Die Schumann-Briefedition ist die erste Gesamtausgabe der Korrespondenz des Komponisten Robert Schumann und seiner Frau, der Pianistin und Komponistin Clara Schumann. Es ist eines der größten und umfangreichsten Projekte der neueren Musikwissenschaft. Herauszugeben sind etwa 13.000 Briefe, von denen der größte Teil erstmals im Druck erscheint. Die Verantwortung für den Inhalt teilen sich das Robert-Schumann-Haus in Zwickau und das Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, bis zum 31. Dezember 2022 in Verbindung mit der Robert-Schumann-Forschungsstelle in Düsseldorf, die danach aufgelöst wurde. Die Edition erscheint im Verlag Dohr in Köln.
Das Projekt wurde zunächst von der Robert-Schumann-Forschungsstelle Düsseldorf initiiert, die die Gesamtausgabe der Werke Schumanns herausgibt, so dass zunächst auch Robert Schumanns Briefe an seine Verleger im Mittelpunkt standen, da diese wichtige Hinweise zur Entstehung und Veröffentlichung der Werke enthalten (Serie III). Später wurde das Projekt auf sämtliche überlieferten Briefe ausgeweitet und in vier Serien gegliedert:
Finanziert wurde bzw. wird das Vorhaben von folgenden Institutionen:
Die projektbegleitende Kommission der Serie II, der umfangreichsten Serie, leitete zunächst Detlef Altenburg, nach dessen Tod folgte 2016 Christiane Wiesenfeldt. Arbeitsstellenleiter der Serie II war zu Beginn Klaus Döge, nach seinem Tod folgte 2012 Klaus Martin Kopitz.
Die ersten beiden Bände der Edition erschienen 2008. Am 31. Dezember 2025 endete die Förderung des Vorhabens, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch 11 Bände fehlen, darunter die Bände 9, 23, 25, 28 und 29 der Serie II.