| Cauco | ||
|---|---|---|
| Staat: | ||
| Kanton: | ||
| Region: | Moesa | |
| Politische Gemeinde: | Calanca | |
| Postleitzahl: | 6546 | |
| frühere BFS-Nr.: | 3806 | |
| Koordinaten: | 729500 / 132905 | |
| Höhe: | 992 m ü. M. | |
| Höhenbereich: | 916–2948 m ü. M. | |
| Fläche: | 10,90 km² | |
| Einwohner: | 36 (31. Dezember 2014) | |
| Einwohnerdichte: | 3 Einw. pro km² | |
| Website: | www.comunedicalanca.ch | |
Cauco | ||
| Karte | ||
Cauco ist ein Dorf in der Gemeinde Calanca im italienischsprachigen Teil des Kantons Graubünden in der Schweiz. Bis zum 31. Dezember 2014 war Cauco eine eigene politische Gemeinde. Am 1. Januar 2015 fusionierte sie mit den Gemeinden Arvigo, Braggio und Selma zur neuen Gemeinde Calanca.
Die ehemalige Gemeinde liegt auf einem Schuttkegel eines Bergsturzes von 1513 am linken Ufer des Flusses Calancasca und besteht neben dem eigentlichen Dorf noch aus den Ortsteilen Bodio GR, Lascial und Masciadon. Vom gesamten ehemaligen Gemeindegebiet von 1089 ha sind 539 ha Wald und Gehölz, 437 ha unproduktive Fläche (meist Gebirge), 96 ha landwirtschaftliches Nutzgebiet (meist Alpwirtschaften) und 17 ha Siedlungsfläche.
Cauco grenzt an Lostallo, Rossa, Santa Maria in Calanca, Soazza, Verdabbio und an den Kanton Tessin.


Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1497 unter dem damaligen Namen Cauco. Cauco teilte bis 1851 die politische Geschichte der Squadra di Calanca und war dann bis 2014 selbstständige politische Gemeinde.
Die 1497 erstmals erwähnte Kirche S. Antonio Abate ist seit 1633 Pfarrkirche. Sie wurde 1683 erweitert sowie mit einem neuen Glockenturm ausgestattet und 1978 bis 1989 renoviert.
In Cauca standen einige Mühlen und eine Dreherei, in der Gefässe aus Lavezstein hergestellt wurden. Im Ort liegen auch viele aufgegebene Maiensässe. Die Vieh- und Alpwirtschaft war die hauptsächliche Erwerbsquelle der Einwohner. Um ein Auskommen zu finden, waren viele von ihnen zur saisonalen Emigration gezwungen.
Seit 1957 befindet sich in Cauco das Ausbildungszentrum des Bund Schweizerischer Pfadfinderinnen, welches heute auch ein Informations- und Dokumentationszentrum, einen Laden und ein Bistro betreibt sowie Angebote für die die lokale Bevölkerung.
| Blasonierung: «Geteilt von Gold (Gelb) und Rot, in Gold ein rotes Antoniuskreuz (Taukreuz), unten in Rot ein goldener Fisch» | |
|
Der Heilige Antonius ist der Patron der örtlichen Pfarrkirche, der Fisch steht für den sich ehemals oberhalb von Cauco erstreckenden See. |
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1683 | 1803 | 1850 | 1900 | 1950 | 2000 | 2004 | 2014 |
| Einwohner | 400 | 149 | 120 | 92 | 30 | 37 | 38 | 36 |
Von den Ende 2004 38 Bewohnern waren 37 (= 97,37 %) Schweizer Bürger. Im Jahr 2014 sprachen 53,8 % der Einwohner deutsch als Hauptsprache und 46,2 % italienisch.
Cauco ist von Süden her über die bei Grono im Misox abzweigende Kantonsstrasse erreichbar, die am gegenüberliegenden Ufer der Calancasca verläuft. Mit dem öffentlichen Verkehr war Cauco seit dem 1. März 1890 durch die Pferdepost erschlossen. Seit dem 4. Juli 1921 verkehrten zwei Omnibusse, als die Società Anonima Automobili Calanca con sede in Arvigo den Betrieb aufnahm. Am 16. Mai 1931 wurde wegen finanzieller Schwierigkeiten der Betrieb durch die Post (Postautohalter) übernommen.