| Grono | |
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| Staat: | |
| Kanton: | |
| Region: | Moesa |
| BFS-Nr.: | 3832 |
| Postleitzahl: | 6537 Grono 6538 Verdabbio 6556 Leggia |
| Koordinaten: | 731745 / 123163 |
| Höhe: | 336 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 301–2693 m ü. M. |
| Fläche: | 37,12 km² |
| Einwohner: | 1634 (1. Januar 2026) |
| Einwohnerdichte: | 44 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 32,9 % (1. Januar 2026) |
| Gemeindepräsident: | Samuele Censi |
| Website: | www.grono.ch |
Einfahrt nach Grono von Süden | |
| Lage der Gemeinde | |
Grono ist eine Ortschaft und eine politische Gemeinde im italienischsprachigen Teil des Kantons Graubünden in der Schweiz. Sie gehört zur Region Moesa.
Auf den 1. Januar 2017 fusionierten die bis dahin selbständigen politischen Gemeinden Verdabbio und Leggia mit Gemeinde Grono.

Grono liegt auf der rechten Seite des Flusses Moesa. Ungefähr 60 % der Gemeindefläche bestehen aus Wald und Gehölzen, 30 % aus unproduktiver Fläche. Von den nutzbaren Flächen fallen je rund 5 % auf die Siedlung wie auf die Landwirtschaft, die vor allem in Weinbau besteht.
Grono grenzt an die Gemeinden Roveredo, Buseno, Castaneda, Santa Maria in Calanca, Calanca, Lostallo und Cama. Im Osten grenzt Grono an die Gemeinden Gordona und Dosso del Liro in Italien in Richtung Comer See.



1219 wurde de Grono mit seiner Kirche San Clemente erstmals erwähnt, 1395 wurde der Flecken de Agrono genannt. Grono gehörte zuerst zum Vikariat und zur Squadra Roveredo. Es hing auch vom Kapitel San Vittore ab und wurde 1521 eine selbständige Kirchgemeinde. Die Gemeinde Grono gehörte zum Vikariat und zur Squadra Roveredo. Die Kirche San Clemente, 1219 erwähnt, wurde 1935 und 1978 restauriert.
Die Torre Fiorenzana, sehr wahrscheinlich Ende des 12. Jahrhunderts erbaut, ist ein fünfstöckiges Haus mit rechteckigem Grundriss. Es gehörte der Familie de Sacco und war 1406 Schauplatz des Mordes an Alberto de Sacco. Das 1977 restaurierte Haus ist heute im Besitz des Museo moesano. Der Palazzo Togni oder Ca' Rossa, das rote Haus, wurde 1721 erbaut und war bis 2004 Sitz der Sektion Moesana der Pro Grigioni Italiano. 1799 wurde ein Freiheitsbaum errichtet.
Die Landwirtschaft ist fast vollständig aus Grono verschwunden, aber es gibt verschiedene Kleinindustrien sowie eine Klinik. 2000 war weniger als die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung in Grono selbst tätig.
Am 11. August 2003 wurde in Grono während der Hitzewelle in Europa 2003 mit 41,5 °C die bisher höchste Temperatur der Schweiz seit Messbeginn registriert. Grono ist damit bisher der einzige Ort der Schweiz, in dem Temperaturen von über 40 °C offiziell (vom nationalen Wetterdienst MeteoSchweiz) gemessen wurden. Die Wetterstation Grono lag damals an einem Sonnenhang auf 328 m ü. M. in den unteren Lagen des Misox. Heute liegt die Station auf dem Talboden auf 324 m ü. M.
Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 10,8 °C, wobei im Januar mit 0,8 °C die kältesten und im Juli mit 20,4 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 85 Frosttage und drei Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 80, während im Schnitt 17,1 Hitzetage zu verzeichnen sind.
| Grono, 1981–2010 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Grono, 1981–2010
Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Blasonierung: «In Gold roter Schildfuss, überdeckt von drei grünen Rebenblättern mit verschlungenen silbernen Stielen.» | |
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||
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| Jahr | 1773 | 1850 | 1900 | 1950 | 2000 | 2010 | 2016 | 2017 | 2020 | 2024 |
| Einwohner | 296 | 517 | 484 | 528 | 916 | 952 | 1023 | 1373 | 1397 | 1580 |
Anmerkung: 2017 wurden Leggia (Ende 2016: 161 Einwohner) und Verdabbio (Ende 2016: 156 Einwohner) nach Grono eingemeindet.

Der italienischsprachige Anteil macht 85,1 % aus. Die zweithäufigste Sprache ist Deutsch mit 6,1 %, gefolgt von Serbokroatisch mit 2,2 %. Der Ausländeranteil beträgt 25,1 %.
Fast die Hälfte der Bevölkerung arbeitet selbständig. Ungefähr je eine Hälfte der Einwohner ist im sekundären und tertiären Sektor tätig. Bis in die frühen 1970er-Jahre stand in Grono eine der kleinsten Brauereien der Schweiz. Das Gebäude der Birreria Tognola ist gut erhalten, heute ist darin die Graubündner Kantonalbank untergebracht.