Zammelsberg liegt im Südwesten der Gemeinde Weitensfeld, auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Wullroß, etwa 3 ½ km Luftlinie bzw. etwa 6 Straßenkilometer südwestlich des Gemeindehauptorts Weitensfeld. Der Ort liegt auf dem Zammelsberger Rücken, dem Höhenzug, der sich zwischen Gurktal und Wimitztal erstreckt.
Nur wenige Häuser im Dorf tragen Vulgonamen: Aspelter (Hausnr. 4), Leitgeb (Nr. 5), Rainbauer (Nr. 8), Kirchenwirt (Nr. 11), Pirker (Nr. 12), Schneider (Nr. 16), Muhrenkeusche (Nr. 17).
Im Dichterhain Zammelsberg erinnern Gedenksteine an Dutzende (vorwiegend Kärntner) Dichter.
Geschichte
Über Zammelsberg führte schon in der Antike ein Weg von der Adria über den Raum Feldkirchen ins Gurktal und weiter ins Murtal.
Der Ort wird zwischen 1050 und 1065 als Zomoltesperga erwähnt, 1260 als mons Comoldini. Schon Mitte des 11. Jahrhunderts gab es hier eine Kirche, 1131 wird eine Pfarre erwähnt. Bei der Kirche befand sich im Mittelalter eine Heilquelle.
Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche nach Einfällen der Türken und Ungarn befestigt.
Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Zammelsberg an die Gemeinde Weitensfeld.
Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:
1816: 49 Einwohner
1869: 9 Häuser, 55 Einwohner
1880: 8 Häuser, 43 Einwohner
1890: 8 Häuser, 63 Einwohner
1900: 10 Häuser, 60 Einwohner
1910: 11 Häuser, 54 Einwohner
1923: 11 Häuser, 55 Einwohner
1934: 74 Einwohner
1961: 14 Häuser, 66 Einwohner
2001: 23 Gebäude (davon 21 mit Hauptwohnsitz) mit 23 Wohnungen; 79 Einwohner und 2 Nebenwohnsitzfälle; 22 Haushalte; 3 Arbeitsstätten, 6 land- und forstwirtschaftliche Betriebe
↑K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 70.
↑K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 55.
↑K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 56.
↑K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 74.
↑Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 38.
↑Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16.
↑handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16.
↑Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256.
↑Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 127.
↑Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014.
↑Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik (Hrsg.):Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt 2024, S.49 (ktn.gv.at[PDF; abgerufen am 24.Januar 2025]).