendorfSieggrabenSigleßWiesenZemendorf-StötteraBurgenland
Lage der Gemeinde Zemendorf-Stöttera im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Zemendorf-Stöttera ist eine Gemeinde mit 1332 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Burgenland im Bezirk Mattersburg in Österreich.

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Zemenye-Selegd.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Zemendorf-Stöttera liegt in der Wulkaebene. Die Siedlungsgebiete der Gemeinde gliedern sich in die zusammengewachsenen Ortschaften Stöttera und Zemendorf, diese liegen an der Wulka wenige Kilometer nordöstlich von Mattersburg, sowie den Kirchweiler Kleinfrauenhaid.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften und gleichnamige Katastralgemeinden (Einwohner Stand 1. Jänner 2026):

Nachbargemeinden

Krensdorf Zillingtal (EU) Hirm
Pöttelsdorf Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Antau
Marz Rohrbach bei Mattersburg Draßburg

Geschichte

Zemendorf und Stöttera (Mitte unten) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Der Grabhügel „Hexenhügel“ stammt aus der Hallstattzeit und belegt die frühe Besiedlung des Ortes.

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Auf den Feldern zwischen Stöttera und Kleinfrauenhaid befand sich ein keltisches Dorf.

Später unter den Römern lagen die heutigen Orte Stöttera und Zemendorf dann in der Provinz Pannonia. Aus dieser Zeit stammt eine Fußbodenheizung, die bei Renovierungsarbeiten in einem Keller entdeckt wurde.

Ein mittelalterlicher Silbermünzschatz aus Zemendorf mit Geldstücken aus den Jahren 1191 bis 1233 ist im Burgenländischen Landesarchiv ausgestellt.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Zemenye-Selegd verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Der Ortsteil Stöttera hieß bis 1926 Stöttern.

Die vordem selbständigen Gemeinden Zemendorf und Stöttera fassten 1938 den Beschluss eine gemeinsame Volksschule zu errichten. Im Jahr 1939 erfolgte die Zusammenlegung zur Gemeinde Zemendorf-Stöttera. Für den Bau der Volksschule wurde das Gemeindehaus von Stöttera verkauft. Zu den ersten Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg zählten die Instandsetzung der Brücken und die Renovierung der Kirche. In den folgenden Jahren wurden Güterwege ausgebaut.

1971 kam es zur Zusammenlegung der Gemeinde Zemendorf-Stöttera mit der Gemeinde Pöttelsdorf zur neuen Gemeinde Pöttelsdorf. 1991 wurde die Großgemeinde wieder aufgelöst. Die Gemeinde Zemendorf-Stöttera blieb eigenständig, mit dem Sitz der Verwaltung in Zemendorf.

Bevölkerungsentwicklung

Zemendorf-Stöttera: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.562
1880
  
1.674
1890
  
1.800
1900
  
1.745
1910
  
1.654
1923
  
1.562
1934
  
1.541
1939
  
1.489
1951
  
1.402
1961
  
1.315
1971
  
1.321
1981
  
1.282
1991
  
1.223
2001
  
1.272
2011
  
1.278
2021
  
1.262
2026
  
1.332
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 bis 2020 nahm die Bevölkerungszahl trotz einer negativen Geburtenbilanz zu, da die Zuwanderungsrate stieg.

2021 lebten hier 1262 Menschen und 2026 waren es 1332.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche im Ortsteil Kleinfrauenhaid
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zemendorf-Stöttera

Politik

Gemeindeamt im Ortsteil Zemendorf

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

Zemendorf
vonbisBürgermeister
19231927Franz Schmidtbauer (CS)
19271936Josef Thom (CS)
19361939Michael Kroyer (VF)
Stöttera
vonbisBürgermeister
19221923Josef Pinter (Kommissar)
19231929Matthias Neuberger (SP)
19291931Johann Köller (SP)
19311936Josef Haider (CS)
19361938Josef Ollram (VF)
19381939Jakob Krispel (NSDAP)
Zusammenlegung Stöttera mit Zemendorf
vonbisBürgermeister
19391945Jakob Krispel (NSDAP)
19451950Josef Ollram
19501958Johann Hoffmann
19581960Hans Bleier (SPÖ)
19601962Josef Glatz
1962Stefan Mangold
Gemeinde Pöttelsdorf/Zemendorf-Stöttera
vonbisBürgermeister
19721977Franz Wrenkh (ÖVP)
19771987Josef Schmidtbauer (ÖVP)
19871991Manfred Stary (SPÖ)
Zemendorf-Stöttera nach der Trennung
vonbisBürgermeister
19912002Josef Grafl (ÖVP)
20022022Josef Haider (ÖVP)
seit 2022Herbert Pinter (ÖVP)

Wappen

Der Gemeinde wurde 2011 folgendes Wappen verliehen: Im gespaltenen Schild vorne in Blau ein goldener, vom Schildfuß ausgehender barock behelmter Kirchturm, hinten in Gold eine blaue Weinrebe von vier auswärts gewendeten Blättern und einer Traube, überhöht von einer blauen Krone.

Persönlichkeiten

Bilderbogen von Zemendorf-Stöttera

Commons: Zemendorf-Stöttera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 3 4 Historie. Gemeinde Zemendorf-Stöttera, abgerufen am 28. Oktober 2022.
  3. ↑ Historie - Gemeinde Zemendorf-Stöttera. Abgerufen am 30. Oktober 2020.
  4. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Zemendorf-Stöttera, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 30. Oktober 2020.
  5. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2002 in Zemendorf-Stöttera. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2002, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  6. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2007 in Zemendorf-Stöttera. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2007, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  7. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2012 in Zemendorf-Stöttera. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 4. November 2012, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  8. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2017 in Zemendorf-Stöttera. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 29. Oktober 2017, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  9. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2022 in Zemendorf-Stöttera. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 2. Oktober 2022, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  10. ↑ Atlas Burgenland: Zemendorf (abgerufen am 11. Dezember 2017)
  11. 1 2 3 4 Atlas Burgenland: Stöttera (abgerufen am 11. Dezember 2017)
  12. ↑ Neo-Bürgermeister Herbert Pinter: "Will wissen, wo der Hut brennt". Abgerufen am 23. März 2022.
  13. ↑ Wappen. Gemeinde Zemendorf-Stöttera, abgerufen am 28. Oktober 2022.