
Star Trek (deutsch: Sternenreise, Sternentreck) ist ein US-amerikanisches Science-Fiction-Franchise von Paramount Pictures. Es basiert auf der von Gene Roddenberry erdachten Fernsehserie Raumschiff Enterprise, die unter dem Titel Star Trek in den USA von 1966 bis 1969 ausgestrahlt wurde. Das Franchise umfasst neun Realfilmserien und mehrere Animationsserien mit zusammen über 900 Episoden sowie 13 Kinofilme, einen VoD-Film und ein Hörspiel. Die zum Franchise gehörenden Comics, Romane und Computerspiele gehören überwiegend nicht zum Kanon.
Basierend auf der Originalserie folgten die Zeichentrickserie Die Enterprise und sechs Kinofilme. Eine neue Ära stellte die ab 1987 ausgestrahlte und erfolgreichste Serie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert dar. Aufgrund ihres Erfolgs entstanden die Ablegerserien Deep Space Nine, Raumschiff Voyager und weitere vier Kinofilme sowie die Prequel-Serie Star Trek: Enterprise. Nach dem Misserfolg der letzten Produktionen wurde 2009 mit dem elften Kinofilm Star Trek ein Reboot ins Leben gerufen, das den Auftakt zu einer neuen Zeitlinie bildete und auch stilistisch einen Wendepunkt darstellte. Nach drei Kinofilmen in der neuen Zeitlinie kehrte man mit den Streamingserien Discovery, Picard, Lower Decks, Prodigy, Strange New Worlds wieder in der ursprünglichen Zeitlinie zurück, gefolgt vom VoD-Film Sektion 31, der Kinderserie Star Trek: Scouts, dem Hörspiel Star Trek: Khan und der Serie Starfleet Academy.
Die Handlung spielt in der Regel im 22. bis 25. und im 32. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen meistens Besatzungsmitglieder eines oftmals Enterprise genannten Raumschiffs oder einer Raumstation. Sie gehören überwiegend zur Vereinigten Föderation der Planeten, einer Allianz von Völkern der Milchstraße. Erzählt wird von ihrer Begegnung mit fremden Lebensformen und astrophysikalischen Phänomenen. Dabei werden soziale, politische, philosophische und ethische Probleme thematisiert. Zu den wichtigsten Auszeichnungen für die Serien und Filme gehören 33 Emmy Awards, ein Oscar und mehrere Hugo Awards. In den 1990er Jahren erreichte die durch Das nächste Jahrhundert ausgelöste Begeisterungswelle ihren Höhepunkt und Star Trek wurde zur lukrativsten Einnahmequelle für Paramount Pictures. Fans nahmen verstärkt an Conventions teil und organisierten sich in Fanklubs. Es entstanden Fan-Fiction-Geschichten, Merchandising-Produkte und Wikis wie Memory Alpha. Am 8. September 2026 feierte Star Trek sein 60-jähriges Jubiläum.
| Nr. | Deutscher Fernsehtitel (Engl. Originaltitel) |
Serienform | Kürzel | US-Erstveröffentlichung | Jahre der Handlung | Episoden (Staffeln) | Showrunner |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Raumschiff Enterprise (Star Trek) | Realfilm | TOS | 1966–1969 | 2265–2269 | 79 (3) | |
| 2 | Die Enterprise (Star Trek: The Animated Series) | Zeichentrick | TAS | 1973–1974 | 2269–2270 | 22 (2) | |
| 3 | Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (Star Trek: The Next Generation) | Realfilm | TNG | 1987–1994 | 2364–2370 | 178 (7) | Gene Roddenberry (Folge 1.01‑1.18), Maurice Hurley (Folge 1.19‑2.22), Michael Wagner (Folge 3.01‑3.04), Michael Piller (Folge 3.05‑6.26), Jeri Taylor (Staffel 7) |
| 4 | Star Trek: Deep Space Nine | Realfilm | DS9 | 1993–1999 | 2369–2375 | 176 (7) | Michael Piller (Staffel 1‑2), Ira Steven Behr (Staffel 3‑7) |
| 5 | Star Trek: Raumschiff Voyager (Star Trek: Voyager) | Realfilm | VOY | 1995–2001 | 2371–2378 | 172 (7) | Michael Piller (Staffel 1), Jeri Taylor (Staffel 1‑4), Brannon Braga (Staffel 5‑6), Kenneth Biller (Staffel 7) |
| 6 | Star Trek: Enterprise | Realfilm | ENT | 2001–2005 | 2151–2155 | 98 (4) | Brannon Braga (Staffel 1‑4), Manny Coto (Staffel 4) |
| 7 | Star Trek: Discovery | Realfilm | DSC | 2017–2024 | 2256–2258 3188–3191 | 65 (5) | Gretchen J. Berg (Staffel 1), Aaron Harberts (Staffel 1), Alex Kurtzman (ab Staffel 2), Michelle Paradise (ab Staffel 3) |
| 8 | Star Trek: Short Treks | Realfilm und Animation | ST | 2018–2020 | Verschiedene | 10 (2) | Alex Kurtzman, Heather Kadin, Akiva Goldsman, Frank Siracusa, John Weber, Rod Roddenberry, Trevor Roth |
| 9 | Star Trek: Picard | Realfilm | PIC | 2020–2023 | 2024 2399–2402 | 30 (3) | Michael Chabon (Staffel 1), Akiva Goldsman (ab Staffel 2), Terry Matalas (ab Staffel 2) |
| 10 | Star Trek: Lower Decks | Animation, Comedy | LD | 2020–2024 | 2380–2382 | 50 (5) | Mike McMahan |
| 11 | Star Trek: Prodigy | Animation, Kinderserie | PRO | 2021–2024 | 2383–2385 | 40 (2) | Kevin Hageman, Dan Hageman |
| 12 | Star Trek: Strange New Worlds | Realfilm | SNW | seit 2022 | 2259– | 40+ (4+) | Akiva Goldsman |
| 13 | Star Trek: Very Short Treks | Animation, Parodie | VST | 2023 | Verschiedene | 5 (1) | |
| 14 | Star Trek: Scouts | Animation, Kinderserie | SCO | seit 2025 | 24. Jahrhundert | 20 (2) | |
| 15 | Star Trek: Starfleet Academy | Realfilm | SFA | seit 2026 | 3191+ | 10+ (1+) | Alex Kurzman, Noga Landau |
Anmerkungen:
| Nr. | Deutscher Titel (Englischer Originaltitel) |
Filmjahr | Jahre der Handlung |
Besatzung und Hauptfiguren | Zeitlinie | Regie | Drehbuch |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kinofilme | |||||||
| 1 | Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture) |
1979 | 2273 | Besatzung aus Raumschiff Enterprise | Hauptzeitlinie | Robert Wise | Harold Livingston |
| 2 | Star Trek II – Der Zorn des Khan (Star Trek Ⅱ: The Wrath of Khan) | 1982 | 2285 | Nicholas Meyer | Jack B. Sowards | ||
| 3 | Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock (Star Trek III: The Search for Spock) | 1984 | 2285 | Leonard Nimoy | Harve Bennett | ||
| 4 | Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart (Star Trek IV: The Voyage Home) | 1986 | 2286, 1986 | Harve Bennett, Steve Meerson, Peter Krikes, Nicholas Meyer | |||
| 5 | Star Trek V – Am Rande des Universums (Star Trek V: The Final Frontier) | 1989 | 2287 | William Shatner | David Loughery | ||
| 6 | Star Trek VI – Das unentdeckte Land (Star Trek VI: The Undiscovered Country) | 1991 | 2293 | Nicholas Meyer | Nicholas Meyer, Denny Martin Flinn | ||
| 7 | Star Trek: Treffen der Generationen (Star Trek: Generations) | 1994 | 2371, 2293 | Besatzung aus Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert | David Carson | Ronald D. Moore, Brannon Braga | |
| 8 | Star Trek: Der erste Kontakt (Star Trek: First Contact) | 1996 | 2373, 2063 | Jonathan Frakes | |||
| 9 | Star Trek: Der Aufstand (Star Trek: Insurrection) | 1998 | 2375 | Michael Piller | |||
| 10 | Star Trek: Nemesis | 2002 | 2379 | Stuart Baird | John Logan | ||
| 11 | Star Trek | 2009 | 2233–2258 (Kelvinzeitlinie), 2387 | Besatzung aus Raumschiff Enterprise | Kelvinzeitlinie | J. J. Abrams | Alex Kurtzman, Roberto Orci |
| 12 | Star Trek Into Darkness | 2013 | 2259–2260 (Kelvinzeitlinie) | Alex Kurtzman, Roberto Orci, Damon Lindelof | |||
| 13 | Star Trek Beyond | 2016 | 2263 (Kelvinzeitlinie) | Justin Lin | Simon Pegg, Doug Jung, Roberto Orci, John D. Payne, Patrick McKay | ||
| VoD-Filme | |||||||
| 14 | Star Trek: Sektion 31 (Star Trek: Section 31) |
2025 | Frühes 24. Jahrhundert | Imperatorin Philippa Georgiou aus Star Trek: Discovery | Hauptzeitlinie, Spiegeluniversum | Olatunde Osunsanmi | Craig Sweeny, Bo Yeon Kim, Erika Lippoldt |
| Titel | Filmjahr | Hintergrund |
|---|---|---|
| Der Käfig (The Cage) | 1965 / 1986 | abgelehnter Pilotfilm der Originalserie, erst 1986 veröffentlicht |
| The Young Hunter – A Klingon Folktale | 2003 | Pilotfolge der nicht realisierten Serie Star Trek: Fables and Folklore |
| Star Trek Logs | 2020 | Instagram-Serie, die Bilder und Logbücher verschiedener Serien kombiniert |
2025 wurde das erste kanonische Hörspiel unter dem Namen Star Trek: Khan veröffentlicht. Es erzählt die Geschichte Khans zwischen der originalen Serie und dem zweiten Kinofilm.
→ Siehe auch:

Star Trek beschreibt eine utopische Zukunft, in der die Menschheit enorme soziale, politische, wissenschaftliche und technische Fortschritte erzielt hat. Erzählt werden die Geschichten von Schiffsmannschaften und Mitreisenden auf Raumschiffen und -stationen der wissenschaftlichen und militärischen Sternenflotte.
Die Menschheit hat die meisten der heutigen Probleme, wie etwa soziale Ungleichheit, Rassismus, Intoleranz, Armut, Hunger und Krieg, überwunden. Die Menschheit ist zu einer globalen Einheit herangewachsen und besiedelt über die Erde hinaus weitere Planeten. Dabei verfolgt sie das Prinzip der friedlichen Koexistenz mit anderen Lebensformen. Die intelligenten Lebewesen im Star-Trek-Universum unterscheiden sich in Bezug auf ihre Ethik und Gesellschaftsform. Besonders ab dem 24. Jahrhundert ist die „Oberste Direktive“ (Anfang des 23. Jahrhunderts noch „Erste Direktive“ genannt) der wichtigste politische Grundsatz der Föderation. Sie enthält ein verbindliches Nichteinmischungsprinzip in die internen Angelegenheiten anderer Zivilisationen, ganz besonders, solange diese noch keine Warp-Technologie entwickelt haben, selbst wenn dies unter besten Absichten geschähe.
Zu den in Star Trek gezeigten kosmischen und astrophysikalischen Objekten gehören Singularitäten, Räume, die absolut leer sind, Wurmlöcher und Nebel aus Dunkler Materie. Auch reale und derzeit bekannte Objekte sind Teil des Star-Trek-Universums; so gibt es immer wieder Erwähnungen von Andromeda und M33 sowie von Rigel und Wolf 359. Die Milchstraße ist bei Star Trek kartografisch in die vier Quadranten eingeteilt. Das Sonnensystem befindet sich auf der Grenze zwischen Alpha- und Beta-Quadrant. Raumschiffe der Sternenflotte erhalten meist Namen von Staaten, Städten, Flüssen, Persönlichkeiten und historischen Schiffen wie z. B. Enterprise, Constitution, Yamato oder Akagi.
Das 21. Jahrhundert ist geprägt von gesellschaftlichen Krisen und dem Dritten Weltkrieg. Andererseits kommt es zum ersten Überlichtflug, der zum ersten Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation, den Vulkaniern, führt, und eine neue Ära der Menschheit auf der Erde und im All einleitet. Im 22. Jahrhundert beginnt die vereinigte Menschheit mit der Erforschung des Weltraums und trifft auf weitere außerirdische Spezies. Es kommt zu ersten interstellaren Kriegen u. a. mit den Romulanern, aber auch zur Gründung der Vereinigte Föderation der Planeten als Bündnis für friedliche Zusammenarbeit. Das 23. Jahrhundert ist von der Expansion der Föderation und wiederkehrenden Konflikten mit anderen Großmächten geprägt. Es bricht ein Krieg mit den Klingonen aus, der später mit einem Friedensvertrag endet. Zudem will die künstliche Intelligenz Control alles Lebens im Universum vernichten. Trotz fortwährender Expansion steht die Föderation im 24. Jahrhundert kurz vor der Vernichtung, zum einen durch die Borg, ein biokybernetisches Kollektiv, zum anderen durch das Dominion, ein von Formwandlern kontrolliertes Imperium. Technologisch prägen vor allem Hologramme und Androiden diese Epoche. An der Schwelle zum 25. Jahrhundert führen die Zerstörung von Romulus und der Androidenangriff auf dem Mars zu schweren politischen Krisen, während synthetische Lebensformen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Borg und die Formwandler bleiben auch im 25. Jahrhundert eine zentrale Bedrohung. Aufgrund temporaler Kriege wird nach dem 29. Jahrhundert Zeitreisetechnologie verboten. Im 31. Jahrhundert zerfällt die Föderation aufgrund einer Katastrophe namens „Der Brand“. Im 32. Jahrhundert beginnt der Wiederaufbau.
Der mit Star Trek (2009) im 23. Jahrhundert einsetzende alternative Geschichtsverlauf wird als Kelvin-Zeitlinie bezeichnet. Auch in dieser Zeitlinie prägt die Zerstörung von Romulus die weitere Geschichte, allerdings bereits im 23. Jahrhundert. Anders als in der Hauptzeitlinie wird zudem Vulkan zerstört. Zu den weiteren prägenden Ereignissen des 23. Jahrhunderts der Kelvin-Zeitlinie zählen die Bedrohung durch genetisch veränderte Menschen sowie der Einsatz einer Biowaffe.
Die Tabelle nennt die Hauptfiguren der Fernsehserien und ordnet sie den Funktionsbereichen zu, die sie innerhalb der Raumschiffs- bzw. Raumstationsbesatzung der Fernsehserie und ggf. der zugehörigen Kinofilme im Wesentlichen innehaben. Ausnahmen wie zum Beispiel vorübergehende Funktionswechsel sind nicht berücksichtigt. Die Hintergrundfarben verdeutlichen, ob es sich um eine menschliche (grün), eine außerirdische (rot), eine künstliche (grau) oder um eine halb menschliche und halb nichtmenschliche (orange) Lebensform handelt. Mit * markierte Figuren sind wiederkehrende Nebenfiguren.
Die Idee zu einer Science-Fiction-Serie hatte Gene Roddenberry in den frühen 1960er Jahren. In seinem ursprünglichen Pitch vom 11. März 1964 schrieb er: „Star Trek ist ein Wagon-Train-Konzept – aufgebaut um Figuren, die zu Welten reisen, die ‚ähnlich‘ wie unsere eigene sind.“ Die Serie solle in einer „positiven Zukunft“ spielen – eine Bemerkung, die im Zusammenhang mit dem Kalten Krieg, der vorangegangenen Kubakrise und einem zu dieser Zeit realistischerweise zu befürchtenden Atomkrieg zu verstehen ist.
1964 bekam Gene Roddenberry die Möglichkeit, einen Pilotfilm zu drehen. Der Fernsehsender NBC lehnte den Film Der Käfig jedoch aus unterschiedlichen Gründen ab. Die Verantwortlichen bei Paramount hielten die Figurenverteilung für zu mutig und radikal: Eine Frau als Erster Offizier und – mit Blick auf Spock – ein „Außerirdischer, der aussieht wie Satan“, seien dem amerikanischen Fernsehpublikum nicht zumutbar. NBC gab Roddenberry jedoch die Möglichkeit, einen weiteren Pilotfilm zu produzieren unter der Voraussetzung, dass entsprechende Änderungen vorgenommen würden. Erst Ende der 1980er Jahre wurde Der Käfig in seiner eigentlichen Form ausgestrahlt.
Die Zusammensetzung des Ensembles wurde im Folgenden geändert, erhalten blieb jedoch der nach wie vor von Leonard Nimoy gespielte Spock. Mit dieser Umorientierung und Neuverteilung der Rollen ging der wegweisende Gedanke einer Frau in einer Führungsposition vorerst verloren. Der neue Pilotfilm Spitze des Eisbergs wurde vom Fernsehsender akzeptiert und die erste Staffel von Raumschiff Enterprise wurde gedreht. Gesendet wurde diese Folge jedoch als dritte Episode. Die erste für die Staffel produzierte Episode war Pokerspiele, die erste gesendete Episode war Das Letzte seiner Art.
Die Darstellung von Frauen und Minderheiten in der alten Serie war für ihre Zeit fortschrittlich und gewagt. Es gab ein wichtiges weibliches Crewmitglied, gespielt von Nichelle Nichols. Sie war eine der ersten schwarzen Frauen, die eine größere Rolle im US-amerikanischen Fernsehen spielen durfte. Nur zwei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatte Star Trek einen japanischen Offizier, Hikaru Sulu (George Takei). In der zweiten Staffel wurde dann sogar der russische Navigator Pavel Chekov (Walter Koenig) hinzugefügt. Raumschiff Enterprise zeigte auch den ersten Kuss im Fernsehen zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen Frau in den Vereinigten Staaten, jedoch verdeckt ein Kopf im letzten Moment die Sicht auf den Kuss – was damals bei Film- und Fernsehküssen üblich war. Viele (südliche) US-Bundesstaaten verboten damals eine Ausstrahlung dieser Folge.
Die Fernsehserie wurde aufgrund mangelnder Einschaltquoten und trotz Protesten von Fans 1969 endgültig eingestellt. Ursprünglich war geplant, die Serie bereits nach der zweiten Staffel (1967/68) einzustellen. Der progressive Charakter der Serie blieb auch bei nachfolgenden Produktionen erhalten. Raumschiff Enterprise erlangte erst durch zahlreiche Wiederholungen in den 1970er Jahren steigende Popularität, die die weitere Entwicklung des Franchise ermöglichten.
Die Mondlandung 1969 löste in den USA eine starke Begeisterung für den Weltraum und die Raumfahrt aus. Die beinahe tägliche Wiederholung der Serie in den lokalen Fernsehstationen, ihre ungewöhnliche Art, verpackt in Zukunftsthemen Kritik an damaligen gesellschaftlichen Zuständen (Rassendiskriminierung, Vietnamkrieg etc.) zu üben, und eben jene Weltraumbegeisterung sorgten für eine in den 1970er Jahren stark ansteigende Popularität von Star Trek. Nicht zuletzt deswegen plante NBC eine zweite Serie mit dem Arbeitstitel Star Trek: Phase Two. Die Arbeiten wurden jedoch mit dem Auftakt zu Star Wars ausgesetzt. Mit der zwischen 1973 und 1974 in 22 Episoden produzierten Zeichentrickserie Die Enterprise wurde das Konzept fortgesetzt, welches die Serie der 1960er Jahre begonnen hatte. Viele Schauspieler, wie etwa William Shatner und Leonard Nimoy, wirkten als Synchronsprecher mit. Die Zeichentrickserie wurde 1975 mit einem Emmy ausgezeichnet.
Später fiel die Entscheidung von Paramount Pictures zu Gunsten eines Kinofilms, der mit dem Titel Star Trek: Der Film 1979 Premiere hatte. Er wurde von der Kritik nicht besonders gut aufgenommen. Wegen Budgetüberschreitungen bei dem Film hatte Roddenberry ab dem zweiten Film lediglich eine beratende Funktion inne, während Harve Bennett die Leitung übernahm. Die Filme Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982), Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984) und Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986) folgten. 1989 kam der fünfte Spielfilm Star Trek V: Am Rande des Universums in die Kinos, der an den Kinokassen jedoch weit weniger Geld einbrachte als seine Vorgänger. Dennoch folgte 1991 der sechste Film Star Trek VI: Das unentdeckte Land, der sehr offen auf den endenden Kalten Krieg anspielt.
Nach der Produktion des ersten Kinofilms bezeichnete Roddenberry die Zeichentrickserie als Fehler und bestimmte, dass sie in zukünftigen Star-Trek-Produktionen nicht mehr berücksichtigt werden solle. Danach galt die Serie als unkanonisch und damit nicht mehr als Teil des Star-Trek-Universums. Seit der Veröffentlichung auf DVD gehört die Serie allerdings laut CBS und startrek.com wieder zum offiziellen Kanon.
Nach den finanziell erfolgreichen Star-Trek-Kinofilmen aus den 1980er Jahren (siehe unten) beschloss Paramount die Produktion der neuen Fernsehserie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert, die 1987 US-Premiere hatte. Die Handlung spielt rund 100 Jahre nach der von Raumschiff Enterprise, im 24. Jahrhundert. Das neue Raumschiff, die Enterprise-D, ist größer, stärker und moderner. Das für Fernsehserien damals unüblich hohe Budget von rund 2 Mio. US-Dollar pro Episode ermöglichte deutlich bessere Requisiten und Spezialeffekte. Mit zeitgemäßen Trickeffekten des oscarprämierten Effektstudios Industrial Light & Magic wurden neue Standards für Fernsehserien gesetzt.
Die Föderation hat eine Überflusswirtschaft ohne Geld, die durch eine Technologie ermöglicht wird, mit welcher Energie in Nahrungsmittel, komplexe Konstruktionen und jede Art von Materie umgewandelt werden kann (Replikatortechnologie). Arbeit, Kauf und Verkauf sind nicht notwendig, da es keine Knappheit gibt, die die Erfüllung aller materiellen Bedürfnisse und Wünsche begrenzen könnte. Bestimmte Ressourcen sind allerdings immer noch knapp, darunter diejenigen, die zum Überlichtflug benötigt werden. Interstellarer Handel mit diesen Gütern ist nicht unüblich. Gier und Neid sind in dieser Gesellschaft stark reduziert. Die Figuren in Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert erklären oft, dass der Zweck der Föderation und ihrer Arbeit das allgemeine und das persönliche Wohlergehen ist. Viele Folgen greifen philosophische Themen auf, zum Beispiel die Episode Wem gehört Data?, in der über persönliche Rechte eines Androiden verhandelt wird. Die Serie versucht oft, eine pazifistische und tolerante Botschaft zu vermitteln.
Der große Erfolg, den Paramount Pictures mit dieser Serie hatte, führte dazu, dass bis 1994 sieben Staffeln mit insgesamt 178 Episoden produziert wurden. Eine achte Staffel wurde nicht gedreht, um der Seriencrew den Weg auf die Leinwand zu ebnen. 1994 kam so der siebte Star-Trek-Film Star Trek: Treffen der Generationen in die Kinos: Captain Picard aus Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert trifft auf Captain Kirk aus Raumschiff Enterprise. Der Film erhielt mittelmäßige Kritiken, erfüllte jedoch die finanziellen Erwartungen. 1996 kam der achte Film Star Trek: Der erste Kontakt in die Kinos. Mit diesem bis dahin erfolgreichsten Star-Trek-Film hatte sich die Mannschaft um Captain Picard auch im Kino etabliert. 1998 folgte der neunte Kinofilm Star Trek: Der Aufstand, 2002 der zehnte, Star Trek: Nemesis. Dieser vierte Film um die Mannschaft von Jean-Luc Picard war im Kino ein finanzieller Misserfolg und deckte die Kosten erst mit seiner DVD-Veröffentlichung.
Bereits vor Einstellung der Produktion von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert wurde mit Star Trek: Deep Space Nine 1993 ein weiterer Ableger gestartet. Die Handlung spielt zunächst parallel zu der von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert. Im Gegensatz zu den vorangegangenen beiden Serien spielt hier die Handlung nicht auf einem Raumschiff, sondern auf einer Raumstation. Die Station liegt im Randbereich des Einflusses der Föderation und gewinnt an strategischer Bedeutung, als sich durch die Entdeckung eines in unmittelbarer Nähe gelegenen Wurmlochs das Tor zum unerforschten Gamma-Quadranten der Milchstraße öffnet. In der dritten Staffel wurde das auf Deep Space Nine stationierte Kriegsschiff USS Defiant als Schauplatz eingeführt, das im weiteren Verlauf immer wichtiger wird. Charakteristisch für die Serie sind zudem eine Vielzahl wiederkehrender Nebenfiguren, das intensive Thematisieren von Politik, Krieg und Religion, das Abweichen von den Star-Trek-typischen Idealen einer friedvollen, kriegsfreien Zukunft und das im Serienverlauf zunehmend von episoden- und staffelübergreifenden Handlungsbögen geprägte Serienformat.
Roddenberry verstarb 1991 vor der Realisierung des Projekts. Sein Nachfolger wurde Rick Berman. Mit Deep Space Nine wandelte sich auch der Charakter Star Treks weg vom allzu Optimistischen: Präsentiert wird eine beschädigte Welt. Erhalten blieb jedoch der ethisch-moralische Diskurs und ein progressiver Charakter: Der kommandierende Offizier ist ein Afro-Amerikaner. Wie bereits in den 1960er Jahren sorgte 1995 eine Szene für einen Skandal. Die Episode, die einen Kuss zweier Frauen zeigt, wurde darum in einigen US-Staaten nicht ausgestrahlt. Deep Space Nine endete nach sieben Staffeln und 176 Episoden im Juni 1999.
Mit dem Ende von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert begannen die Entwickler mit der Produktion einer fünften Star-Trek-Serie: Star Trek: Raumschiff Voyager. Darin übernimmt nach mittlerweile fast 30 Jahren Star Trek erstmals mit Captain Kathryn Janeway (Kate Mulgrew) eine Frau die Führungsrolle in einer Star-Trek-Serie. Die Serie spielt im selben Zeitrahmen wie Deep Space Nine, jedoch im Delta-Quadranten. Das Raumschiff Voyager wird an einen weit von der Erde entfernten Punkt der Milchstraße verschlagen. Um nach Hause zu gelangen, würde das Raumschiff 75 Jahre benötigen. Die Suche nach einem schnelleren Weg ist der rote Faden der Serie. Dazu arbeiten vormals verfeindete Gruppen Seite an Seite. Voyager startete im Januar 1995 und wurde 2001, nach sieben Staffeln, mit 172 Episoden beendet.
Ab 2001 wurde die sechste Serie Star Trek: Enterprise produziert, wieder unter der Aufsicht Rick Bermans. Sie spielt als Prequel rund einhundert Jahre vor der Handlung von Raumschiff Enterprise und somit vor der Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten. Die ersten drei Staffeln brachten ständig sinkende Einschaltquoten und anhaltend schlechte Kritiken, weswegen die Serie für die vierte Staffel nochmals generalüberholt wurde. Die vorgenommenen Änderungen führten allerdings nicht zu einem Quotenaufschwung, woraufhin die Serie im Februar 2005 nach vier Staffeln abgesetzt wurde. Wegen Erfolglosigkeit entließ Paramount auch Rick Berman.
Der elfte Kinofilm Star Trek erschien 2009 und stellt einen Neubeginn für das Star-Trek-Franchise dar. Die Handlung zeigt Ereignisse vor Beginn von Raumschiff Enterprise und damit die Vorgeschichte von deren Hauptfiguren, allerdings in einem alternativen Zeitstrahl. Dadurch wurde es ermöglicht, neue Filme in eine Richtung zu entwickeln, die auch Abweichungen vom bisherigen Kanon zulassen. Regisseur J. J. Abrams besetzte zahlreiche bekannte Rollen mit neuen, jungen Schauspielern. Der elfte Star-Trek-Film Star Trek wurde ein kommerzieller Erfolg und erhielt positive Kritiken. 2013 kam mit Star Trek Into Darkness der zwölfte Star-Trek-Film in die Kinos; er spielt ebenfalls in der Zeitlinie, die im elften Teil erschaffen worden war. Das gilt auch für den 13. Film, Star Trek Beyond, der 2016 erschien.
Bis zum 13. August 2009 spielten die Star-Trek-Kinofilme weltweit mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar ein und wurden insgesamt 14-mal für einen Oscar nominiert. Nur durch den Film von 2009 konnte ein Oscar in der Kategorie „Make-Up“ gewonnen werden.
2017 startete die neue Fernsehserie namens Star Trek: Discovery. Sie war zunächst exklusiv auf dem Streamingdienst CBS All Access abrufbar. Die Serie bildet ein Prequel von Raumschiff Enterprise, spielt aber im Hauptzeitstrahl, d. h. nicht in der alternativen Kelvin-Zeitlinie, die in den seit 2009 erschienenen Kinofilmen etabliert wurde.
Ab 2018 erschienen mit Star Trek: Short Treks Kurzgeschichten, die einzelne Figuren aus dem Universum beleuchten.
2020 startete die neue Serie Star Trek: Picard. Diese spielt zwanzig Jahre nach dem Film Star Trek: Nemesis, und die Figur Jean-Luc Picard aus Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert hat wieder eine zentrale Rolle.
2020 startete eine neue, animierte Fernsehserie namens Star Trek: Lower Decks. Es handelt sich dabei um eine reine Comedy-Serie, die von Mike McMahan entwickelt wird, der bereits als Drehbuchautor bei Rick and Morty tätig war.
2021 begann die Ausstrahlung einer weiteren Animationsserie mit dem Titel Star Trek: Prodigy. Sie war für ein jüngeres Publikum gedacht und wurde von Kevin und Dan Hageman für den Sender Nickelodeon entwickelt.
2020 bestätigte CBS, dass es eine neue Realfilm-Serie mit dem Titel Star Trek: Strange New Worlds geben soll. Die Ausstrahlung begann 2022. Die Serie nimmt die Figuren Captain Pike (Anson Mount), Nummer Eins (Rebecca Romijn) und Lieutenant Spock (Ethan Peck) aus Star Trek: Discovery wieder auf und zeigt ihre Abenteuer an Bord der USS Enterprise.
2023 begann die Produktion des ursprünglich als Serie geplanten Streaming-Films Star Trek: Sektion 31. Dieser erzählt die Geschichte der Geheimorganisation Sektion 31. Michelle Yeoh, die bereits in Star Trek: Discovery zu sehen war, wurde für die Hauptrolle engagiert. Das Drehbuch stammt von Craig Sweeny, Regie führte Olatunde Osunsanmi. Der Film erschien 2025 auf Paramount+.
2022 begann die Arbeit an der Fernsehserie Star Trek: Starfleet Academy, bei der die Sternenflottenakademie im Mittelpunkt der Handlung steht. Die Idee einer Akademie-Serie war seit den 1980er Jahren mehrfach vorgebracht und wieder auf Eis gelegt worden. Die Produktion unter der künstlerischen Leitung von Alex Kurtzman und Noga Landau hatte ihre Premiere 2026 auf Paramount+ und soll aufgrund mangelnder Zuschauerzahlen bereits nach der zweiten Staffel enden.
2024 wurde bekanntgegeben, dass unter der künstlerischen Leitung von Justin Simien und Tawny Newsome eine im Star-Trek-Universum spielende Realfilm-Comedyserie entwickelt werden soll.
Auch weitere Kinofilme sind grundsätzlich geplant, jedoch bislang nicht über ein frühes Entwicklungsstadium hinausgekommen. Bereits 2016 kündigte Paramount einen weiteren Film an, der die Abenteuer der Enterprise in der Kelvin-Zeitlinie fortsetzen sollte. Durch den Tod von Hauptdarsteller Anton Yelchin, den Wechsel der geplanten Drehbuchautoren und Regisseure sowie Schwierigkeiten bei Gagenverhandlungen kam es mehrfach zu Verzögerungen. 2020 wurde die Produktion auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. 2024 bekräftigte Paramount, dass es an einer Fortsetzung von Star Trek Beyond immer noch festhalte und diese den Abschluss der Kelvin-Filmreihe bilden solle.
Parallel hierzu gab Paramount 2024 die Arbeit an einem Prequel-Film der Kelvin-Zeitlinie bekannt, dessen Handlung Jahrzehnte vor Star Trek (2009) spielen soll. Der Film mit dem Arbeitstitel Star Trek: Origin Story soll von J. J. Abrams produziert werden, Seth Grahame-Smith soll das Drehbuch schreiben und Toby Haynes Regie führen.
2025 hingegen wurden Pläne zu einem neuen Film bekannt, der unter der kreativen Leitung von Jonathan Goldstein und John Francis Daley entstehen soll, den Machern des Films Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben, welche sowohl die Regie als auch das Drehbuch übernehmen. Geplant sei ein gänzlich untypischer Star-Trek-Film, losgelöst von bisherigen Geschichten, der ohne vertraute Figuren auskomme und sich nicht nur an Fans, sondern vor allem an das restliche Kinopublikum richte. Das Duo vergleicht ihn mit Training Day und Crimson Tide, was auf einen Thriller hindeutet, der von institutioneller Korruption sowie dem Konflikt zwischen abgebrühten Veteranen der alten Garde und unerfahrenen Neulingen der neuen Generation handelt.
Einige Autoren sind der Ansicht, es werde eine New Economy dargestellt, die den Kapitalismus überwunden habe, da eine Geldfunktion nicht mehr existiere. Möglich ist dies, da dank Technologien wie Replikatoren, die Nahrung und Alltagsgegenstände herstellen können, Ressourcenknappheit innerhalb der Föderation kaum noch eine Rolle spielt. Wie Föderationsbürger außerhalb ihres Wirtschaftsraums bezahlen, wird im Franchise nie vollständig erklärt. Mehrfach ist von sogenannten Credits die Rede; jedoch gibt es keine Erklärung, wie diese vergeben und verwaltet werden.
Die ursprüngliche Star-Trek-Serie Raumschiff Enterprise wurde bezüglich ihrer Hauptfiguren als eindimensional kritisiert. Der Filmkritiker Georg Seeßlen zum Beispiel meinte in der epd Film 1999, dass die Figuren manchmal auf „geradezu lächerliche Weise plakativ wirken“ müssten. Die Folgeserie Das nächste Jahrhundert erhielt von Kritikern ab der dritten Staffel Lob für eine Verbesserung des Erzählstils und für mehr Vielschichtigkeit als in den ersten beiden Staffeln bzw. in Raumschiff Enterprise. Deep Space Nine wurde anfangs von Fans als zu philosophisch und intellektuell kritisiert, in späteren Beurteilungen aber etwa für episodenübergreifende Handlungsstränge gelobt.
Es wurde geurteilt, dass Star Trek als Fernsehserie besser funktioniere als im Format eines Kinofilms. In der Zeitschrift Wired (2017) führte der Journalist Adam Rogers das auf die Hartnäckigkeit und Experimentierfreudigkeit der Drehbuchautoren zurück: Da diese sich abseits der Science-Fiction auch in andere Genres vorgewagt haben, hätten sie sich ohne größere Folgen für die Gesamterzählung „selbst persiflieren oder Charaktere für eine Episode verlieben lassen“ können. Würde Star Trek hingegen „in das Korsett eines Hollywood-Streifens gequetscht“, verwandele es sich „zwangsläufig in eine konventionelle Abenteuergeschichte mit Enthüllung im dritten Akt und einem Finale voller CGI und Explosionen.“
Mindestens über die ersten neun Star-Trek-Kinofilme lässt sich sagen, dass diejenigen mit gerader Nummer positiver beurteilt wurden als die mit ungerader Nummer. Sowohl aus Kritiken als auch aus Bestenlisten geht hervor, dass Der Zorn des Khan und Der erste Kontakt für am sehenswertesten befunden wurden, wohingegen Am Rande des Universums oftmals als schwächste Leinwandadaption genannt wurde. Mehrfach wurden Star-Trek-Filme, zum Beispiel Der Aufstand, dafür kritisiert, eher das Niveau einer durchschnittlichen Fernseh-Episode zu besitzen.
Die Kritiken über die zur Reboot-Reihe gehörenden, ab 2009 erschienenen Filme waren gespalten. Manche Kritiker, etwa Michael O’Sullivan von der Washington Post, lobten die Filme als gelungene Neubelebung von Star Trek und die Entscheidung für den Neustart in einem separaten Zeitstrahl. Andere hingegen stellten den Filmen ein vernichtendes Zeugnis aus; Deutschlandfunk-Kultur-Autor Hans-Ulrich Pönack beurteilte etwa Into Darkness als „banal, emotional egal“.
Für Brian J. Robb, langjähriger Herausgeber des Star-Trek-Magazins, stand in seinem Buch A Brief Guide to Star Trek (2012) fest, dass „großartiges Geschichtenerzählen“ das Erfolgsgeheimnis von Star Trek sei. Allerdings, mutmaßte Robb, sei das Franchise darin gescheitert, sich mit der Zeit zu wandeln, um „Verknöcherung und Irrelevanz“ zu entkommen.
Den neueren Star-Trek-Produktionen – gemeint sind zumindest Voyager, Enterprise, Discovery und die Reboot-Filme – haftet die mehrfach geäußerte Kritik an, dass sie nicht genügend Neues böten und sich zu sehr auf Altbekanntes stützten. Robb zum Beispiel monierte an Voyager und Enterprise eine Stagnation der Innovativität von Star Trek insgesamt. Der Autor Andreas Rauscher sprach in dem Zusammenhang in der epd Film 2017 über die vergangenen 15 Jahre Star Trek kritisch von einem „Modus des Replay“, unter anderem, weil Discovery abermals die Klingonen thematisiere.
Im US-Magazin The New Yorker kritisierte der Journalist Joshua Rothman 2017 das Star-Trek-Universum als „das langweiligste und altmodischste von allen Science-Fiction-Universen“, weil es auch nach 51 Jahren die Entstehungszeit von Raumschiff Enterprise wachrufe – die Alienrassen etwa spiegelten nach wie vor die Feinde der Vereinigten Staaten im Zweiten Weltkrieg wider. Gleichwohl sei es J. J. Abrams mit dem Reboot von 2009 gelungen, dem Franchise einen glänzenden neuen Look zu verpassen und die „sexy“ Atmosphäre der Originalserie wieder einzufangen.
Der deutsche Journalist Dietmar Dath beurteilte Star Trek im Rolling Stone (2017) vergleichend mit Star Wars als dasjenige Werk mit der unrealistischeren Zukunftsperspektive. Roddenberry habe, so Dath, irrtümlich angenommen, „dass in Zukunft alles immer besser werden müsste – und das hieß innerhalb seines linksliberalen Ami-Horizonts: immer gesetzesförmiger (‚Oberste Direktive‘), zivilisierter (‚Föderation‘) und vernünftiger.“ Jedes Jahrhundert habe „mindestens ein Vorurteil, einen Aberglauben, eine doofe Kulturerbschaft“ überwunden – „Schön wär’s!“ meinte Dath dazu.
Die Fernsehkritikerin Sonia Saraiya befand Star Trek 2015 im Internet-Magazin Salon.com für einen „bewundernswerten Liebesbrief an zukünftige Generationen“. Jedoch neige Star Trek zu „Fan-Dienlichkeit, moralisierenden Reden und tief schrecklichen Spezialeffekten“. Saraiya hält Star Trek deshalb für das Gegenteil von Serien wie Game of Thrones und für den „Inbegriff des Kitsches“.
Fernseh-Drehbuchautor David Gerrold, der bei der Produktion von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert mit Roddenberry in Streit über die Ausrichtung der Serie geriet, beurteilte Star Trek später abfällig als das „McDonald’s der Science-Fiction“ und als „Fast-Food-Geschichtenerzählen“: „Jedes Problem ist wie jedes andere. Sie werden alle in einer Stunde gelöst. Niemand wird versehrt und niemand muss sich sorgen. Man gibt eine Stunde seiner Zeit und muss sich nicht wirklich einlassen. Es ist alles künstlich.“
Der Serie Das nächste Jahrhundert wird eine Vorbildrolle für die Star–Trek-Produktionen zugeschrieben. Im US-Magazin The Atlantic meinte der Autor David Sims zum Beispiel (2017), dass The Next Generation „der Gold-Standard für das Franchise“ bleibe.
Desweilen wird die neue, von Kurtzman geprägte Star-Trek-Ära kritisiert, wonach sich das Franchise in eine falsche Richtung entwickle und sich von langjährigen Fans entfernt habe.
Die deutsche Philosophin Ingrid Weber meinte in einem Essay für das Buch Zukunft im Film (2000), dass Star Trek vor allem vom Facettenreichtum der darin behandelten Themen lebe.
Der deutsche Soziologe Kai-Uwe Hellmann verstand in einem Essay 1997 die menschliche „Fähigkeit und Bereitschaft, unermüdlich zu lernen“, – und damit einhergehend Offenheit, Kontaktaufnahme und „Störungen im Sinne der Erfahrung mit dem Fremden“ – als das Utopische von Star Trek. Star Trek vermeide damit „jene schwerwiegenden Konstruktionsfehler vieler Utopien, die sie zugleich problematisch und unrealisierbar machen, nämlich nur als geschlossene Systeme überleben zu können, die Menschen repressiv zu behandeln und auf Unveränderbarkeit zu beharren.“
Nach Auffassung des deutschen Medienwissenschaftlers Knut Hickethier in einem Essay für das Buch Unendliche Weiten… (1997) funktioniere Star Trek, weil es „die Zukunft so ganz gegenwärtig, so durchweg bieder und konventionell“ darstelle; Gefährdungen würden „rasch domestiziert oder beseitigt“. Star Trek sei im Grunde „eine kleinbürgerliche Variante der großen Erzählungen der Science-fiction.“ Klaus Sachs-Hombach, ebenfalls Medienwissenschaftler, unterlegte in einem Beitrag für Zukunft im Film seine Behauptung, dass es sich bei Star Trek um Kitsch handele, unter anderem mit dem Argument, dass es triviale, gleichbleibende Erzählmuster wie „Aufbruch, tödliche Bedrohung und Happy End“ enthalte. Inhaltlich würden sich zwar Züge einer utopischen Gemeinschaft zeigen, durch die kitschige Art der Darstellung verkehre sich die sogenannte Botschaft aber ins Gegenteil.
Der Astrophysiker Stephen Hawking meinte anerkennend, dass Science-Fiction wie Star Trek nicht nur der Unterhaltung diene, sondern auch den ernsten Zweck erfülle, die menschliche Vorstellungskraft zu erweitern. Der Physiker David Allen Batchelor vom Goddard Space Flight Center lobte Star Trek in einem Artikel auf der NASA-Website (2016/17) als „schön intelligent geschrieben und wissenschaftlich genauer als andere Science-Fiction-Fernsehserien.“ Star Trek sei „fast die einzige Serie, die Wissenschaftler und Ingenieure als positive Vorbilder“ zeige.
Das Wissenschaftsmagazin New Scientist urteilte 2009 zusammenfassend, dass Star Trek selten am besten gewesen sei, als es versucht habe, inspirierend zu sein. Hingegen seien „einige seiner plumpesten und moralisierendsten Episoden“ jene gewesen, in denen es versucht habe, solch „schwergewichtige Probleme“ wie Umweltschutz, Technokratie und Vererbung zu thematisieren.
Angesprochen auf die Eroberung ferner Welten, übte der polnische Science-Fiction-Schriftsteller Stanisław Lem in einem Interview mit Rainer Schmitz 1999 scharfe Kritik an Star Trek: „Es wimmelt darin von solchem Unsinn, dass es einem nur den Atem verschlagen kann. Man muss für diese Erkenntnis kein Physiker sein. Das Weltall ist so groß, dass darin jede Dummheit einen Platz findet.“
Der US-Bürgerrechtler Martin Luther King sagte einst über Star Trek, dass es das Gesicht des Fernsehens verändert habe: Zum ersten Mal seien Menschen aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Hautfarben im US-Fernsehen so gezeigt worden, wie es sein sollte, nämlich gleichwertig.
Der US-Politologe George A. Gonzalez meinte in seinem Buch The Politics of Star Trek (2015), dass die „analytische Brillanz“ von Star Trek in der Fähigkeit seiner Erschaffer bestehe, effektiv und glaubhaft die konkurrierenden Weltanschauungen Marxismus und jene von Samuel P. Huntington zu vermitteln. Insbesondere zeige Star Trek sowohl die Hoffnung und den Optimismus des Marxismus als auch die Demoralisierung und den Pessimismus aus Huntingtons Kampf der Kulturen.
Gonzalez kam weiterhin zu dem Schluss, dass das Franchise aus analytischer Sicht nützlich und aufschlussreich sein könne, den Zuschauern beim Verständnis der gegenwärtigen, realen politischen Probleme zu helfen, darunter zunehmenden Nationalismus und eine Bedrohung der Demokratie: Durch Spezies wie die Klingonen, die Bajoraner, das Dominion, die Kazon, die Cardassianer, die Romulaner, die Xindi sowie durch Nazis und die Sektion 31 zeige das Star-Trek-Franchise, wie Politik weltweit immer regressiver und gefährlicher werde.
Besonders die Originalserie wurde als männlich geprägt verstanden. Die New-York-Times-Autorin Camille Bacon-Smith etwa meinte 1986 in diesem Zusammenhang über die Protagonisten von Raumschiff Enterprise: „Lederstrumpf und Chingachgook erforschen die Wildnis des Weltraums.“ Die britischen Buchautoren Michèle und Duncan Barrett interpretierten die Serie 2001 als „jungenhaft ungeniert“, die Folgeserie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert hingegen als „hochgeistig“, da geprägt vom Glauben in Wissenschaft, Technologie, Rationalismus und Demokratie und somit charakteristisch für sogenannte moderne Gesellschaften. Deep Space Nine und Voyager wiederum unterschieden sich davon signifikant, etwa wegen „radikal destabilisierter Persönlichkeiten“, und ließen sich insofern als postmodern deuten.
Der deutsche Politologe Richard Saage gab sich 1997 sicher, dass Das nächste Jahrhundert „zweifellos“ das Erbe des Trends zu einer positiven Zukunftsvision, wie sie etwa in Arkadi und Boris Strugatzkis Episodenroman Rückkehr (1962) zum Ausdruck komme, angetreten habe: „Normative Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens drängen das Action-Muster in den Hintergrund.“
Vergleichend mit den utopischen Werken von Edward Bellamy und William Morris, hob der deutsche Politologe Herfried Münkler 1997 an den Zukunftsvorstellungen der Star-Trek-Serien als bemerkenswert hervor, dass sie „eine Gleichzeitigkeit von technologischem Fortschritt und moralischer Fortentwicklung der Menschheit“ annähmen und diese Koevolution nicht zufällig, sondern zwingend sei, der moralische Fortschritt sei eine Bedingung für den Umgang mit dem technologischen Fortschritt. Insofern erzähle Star Trek die Gegengeschichte des von Günther Anders geprägten „prometheischen Gefälles“.
Der US-Ethnologe David Graeber bezeichnete in seinem Buch The Utopia of Rules (2015) Star Trek als die „Quintessenz der amerikanischen Mythologie“ und fragte, ob die Vereinte Föderation der Planeten – die unter anderem geprägt sei von hochgeistigem Idealismus und strenger militärischer Disziplin – nicht wirklich nur eine amerikanische Vision einer freundlicheren, sanfteren Sowjetunion sei, die schließlich auch „funktioniert“ habe. Die sozialen Klassen sind überwunden, ebenso Gegensätze in Herkunft oder Geschlecht. In der Vereinten Föderation fehle jedoch jeder Hinweis auf die politische Verfasstheit, auf eine Demokratie oder auf Wahlen – aber es gibt auch niemanden, dem das auffällt oder der es kritisiert. Libertäre und Konservative verdammten daher die Serie als linke Propaganda. Um der Kritik entgegenzuwirken, wurden die Borg als feindliche kommunistische Zivilisation eingeführt.
Im US-Magazin The New Yorker (2017) meinte Manu Saadia, Autor des Buches Trekonomics, dass Star Trek oftmals als bevormundend, wenn nicht sogar zweckmäßig täuschend betrachtet werden könne. Während beispielsweise die Absichten der Entdecker als rein und unbelastet von Ethnozentrismus repräsentiert würden, stünde ihre Wissenschaft stets über den einheimischen Aberglauben der Außerirdischen.
Neun Star-Trek-Serien wurden für insgesamt 180 Emmy Awards nominiert und davon 37-mal prämiert. Sieben Kinofilme wurden für insgesamt 16 Oscars nominiert, nur der elfte Film erhielt einen Oscar. Über alle Fernsehserien und Kinofilme hinweg betrachtet gab es bislang 484 Nominierungen und 120 Prämierungen für Positivpreise sowie sieben Nominierungen und drei Prämierungen für Negativpreise (für die Filme 5 und 7). 2017 erfolgte die Aufnahme in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame.
| Fernsehserie | Nominiert | Davon gewonnen |
|---|---|---|
| Raumschiff Enterprise | 14 | 0 |
| Die Enterprise | 2 | 1 |
| Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert | 58 | 18 |
| Star Trek: Deep Space Nine | 32 | 4 |
| Star Trek: Raumschiff Voyager | 34 | 7 |
| Star Trek: Enterprise | 17 | 4 |
| Star Trek: Discovery | 10 | 2 |
| Star Trek: Picard | 11 | 1 |
| Star Trek: Strange New Worlds | 2 | 0 |
| Gesamt | 180 | 37 |
| Film | Nominiert | Davon gewonnen |
|---|---|---|
| Der Film | 3 | 0 |
| Zurück in die Gegenwart | 4 | 0 |
| Das unentdeckte Land | 2 | 0 |
| Der Erste Kontakt | 1 | 0 |
| Star Trek (2009) | 4 | 1 |
| Into Darkness | 1 | 0 |
| Beyond | 1 | 0 |
| Gesamt | 16 | 1 |
Zusätzlich zur Veröffentlichung der Fernsehserien und Kinofilme sorgte Paramount für eine umfassende Vermarktung Star Treks durch Merchandising. Zahlreiche, dafür lizenzierte Unternehmen vertreiben eine Vielzahl von Produkten mit der Marke Star Trek. In den 1990ern war Star Trek die lukrativsten Einnahmequelle für Paramount Pictures; die Einnahmen aus dem Verkauf der Fernsehserien, Kinofilme und Merchandising-Artikel wurden bis 1993 auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Im Juni 2017 waren auf der offiziellen Star-Trek-Webpräsenz über 160 aktuelle Lizenznehmer aufgeführt, d. h. Unternehmen, die Star-Trek-Produkte zum Verkauf anbieten. Zur Vielfalt an Produkten bemerkte Robert Wilonsky vom US-Magazin Salon.com 1999, Paramount habe aus dem Franchise alles herausgequetscht und es für jeden lizenziert, "der zwei Nickel übrig hat". Das Studio habe zugelassen, dass der Name Star Trek auch auf Kaffee, Beanies, Baumwollshirts und Babykleidung komme.
Nachdem in den 1980er Jahren überwiegend wenig erfolgreiche und unspektakuläre Star-Trek-Spiele erschienen waren, kam 1992 mit Star Trek: 25th Anniversary das erste wirklich aufwändig produzierte Spiel für den PC auf den Markt. Man verpflichtete die Schauspieler der Originalserie für die Sprachausgabe. Der Erfolg gab Interplay recht, und so gab es in den Folgejahren regelmäßig neue Spiele, die bei ähnlichem Aufbau in der Regel entweder direkt einem der Filme folgten oder mit den Crews einer der aktuellen Serien arbeiteten. 1996 erschien mit Star Trek: Klingon (Simon & Schuster Interactive) erstmals ein Spiel, das nicht aus der Perspektive der Sternenflotte gespielt wurde, 1998 mit Star Trek: Klingon Honor Guard ein Zweites.
1998 schloss der Star-Trek-Rechte-Verwerter Viacom mit dem Spieleentwickler Activision einen Vertrag, dem bis 2005 eine Reihe mehr oder weniger erfolgreicher Spiele entsprangen, darunter die beiden Reihen Star Trek: Starfleet Command (I, Ⅱ und III) und Star Trek: Armada (I und Ⅱ). Die erfolgreichsten Spiele waren jedoch die beiden Ego-Shooter Star Trek: Voyager – Elite Force (2000) und Star Trek: Elite Force 2 (2003). Sie fanden erstmals nicht nur bei Star-Trek-Fans großen Zuspruch. Mit Star Trek: Away Team erschien 2001 ein rundenbasiertes Taktikspiel rund um Gefechte während Außeneinsätzen. Einen vom Spielkonzept sehr ungewöhnlichen Weg ging 2002 Star Trek: Bridge Commander, eine Art Echtzeit-Flugsimulation, in der der Spieler im Sessel des Captains Platz nimmt und den Brückenoffizieren Befehle erteilt.
2003 begann ein langjähriger Rechtsstreit zwischen Viacom und Activision, der 2005 beigelegt wurde. Der Popularitätsverlust der Fernsehserien schlug sich auch auf die Verkaufszahlen der Spiele nieder.
Ende Januar 2006 unterzeichnete Bethesda Softworks einen Lizenzvertrag für zwei Star-Trek-Spiele. Star Trek: Legacy (für Xbox 360 und PC) wurde daraufhin im Dezember 2006 veröffentlicht. Ebenfalls Ende 2006 erschien das PSP- und Nintendo-DS-Spiel Star Trek: Tactical Assault von Quicksilver Software und Star Trek: Encounters für PlayStation 2 von den 4J Studios. Das vierte Spiel unter der Lizenz von Bethesda Softworks trägt den Namen Star Trek: Conquest. Es wurde für die Plattformen PlayStation 2 und Wii entwickelt. Auf dem nordamerikanischen Markt erschien das Spiel im November 2007.
Im Fahrwasser des elften Kinofilms erschien im Mai 2009 „Star Trek: D-A-C“, welches über Xbox Live zum Download angeboten wird. Für PC- und PlayStation-3-Besitzer stand der Weltraum-Shooter ab November 2009 zur Verfügung.
Im Februar 2010 erschien das Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) Star Trek Online für den PC. Herausgeber ist Cryptic Studios. Anders als bei anderen MMORPGs spielen hier alle Spieler auf demselben Server. Die im Spiel im Rahmen eines Fan-Wettbewerbs eingeführte Enterprise-F wurde später in die Fernsehserie Star Trek: Picard übernommen.
Ende April 2013 erschien pünktlich vor dem Start des zwölften Star-Trek-Films Star Trek Into Darkness das Lizenzspiel Star Trek: The Video Game.
Auf der E3 2016 kündigte Ubisoft ein neues Star-Trek-Videospiel an, das speziell für die Virtual Reality entwickelt und die Bezeichnung Star Trek: Bridge Crew trägt. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Mitglieds der Föderation, übernimmt entweder die Tätigkeit als Kapitän, Ingenieur, Taktik-Offizier oder Steuermann der U.S.S. Aegis (NX-1787), und geht zusammen mit drei anderen Spielern auf Entdeckungsmission. Optional ist auch die Enterprise (NCC-1701) nutzbar. Nach mehrmaliger Verzögerung fand die Veröffentlichung am 30. Mai 2017 statt. Spielbar ist es mit den Virtual-Reality-Brillen HTC Vive, PlayStation VR und Oculus Rift.
Bereits 1967 erschienen Nacherzählungen verschiedener Fernsehfolgen in Romanform. Ab 1980 kamen zahlreiche Neuerzählungen dazu, die in den USA vom Pocket-Verlag herausgegeben werden. Inzwischen gibt es über 700 Star-Trek-Romane und -Anthologien. Ein Großteil dieser Bände wurde ins Deutsche übersetzt. Die Vermarktung in Deutschland übernahm zuerst der Pabel-Moewig-Verlag in der Romanheft-Reihe „Terra Astra“, in der in unregelmäßigen Abständen Kurzgeschichtensammlungen der Originalserie entstanden, die der amerikanische Science-Fiction-Autor James Blish aus den Drehbüchern adaptierte. Bei Goldmann erschienen die Serien Raumschiff Enterprise mit 28 Einzelbänden sowie Raumschiff Enterprise – Die neuen Abenteuer mit weiteren zehn Bänden. Diese beinhalten fast ausschließlich Nacherzählungen der klassischen Fernsehserie und der Star-Trek-Zeichentrickserie.
Bei Heyne wurden die Serien „Star Trek Classic“, „Next Generation“, „Deep Space Nine“, „Voyager“ sowie Enterprise herausgegeben. Zu diesen Serien kamen „Star Trek: Starfleet Kadetten“, „Star Trek: Die neue Grenze“ sowie verschiedene Kurzserien wie „Star Trek – Die Anfänge“ mit drei Bänden, „Star Trek – Badlands“ mit zwei Bänden und „Star Trek – Sektion 31“ mit vier Bänden. Auch mehrere Sach- und Fachbücher sind bei Heyne erschienen. Nachdem Heyne im Laufe des Jahres 2007 das Star-Trek-Merchandising eingestellt hatte, startete der Verlag Cross Cult im Februar 2008 neue Serien, wie „Star Trek: Vanguard“, die in der Zeit der klassischen Fernsehserie spielt, und „Star Trek: Titan“, die die Abenteuer von William T. Riker und der Besatzung des gleichnamigen Schiffes im Anschluss an den zehnten Kinofilm erzählt.
Für 2026 wurde eine Partnerschaft mit der Website Webtoon angekündigt. Hier sollen auch neue originale Comic-Geschichten erscheinen.
Die Rechteinhaber begrenzen die Gestaltungsfreiheit dieser Werke. Besonders restriktiv werden Crossover-Szenarien gehandhabt sowie die exzessive Darstellung von Gewalt und sexuellen Handlungen. Aus den Fernsehserien ausgeschiedene Figuren durften für lange Zeit nicht oder nur in Ausnahmefällen Verwendung finden.
Zu den Autoren der Comics und Romane gehören Diane Carey, Keith R. A. DeCandido, Diane Duane, David Gerrold, Jean Lorrah, Una McCormack, Peter David, Michael Jan Friedman, John Vornholt und Dan Abnett.
Bei Del Rey/Ballantine erschienen in den 1970er Jahren einige Sachbücher über „Raumschiff Enterprise“. Ein Standardwerk war für lange Zeit das „Star Trek Companion“, das die Entstehungsgeschichte der ersten Fernsehserie beschreibt. Alle Episoden werden vorgestellt und durch Hintergrundinformationen ergänzt. Das ausführlichste Buch über „Raumschiff Enterprise“ ist „The Making of Star Trek“. Sehr viel Sekundärliteratur wurde in Zeitschriften publiziert, vor allem im amerikanischen „Starlog“, dessen Erfolg stark mit „Star Trek“ verknüpft ist.
Weitere Werke beschreiben die fiktive Welt des Star-Trek-Universums. Besonders beliebt sind „technische Handbücher“. Wichtige Quellenbücher sind die „Star Trek Chronology“ und die „Star Trek Enzyklopädie“. Eine Besonderheit dieser Kategorie stellt das Klingonische Wörterbuch dar, denn es beschreibt die Klingonische Sprache zwar aus Sicht der fiktiven Welt, jedoch ist diese fiktionale Sprache eine offiziell anerkannte und funktionierende Sprache, wodurch das Buch keine reine Fiktion darstellt.
Im deutschen Sprachraum spezialisierte sich der Heel Verlag auf die Herausgabe von Sachbüchern. Dort erschienen einige der amerikanischen Werke ab Mitte der 1990er Jahre. Der Starlog-Verlag begann zu dieser Zeit damit, alte Interviews und Artikel als deutsche Neuausgaben zu publizieren. Das „Star Trek Universum“ ist eine rein deutschsprachige Abhandlung über das Gesamtphänomen „Star Trek“, und mit etwa 2000 Seiten auch die womöglich umfangreichste. Seit 1998 wird es nicht mehr aktualisiert.
Zu den Zeitschriften, die sich mit Star Trek beschäftigen, gehören das englischsprachige Star Trek Magazine, dessen deutschsprachiges Pendant Star Trek Magazin, die Starlog, die Space View sowie zahlreiche reguläre und Sonderausgaben der Zeitschriften Moviestar, TeleVision und TV Highlights. Der Inhalt der Serien und Filme wurde zudem, ergänzt um hinzuerfundene Elemente, in der Publikation Die offiziellen Star Trek Fakten und Infos verarbeitet, die – zum Zwecke des Aufbaus eines umfangreichen Lexikons – in insgesamt 304 Ausgaben Informationen über das Star-Trek-Franchise veröffentlichte, darunter Episoden, Filme, Figuren und Technologien.
Zu den Merchandising-Artikeln gehören auch Actionfiguren, Plüschtiere, Modellbausätze von Raumschiffen und deren Einrichtung, Enterprise-Telefone und andere geräuschproduzierende Geräte, Sammelkartenspiele, Brettspiele und anderes Spielzeug; Autogrammkarten, Aufkleber, Poster, Wandkalender; Utensilien wie Taschen, Phaser, Tricorder, Rangabzeichen, Kommunikatoren, Anstecker, Anhänger, Schlüsselanhänger, Mauspads; Kleidungsstücke, darunter Sternenflottenuniformen verschiedener Dienstgrade, Kopfbedeckungen, T-Shirts und Jacken; Trinkflaschen, Tassen und anderes Essgeschirr; außerdem Masken verschiedener Spezies und Papp-Aufsteller. Auch gibt es verschiedene detailgetreue Modelle der Raumschiffe, sowie Modelle aus Klemmbausteinen.
Paramount verkaufte 2005 Teile des Archivs bei einer Auktion bei Christie’s in New York. Aus Käufen dort und späteren Direkteinkäufen erwarb Martin Netter aus Niedersachsen die weltweit größte Sammlung von Science-Fiction- und Star-Trek-Objekten mit 150.000 Exponaten. Sie ist unter dem Namen Filmwelt Collection in Bakede, Bad Münder zugänglich.
Viele Redewendungen aus der Fangemeinde des Franchises haben in den USA ihren Weg zur Allgemeinheit gefunden (beispielsweise „Beam me up, Scotty“ und „Redshirt“). In den USA wird die Einflussnahme von Star Trek als besonders hoch eingeschätzt. Über den Einfluss, den Star Trek auf (mitunter auch auf SciFi-ferne) Aspekte des realen Lebens hat oder hatte, wurden Bücher geschrieben. Außerhalb der USA wird das Phänomen vor allem in Westeuropa wahrgenommen.
Star Trek war die womöglich erste Fernsehserie, deren Anhängerschaft sich in Fanklubs vereinigte. Ermöglicht wurde dieser hohe Organisationsgrad der Fangemeinde durch den Umstand, dass sich die ersten „Trekkies“ (oder „Trekker“) aus den bereits seit langem existierenden Science-Fiction-Fanclubs rekrutierten. Die Star-Trek-Fans der ersten Stunde konnten deshalb auf bereits bestehende Strukturen zurückgreifen. So war es möglich, eine groß angelegte Briefkampagne zu organisieren, die eine vorzeitige Absetzung der ersten Fernsehserie in den USA zunächst verhinderte. Die Fangemeinde von Star Trek entwickelte sich in den Folgejahren weitgehend unabhängig vom Science-Fiction-Fandom, also den organisierten Science-Fiction-Fans, die Star Trek als keine echte Science Fiction wahrnahmen.

Die Serie reflektierte, Roddenberrys Konzeption entsprechend, eher gesellschaftliche Zustände, anstatt fiktive Technologien zu fokussieren. Auf diese Weise sprach die Fernsehserie einen Personenkreis an, der sich von den damaligen Science-Fiction-Fans erheblich unterschied. Insbesondere interessierten sich nun Frauen für Raumschiff Enterprise. Die Star-Trek-Fangemeinde übernahm zwar alle Gepflogenheiten der Science-Fiction-Fans, indem sie ab 1967 Fanzines publizierte und ab 1972 auch eine Convention veranstaltete, die so erfolgreich war, dass man sie ab 1974 in verschiedene Veranstaltungen aufteilen musste; die Interessenschwerpunkte der „Trekkies“ unterscheiden sich jedoch bis in die Gegenwart stark von denen traditioneller Science-Fiction-Fans. Insbesondere begann sich durch die Star-Trek-Fangemeinde eine neue Form der Fan-Fiction als eine Subkultur zu etablieren, die sich später auch auf andere Produktionen der Science Fiction und der Fantasy übertrug, da die in den Folgejahren weltweit gegründeten Star-Trek-Fanklubs später häufig auch die Keimzellen anderer Fangemeinden dieses Bereichs bildeten. Auf Fan-Fiction-Websites wie etwa FanFiction.net veröffentlichten Fans selbstgeschriebene Kurzgeschichten.
Mit dem Ausstrahlungsbeginn der Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert vergrößerte sich die Begeisterung für Star Trek. In Deutschland wuchs das Fandom bis in die Mitte der 1990er Jahre stetig an und wurde besonders durch die Übernahme der Fernsehausstrahlung von Das nächste Jahrhundert durch den selbsternannten Star-Trek-Sender Sat.1 im Jahr 1993 befeuert. Die Jahre 1990 bis 1997 werden deshalb in der Literatur auch als Boomphase der Begeisterung für Star Trek beschrieben. Fans nahmen an Trekdinners – dabei handelt es sich um Star-Trek-Stammtische – und Conventions teil, organisierten sich in Clubs und Vereinen und gaben Fanzines heraus; der größte war Star Trek Central Europe (STCE). Die größte deutsche Convention, die FedCon, besuchten jährlich über 5000, teils als Star-Trek-Figuren kostümierte und maskierte Gäste; an den Veranstaltungen wirkten auch Hauptdarsteller der Serie mit. Anschließend waren etliche Fans, unter anderem durch zahlreiche Wiederholungen im Fernsehen, aber auch durch die gewachsene Konkurrenz durch andere Science-Fiction-Serien, zunehmend übersättigt und verloren das Interesse an Star Trek. Mit der wachsenden Verbreitung des Internets entstand allerdings eine Online-Fankultur, geprägt etwa durch Newsletter, Foren und Homepages.
Manche Trekkies feiern sogar ihre Hochzeiten nach klingonischem Ritus, wobei sie auch die klingonische Sprache sprechen. Star Trek wird weltweit auch als Live-Rollenspiel gelebt. Dabei schlüpfen Fans in eine der Originalrollen oder entwerfen neue Szenarien.

Von der Fangemeinde wurden rund 400.000 Briefe an die NASA geschickt, mit der Bitte ein Space Shuttle „Enterprise“ zu nennen. Dies wurde 1976 nach der Fertigstellung des ersten Space Shuttles tatsächlich realisiert (der NASA-Orbiter Enterprise flog allerdings nie ins All, sondern wurde nur zu Testflügen innerhalb der Atmosphäre genutzt).
Das erste kommerziell nutzbare Raumflugzeug, das für Virgin Galactic gebaut wurde, hieß VSS Enterprise. Der Name ist eine Hommage an die USS Enterprise aus dem Star-Trek-Universum. Das „VSS“ steht für „Virgin Space Ship“. Am 31. Oktober 2014 stürzte das Raumschiff bei einem Testflug ab und wurde zerstört. Dabei kam der Kopilot ums Leben, der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.
Sieben Arten von Baumfröschen, die auf Madagaskar gefunden wurden, wurden von ihren Entdeckern nach den Star-Trek-Hauptfiguren Kirk, Archer, Pike, Burnham, Picard, Sisko und Janeway benannt: B. kirki, B. picardi, B. siskoi, B. janewayae, B. archeri, B. pikei und B. burnhamae.
Star Trek enthält eine komplexe fiktionale Technologie, zu der immer Erklärungsversuche mitgeliefert werden. Erfindungen wie der Warp-Antrieb oder das Beamen sollen dadurch durchschaubarer und in sich logisch geschlossen erscheinen. Gelegentlich finden Zitate aus Star Trek Verwendung in populären Publikationen. In seinem 1995 erschienenen Buch The Physics of Star Trek (Titel der deutschen Ausgabe: Die Physik von Star Trek) erklärte der Physiker Lawrence Krauss verschiedene physikalische Phänomene anhand ihrer Darstellung und Thematisierung in den Star-Trek-Fernsehserien. Dazu gehören etwa die Produktion und Aufbewahrung von Antimaterie, die Holodecks und Hologramme, Quantenmechanische Messungen, Solitonen, Quasare und Neutrinos.
Deutsche Wissenschaftler, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, sind Hubert Zitt von der Hochschule Kaiserslautern und Metin Tolan von der Technischen Universität Dortmund. Dem Fokus von Gene Roddenberry folgend beschäftigte sich einer der wichtigsten deutschen Rechtsphilosophen, Robert Alexy, in einem Vortrag mit „Menschenrechten für Data“ und erforschte damit Star Trek auch aus einer sozialwissenschaftlichen und rechtsphilosophischen Sicht.
Star Trek war Objekt zahlreicher Parodien und Persiflagen. → Hauptartikel: Star-Trek-Parodien und -Persiflagen
Der 8. September wurde zum Star-Trek-Tag erklärt, da an diesem Tag im Jahre 1966 die erste Ausstrahlung einer Star-Trek-Produktion in den USA stattfand, wenngleich die eigentliche Premiere schon zwei Tage zuvor, am 6. September 1966 auf Kanadas Sender CTV erfolgte.
In den Fernsehserien und den Filmen kamen bislang 122 Regisseure zum Einsatz. Mit 62 Episoden ist David Livingston der in den Fernsehserien am häufigsten eingesetzte Regisseur. → Hauptartikel: Liste der Star-Trek-Regisseure
Im Laufe der Zeit haben die Rechteinhaber Milliardengewinne durch die Ausstrahlung der Fernsehserien, den Verleih der Kinofilme und den Verkauf von VHS und DVDs erwirtschaftet.
2010 wurde ein Relaunch der offiziellen Website startrek.com vorgestellt, auf der nun verschiedene Videoclips angeschaut werden können.
Auf der Streaming-TV-Plattform Pluto TV können mehrere Star-Trek-Serien kostenlos auf Deutsch und ohne Registrierung angeschaut werden.
Das 2019 eingeführte Logo der United States Space Force ähnelt dem Emblem der Sternenflotte aus Star Trek.