Althaidhof
Geschichte
Der Ort wurde ursprünglich nur als „Haidhof“ bezeichnet, was Hof auf der Heide bedeutet. Das Präfix Alt- kam erst hinzu, nachdem 1794 südlich des Dorfes die Ortschaft Neuhaidhof am Standort des früheren Pechhofes gegründet worden war. Die Texte der ersten urkundlichen Erwähnungen von (Alt-)Haidhof waren:
1399: „Fridrich von Sparnecke, Ritter hat empfangen ein hof bey Krewsen, der Heidehof genant“
1418: „zu Creusen den Heidhof“
1419: „ein hof genant den Heydhof“
1468: „zwischen dem Kutschenrain und dem Heidhof gelegen“
1488: „Pechhofen gelegen bei dem Haidhof“
1490: „unter Kotzmanßrewt bey dem Haidhoff'“
In der Fraisch unterstand Althaidhof dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen . Von 1791/92 bis 1810 gehörte Althaidhof zum preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz .
Mit dem Gemeindeedikt wurde Althaidhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Haidhof und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Haidhof zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Althaidhof am 1. Mai 1978 in die Stadt Creußen eingegliedert.
Baudenkmäler
Haus Nr. 11: Ehemaliges Schloss Althaidhof
Einwohnerentwicklung
Jahr
00 181800 186100 187100 188500 190000 192500 195000 196100 197000 1987
Einwohner
186 174 184 170 144 135 167 168 240 230
Häuser
33 32 27 25 32 64
Quelle
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen
In Althaidhof gibt es unter anderem eine Karosseriewerkstatt, ein Logistikunternehmen und eine Bäckerei mit Lieferservice.
Verkehr
Vom ÖPNV wird das Dorf an einer Haltestelle der Regionalbuslinie 385 des VGN bedient. Diese verbindet Althaidhof mit dem Bahnhof Creußen (Oberfr), dem nächstgelegenen Eisenbahnhaltepunkt.
Literatur
Johann Kaspar Bundschuh : Haidhof . In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken . Band 2 : El–H . Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298 , OCLC 833753081 , Sp. 471 ( Digitalisat ).
Josef Pfanner : Landkreis Pegnitz (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken . Band 2 ). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1965, DNB 457000961 , S. 17 .
Alfred Schädler : Landkreis Pegnitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern . Oberfranken 2). R. Oldenbourg, München 1961, DNB 457322586 , S. 58– 59 .
Fußnoten
1 2 Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987 . Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X , OCLC 231287364 , S. 293 ( Digitalisat ).
↑ J. Pfanner: Landkreis Pegnitz , S. 17. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hādhūf“.
↑ Stadt Creußen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 6. Dezember 2024.
↑ Webkarte. ALKIS® -Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas . LDBV , abgerufen am 6. Dezember 2024 .
↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung . In: BayernAtlas . LDBV , abgerufen am 6. Dezember 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie ).
1 2 J. Pfanner: Landkreis Pegnitz , S. 17.
↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth . Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275 , S. 246 ( Digitalisat ).
1 2 A. H. Hoenig (Hrsg.) : Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden . Bayreuth 1820, OCLC 165644543 , S. 43 ( Digitalisat ). Dort als Haidhof aufgelistet.
↑ Creußen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie , abgerufen am 6. Dezember 2024 .
↑ Denkmalliste für Creußen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter : Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon . In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern . Band 5 . Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812 , Sp. 924 , urn : nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 ( Digitalisat ).
↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.) : Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875 . Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026 , 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1097 , urn : nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 ( Digitalisat ).
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↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928 . Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923 , OCLC 215857246 , Abschnitt II, Sp. 1131 ( Digitalisat ).
↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950 . Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975 , OCLC 183218794 , Abschnitt II, Sp. 979 ( Digitalisat ).
1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961 . Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959 , OCLC 230947413 , Abschnitt II, Sp. 720 ( Digitalisat ).
↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern . Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384 , OCLC 220710116 , S. 149 ( Digitalisat ).
↑ Fahrplan der Regionalbuslinie 385 des VGN. Abgerufen am 16. März 2021 .