Crodo

Crodo
Crodo (Italien)
Crodo (Italien)
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 46° 13′ N, 8° 19′ OKoordinaten: 46° 13′ 0″ N, 8° 19′ 0″ O
Höhe 508 m s.l.m.
Fläche 61 km²
Einwohner 1.413 (31. Dez. 2025)
Fraktionen Alpiano, Cravegna, Braccio, Emo, Foppiano, Maglioggio, Molinetto, Mozzio, Quategno, Rencio, Salecchio (oder Bagni), Vegno und Viceno
Postleitzahl 28862
Vorwahl 0324
ISTAT-Nummer 103026
Bezeichnung der Bewohner Crodini
Schutzpatron Santo Stefano
Website Gemeinde Crodo

Lage von Crodo in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola

Crodo (im westlombardischen Ortsdialekt Crö, historisch deutsch Grat) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, Region Piemont.

Lage und Einwohner

Crodo liegt 54 km nordwestlich von der Provinzhauptstadt Verbania und 16 km nördlich von Domodossola entfernt auf einer Höhe von 508 m über dem Meeresspiegel im Valle Antigorio. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 61 km² und hat 1413 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025). Zu Crodo gehören die Fraktionen Alpiano, Cravegna, Braccio, Emo, Foppiano, Maglioggio, Molinetto, Mozzio, Quategno, Rencio, Salecchio (oder Bagni), Vegno und Viceno.

Die Nachbargemeinden sind Baceno, Crevoladossola, Montecrestese, Premia und Varzo.

Bevölkerungsentwicklung

Geschichte

Die ersten menschlichen Spuren in diesem Gebiet reichen bis in die Vorgeschichte zurück (Entdeckung einer Bronzeaxt aus dem Jahr 1500 vor Christus). Die Teufelswand, ein imposantes megalithisches Bauwerk, diente wohl sakralen und sozialen Funktionen. Es handelt sich um eine riesige Mauer, die an drei Seiten von einer großen, nach den verschiedenen Himmelsrichtungen ausgerichteten Terrasse umgeben ist.

1200 erreichte die Macht der Adelsfamilie De Rodis einen Höhepunkt. Diese begünstigte die Ansiedlung von Walsern in der Umgebung.

1380 wurden Crodo und die gesamte Ossolatal von der Familie Visconti unterworfen, die dem Gebiet jedoch eine besondere Autonomie gewährte. Die Visconti ließen gegen Einfälle der Walliser gerichtete Signaltürme bauen, von denen einige noch heute stehen. Die von Turm zu Turm übertragenen Signale aus dem oberen Val Formazza erreichten in kürzester Zeit Mailand.

Hier schlugen am 9. und 10. November 1425 Waldstättertruppen die Mailänder und befreiten so die in Domodossola belagerten Schwyzer.

Sehenswürdigkeiten

Il Sass Fendü
Wasserkraftwerk in Verampio
Schloss Rencio vor 1937
Schluchten von Uriezzo

Unternehmungen

Nördlich von Crodo, in der Ebene von Verampio, liegt der Gletscherpark von Uriezzo. Der Ort verfügt seit alters über Mineralquellen. Hier wird seit 1965 der Aperitif Crodino hergestellt und befindet sich das Wasserkraftwerk von Verampio.

Literatur

Commons: Crodo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).
  2. ↑ https://www.e-rara.ch/zut/content/zoom/7203547
  3. ↑ Celestino Trezzini: Crodo. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 2, S. 648 (PDF Digitalisat, abgerufen am 1. Juni 2017)