Wollingst

Gemeinde Beverstedt
Wappen von Wollingst
Koordinaten: 53° 29′ N, 8° 51′ OKoordinaten: 53° 28′ 48″ N, 8° 51′ 25″ O
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 14,46 km²
Einwohner: 336 (31. Dez. 2023)
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27616
Vorwahl: 04749
Wollingst (Niedersachsen)
Wollingst (Niedersachsen)
Lage von Wollingst in Niedersachsen
Wollingst in der Gemeinde Beverstedt
Wollingst in der Gemeinde Beverstedt

Wollingst (niederdeutsch Wolljes) ist eine Ortschaft der Gemeinde Beverstedt im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie

Die Ortschaften in der Einheitsgemeinde Beverstedt

Lage

Wollingst befindet sich zwischen den Städten Cuxhaven und Bremen, südöstlich von Bremerhaven. Das Dorf liegt an der Landesstraße 128 zwischen den Ortschaften Geestenseth und Beverstedt.

Nachbarorte

Wehdel
(Einheitsgemeinde Schiffdorf)
Geestenseth
(Einheitsgemeinde Schiffdorf)
Frelsdorf
Heerstedt Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Ortschaft Beverstedt – Ortsteil Wehldorf Ortschaft Beverstedt – Ortsteil Osterndorf Appeln

(Quelle:)

Geschichte

Wollingst pflegte schon im 17. Jahrhundert eine enge Beziehung mit Beverstedt; früher hatte es zur Börde Beverstedt und zum Adeligen Gericht Beverstedt gehört. Während der Franzosenzeit um 1810 wurde der Ort von der Gemeinde Beverstedt verwaltet. Wollingst lag von 1822 bis 1859 im Amt Beverstedt und wurde 1840 eine Landgemeinde im Königreich Hannover. Später lässt sich eine Zugehörigkeit zum Amt Lehe (1859–1885), Kreis Geestemünde (1885–1932), Landkreis Wesermünde (1932–1977) beziehungsweise Landkreis Cuxhaven nachweisen. Die Gemarkung Wollingst wurde 1876 gebildet.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Wollingst zu einem Ortsteil des Fleckens Beverstedt in der Samtgemeinde Beverstedt.

Mit der Neubildung der Gemeinde Beverstedt am 1. November 2011 wurde Wollingst eine Ortschaft im Sinne des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes.

Einwohnerentwicklung

Jahr191019251933193919501956197320162021 2025
Einwohner229298293330553468419349334 312
Quelle

Politik

Rat und Bürgermeister

Seit der Neubildung der Gemeinde Beverstedt wird die Ortschaft Wollingst vom Rat der Gemeinde Beverstedt vertreten.

Ortsvorsteher

Das Ehrenamt des Ortsvorstehers wird derzeit von Bernd Beckmann (CDU) ausgeübt. Die Amtszeit läuft von 2021 bis 2026.

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Wollingst stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.

Wappen von Wollingst
Wappen von Wollingst
Blasonierung: „In Blau vor einem gehobenen, silbernen Wellenbalken ein goldenes Eichendreilaub mit zwei goldenen Eicheln am Stiel.“
Wappenbegründung: Der Name Wollingst (1197 – Wollingstede) ist als Waldstätte gedeutet. Das Eichendreilaub mit den Eicheln weist auf den Wald hin und der Wellenbalken auf den für das Dorf wichtigen, kleinen Ortsbach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege.
  • Großsteingrab Wollingst (wurde im 19. oder frühen 20. Jahrhundert zerstört)
  • Naturfreundehaus: Es wurde im Frühjahr 2017 abgerissen. Der Förderverein hatte zuletzt nur noch 200 Mitglieder. Die Umgebung des Hauses soll renaturiert werden.

Naturschutzgebiete

Naturdenkmale, Geotope

  • Baumbestand: Hofabgrenzung (Verordnungsdatum 2. Oktober 1995)
  • Eine Eiche (Verordnungsdatum 2. Oktober 1995)
  • Wall aus Schmelzwassersanden (an Nordostseite des Wollingster Sees)

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen, Vereine

Verkehr

Wollingst wird mit einigen Fahrten der VBN-Linie 568 an das Busnetz im südlichen Landkreis Cuxhaven angeschlossen. Zusätzlich bietet ein Anrufsammeltaxi (AST) stündliche Verbindungen in Richtung Beverstedt und Bahnhof Stubben (Beverstedt) an. Dieses AST verkehrt an allen Tagen der Woche. Zukünftig könnte die geplante Bundesautobahn 20 nur wenige Kilometer südlich von der Ortschaft verlaufen.

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

Sagen und Legenden

Literatur

Commons: Wollingst – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Informationen über Wollingst. In: Website Gemeinde Beverstedt. 15. November 2021, abgerufen am 2. März 2022.
  2. ↑ Übersichtskarte Landkreis Cuxhaven. In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2019; abgerufen am 25. Januar 2021.
  3. ↑ Fritz Hörmann, Ude Meyer, Christian Morisse, Eberhard Nehring, Irmgard Seghorn, Egon Stuve, Else Syassen: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Neue Reihe der Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X, S. 22 ([Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) ] [PDF; 431 kB]).
  4. ↑ Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt. In: Niedersächsisches Vorschrifteninfomationssystem (NI-VORIS). Landkreis Cuxhaven, 17. Februar 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. September 2018; abgerufen am 18. September 2018.
  5. ↑ Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, Landkreis Cuxhaven. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 5/2011. Hannover 17. Februar 2011, S. 61, S. 3 (Digitalisat [PDF; 155 kB; abgerufen am 26. September 2018]).
  6. ↑ Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Geestemünde. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 14. März 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023; abgerufen am 2. März 2022.
  7. ↑ Michael Rademacher: Landkreis Wesermünde. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. (Siehe unter: Nr. 93).
  8. ↑ Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 193 (Digitalisat).
  9. ↑ Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 48, Landkreis Wesermünde (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 25. Januar 2021]).
  10. ↑ Informationen über Wollingst. In: Website Gemeinde Beverstedt. 16. November 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. September 2018; abgerufen am 25. Januar 2021.
  11. ↑ Wollingst. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  12. 1 2 Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, OCLC 469321470 (201 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 23. Oktober 2021]).
  13. ↑ NaturFreunde Deutschlands Ortsgruppe Bremerhaven e. V. In: naturfreunde-bremerhaven.de. Abgerufen am 18. September 2018.
  14. ↑ Jens Gehrke: Auszug aus dem Paradies. Naturfreunde Bremerhaven geben Haus am Wollingster See ab. In: Nordsee-Zeitung. 12. Mai 2015.
  15. ↑ Jens Gehrke: „Da kommt wirklich Wehmut auf.“ Schlussakt am Wollingster See in der Gemeinde Beverstedt. In: Nordsee-Zeitung. 29. März 2017.
  16. ↑ Kindertagesstätte „Mäusenest“ Wollingst. In: Website Gemeinde Beverstedt. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. November 2014; abgerufen am 18. September 2018.
  17. ↑ Freiwillige Feuerwehr Wollingst. In: Website Gemeinde Beverstedt. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. November 2014; abgerufen am 18. September 2018.
  18. ↑ Gemeinde Beverstedt - Kreis Kinder- und Jugendfeuerwehr Cuxhaven. 14. November 2025, abgerufen am 26. Mai 2026.
  19. ↑ SG FAW - Spielgemeinschaft Frelsdorf/Appeln/Wollingst. Abgerufen am 26. Mai 2026.
  20. 1 2 Eberhard Michael Iba, Heide Gräfing-Refinger: Hake Betken siene Duven. Das große Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung. Hrsg.: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung (= Neue Reihe der Sonderveröffentlichungen des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern. Band 16). 3. Auflage. Eigenverlag, Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4, S. 205–206.
  21. ↑ Kreislehrerverband Wesermünde, Bremerhavener Lehrerverein: Sagen der Heimat. In: Heimatkundliche Schriften VI. Folge. 1961 (gesammelt von Heinrich Mahler).