Das Amt Verden war im Hochstift Verden, Herzogtum Bremen-Verden und dessen Nachfolgestaaten bis zum Königreich Hannover ein Amt mit Sitz in der Stadt Verden (die dem Amt nicht angehörte).
Das Hochstift Verden umfasste die Stadt Verden und die beiden Ämter Amt Verden und Amt Rotenburg. Die Ämter wurden jeweils von einem nicht adligen Amtmann verwaltet. Das Amt hatte die Eigenschaft einer Verwaltungsbehörde und eines Einganggerichtes. Appellationen erfolgten an die Kanzlei des Landesherren und weiter an den Reichshofrat.
1644 wurde das Hochstift von Schweden besetzt. Der schwedische Reichrat Gören Paykull erhielt das Amt Verden zu Lehen. Im Westfälischen Frieden erhielt Schweden das säkularisierte Erzstift Bremen und das Hochstift Verden zugesprochen und verwaltete dies im Herzogtum Bremen-Verden. Das Amt Verden blieb bestehen, der Instanzenzug ging nun aber zur Justizkanzlei Stade und dann zum Wismarer Tribunal.
Nach dem Vertrag von Celle 1679 zwischen Braunschweig-Lüneburg und Schweden verlor das Amt Verden die Vogtei Dörverden an das Amt Thedinghausen. Dieses wurde dann zwischen Braunschweig-Lüneburg und Braunschweig-Wolfenbüttel geteilt. Danach bestand das Amt Verden im Wesentlichen aus den Kirchspielen Kirchlinteln und Wittlohe.
In dieser Form kam das Amt Bremervörde 1715 an Kurhannover. Der Instanzenzug führte nun zum Oberappellationsgericht Celle. In der Franzosenzeit wurden die bisherigen Ämter aufgehoben und die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung umgesetzt. Für die Verwaltung entstand für die Zeit von 1811 bis 1814 der Kanton Verden, im Arrondissement Bremen im Département des Bouches-du-Weser. Die Rechtsprechung ging an das Friedensgericht Verden.
Nach der Niederlage der Franzosen fiel das Amt wieder an das Königreich Hannover. Dort wurde das alte Amt wieder eingerichtet. 1830 hatte das Amt 5937 Einwohner.
1852 wurde auch in Hannover die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung durchgeführt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft. Die Rechtsprechung ging an das Amtsgericht Verden, die Verwaltung blieb im Amt Verden. Der Sprengel des Amtsgericht umfasste Amt und Stadt Verden. Das Amt Verden erweiterte seinen Sprengel um das das Kirchspiel Daverden und die Bauerschaften Cluvenhagen und Etelsen vom früheren Gogericht Achim und gab Allerdorf ab.
1859 wurde die Zahl der Ämter verringert. Dem Amt Verden blieb bestehen und erhielt zusätzlich das Amt Westen und vom bisherigen Amt Schwarme die links der Weser gelegenen Orte Intschede mit Reer und Winkel, Ritzenbergen, Amedorf und Neddernhude.
Mit der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen wurde das Amt 1866 zu einem preußischen Amt in der Provinz Hannover. 1885 wurde das Amt Verden aufgelöst und der Landkreis Verden gebildet.