Das Amt Lehe war im Königreich Hannover ein Amt mit Sitz in Lehe.
Im Erzstift Bremen, Herzogtum Bremen-Verden und dessen Nachfolgestaaten bis zum Königreich Hannover bestand das Gericht Lehe als Verwaltungs- und Rechtsprechungsbehörde. 1831 wurde das Gericht Lehe mit dem Amt Stotel-Viehland zum Amt Lehe zusammengeschlossen.
1852 wurde auch in Hannover die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung durchgeführt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft. Die Rechtsprechung ging an das Amtsgericht Lehe, die Verwaltung blieb im Amt Lehe. Der Sprengel von Amtsgericht und Amt waren gleich und gegenüber dem bisherigen Amt erweitert. Das Amt Lehe umfasste danach das bisherige Amt Lehe (mit Stotel und Viehland), dazu vom Amt Bederkesa die Gemeinden Debstedt mit Debstedterbüttel, Langen, Laven, Sievern, Spaden und Wehden: also die alte Börde Debstedt.
1859 wurde die Zahl der Ämter reduziert. Das Amt Lehe blieb bestehen, der Sprengel des Amts wuchs um den Rest des Amtes Bederkesa und Teile des Amtes Beverstedt.
1885 wurde das Amt Lehe aufgelöst und der Kreis Lehe gebildet.