Synofzik studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität zu Köln sowie Historische Tasteninstrumente an den Musikhochschulen in Köln und Brüssel. Seine Promotion erfolgte 1998 in Köln über den Komponisten Heinrich Grimm, einen Zeitgenossen von Heinrich Schütz. Neben regelmäßiger Konzerttätigkeit, CD- und Rundfunkproduktionen wirkte er von 1998 bis 2005 als Dozent an Hochschulen in Dortmund, Essen, Köln, Detmold und Trossingen und war freier Mitarbeiter bei verschiedenen Rundfunkanstalten. Buchpublikationen galten dem Schumann-Brahms-Kreis, der Musik des frühen 17. Jahrhunderts sowie der Interpretationsgeschichte des 20. Jahrhunderts. In Notenerstpublikationen und Forschungsbeiträgen widmete er sich darüber hinaus in vielfältiger Weise dem Umfeld Johann Sebastian Bachs.
Seit 2005 ist er Direktor des Robert-Schumann-Hauses in Zwickau. Am 5. Januar 2021 wurde ihm der Robert-Schumann-Preis 2021 der Stadt Zwickau zuerkannt.
Heinrich Grimm. Cantilena est loquela canens. Studien zur Überlieferung und Kompositionstechnik. Wagner, Eisenach 2000, ISBN 3-88979-088-7 (zugleich: Dissertation, Universität Köln, 1998).
(als Hrsg.): Heinrich Bach: Kyrie zu sechs Stimmen. Carus, Stuttgart 2001.
Rheinische Sängerinnen des 20. Jahrhunderts. Eine Dokumentation in Wort und Ton (zusammen mit Susanne Rode-Breymann). Merseburger, Kassel 2003, ISBN 3-87537-303-0.
Mendelssohn, Schumann und das Problem der Männergesangskomposition. In: Bernhard R. Appel (Hrsg.): Schumanniana nova. Festschrift Gerd Nauhaus zum 60. Geburtstag. Studio-Verlag, Sinzig 2002, ISBN 3-89564-085-9, S. 739–766.
Die Schumann-Biographie Wilhelm Joseph von Wasielewskis (Dresden 1858). In: Thomas Synofzik, Hans-Günter Ottenberg (Hrsg.): Schumann und Dresden. Bericht über das Symposion „Robert und Clara Schumann in Dresden – biographische, kompositionsgeschichtliche und soziokulturelle Aspekte“ in Dresden vom 15. bis 18. Mai 2008 (= Studien zum Dresdner Musikleben im 19. Jahrhundert, Band 1). Dohr, Köln 2010, ISBN 978-3-936655-88-9, S. 355–372.
↑Wolfgang Meyer:Von Kindesbeinen an ein glühender Schumann-Fan. In: Vogtland-Anzeiger. Vogtland-Anzeiger Betriebs-GmbH, Plauen 31.Mai 2011 (Online (Memento vom 2. Dezember 2021 im Internet Archive) [abgerufen am 12.Januar 2021]).