| Autoput A8 in Serbien | |
| Karte | |
| In Betrieb | |
| Basisdaten | |
| Betreiber: | Putevi Srbije |
| Straßenbeginn: | Ruma |
| Straßenende: | Šabac |
| Gesamtlänge: | 21,1 km |
| davon in Betrieb: | 21,1 km |
|
Okrug (Bezirk): |
|
| Autoput A8 zwischen Ruma und Šabac (Kurz vor der Streckenfreigabe, 2023) | |
Der Autoput A8, auch Autoput Ruma–Šabac genannt, ist eine fertiggestellte Autobahn in Serbien. Sie beginnt in Ruma an der Autoput A3 und führt in südliche Richtung bis nach Šabac, wo sie dann in die Motoput M3 übergeht. Nach der Verordnung über die Klassifizierung der Nationalstraßen am 12. Oktober 2023 hat die Autobahn die Nummer A8 erhalten.
Ursprünglich war der Ausbau der A8 von Ruma bis Šabac als Teil einer durchgehenden Schnellstraße von Novi Sad nach Loznica geplant. Diese sollte den Namen Brzi put 21 erhalten. Später entschied man sich jedoch dafür, den Abschnitt Ruma–Šabac als Autobahn auszubauen. Der Abschnitt Novi Sad–Ruma soll als Motoput M2 und der Abschnitt Šabac–Loznica als Motoput M3 realisiert werden.
Damals Im Jahr 2008 war der geplante Baubeginn im nächsten Jahr terminiert. 2009 wurde der Baubeginn auf das zweite Halbjahr 2011 und die Fertigstellung bis 2014 verschoben. Erste Schätzungen aus dem Jahr 2008 gingen von Baukosten an die 180 Mio. Euro aus. Diese Baukosten bezogen sich damals noch auf die geplante durchgängige Schnellstraßenverbindung von Novi Sad nach Loznica.
Am 31. Dezember 2012 wurde ein Vertrag für die Erstellung der Projektunterlagen mit dem chinesischen Unternehmen Roads and Bridges unterzeichnet. Die Projektunterlagen sollten bis Ende 2013 fertiggestellt werden. Anfang 2014 wurde bekanntgegeben, dass das Projekt über eine Öffentlich-private Partnerschaft oder Konzession finanziert werden solle. Nach einigen Jahren Verzögerung begannen am 5. Dezember 2019 die Bauarbeiten. Am 14. Oktober 2023 wurde die Autobahn durch den serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić eröffnet.
Die Autobahn entlastet das bestehende Straßennetz, auf dem täglich 10.000 bis 30.000 Fahrzeuge unterwegs sind, davon gut die Hälfte Lastkraftfahrzeuge (Stand 2006), sowie die Infrastruktur im westlichen Serbien im Einzugsgebiet der Flüsse Donau und Drina. Außerdem ist sie eine wichtige Straßenverbindung nach Bosnien und Herzegowina.