Baceno

Baceno
Baceno (Italien)
Baceno (Italien)
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 46° 16′ N, 8° 19′ OKoordinaten: 46° 16′ 0″ N, 8° 19′ 0″ O
Höhe 655 m s.l.m.
Fläche 68,7 km²
Einwohner 862 (31. Dez. 2025)
Fraktionen Beola, Crampiolo, Crino, Croveo, Devero, Goglio, Graglia, Osso, Uresso, Verampio
Postleitzahl 28861
Vorwahl 0324
ISTAT-Nummer 103006
Bezeichnung der Bewohner Bacenesi
Schutzpatron San Gaudenzio von Novara (22. Januar)
Website Gemeinde Baceno

Lage von Baceno in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola

Baceno (lombardisch: Bascén, deutsch früher Betsch) ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB), Region Piemont.

Lage und Einwohner

Die Gemeinde Baceno liegt rund 60 km nordwestlich von der Provinzhauptstadt Verbania und 20 km nördlich von Domodossola entfernt im Valle Antigorio. Im Nordwesten grenzt Baceno an den Schweizer Kanton Wallis. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 68 km² und hat 862 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025). Zur Gemeinde gehören die Fraktionen (Frazioni) Beola, Crampiolo, Crino, Croveo, Devero, Goglio, Graglia, Osso, Uresso und Verampio.

Die Nachbargemeinden sind Crodo, Formazza, Premia und Varzo und auf Schweizer Seite die Gemeinde Binn, mit der eine Gemeindepartnerschaft besteht, und die Gemeinde Grengiols.

Panorama von Baceno

Bevölkerungsentwicklung

Geschichte

Der Name taucht zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahr 918 auf, aber die Entdeckung eines Grabes aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. im Jahr 1958 zeugt von seinen noch älteren Ursprüngen. Weitere Funde, darunter die Entdeckung eines in Stein gehauenen Kopfes, zeugen von der Anwesenheit menschlicher Siedlungen in diese Zeit. Zahlreiche andere Funde verweisen auf mutmaßliche Dörfer im gesamten Bereich zwischen den Flüssen Devero und Toce.

1039 übergab Gualberto, Bischof von Novara, den Kanonikern von Santa Maria di Novara die Kapelle San Gaudenzio (heute Pfarrkirche von Baceno). Spätere Erweiterungen der Kirche sowie die zunehmend ganzjährig bewohnten Weidegebiete in den angrenzenden Tälern (Bondolero, Esigo, Agaro, Devero) zeugen von der Entwicklung Bacenos zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. Im Jahr 1215 belehnte Kaiser Otto IV. das Antigorio-Tal mit der Familie De Rodis, deren Besitztümer später an die Familie Da Baceno übergingen. Baceno und Croveo waren eines der vier Viertel der Gerichtsherrschaft Valle Antigorio, die von einem Podestà regiert wurde.

Sehenswürdigkeiten

Bildgalerie

Literatur

Commons: Baceno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).
  2. ↑ Schulwandkarte zur Geschichte der Schweiz : die Eidgenossenschaft vor 1798. Bearbeitet v. W. Oechsli u. A. Baldamus ; gezeichnet von Ed. Gaebler. Kartograph. Verlagsanstalt von Georg Lang, Leipzig 1897, doi:10.3931/e-rara-23140 (Kartenausschnitt mit der Region zur Zeit des Ancien Régime, Digitalisat bei der ETH-Bibliothek Zürich).
  3. ↑ Die Kirche San Gaudenzio