Ein Verbrennungsmotor, in der Patentliteratur auch als Brennkraftmaschine bezeichnet, ist eine Wärmekraftmaschine nach dem Prinzip der Verbrennungskraftmaschine, die chemische Energie durch Treibstoff-Verbrennung in mechanische Arbeit umwandelt. Dazu wird in einem Brennraum ein zündfähiges Gemisch aus Kraftstoff und Luft (Sauerstoff) verbrannt.
Kennzeichen aller Verbrennungsmotoren ist die sogenannte „innere Verbrennung“, also die Erzeugung der Verbrennungswärme im Motor, weshalb in der englischen Sprache das Akronym ICE (englisch Internal Combustion Engine, kurz: IC) für Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen verwendet wird. Die Wärmeausdehnung des so entstehenden Verbrennungsgases wird genutzt, um mechanische Elemente wie Kolben (beim Wankelmotor Rotationskolben, sog. Läufer) in Bewegung zu versetzen.
Die häufigsten Arten von Verbrennungsmotoren sind Otto- („Fremdzünder“ – englisch Spark Ignition (SI)) und Dieselmotoren („Selbstzünder“). Eine typische Anwendung dieser Motoren ist der Antrieb von diversen Kraftfahrzeugen wie Automobilen (Personenkraftwagen, Pkw oder Nutzkraftfahrzeuge, Nfz) oder Motorrädern, Schiffen und Flugzeugen.
Bei kontinuierlich arbeitenden Strahl- und Raketentriebwerke sowie Gasturbinen handelt es sich um eigene Verbrennungsmaschinen, in denen ebenfalls eigene Kraftstoffe verbrannt werden. In diesem Kontext sind jedoch primär die Motoren für o. g. Fahrzeuge gemeint. Dampfturbinen, Dampfmaschinen oder der Stirlingmotor sind keine Verbrennungsmotoren, da die für ihren Betrieb nötige Wärme außerhalb und nicht zwingend durch Verbrennung erzeugt wird.

Erste Verbrennungsmotoren waren bereits in den 1850er Jahren bekannt; 1853 ließen sich Eugenio Barsanti und Felice Matteucci ihre Erfindung international patentieren. Christian Reithmann betrieb in den 1850er Jahren Gasmotoren, die er selbst entwickelt und gebaut hatte.Quelle? Étienne Lenoir konnte ab 1859 einen Gasmotor betreiben. Im Jahr 1860 wurde damit das Hippomobile betrieben und ging damit in die Geschichte des Automobils ein.
Bekannte Motorentwicklungslinien umfassten die Saugmotoren, gefolgt von den Direkteinspritzern und DOHC-Technik oder bei Dieselmotoren die Systeme Pumpe-Düse und Common-Rail (CR). Motoren sind als Aggregate grundsätzlich ein Systemelement eines Antriebsstrangs. Sie sind die Kernkompetenz der Fahrzeughersteller und bestehen aus dutzenden Komponenten und Teilen, welche von Automobilzulieferunternehmen entwickelt und produziert werden. Aufgrund der Komplexität und der Vielzahl der Anwendungen existieren aber auch spezialisierte Motorenbauer wie z. B. Cosworth oder Deutz.
Zum Motorenbau zählen auch die Motorsteuergeräte, Abgassysteme u. v. m. Die Abgasnormen und damit Anforderungen an die Konstruktion diktieren seit Jahrzehnten die Optimierung aller Teile des Gesamtsystems Automobil.
Je nach Markt (z. B. Europa) haben sich die Automobilhersteller seit Jahrzehnten auf Ottomotoren für Personenkraftfahrzeuge (Pkw) in der Massenproduktion (Automobilproduktion) eingerichtet und Dieselmotoren zu Pkw-fähigen Antrieben weiterentwickelt.
Verbrennungsmotoren spielen außerdem eine entscheidende Rolle für den Antrieb militärischer Fahrzeuge, angefangen bei der Panzerwaffe bis hin zu modernen Waffensystemen. Für die Domänen Luft und Weltraum kommen die Luftfahrt- und Raketenantriebe zum Einsatz, welche ebenfalls als Teil des Maschinenbaus konstruiert werden. Zur See kommen neben den Schiffsdieselmotoren auch Gasturbinen zum Einsatz.
Beinahe alle Entwicklungen finden seit den 1980er Jahren computerbasiert (CAx) statt. Alle Maschinen durchlaufen umfangreiche Test- und Qualitätsverfahren, im Design und in der Produktion (siehe V&V).
In der Geschichte des Automobils gab es viele weitere Erfindungen und Entwicklungen, speziell im Bereich der Automobilelektronik, die auch die Motoren in ihrer Funktion, Leistung und Qualität verbessert haben. Eine Vielzahl von Motoren wird im industriellen Bereich eingesetzt und ist normalen Benutzern nicht zugänglich, beispielsweise in Blockheizkraftwerken (BHKW) oder auf Schiffen in Form von sogenannten Schiffsmotoren.
Obwohl Verbrennungsmotoren seit rund 150 Jahren erforscht und entwickelt werden, finden die Maschinen zwar einen weltweiten Einsatz, sind jedoch zunehmend technischen und politischen Schranken ausgesetzt.
Seit den 2010er Jahren werden zunehmend Kleinstmotoren, wie Dreizylinder, in Kleinwagen in Serie verbaut. Typische Pkw-Motoren wurden ursprünglich durch Innovationen wie dem Ford Nucleon oder VW XL1 begleitet, aber nie ersetzt. Der GM EV1 war ein erster Versuch eines kommerziellen Elektroautos. Letztere Fahrzeugklasse konkurriert seit den 2010er Jahren mit Verbrennungsmotoren-basierten Autos.
Seit den 2020er Jahren wurde ein umfangreiches Verbot von Verbrennungsmotoren von einzelnen Ländern und auch einzelnen Automobilherstellern verabschiedet. Rund zwei Dutzend Staaten beschlossen auf der Weltklimakonferenz von Glasgow 2021 eine Erklärung zum Verbot von Verbrennungsmotoren im Bereich der privaten Nutzung für Automobile. Deutschland unterzeichnete die Erklärung mit Hinweis auf nicht ausgeschöpftes Potential alternativer Kraftstoffe nicht. In diesem Zusammenhang dominiert seit Jahrzehnten auch die Wirtschafts- und Industriepolitik und übt Einfluss auf die Zukunft der Verbrennungsmotoren aus.
Mit dem Motorenbau werden die folgenden Erfinder und Ingenieure in Verbindung gebracht:
| A-G | H-N | O-Z |
|---|---|---|
Der Allgemeine Deutsche Sprachverein unternahm in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Versuche, das zusammengesetzte Fremdwort „Explosionsmotor“ einzudeutschen. Aus „Explosion“ wurde „Zerknall“ (wie heute noch in „Kesselzerknall“) und aus „Motor“ wurde unter anderem „Treiber“. So lautete der vorgeschlagene deutsche Begriff für einen Verbrennungsmotor „Zerknalltreibling“, was sich heute nur noch als scherzhafte Bezeichnung erhalten hat.

Bei allen Motoren mit innerer Verbrennung wird nach jedem Arbeitstakt das beteiligte Gas gewechselt, also Abgas ausgestoßen und frisches Gemisch (Frischgas) zugeführt. Die nicht genutzte Verbrennungswärme, die mit dem Abgas entweicht, geht in die Verlustleistung ein.
Moderne Motoren verdichten das dem Arbeitsraum zugeführte Gas, dann wird unter Druck die Verbrennung eingeleitet. Das Gas erwärmt sich stark und der Druck steigt. Der Motor entspannt das heiße Gas (zum Beispiel mit einem zurückweichenden Kolben), Druck und Temperatur des Gases sinken und das Volumen nimmt zu. Dabei verrichtet es mechanische Arbeit. Je nach Bau- und Funktionsweise des Motors werden diese Vorgänge unterschiedlich verwirklicht. Grundlegend für die Funktion als Motor ist, dass wegen der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemischs die Ausdehnung des Gemischs bei höherem Druck geschieht als das Verdichten.
Wie bei vielen technischen Geräten und Systemen, die Energie umwandeln, ist auch beim Verbrennungsmotor der Wirkungsgrad eine zentrale Größe, die jeden Motortyp charakterisiert. Seine Verbesserung war über viele Jahrzehnte Teil der Entwicklung. Die Maschinen wandeln chemische Energie (gespeichert in Kraftstoffen) in mechanische Energie (Bewegung) um.
Der maximal mögliche Wirkungsgrad hängt von den Temperaturniveaus ab, auf dem die Verbrennungswärme zu- und abgeführt wird, und ist vom Verdichtungsverhältnis und dem Kreisprozess abhängig. Große Zweitakt-Dieselmotoren erreichen Wirkungsgrade von knapp über 50 %. Moderne Fahrzeug-Ottomotoren erreichen im besten Arbeitspunkt (etwa in der Mitte des Drehzahlbandes und knapp unter der Volllastkurve) einen effektiven Wirkungsgrad von 40 %. Bei Kraftfahrzeug-Dieselmotoren liegt er bei 43 %. Im Vergleich dazu liegt der Wert für Elektromotoren samt Batterie (siehe auch das Batteriemanagementsystem) und Leistungselektronik bei rund 65 %.
Der Wirkungsgrad ist bei hohen Drehzahlen niedriger und fällt bei sinkender Last stark ab, weil sich die mechanischen Verluste im Motor über die Last kaum ändern. Sie betragen ungefähr 10 % der Volllastleistung und sind fast nur von der Drehzahl abhängig (siehe Verbrauchskennfeld). Das ist besonders bei Kraftfahrzeugmotoren im Straßenverkehr von Bedeutung, da sie vor allem im unteren Teillastbereich betrieben werden. Der durchschnittliche Wirkungsgrad eines Kfz-Motors liegt daher sehr viel niedriger als die Maximalwerte.
Dieselelektrische Antriebe dienen unter anderem dazu, die Drehzahl auch dann näher am optimalen Bereich zu halten, wenn nur mit niedriger Geschwindigkeit gefahren wird. Aufgrund des höheren Gewichts kommen sie bevorzugt in ohnehin schweren Fahrzeugen wie Zügen oder Schiffen zum Einsatz. Prinzipiell denkbar sind auch Otto-elektrische oder Wankel-elektrische Antriebe, jedoch ist aufgrund der Vorteile des Dieselmotors bei besonders großen Motoren kaum ein Einsatzgebiet für derartige Motoren denkbar, bei denen dieselelektrische Motoren nicht besser geeignet sind.
In der Geschichte des Motorenbaus wurden viele Konzepte erdacht und realisiert, die nicht unbedingt in das folgende Raster passen, zum Beispiel Ottomotoren mit Direkteinspritzung oder Vielstoffmotoren. Zugunsten der Übersichtlichkeit werden diese Sonderfälle hier nicht betrachtet. Dazu gehören der Wankelmotor (Ottomotor mit Rotationskolben und Schlitzsteuerung) oder Schiffsdieselmotoren, die oft als Zweitakt-Dieselmotor mit Auslassventilen konzipiert sind.




Ottomotoren arbeiten in der Regel mit ungefähr konstantem Verbrennungsluftverhältnis, das heißt pro eine Masseeinheit Kraftstoff werden 13 bis 15 Masseeinheiten Luft hinzugemischt. Zur Verbrennung von 1 kg Benzin werden 14,5 kg Luft benötigt; ein solches Kraftstoff-Luft-Gemisch wird als stöchiometrisch (Luftzahl ) bezeichnet. Ist mehr Luft als nötig im Brennraum, so ist das Gemisch überstöchiometrisch, mager (), ist zu wenig Luft im Brennraum, so ist das Gemisch unterstöchiometrisch, fett (). Um die Abgase in einem Katalysator mit maximaler Wirkung zu entgiften, ist eine Luftzahl von 1 erforderlich. Dieselmotoren arbeiten mit variabler Luftzahl, etwa von 10 bis 1,3.
Die Gemischbildung kann sowohl innerhalb als auch außerhalb des Brennraums stattfinden, wobei der bedeutendste Selbstzündermotor, der Dieselmotor, nur mit Gemischbildung innerhalb des Brennraumes funktioniert.
Es wird ein zündfähiges Gasgemisch über den Ansaugtrakt in den Zylinder geführt und dort verdichtet. Das ermöglicht hohe Drehzahlen, da es ohne Verzögerung verbrennt, sobald gezündet wird. Durch überhöhte Temperatur (heißer Motor, hohe Verdichtung bei Volllast) kann es zu unkontrollierter Selbstzündung kommen. Dieser Klopfen genannte Effekt begrenzt das Verdichtungsverhältnis. Die Klopffestigkeit eines Kraftstoffs wird mit der Oktanzahl angegeben und kann durch den Zusatz von Antiklopfmitteln verringert werden. Nach der Zündung kann die Verbrennung gewöhnlich nicht mehr beeinflusst werden. Die äußere Gemischbildung kann auf zwei Arten erfolgen:
Vom Zylinder wird nur Luft angesaugt und verdichtet. Erst unmittelbar vor der Verbrennung wird mit hohem Druck der Kraftstoff direkt in den Brennraum eingespritzt, weshalb der Wirkungsgrad durch höhere Verdichtung gesteigert werden kann. Nach Einspritzbeginn benötigt der Kraftstoff Zeit zum Verdampfen und Durchmischen mit der Luft. Die Verbrennung beginnt verzögert und begrenzt so die maximale Motordrehzahl.

Die Fremdzündung ist Merkmal verschiedener Motoren, unter anderem des Ottomotors. Dabei wird das Entzünden des Kraftstoffluftgemisches durch eine Zündhilfe eingeleitet, in der Regel kurz vor dem oberen Totpunkt. Ottomotoren haben dafür Zündkerzen. Gibt es keine Zündkerze und ist die Fremdzündung unkontrolliert, so spricht man von Glühzündung. Die ersten Motoren von Gottlieb Daimler arbeiteten mit Glühzündung. Ein früher verbreiteter Glühzündermotor ist der Glühkopfmotor, nach seinem Erfinder auch Akroydmotor genannt. In Deutschland ist er insbesondere aus Ackerschleppern der Marke Lanz Bulldog bekannt, in Skandinavien als Motor von Fischerbooten, unter anderem von Bolinders. Bei diesen Motoren muss vor dem Start ein Glühkopf genannter Teil des Zylinderkopfs erhitzt werden, etwa mit einer Lötlampe, ehe die Zündung einsetzen kann. In den Glühkopf wird der Treibstoff während des Verdichtungstaktes eingespritzt. Heute werden Glühzündermotoren (die allerdings nicht nach dem Akroydverfahren arbeiten) vorwiegend im Modellbau verwendet. Beim Ottomotor können in seltenen Fällen Glühzündungen nach dem Abstellen des Motors vorkommen, sie wirken sich aber schädlich auf das Triebwerk aus und sind daher unerwünscht.
Die Selbstzündung ist Merkmal verschiedener Motoren, bekanntester Selbstzünder ist der Dieselmotor. Bei einem Selbstzündermotor werden keine Zündhilfen eingesetzt, die Zündung wird stattdessen ausschließlich durch Kompressionswärme eingeleitet. Die Arbeitsweise der Selbstzündermotoren ist von ihrem Funktionsprinzip abhängig: bei einem Dieselmotor wird zuerst reine Luft stark verdichtet und dadurch erhitzt. Kurz vor dem oberen Totpunkt (OT) wird der Dieselkraftstoff eingespritzt, der sich durch die Hitze von selbst entzündet. Da sich der Kraftstoff im Dieselmotor aufgrund der späten Einspritzung entzündet, bevor sich ein homogenes Gemisch bilden kann, spricht man beim Dieselmotor von heterogenem Gemisch. Bei sogenannten HCCI-Motoren wird hingegen ein homogenes Gemisch gebildet, das sich nur durch die Kompressionswärme entzünden soll. Anders als beim Dieselmotor muss daher die Einspritzung des Kraftstoffes früh erfolgen, damit das Gemisch bis zur Zündung gut durchmischt (homogen) ist. Dadurch werden bessere Emissionswerte erreicht. Einige Modellbaumotoren arbeiten ebenfalls mit homogener Kompressionszündung, das Gemisch wird hier mit einem Vergaser gebildet, das Verdichtungsverhältnis kann mit einer Schraube verstellt werden.
Mit Brennverfahren bzw. Verbrennungsverfahren bezeichnet man bei Verbrennungsmotoren den Ablauf, in dem der Treibstoff im Motor verbrennt.

In früheren Jahren wurde der Grad der Schnellläufigkeit aufgrund der Kolbengeschwindigkeit, später vermehrt durch die Drehzahl bestimmt. Bei Großmotoren (Schiffsdieselmotoren, Bahn, Stromerzeuger) unterscheidet man drei Klassen:
Nach weiteren Definitionen gibt es
Hans Schrön unterscheidet im 1942 erschienenen Werk Die Dynamik der Verbrennungskraftmaschine zwischen drei verschiedenen Typen, den Langsamläufern, den Mittelläufern und den Schnellläufern. Als Unterscheidungsmerkmal zieht Schrön die Kolbengeschwindigkeit heran. Den Umstand, dass noch nicht alle Motoren als Schnellläufer konstruiert sind, sieht er in Punkten, die bei der Konzeption eine wichtigere Rolle als hohe Drehzahlen spielen. Die Langsamläufer und Mittelläufer sollen möglichst eine hohe Lebensdauer und Störungsfreiheit haben, dazu zählen Stationärmotoren und Schiffsmotoren. Bei Schiffsmotoren weist Schrön ebenfalls auf den Vorteil des hohen Wirkungsgrades hin. Weitere Mittelläufer sind unter anderem Triebwagen-, Lastkraftwagen-, Traktoren- und Kampffahrzeugmotoren. Schnellläufer sollen eine niedrige Masse, wenig Volumen und gute Einbaufähigkeiten haben, gegebenenfalls spielt die größtmögliche Leistung noch eine Rolle. Als Anwendungsbereich kommen Schnellboote, Flugzeuge und Leichtfahrzeuge in Betracht. Schnellläufer können sowohl Diesel- als auch Ottomotoren sein.
Günter Mau unterscheidet den Grad der Schnellläufigkeit bei Dieselmotoren wie folgt:
Abhängig von der Anzahl der Zylinder werden/wurden Otto- und Dieselmotoren bzw. Viertakt- und Zweitakt-Motoren gebaut als:

Die fettgedruckten Bauformen und Zylinderzahlen sind heute in Kraftfahrzeugen gebräuchlich. Der Verbrennungsmotor mit der höchsten Zahl an Zylindern, der je gebaut wurde, ist der Reihensternmotor Swesda M520 mit 56 Zylindern in sieben Zylinderbänken zu jeweils acht Zylindern.
Viertakt-Sternmotoren haben immer eine ungerade Zylinderzahl pro Stern. Der Grund dafür ist, dass beim Viertaktmotor jeder Zylinder nur in jeder zweiten Umdrehung gezündet wird, sodass eine durchgängige Zündfolge, die für den ruhigen, vibrationsfreien Lauf des Motors erforderlich ist, nur mit ungeraden Zylinderzahlen erzielt werden kann. Mehrfachsternmotoren wie die 14-Zylinder-Doppelsternmotoren BMW 801 und Wright R-2600 oder auch der P & W R-4360 (28 Zylinder in vier Sternen zu je sieben) haben jedoch eine gerade Zylinderzahl.
Davon sind die Reihensternmotoren zu unterscheiden, bei denen mehrere Zylinderbänke sternförmig um die Kurbelwelle angeordnet sind. Dies waren zum Beispiel der Daimler-Benz DB 604, Rolls-Royce Vulture und Allison X-4520 (X-Motoren mit vier Zylinderbänken zu je sechs Zylindern = 24 Zylinder), Junkers Jumo 222 und Dobrynin WD-4K (ebenfalls 24 Zylinder, jedoch als Hexagon mit sechs Zylinderbänken zu je vier Zylindern) und der Zwölfzylindermotor Curtiss H-1640 Chieftain mit sechs Zylinderbänken zu je zwei Zylindern.
Im Motorsport werden vereinzelt trotz der höheren Unwucht auch V-Motoren mit ungeraden Zylinderzahlen (drei oder fünf) gebaut.
Als langsam laufende Schiffsdiesel gibt es Reihenmotoren mit bis zu 14 Zylindern sowie V-Motoren mit 20 oder 24 Zylindern.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde eine Reihe exotischer Konstruktionen entworfen, die jedoch das Prototypstadium nicht überschritten. Heutzutage sind durch Fortschritte der Werkstoffforschung Lösungen für Probleme alter Konstruktionen möglich, für die vollautomatisierte Massenproduktion innerhalb der Automobilproduktion spielen jedoch wirtschaftliche Aspekte eine übergeordnete Rolle. Es folgen einige Beispiele für „ungewöhnliche“ Motoren:
Motoren können mit verschiedenen konventionellen Kraftstoffen, die auf fossilen Energieträgern basieren, oder mit alternativen oder synthetischen Kraftstoffen betrieben werden.
Typische Kraftstoffe für die Motoren für Personen- und Nutzfahrzeuge sind Motorbenzin (Mogas), Dieselkraftstoff, Autogas (LPG), Compressed Natural Gas (CNG) und Biodiesel. Auch Wasserstoff kann in geeigneten Wasserstoffmotoren entzündet und verbrannt werde. Spezielle Flex-Fuel-Fahrzeuge können mit verschiedenen Kraftstoffen betrieben werden.
Für Luftfahrtantriebe kommen je nach Triebwerk Kerosin (beispielsweise genaue Spezifikationen für zivile (Jet) oder militärische Fluggeräte, z. B. JP-8) und im Falle von Flugmotoren Flugbenzin (Avgas) oder auch Mischungen aus Kerosin und Benzin in Frage.
Je nach Konfiguration einer Raffinerie können aus einem Barrel Rohöl (42 Gallonen bzw. etwa 159 Liter) bis zu 20 Gallonen Ottokraftstoff und bis zu 13 Gallonen schwefelarmes Destillat-Heizöl gewonnen werden. Letzteres wird größtenteils als Dieselkraftstoff oder Heizöl verkauft.
Im Gegensatz zu Benzin und Diesel bieten alternative Kraftstoffe zwar mehr Energie pro Gewichtseinheit, doch keine dieser Alternativen übertrifft die Energie pro Volumeneinheit. Mit anderen Worten: Benzin und Diesel benötigen weniger Speicherplatz. Der Brennwert, d. h. die pro Kilogramm erzeugte Wärme Q in Megajoule (MJ/kg) liegt bei Benzin und Diesel etwa zwischen 40–50 MJ/kg, was leicht geringer ist als bei Erdgas. Die Angaben gelten für die Stoffe, nicht das Luft-Brennstoff-Gemisch.
Es existieren Additive, die die Klopffestigkeit verbessern und somit die Selbstzündung bei Ottomotoren verhindern. Seit den 1940er Jahren sind Raffinerien bestrebt, höheroktaniges Benzin herzustellen. Dies wurde schließlich durch Verfahren wie das Fließbettcracken (FCC) oder Reforming ermöglicht. Bei Dieselmotoren spielt die Zündwilligkeit eine wichtige Rolle, über die die Cetanzahl Auskunft gibt. Bis in die 1970er Jahre wurde als Klopfbremse Tetraethylblei (TEL) verwendet, welches seit den 1990er Jahren vollständig durch alternative Beisätze („bleifrei“) wie Ethyl-tert-butylether (ETBE), Methyl-tert-butylether (MTBE) oder Tert-Amylmethylether (TAME) ersetzt wurden.
Außerdem werden seit etwa den 2000er Jahren Benzine als Mischungen mit Ethanol angeboten, angefangen mit E5 (5 % Ethanol) und ab 2011 dann E10 (10 % Ethanol). Die Motoren müssen die jeweiligen Kraftstoffe unterstützen bzw. sind genau dafür spezifiziert und gebaut. Ethanol hat dabei selbst eine eigene und hohe Oktanzahl (ROZ) von über 100. Ein Spezialfall sind die Fahrzeuge mit Flexi Fuel-Motoren.
Großdieselmotoren (Schiffsmotoren), verwenden teilweise Teeröl oder Schweröl (Heavy Fuel Oil, HFO). Das Produkt ist ein Rest aus den Verfahren einer Erdölraffinerie, auch bekannt als Rückstandsöl oder „Bunkeröl“. Es entsteht bei den Prozessen der Destillation, Vakuumdestillation sowie dem katalytischen Cracken (FCC). Dieses Öl muss erhitzt werden, damit es fließt. Bei Raumtemperatur verhält es sich eher wie ein zähflüssiges Fett. HFO gilt als ein Problem für die Umwelt.




Das Abgas von Otto- und Dieselmotoren besteht in der Rohemission zum größten Teil aus molekularem Stickstoff, sowie aus Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff. Abgesehen von Kohlenstoffmonoxid beim Ottomotor nehmen Schadstoffe weniger als 1 % im Rohabgas ein. Sie sind aufgrund der starken Verbreitung von Verbrennungsmotoren aber dennoch ein Umweltproblem. Hinzu kommt der (derzeit) klimaschädliche Treibhauseffekt des Kohlenstoffdioxids, vor allem bei fossiler Herkunft des Kraftstoffs. Bei Abgasmessungen wird der Schadstoffanteil in der Regel auf das „trockene Abgas“ bezogen, das heißt, ohne Berücksichtigung des Wasserdampfs.
Mitunter sind Abgase aus Verbrennungsmotoren sichtbar. Bei niedrigen Außentemperaturen kann die Temperatur im Abgas unter den Taupunkt absinken, sodass der Wasserdampf sichtbar wird. Vor allem in der Vergangenheit waren unbehandelte Abgase von Dieselmotoren durch die Verkettung von Rußpartikeln schwarz getrübt. Ebenfalls der Vergangenheit gehören blaue Abgasfahnen an, die durch hohe Anteile unverbrannter Kohlenwasserstoffe entstanden sind, vor allem bei Zweitaktmotoren. Viele schädliche Abgasbestandteile wie Kohlenstoffmonoxid, Stickoxide und Feinstaub sind hingegen weder sicht- noch riechbar, sodass allein anhand der Abgasfahne oder des Abgasgeruchs nicht auf die tatsächliche Schadwirkung der Abgase geschlossen werden kann.
Um den Schadstoffanteil im Abgas zu verringern, wurden beginnend in den 1950er Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen, siehe Geschichte des Automobils. Eine besonders große Wirkung hatte die Einführung von Katalysatoren als kompakte Abgasreinigungsanlagen ab den 1980er Jahren. Sie sind inzwischen üblich und für Neuwagen in vielen Ländern verbindlich vorgeschrieben; zudem haben seit 2007 Diesel-Kfz neben dem Oxidationskatalysator einen Dieselpartikelfilter und eine Stickoxidnachbehandlung mit NOx Speicherkatalysator oder SCR-System. Für Benzinsysteme mit Direkteinspritzung ist seit 2017 ein Ottopartikelfilter weit verbreitet. Eine Minderung von Schadstoffemissionen kann bei Verbrennungskraftmaschinen vor allem durch eine optimale Verbrennungsführung in Bezug auf Temperatur und Luftverhältnis erreicht werden. Außerdem wird zur Senkung der Schadstoffmenge eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs angestrebt, erzielte Effekte werden durch den Trend zu immer schwereren Autos mit immer größerer Motorleistung jedoch größtenteils wieder aufgehoben. Vor allem durch Systeme der Abgasnachbehandlung konnte in den vergangenen Jahrzehnten dennoch eine enorme Absenkung der Schadstoffe im Abgas erzielt werden:
Zusammensetzung der Schadstoffe und von Kohlenstoffdioxid im Abgas von Verbrennungsmotoren
| HC [g/km] | CO [g/km] | NOx [g/km] | PM [g/km] | Kohlenstoffdioxid [g/km] | |
|---|---|---|---|---|---|
| Reale Emissionen 1970 | 9 | 72,3 | 2,5 | 0,25 | |
| Reale Emissionen USA 2000 | 1,75 | 13,06 | 0,87 | 258 | |
| Vergleich: Euro-4-Standard (2005–2009, Ottomotor) | 0,1 | 1 | 0,08 |
Die Strömungsenergie der Abgase von Verbrennungsmotoren kann genutzt werden für den Antrieb eines Turboladers, der die Verbrennungsluft des Motors vorverdichtet und so eine erhöhte Zufuhr des Kraftstoff-Luftgemischs und damit eine höhere Motorleistung und einen verbesserten Wirkungsgrad des Motors erlaubt. Um die Wärmeenergie der Abgase von großen Verbrennungsmaschinen, z. B. auf Schiffen, zu nutzen, kommen sog. Abgaskessel zum Einsatz.
Partikel im Abgas von Verbrennungsmotoren (10–1000 nm) sind kleiner als andere, etwa durch Reifenabrieb (15.000 nm) verursachte. Wie jene bestehen sie aber aus Ruß und Kohlenwasserstoffen (zum Beispiel PAK). Ihre für den Menschen vermutete Gesundheitsrelevanz erhalten die Abgasnanopartikel aufgrund ihrer Oberfläche und Größe. Sie können Zellmembranen verletzen (Ruß) oder mit ihnen reagieren (PAK). Durch ihre Größe (als Nanopartikel bezeichnet man alles unter 100 nm) gelingt ihnen die Überwindung der oberen Atemwege und der Lungenwand und damit der Eintritt in den Blutkreislauf (Wirkungen auf die Gesundheit). Dosis, Einwirkzeit, Projizierbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen und Begleitumstände wie das Rauchen von Studienteilnehmern bilden die Zielsetzungen derzeitiger Forschung. Dem vorgreifend begrenzt die Euro‑6-Abgasnorm für 2014 erstmals die Partikelmenge (6×1011 Stück pro km) und nicht mehr nur ihre Masse. Die Masse wird durch die entscheidenden Nanopartikel nur zu 20 % beeinflusst, beim Diesel die Gesamtmasse aber durch geschlossene Partikelfilter bereits um 97 % reduziert. Das zeigt, dass die dortige Ansammlung von Filtrat auch relevante Mengen von Nanopartikeln weit unter der eigentlichen Filterporengröße von 1000 nm abfängt. Mit dieser Reduktion minimiert der Filter zudem die Klimawirksamkeit der Partikel. Die dunkle Rußfarbe macht die Partikel zu Wärmeabsorbern. Damit erwärmen sie direkt die rußbelastete Luft und nach Ablagerung auch Schneeflächen in der Arktis, die sie durch Luftströmungen etwa von Europa her erreichen.
Benzin- und Dieselmotoren produzieren während Volllast- und Kaltstartphasen vergleichbare Mengen und Größen an Partikeln. In beiden Phasen wird mehr Kraftstoff eingespritzt, als der Sauerstoff im Zylinder verbrennen kann („angefettetes Gemisch“). In Kaltstartphasen geschieht dies zur Katalysatorerwärmung, unter Volllast zur Motorkühlung. Während Benzinmotoren nur im angefetteten Betrieb Partikel durch Sauerstoffmangel erzeugen, oder bei den ab den 2000er Jahren eingesetzten Direkteinspritzern entstehen diese beim Diesel selbst im Magerbetrieb und damit während aller Betriebsphasen. Daher liegt die Partikelmenge des Benziners insgesamt dennoch auf dem niedrigen Niveau eines Diesels mit geschlossenem Filtersystem.
Ursächlich für den Dieselruß sind seine etwa doppelt so langkettigen Kohlenwasserstoffe im Vergleich zum Benzin (siehe auch Rohöl und seine verarbeiteten Produkte). Sie weisen einen deutlich höheren Siedepunkt auf (von 170 bis 390 °C anstatt 25 bis 210 °C). Gleichzeitig liegt die Verbrennungstemperatur des Diesels aber 500 °C unterhalb der des Benzinmotors. Benzin verdampft daher vollständiger als Diesel. Dessen früher siedende Bestandteile verdampfen zuerst, was den „Resttropfen“ aus Aromaten höherer Siedepunkte zusätzlich auf niederer Temperatur hält (Siedevorgang). Die nicht verdampften Aromate werden während der Selbstzündungsphase temperaturbedingt in ihre Bestandteile gespalten. Dabei fällt auch Kohlenstoff an, also Ruß.
Die Partikelzusammensetzung unterscheidet sich aufgrund der Chemie beider Kraftstoffe. So überwiegen beim Benzinmotor die PAK-Partikel, beim Dieselmotor sind es die Rußpartikel. Sichtbar werden die Partikel erst durch Aneinanderlagerung. Sichtbare Partikel sind nicht mehr lungengängig und werden meist schon im oberen Atemweg ausgefiltert und abgebaut. Anlagerungen finden im Auspuff und besonders im Partikelfilter statt. Die dortige Ansammlung des Filtrats fängt auch Partikel weit unter der eigentlichen Filterporengröße (1 µm) ab. Damit sinkt die Partikelanzahl auf das Niveau eines Benzinmotors. Erkennbar wird die Partikelanlagerung im Auspuff. Fehlt diese, verfügt ein Diesel über ein geschlossenes Filtersystem und ein Benziner über wenige Anteile von Kaltstart- und Volllastphasen oder über einen Ottopartikelfilter.
Der Verbrennungsmotor verbrennt in der Regel flüssige Kohlenwasserstoffe (Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin), die aus Erdöl gewonnen werden. Diese Verbrennung führt zu Kohlendioxidemissionen, die zur Klimaerwärmung beitragen. Die Kohlendioxid-Emission, die bei der Verbrennung von einem Liter Kraftstoff entsteht, lässt sich gut abschätzen. Als gute Näherung kann man für Diesel die chemische Kettenformel CnH2n annehmen. Tatsächlich ist Diesel eine Mischung verschiedener Kohlenwasserstoffmoleküle. Kohlenstoff C hat eine molare Masse von 12 g/mol und atomarer Wasserstoff H (nicht H2) hat eine molare Masse von ca. 1 g/mol. Damit ist der Anteil von Kohlenstoff an der Gesamtmasse von Diesel ungefähr 12/14. Die Verbrennungsreaktion von Diesel ist:
Kohlendioxid hat eine molare Masse von 44 g/mol, da es aus 2 Sauerstoffatomen (16 g/mol) und einem Kohlenstoffatom (12 g/mol) besteht. 12 g Kohlenstoff ergeben 44 g Kohlendioxid. Mit einer Dichte des Diesels von 0,838 kg pro Liter berechnet sich die Masse Kohlendioxid, die bei der Verbrennung von einem Liter Diesel entsteht folgendermaßen:
.
Diese Abschätzung ergibt einen Zahlenwert, der in guter Übereinstimmung mit den Werten ist, die man in der Literatur findet. Für Benzin mit einer Dichte von 0,75 kg/l und einem Verhältnis von Kohlenstoff zu Wasserstoffatomen von ungefähr 6 zu 14, ergibt sich:.
1 Liter Benzin ergibt rund 2,3 kg Kohlendioxid.
In dieser Rechnung wurden jedoch keine SOx- oder NOx-Emissionen berücksichtigt. Seit Jahrzehnten wird Schwefel durch Reinigungsverfahren in Erdölraffinerien gemäß den Vorgaben (Spezifikationen) in Kraftstoffen reduziert und folglich die Kraftstoffqualität verbessert. Bleihaltiges Tetraethylblei (TEL) wurde vollständig ersetzt. Siehe der Abschnitt Kraftstoffe.
Eine Alternative zu der Umstellung auf Elektroantriebe, insbesondere für Bereiche, in denen diese schwierig umzusetzen ist, stellt der klimaneutrale Betrieb von Verbrennungsmotoren mit Kraftstoffen regenerativer Herkunft (z. B. Biokraftstoffe oder E-Fuels) dar. Auch dafür existieren Förderprogramme, beispielsweise in Deutschland.
Die technisch-politische Perspektive des Verbrennungsmotors wird unter anderem von dessen Energiebilanz und den Abgasemissionen beeinflusst. Verbrennungsmotoren sind Wärmekraftmaschinen. Sie unterliegen dem Carnot-Limit: Der maximale Wirkungsgrad hängt nur von der Temperaturdifferenz zwischen Verbrennung und Abgabe ab. Praktisch reduzieren Wärmeverluste, Reibung, unvollständige Verbrennung und Nebenaggregate den nutzbaren Anteil stark, sodass Pkw‑Motoren im Alltag meist bei 25–40 % liegen und unter optimalen Bedingungen etwa 40–45 % erreichen; alles darüber ist physikalisch schwer erreichbar und meistens unwirtschaftlich. Dieselmotoren erzielen im Vergleich zu Viertaktmotoren höhere Werte durch höhere Verdichtung und einen günstigeren thermodynamischen Prozess; das Carnot-Limit gilt auch hier. Elektromotoren umgehen demgegenüber das Carnot‑Limit, wandeln Strom direkt in mechanische Arbeit und erreichen Motorwirkungsgrade von 90–95 %; bei der Verteilung von der „Akku bis zum Rad“ liegen reale Werte bei etwa 70–80 %. Damit sind Elektroantriebe deutlich effizienter, benötigen jedoch Strom aus einer geeigneten (idealerweise nichtfossilen) Stromproduktion zum Beladen.
Beim Einsatz von Kohlenstoffverbindungen als Kraftstoff (die technischen Produkte des Rohöls wie Benzin oder Diesel) emittieren Verbrennungsmotoren Kohlenstoffdioxid (CO2). Aufgrund der üblicherweise fossilen Herkunft dieser Kraftstoffe steigt damit die CO2-Konzentration in der Atmosphäre, was zur globalen Erwärmung beiträgt. Viele Länder fördern deshalb den Verkauf von Elektroautos (batterieelektrische Fahrzeuge) und/oder von Hybriden (siehe auch Elektromobilitätsgesetz und Förderwürdigkeit).
Im Juni 2022 beschloss das EU-Parlament auf Vorschlag der EU-Kommission, dass Neuwagen ab dem Jahr 2035 kein CO2 mehr ausstoßen dürfen (Emissionsfreie Fahrzeuge) und gab dazu im Februar 2023 die endgültige Zustimmung. Die Hersteller wurden verpflichtet, ihre Flottenemissionen (vgl. Flottenverbrauch und Flottengrenzwert) um 100 Prozent zu reduzieren. Demnach dürfen in der EU im Bereich der Personenkraftwagen (Pkw) und leichten Nutzfahrzeugen (Nfz) ab 2035 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge neu zugelassen werden. Die Zustimmung des Rates der Europäischen Union erfolgte im März 2023.
Außerdem plant eine zunehmende Zahl von Ländern, den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab einem bestimmten Stichtag zu verbieten.
Der deutsche Minister für Digitales und Verkehr hatte Anfang 2023 seine Zustimmung wieder zurückgezogen. „Auch Italien, Polen und Bulgarien wollen dem Verbrenner-Aus nicht zustimmen, .. Zusammen mit Deutschland hätten diese Länder eine Sperrminorität.“ Später wurde eine Einigung zwischen Deutschland und der EU-Kommission erzielt.
Im Jahr 2025 verkündete die EU eine Umkehr von dem Verbrenner-Aus. Ebenfalls äußerten sich einzelne Politiker der britischen Konservativen zu einer Kehrtwende beim Aus für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor aus.
Für die Literaturangaben siehe die jeweiligen Hauptartikel: