| Love Symbol | |||||||||||
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| Studioalbum von Prince and The New Power Generation | |||||||||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
Dezember 1990 – August 1992 | ||||||||||
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Paisley Park Records / Warner Bros. Records | |||||||||||
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Format(e) |
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Titel (Anzahl) |
18 | ||||||||||
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1:14:56 | |||||||||||
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Besetzung |
s. Mitwirkende | ||||||||||
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Prince | |||||||||||
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Studio(s) |
Larrabee West Studios (Los Angeles) | ||||||||||
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Love Symbol (englisch für Liebessymbol) ist das 14. Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince, der alle Songs arrangierte, komponierte und produzierte. Er nahm es mit seiner Begleitband The New Power Generation auf und erschien am 2. Oktober 1992 bei Paisley Park Records / Warner Bros. Records. Love Symbol ist ein Konzeptalbum: Prince entwickelte eine Rahmenhandlung um die Songs, die eine Liebesaffäre zwischen ihm und einer 16-jährigen Prinzessin aus Kairo schildert, dargestellt von seiner damaligen Freundin und späteren Ehefrau Mayte Garcia. Kirstie Alley tritt als Reporterin auf, die Prince interviewt.
Die Musik lässt sich den Genres Contemporary R&B, Dance-Pop, Funk, Hip-Hop, Pop und Rock zuordnen. Als Gäste wirken Carmen Electra, Clare Fischer, The Steeles sowie das Blechbläserquintett Hornheads mit. Love Symbol war international kommerziell erfolgreich und erhielt in mehreren Ländern Gold- und Platinstatus.
Musikkritiker bewerteten die Musik des Albums teilweise sehr positiv, während die Rahmenhandlung überwiegend negativ aufgenommen wurde. Eine Tournee zum Album führte Prince ausschließlich durch die USA und Kanada; sie war aus kommerzieller Sicht erfolgreich.

Prince nahm Love Symbol, wie bereits das Vorgängeralbum Diamonds and Pearls (1991), mit seiner Begleitband The New Power Generation auf; 1992 kam es jedoch zu personellen Änderungen: Sängerin Rosie Gaines verließ die Band, während Prince Tänzerin Mayte Garcia hinzunahm. Zudem wirkten das Blechbläserquintett Hornheads sowie William ‘DJ’ Graves an den Albumaufnahmen mit. Alle Songs entstanden in Prince’ Paisley Park Studio in Chanhassen (Minnesota); zusätzliches Mixing erfolgte in den Tonstudio Larrabee West Studios in Los Angeles (Kalifornien).
Prince bezeichnete Love Symbol als „fantasy rock soap opera“ („Phantasie-Rock-Seifenoper“), da er eine Rahmenhandlung um die Songs des Albums konstruierte. Im Zentrum steht eine Liebesaffäre zwischen ihm und einer 16-jährigen Prinzessin aus Kairo, dargestellt von seiner damaligen Freundin und späteren ersten Ehefrau Mayte Garcia. Gesprochene Überleitungen („Segues“) werden von der Schauspielerin Kirstie Alley in der Rolle der Reporterin „Vanessa Bartholomew“ gesprochen und verbinden einzelne Songs zur Darstellung der Handlung.
Die meisten Songs entstanden zwischen Oktober 1991 und März 1992; 7 nahm Prince jedoch bereits im Dezember 1990 auf, Blue Light am 12. Mai 1991. Am 18. September 1991 entstand My Name Is Prince, das ursprünglich nicht für eine Albumveröffentlichung vorgesehen war. Am 1. Oktober nahm Prince Sweet Baby auf, am 10. Oktober Damn U und Sexy M.F. sowie am 31. Oktober 3 Chains o’ Gold und Love 2 the 9’s. Den Track The Flow nahm Prince ursprünglich am 11. September 1990 auf, überarbeitete das Stück jedoch am 10. November 1991 grundlegend. Die Songs And God Created Woman und Arrogance entstanden am 27. November. Am 5. Dezember nahm Prince The Sacrifice of Victor auf; zudem wirkten die Hornheads mit, die mehreren Songs Blechblasinstrumente hinzufügten. The Morning Papers entstand am 31. Dezember 1991. Das genaue Aufnahmedatum von The Max ist nicht bekannt; der Track entstand jedoch Ende 1991.
Im Januar 1992 setzte Prince die Albumaufnahmen fort und nahm The Continental auf; im Februar fügte Clare Fischer Orchester-Overdubs in 3 Chains o’ Gold und Damn U hinzu. Die gesprochenen Überleitungen von Kirstie Alley entstanden Anfang 1992 im Tonstudio Record Plant in Los Angeles. Bis Ende März 1992 arbeitete Prince an den Albumaufnahmen; anschließend ging er vom 3. April bis zum 3. Mai mit der Diamonds and Pearls Tour in Japan und Australien auf Tournee.
Über die Zusammenarbeit mit Prince sagte Toningenieur David Friedlander, sie sei für ihn die anstrengendste, zugleich aber bereicherndste Arbeit gewesen, die er je erlebt habe. Prince fordere Perfektion und erwarte Mitarbeiter, die seinem Tempo folgten; mitunter habe man 48 Stunden ohne Schlaf gearbeitet, und auch Prince selbst sei „vielleicht einmal für eine Stunde nach Hause gefahren, um ein Bad zu nehmen und sich umzuziehen“.
Nach seiner Rückkehr in sein Paisley Park Studio nahm Prince am 14. Mai 1992 den Song
Wanna Melt with U auf, der ursprünglich für die Maxi-Single von 7 vorgesehen war. Anschließend setzte er die Diamonds and Pearls Tour am 25. Mai 1992 in Europa fort und beendete sie am 12. Juli.
Nach Abschluss der Diamonds and Pearls Tour entschied sich Prince kurzfristig,
Wanna Melt with U ebenfalls auf dem bereits fertiggestellten Album Love Symbol zu platzieren. Ohne den 3:50 Minuten langen Song betrug die Gesamtspielzeit des Albums bereits 76:41 Minuten; die Speicherkapazität einer Audio-CD lag damals jedoch bei nur 74 Minuten. Daraufhin entfernte Prince einen Großteil der erklärenden Überleitungen, wodurch die Rahmenhandlung auf der veröffentlichten Version von Love Symbol kaum noch nachvollziehbar ist. Im August 1992 schloss Prince die endgültige Fertigstellung des Albums ab.

Am 28. Mai 1992 erstellte Prince eine Tracklist für Love Symbol, die noch neun Überleitungen („Segues“) mit einer Gesamtlänge von etwa acht Minuten enthielt. Sie erläuterten die Rahmenhandlung zusammenhängender als in der veröffentlichten Version des Albums.
Segue 1 (Album Intro): Ein männlicher Erzähler leitet die Rahmenhandlung ein, die im Jahr 1997 in Minneapolis (Minnesota) beginnt. Ein fünfjähriger Junge namens „Michael“ gräbt im Sand und findet eine Schachtel mit drei Goldketten, „3 Chains o’ Gold“ oder „Three Chains of Turin“ genannt. Auf dem Weg, den Schatz seiner Mutter „Mayte“, der ägyptischen Prinzessin von Kairo und einzigen Erbin eines Milliardenerbes, zu zeigen, wird er von einer Menschenmenge abgelenkt. Die Fernsehreporterin „Vanessa Bartholomew“, gespielt von Kirstie Alley, berichtet live von den Paisley Park Studios in Chanhassen, dass Prince einen ungewöhnlichen Karriereweg eingeschlagen habe. Trotz der Rezession startete er mit seiner Begleitband The New Power Generation eine Konzertreihe, in der er eine Oper mit neuer Musik aufführte. Zu Hause übergibt Michael seiner Mutter die „Three Chains of Turin“. Prinzessin Mayte nimmt die Schachtel und erinnert sich an ein Prince-Konzert im Jahr 1992. Darauf folgen die Songs My Name Is Prince und Sexy M.F.
Segue 2: Prince beauftragt Kirk Johnson, Mitglied von The New Power Generation, Prinzessin Mayte ausfindig zu machen. Johnson meldet jedoch, dass sie verschwunden sei: „Ich konnte sie nicht aufhalten, sie hatte sieben Schläger dabei“. Er bringt jedoch die Schachtel mit, die die „Three Chains of Turin“ und eine Videobotschaft enthält. In der Videobotschaft teilt Prinzessin Mayte Prince mit, dass sie sich inzwischen in Kairo befindet, und bittet ihn, die „Three Chains of Turin“ mit all seiner Liebe zu schützen, da die drei Goldketten für sie das Wichtigste der Welt seien. Darauf folgen die Songs Love 2 the 9’s, The Morning Papers und The Max.
Segue 3: Ein erstes Telefoninterview zwischen Prince und der Reporterin Vanessa Bartholomew wird eingeleitet. Prince fragt: „Wo warst du?“. Sie antwortet: „Ich versuche schon lange, dich zu interviewen, aber du bist schwer zu finden.“ Als sie ankündigt, das Gespräch aufzuzeichnen, legt Prince sofort auf. Am nächsten Tag ruft Bartholomew erneut an, entschuldigt sich für das vorherige Gespräch und versichert, es diesmal nicht aufzuzeichnen. Während des Interviews spricht Prince durch ein Spezialtelefon, eine „Tongue Box“, wie im Film Barbarella (1968). Auf die Frage nach seinem Namen antwortet er: „My Name Is Victor“ und gibt sein Alter mit 320 Jahren an. Bartholomew entgegnet: „320, hmm, mach dir keine Sorgen, Schatz, ich bin zu jung für dich. Gerüchten zufolge ist die Kronprinzessin von Kairo jetzt Mitglied von The New Power Generation.“ Darauf folgt der Song Blue Light.
Segue 4: In einem zweiten Telefoninterview fragt Bartholomew Prince, ob er die „Three Chains of Turin“ kenne, was er verneint. Sie erklärt, die Ketten seien so alt wie die Pyramiden und verfügten über magische Kräfte. „Sie haben allen Menschen in ihrer Umgebung unglaubliches Glück gebracht“ und „sind ein Vermögen wert“, fügt sie hinzu. Die Ketten seien jedoch gestohlen worden, und für die Festnahme der Diebe sei eine Belohnung von 500.000 US-Dollar ausgesetzt, was Prince schweigend zur Kenntnis nimmt. Bartholomew droht ihm daraufhin, die Liebesaffäre mit der 16-jährigen Prinzessin Mayte zu enthüllen: „Wenn du mir nicht die Wahrheit erzählst, muss ich mir meine eigene Geschichte ausdenken“, warnt sie. Prince legt schweigend auf, worauf sie kommentiert: „That son of a bitch“. Der Erzähler von Segue 1 meldet sich erneut und verkündet, dass Prince ab sofort verschwunden sei. Darauf folgt der Song Sweet Baby.
Segue 5: Ein Mitglied von The New Power Generation lädt Mayte zu einer Party ein. Zweimal ertönen die Zeilen „3 Chains o’ Gold“, während Mayte sagt: „Das ist alles, was ich in dieser Welt habe!“ und „Das ist alles, was ich in dieser Welt habe, außer dir!“. Darauf folgen die Songs The Continental und Damn U.
Segue 6: Am Ende von Damn U sagt Prince: „Dieser Song ist allen Liebenden gewidmet“, worauf Vanessa Bartholomew kommentiert: „Das war wunderschön“. Dann fügt er hinzu: „Dieser Song ist den Huren gewidmet“, womit er Journalisten meint; Bartholomew reagiert ungläubig: „Was?“. Sie versucht dennoch ein weiteres Interview und fragt: „Woran glaubst du?“ Auf seine Antwort „Gott“ fragt sie: „Wer ist dein Gott?“. Seine Erwiderung „you“ veranlasst sie, nachzufragen, ob das die Wahrheit oder eine weitere Fassade sei. Prince lacht lediglich, worauf Bartholomew verärgert sagt: „Warum bist du so arrogant?“ Darauf folgen die Songs Arrogance und The Flow.
Segue 7: Prinzessin Mayte hält einen kurzen Monolog und erzählt, dass ihr Vater von sieben Männern ermordet wurde, die zugleich ihre persönlichen Bodyguards waren. Sie fürchtet nun, dass die Männer auch hinter ihr und Prince her sind und die „3 Chains o’ Gold“ an sich bringen wollen. Sie fleht Prince an: „Sie dürfen SIE niemals finden. Sie dürfen UNS niemals finden“. Darauf folgt der Song 7.
Segue 8: Nach dem Ende von 7 sagt Prinzessin Mayte zu Prince: „Schau jetzt in den Spiegel. Wenn du der Anfang bist, bin ich das Ende, und alles dazwischen spiegelt sich dort wider“. Im Booklet von Love Symbol stehen neben dem Liedtext von 7 die Wörter „revelation“ („Offenbarung“) und „the book“ (Offenbarung des Johannes) in Spiegelschrift. Darauf folgen die Songs And God Created Woman und 3 Chains o’ Gold.
Segue 9: Prince und Prinzessin Mayte befinden sich auf dem Rückflug nach Minneapolis. Sie sind glücklich miteinander und bekommen ein Kind. Vanessa Bartholomew meldet sich erneut zu Wort und fragt: „Warum sagst du mir nicht die Wahrheit?“ Darauf antwortet Schlagzeuger Michael Bland von The New Power Generation mit der Gegenfrage: „Was ist Selbstverleugnung?“ („What is sacrifice?“). Abschließend folgt der letzte Albumsong The Sacrifice of Victor.
Anfangs betreute Musikmanager Frank DiLeo, der von 1984 bis 1989 für Michael Jackson tätig war, die Werbekampagne von Love Symbol. Er wurde jedoch von Prince entlassen, nachdem er die gleiche Meinung wie der Warner-Vorstand zur Auswahl der Singleauskopplungen vertreten hatte; Prince wollte die erste Single My Name Is Prince veröffentlichen, während DiLeo und Warner den Song 7 bevorzugten.
Für die im Vergleich zum Vorgängeralbum Diamonds and Pearls mäßigen Verkaufszahlen von Love Symbol machte Prince Warner Bros. Records verantwortlich. Er warf dem Label vor, das Album nicht ausreichend beworben zu haben. Warner hingegen hielt Prince für zu präsent in den Massenmedien: Nach der Veröffentlichung von fünf Singles aus Diamonds and Pearls innerhalb von neun Monaten hätten Radiostationen keine Songs von Love Symbol mehr spielen wollen. Warner sah darin ein Zeichen für eine Marktübersättigung mit Prince’ Musik. Marylou Badeaux, damalige Vizepräsidentin von Warner Bros. Records, beschrieb die Stimmung der Mitarbeiter gegenüber Prince: „Es war deutlich spürbar, dass die Leute die Nase voll hatten. Viele sagten mir: ‚Der Typ ist doch völlig durchgeknallt.‘“

Bei seiner Veröffentlichung im Oktober 1992 hatte das 14. Studioalbum von Prince offiziell noch keinen Namen. Auf dem Frontcover ist das unaussprechbare Symbol zu sehen, das Prince von 1993 bis 2000 als Pseudonym statt eines Namens nutzte. Das Symbol kombiniert Mars- und Venussymbol-Elemente, weshalb einige Medien das Album zunächst als Androgyny („Androgynie“) bezeichneten. Es erschien zudem unter den Bezeichnungen Untitled („Unbetitelt“) und Prince and The New Power Generation, da diese als Interpreten angegeben waren. Ein Jahr nach der Veröffentlichung erhielt das Album einen offiziellen Namen: Am 11. Oktober 1993 brachte Warner Bros. Records die Single Peach in einer Sonderausgabe mit My Name Is Prince als B-Seite heraus; auf der Rückseite des Covers war der Satz zu lesen: „Taken from the album Love Symbol“ („Aus dem Album Love Symbol entnommen“).
Bei einigen CD-Auflagen ist das Symbol auf der sonst durchsichtigen Klappe des Jewelcases eingeprägt oder aufgedruckt, sodass das Coverbild des Booklets das Symbol nicht enthält. Das Cover zeigt eine futuristische Stadt, die als Neues Jerusalem interpretiert werden kann. Prince spielt auf der Straße Gitarre, während Mayte Garcia dazu tanzt. Das Paar steht inmitten eines Kreises aus zwölf sitzenden Mädchen. Auf dem Rückcover der Doppel-LP ist ein Bandfoto von Prince und The New Power Generation abgebildet, darunter die Tracklist. Über dem Foto ist zudem ein schemenhaftes Porträt von Garcia zu erkennen. Die Liedtexte befinden sich in der Innenhülle.
Im CD-Booklet sind weitere Fotos von Prince und seinen Bandmitgliedern abgedruckt. Die Tracklist befindet sich auf der Rückseite, wobei die Songnummern und Spielzeiten in römischen Zahlen angegeben sind. Im Hintergrund ist die Spitze einer Pyramide zu sehen. Im Hintergrund der Liedtexte sind kleine Nachrichten zu entdecken, etwa „the yellow cloud will croon“ („Die gelbe Wolke wird leise singen“), „prince’s mother’s 1st name is mattie“ („Der Vorname von Prince’ Mutter lautet Mattie“), „prince’s favorite food is stewardesses“ („Prince’ Lieblingsessen sind Stewardessen“) oder „don’t buy the black album“ („Kauft das Black Album nicht“).

Die Musik umfasst die Genres Contemporary R&B, Dance-Pop, Funk, Hip-Hop, Pop und Rock; zudem ist Rap zu hören. Neu ist die Integration einer Bläsersektion in vielen Songs; zudem ist die Produktion dichter und komplexer als zuvor. Es ist das erste Prince-Album, auf dem er Samples anderer Künstler explizit in den Liner Notes erwähnt. Im Vergleich zu Diamonds and Pearls gab es zwei Personalwechsel: Prince nahm Mayte Garcia in The New Power Generation auf, während William ‘DJ’ Graves, ohne offizielles Mitglied zu sein, DJ-Tätigkeiten übernahm. Erstmals wirkten auch das Blechbläserquintett Hornheads, auch bekannt als The NPG Hornz, auf einem Prince-Album mit. Rosie Gaines verließ hingegen die Band.
Love Symbol ist ein Konzeptalbum, da Prince eine Rahmenhandlung um die Songs entwarf, in der eine Liebesaffäre zwischen ihm und einer 16-jährigen Prinzessin aus Kairo thematisiert wird, dargestellt von seiner damaligen Freundin und späteren Ehefrau Mayte Garcia. Der Songzyklus macht die Rahmenhandlung jedoch schwer nachvollziehbar; die gesprochenen Übergänge („Segues“) zwischen Prince und der von Kirstie Alley gespielten Reporterin „Vanessa Bartholomew“ tragen nur wenig zur Klarheit bei.
Prince vertonte die Liedtexte melodisch, ist aber gelegentlich auch im Sprechgesang zu hören. Neben seinem charakteristischen Falsett verwendet er auch tiefere Stimmlagen. Die Rap-Passagen übernimmt meist Tony Mosley. Musikalische Gäste sind Carmen Electra, Clare Fischer, Saxophonist Eric Leeds und The Steeles.

| # | Titel | Dauer | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | My Name Is Prince a | 6:38 | |||||||
| 2 | Sexy M.F. b | 5:25 | |||||||
| 3 | Love 2 the 9’s | 5:45 | |||||||
| 4 | The Morning Papers | 3:57 | |||||||
| 5 | The Max | 4:30 | |||||||
| 6 | Segue #1 | 0:21 | |||||||
| 7 | Blue Light | 4:38 | |||||||
| 8 | 3:50 | ||||||||
| 9 | Sweet Baby | 4:01 | |||||||
| 10 | The Continental | 5:31 | |||||||
| 11 | Damn U | 4:25 | |||||||
| 12 | Arrogance | 1:35 | |||||||
| 13 | The Flow a | 2:26 | |||||||
| 14 | 7 c | 5:13 | |||||||
| 15 | And God Created Woman | 3:18 | |||||||
| 16 | 3 Chains o’ Gold | 6:03 | |||||||
| 17 | Segue #2 | 1:29 | |||||||
| 18 | The Sacrifice of Victor | 5:41 | |||||||
| Spieldauer: 74:56 min. | |||||||||
| Autor aller Songs ist Prince a Autor: Prince und Tony Mosley b Autor: Prince, Levi Seacer Jr., Tony Mosley c Autor: Prince, Jimmy McCracklin, Lowell Fulson | |||||||||
Love Symbol erschien am 2. Oktober 1992 in Deutschland und am 13. Oktober 1992 in den USA. Das Album wurde auf CD, Doppel-LP und MC veröffentlicht und später auch als Download. Eine zensierte CD-Version ersetzt in My Name Is Prince und Sexy M.F. das Wort „Fuck“. Zudem erschien eine limitierte Sonderedition in einem Goldfolienschuber.
Von Love Symbol wurden fünf Singles ausgekoppelt. Die Vorabsingle Sexy M.F. erschien am 30. Juni 1992 und entspricht der Albumversion; wegen des anzüglichen Textes wurde sie weltweit nur selten im Radio gespielt. Die B-Seite ist Strollin’, zuvor auf Diamonds and Pearls enthalten. Die zweite Single, My Name Is Prince, erschien am 28. September 1992 in Großbritannien und einen Tag später in den USA; die Singleversion ist 4:04 Minuten lang. Auf der B-Seite ist Sexy Mutha enthalten, ein Remix von Sexy M.F. mit der Refrain-Variante „you sexy mutha“ statt „you sexy motherfucker“.
Die Singles 7 und Damn U erschienen am 17. November 1992; Damn U war gezielt für die US-amerikanischen R&B-Charts vorgesehen. Beide enthalten als B-Seite den zuvor unveröffentlichten Song 2 Whom It May Concern, der rhythmisch an Sexy M.F. erinnert und Samples von Tracks des Albums Love Symbol nutzt. Die Singleversion von 7 dauert 4:23 Minuten; die B-Seite bietet das Stück in Akustikversion. Die fünfte und letzte Single, The Morning Papers, erschien am 1. März 1993 in Großbritannien und am 3. April in den USA. Sie entspricht der Albumversion, B-Seite ist Live 4 Love von Diamonds and Pearls.
Am 7. Juli 2023 veröffentlichte The Prince Estate („Der Prince-Nachlass“) die bisher unveröffentlichte Version 7 (E Flat Version) als Download-Single. Die 5:02 Minuten lange Fassung ähnelt stilistisch dem Track 2 Whom It May Concern.
Prince produzierte zwölf Musikvideos zu Songs des Albums Love Symbol. Vom 20. bis 22. März 1992 entstand in seinem Paisley Park Studio ein neunminütiges Video zu Sexy M.F., in dem Troy Beyer die weibliche Hauptrolle spielt. Tänzer Damon Dickson liest darin die letzte Seite der US-Ausgabe des Magazins Billboard vom 29. Februar 1992, auf der Werbung für das Album Chic-ism (Veröffentlichung 3. März 1992) der Band Chic erscheint – Bandmitglied Nile Rodgers kommentierte: „Es ist die beste Musikpromotion, die wir je hatten. Damals waren wir Persona non grata“. Regie führte Sotera Tschetter, produziert wurde das Video von Robert Borm, der bereits für Diamonds and Pearls tätig war. Am 16. Juni 1992 erschien Sexy M.F. – The Home Video auf VHS, erreichte sechs Wochen Platz eins der US-Billboard-Video-Charts und erhielt für 50.000 verkaufte Exemplare Goldstatus. Auf Blu-ray Disc und DVD erschien das Video bis heute (2026) nicht.
Anfang 1992 drehte Prince Footage für das Musikvideo zu The Continental in seinem Paisley Park Studio. Ergänzt wurde es mit Aufnahmen von zwei Konzerten im Tokyo Dome in Tokio Anfang April 1992 im Rahmen der Diamonds and Pearls Tour. Regie führte erneut Sotera Tschetter, gemeinsam mit der Fotografin Randee St. Nicolas.

Im Mai 1992 begann Prince im Paisley Park Studio mit den Dreharbeiten zu 7 und ergänzte diese auf einer großen Soundstage in Los Angeles. Dort treten 24 Kinder auf: zwölf Jungen in Prince-Kostümen und zwölf Mädchen in Mayte-Garcia-Kostümen. Auch Prince’ damalige Haustiertaube Majesty († 2017) erscheint im Video und wird von Garcia geküsst. Prince bearbeitete das Material wiederholt, sodass das Video erst im September 1992 fertiggestellt wurde. Regie führte erneut Sotera Tschetter. Mitte Mai entstand zudem das Video zu Sweet Baby, in dem Garcia unter anderem durch die Downtown Los Angeles schlendert; gezeigt werden außerdem der Santa Monica Pier und die Pyramiden von Gizeh.
Am 11. August 1992 drehte Prince im Paisley Park Studio Filmmaterial für My Name Is Prince. Weitere Szenen entstanden am 22. und 23. August in Los Angeles, diesmal mit Kirstie Alley als Reporterin Vanessa Bartholomew. Die Nachrichtenstudio-Aufnahmen wurden am 10. September 1992 in Minneapolis im Studio des lokalen Nachrichtensenders KMSP-TV aufgenommen, der zum US-Unternehmen Fox Broadcasting Company gehört. Regie führten Kevin Kerslake und Randee St. Nicholas. Ebenfalls im August 1992 entstand im Paisley Park Studio das Video zu 2 Whom It May Concern, das Ausschnitte von Sexy M.F., My Name Is Prince und 7 zeigt, ergänzt durch Footage vom Tokyo Dome aus April 1992.
Am 3. Oktober 1992 drehte Prince Sequenzen für
Wanna Melt with U im Musikklub Glam Slam North in Minneapolis; ergänzt wurden die Aufnahmen durch Footage aus dem Paisley Park Studio. Die Videos zu den Singles Damn U und The Morning Papers entstanden vermutlich ebenfalls im Oktober 1992 im Paisley Park Studio. Ende 1992 wurde dort das Video zu Love 2 the 9’s produziert, mit Prince, Mayte Garcia, The New Power Generation und den Hornheads. Regie führte Parris Patton, während Randee St. Nicholas die anderen Videos betreute.
Anfang 1993 entstand im Paisley Park Studio vermutlich das Video zu Blue Light, in dem Prince und Mayte Garcia tanzen und sich spielerisch necken. Das Video zu The Max wurde vermutlich im März 1993 fertiggestellt; es enthält Konzertaufnahmen der Act-I-Show, Szenen von einer Autogrammstunde am 12. März 1993 im Schallplattenladen Turtle’s Rhythm and Views in Atlanta sowie Aufnahmen der Diamonds and Pearls Tour und aus dem Paisley Park Studio. Beide Videos wurden erneut von Parris Patton inszeniert.
Am 16. August 1994, dem Veröffentlichungstag von Prince’ 15. Studioalbum Come und fast zwei Jahre nach Love Symbol, veröffentlichte Warner Bros. Records das Direct-to-Video 3 Chains o’ Gold. Es zeigt die Rahmenhandlung von Love Symbol und enthält elf der 16 Songs als Musikvideos, teils in gekürzter Form. Das 73-minütige Video erschien ausschließlich auf VHS und Laserdisc und erreichte Platz fünf der US-Billboard-Video-Charts. Zu diesem Zeitpunkt war Prince noch bei Warner Bros. Records unter Vertrag, befand sich jedoch im Streit mit dem Label und hatte am 7. Juni 1993 seinen Namen abgelegt.
Einige Songs von Love Symbol wurden als Coverversion interpretiert. 1993 erschien My Name Is Bart, eine Verballhornung von My Name Is Prince, gesungen von Nancy Cartwright als Bart Simpson. 2000 parodierte Stefan Raab den Song unter dem Titel Die geile Schwedin vom letzten Jahr (My Name Is Knilch).
Sexy M.F. coverten 1998 The Adults, 2001 sang Anastacia den Titel in einem Live-Medley, 2008 veröffentlichte Dog Almighty eine Version, 2011 nahmen Malcolm Braff, Reggie Washington und Lukas König eine eigene Fassung auf, und 2025 David Helbock & Julia Hofer feat. Mahan Mirarab. Love 2 the 9’s spielte 2006 die US-Jazzsängerin Michelle Mailhot neu ein, The Morning Papers 2008 die norwegische Singer-Songwriterin Marte Wulff, und Damn U 2008 Suzanne Sumbundu.
7 coverten 1997 Kings of Disguise und 2001 Solomon Burke feat. Tom Semon & „Chief“ Lee Bryan. Blue Light interpretierte Ho’onu’a 2000 neu. 1999 veröffentlichte The Songrise Orchestra die Instrumental-CD The Music of Prince, auf der Versionen von 7, My Name Is Prince und The Morning Papers enthalten sind.
Alle Songs wurden von Prince arrangiert, komponiert, produziert und gesungen. Er spielte zudem alle Musikinstrumente selbst, ergänzt durch folgende Musiker:
| Präsentationsalbum | Love Symbol |
|---|---|
| Anfang der Tournee | 8. März 1993 |
| Ende der Tournee | 17. April 1993 |
|
Konzerte insgesamt |
|
| Konzerte insgesamt | 25 |
| Diamonds and Pearls Tour (1992) |
Act I Show | Act II Show (1993) |
|---|
Fünf Monate nach der Veröffentlichung von Love Symbol trat Prince mit The New Power Generation auf der „Act I Show“ in den USA und Kanada auf. Die Tournee begann am 8. März 1993 im Sunrise Musical Theater in Fort Lauderdale und endete am 17. April 1993 im Universal Amphitheatre in Los Angeles. Es war seine erste US-Tour seit der Lovesexy Tour 1988.
Die „Act I Show“ gliederte sich in zwei Abschnitte: Im ersten spielte Prince fast alle Songs von Love Symbol (ausgenommen Arrogance und The Sacrifice of Victor), im zweiten ältere und kommerziell erfolgreiche Hits. Die Tour umfasste 23 US-Konzerte und zwei Auftritte in Kanada, besuchten insgesamt 127.000 Zuschauer, und erzielte Einnahmen von rund 3,9 Millionen US-Dollar. Die Spielzeit der Shows betrug 120 bis 145 Minuten.
Die „Act I Show“ wurde überwiegend positiv bewertet. Kritiker hoben Prince’ publikumswirksames Auftreten und die musikalische Vielseitigkeit von The New Power Generation hervor. The Washington Post schrieb: „Eines seiner Mikrofone war eine phallische Pistole, die Ausstattung sensationell, und der Sänger besitzt ein Bewegungstalent, von dem Barry White nur träumen kann.“ Kritische Stimmen bemängelten vor allem die konzerteigene Rahmenhandlung, die der des Albums Love Symbol ähnelte. Musikjournalist Jon Bream bezeichnete das Abschlusskonzert in Los Angeles als Prince’ schlechtestes Livekonzert der vergangenen zwölf Jahre.
The New Power Generation setzte sich aus neun Mitgliedern zusammen:
Zudem wirkte das Blechbläserquintett Hornheads mit, das damals aus folgenden Mitgliedern bestand:
Brian Gallagher (* 23. November 1963) starb am 3. März 2016 im Alter von 52 Jahren an einer Lungenembolie. Dave und Kathy Jensen sind verheiratet. Vom 26. Juli bis zum 7. September 1993 tourte Prince mit The New Power Generation durch Europa; die Tour nannte er „Act II Show“.
Ab 1986 spielte Prince nach seinen Hauptkonzerten gelegentlich sogenannte Aftershows, also zusätzliche Auftritte nach Mitternacht. Diese fanden in kleineren Clubs vor meist 300 bis 1.500 Zuschauern statt. Prince verzichtete dabei auf aufwendige Bühnenshows, Choreografien und Lightshows und wählte häufig eine andere Setlist, oft ohne seine Top-Ten-Hits. Höhepunkte mancher Aftershows waren Gastauftritte bekannter Musiker.
1993 spielte Prince bei vier der 25 Konzerte Aftershows. Bei den ersten beiden traten Gastmusiker auf: Am 27. März im Club USA in New York City wirkten Lenny Kravitz und die US-amerikanische Sängerin Tyler Collins (* 29. Oktober 1965) mit. Am 6. April im Metro Chicago in Chicago standen Buddy Miles und der Schauspieler Malcolm-Jamal Warner, bekannt als „Theo“ aus Die Bill Cosby Show, auf der Bühne. Die beiden weiteren Aftershows am 12. April in der DNA Lounge in San Francisco und am 17. April im Glam Slam West in Los Angeles fanden ohne Gastmusiker statt.
| Professionelle Bewertungen | |
|---|---|
| Durchschnittsbewertung | |
| Quelle | Bewertung |
| AOTY | 84 % |
| Weitere Bewertungen | |
| Quelle | Bewertung |
| AllMusic | |
| Rolling Stone (DE) | |
| Rolling Stone (USA) | |
| St. Paul Pioneer Press | |
| Wilson & Alroy’s Record Reviews | |
Die Musik von Love Symbol wurde von Musikkritikern überwiegend positiv bewertet, und The New Power Generation galt als Prince’ talentierteste und vielseitigste Begleitband. Die Rahmenhandlung des Albums stieß hingegen auf Kritik: Sie wurde als „Chaos“, „lächerlich“ und „verwirrend“ beschrieben, da sie größtenteils keinen Sinn ergeben habe. Per Nilsen (* 1960), Autor mehrerer Prince-Bücher, bezeichnete es als „zentralen Fehler“, dass Prince nicht die Originalversion veröffentlichte; die verbliebenen kurzen Überleitungen irritierten zudem viele Hörer. Die Website AOTY (Album of the Year) ermittelte aus sechs englischsprachigen Rezensionen eine Durchschnittsbewertung von 84 %.
Melissa Heng von der US-Zeitung St. Paul Pioneer Press vergab vier Sterne und lobte Love Symbol als eines der aufregendsten Alben des Jahres 1992. Von der „ersten eindringlichen Aussage“ in My Name Is Prince bis zum Gospel-Finale The Sacrifice of Victor bestehe das Album aus einer „exzellenten Funk-Sammlung“ und gehöre „in jede Musikliebhaber-Sammlung“. Typisch für Prince seien „sexy, ja sogar unanständige“ Texte. Besonders hervorhob Heng 3 Chains o’ Gold und 7. Die langsameren Stücke wie And God Created Woman, Blue Light, Love 2 the 9’s und Sweet Baby seien „bestenfalls generisch“, lediglich The Morning Papers und Damn U stachen positiv hervor. Hengs Fazit: „Das ist ein Album, von dem Michael Jackson nur träumen“ könne.
Stephen Thomas Erlewine von AllMusic vergab viereinhalb von fünf Sternen. Er lobte die „besten Dance-Tracks“ seit dem Black Album (1987) und hob My Name Is Prince sowie Sexy M.F. hervor. Das Album decke „die ganze Bandbreite des modernen Pop/R&B/Dance“ ab, sei „durchweg gelungen und exzellent“ und enthalte „einige der besten und einfallsreichsten“ Songs in Prince’ Karriere. The New Power Generation bezeichnete Erlewine als „die talentierteste und vielseitigste Band“, die Prince je angeführt habe. Kritik übte er an der Rahmenhandlung, die „mit lächerlichen Texten und lästigen Überleitungen von Kirstie Alley belastet“ sei.
Sassan Niasseri vom deutschen Rolling Stone vergab vier von fünf Sternen. Er lobte die „opulent arrangierten“ und „stilistisch vielfältigen“ Songs, wobei The Morning Papers mit „drei Metal-Soli“ und die „Mini-Oper“ 3 Chains o’ Gold mit einem möglicherweise noch beeindruckenderen Gitarrensolo-Finale als Let’s Go Crazy (1984) herausstachen. Damn U halte dem Neo-Soul aus Sign “☮” the Times (1987) stand, und
Wanna Melt with U sei „vielleicht am meistunterschätzt“. Kritik übte Niasseri an der Rahmenhandlung, die er als „konfuses Konzept“ mit „Schulterzucken“ beschrieb.
J.D. Considine vom US-Magazin Rolling Stone vergab vier von fünf Sternen. Er lobte Prince als „so funky wie schon lange nicht mehr“ und sah in Love Symbol Parallelen zu den glorreichen Tagen von James Brown und The J. B.’s. Die Songs handeln häufig von Sex, den Prince und The New Power Generation mit ebenso körperlicher wie anzüglicher Musik unterlegen. Sexy M.F. sei eine „aufgepeppte Version des Funks“ der 1970er Jahre, My Name Is Prince beeindrucke mit starkem Schlagzeugpuls, und Prince wechsle mühelos vom Reggae von Blue Light über den Techno-Knall in
Wanna Melt with U bis zur von Streichern getragenen Ballade Damn U. Auch die „reich strukturierte Ensemblearbeit“ in 3 Chains o’ Gold und der „jazzige Posaunen-Break“ in The Flow zählten zu den Höhepunkten des Albums. Die Rahmenhandlung hingegen überzeugte nicht und wirkte „wie ein Durcheinander mit Konzept“.

Die beiden Musikkritiker David Wilson und John Alroy vergaben dreieinhalb von fünf Sternen. Sie lobten Love Symbol für „viel starkes Material“, vom Old-School-Funk in Sexy M.F. über den melodischen Rocker The Morning Papers bis zum persönlichen und politischen Jam The Sacrifice of Victor. Love 2 the 9’s beginne als Ballade, wechsle zu Hip-Hop-beeinflusstem Funk und ende als reine Melodie. My Name Is Prince scheitere zwar im Hip-Hop, sei aber „recht amüsant“. Füllmaterial sei vorhanden, etwa The Max sowie die Experimente in
Wanna Melt with U und Arrogance. Im Gegensatz zu Diamonds and Pearls (1991) seien Tony Mosleys Raps jedoch besser in den Gesamtsound integriert, und das Hornheads-Quintett verliehe den Songs Tiefe und Abwechslung.
US-Musikjournalist Jon Bream von der Minneapolis Star Tribune zeigte sich enttäuscht. Er kritisierte, dass Prince versuche, „sich als König des Hip-Hops zu etablieren“, und bezeichnete die Rahmenhandlung des 16 Lieder umfassenden, fast 80-minütigen Albums als dürftig, vergleichbar mit seinen Filmen Under the Cherry Moon (1986) und Graffiti Bridge (1990). Der Musik fehle der Erfindungsreichtum früherer Alben; früher sei Prince „hip“ gewesen, jetzt „nur noch ein weiterer Hip-Hopper“. The Morning Papers hinterlasse einen schlechten Eindruck von Billy Joel, und Love 2 the 9’s erkunde Beat-Jazz-Pop à la Rickie Lee Jones, bevor Prince zum Rap übergeht. Positiv bemerkte Bream phasenweise Anklänge an Duke Ellington sowie das Potenzial von
Wanna Melt with U, My Name Is Prince, Sexy M.F. und The Max zu einem funkigen R&B-Partyalbum. Auch „hübsche“ Balladen wie Damn U und Sweet Baby seien enthalten. Insgesamt bezeichnete er Love Symbol jedoch als „eine riesige Enttäuschung“.
Am 25. Februar 1993 trat Prince in der Arsenio-Hall-Show auf und präsentierte vier Songs von Love Symbol. Während des Auftritts verbrannte er live ein Exemplar des Artikels von Jon Bream.
| ChartsChartplatzierungen | Höchstplatzierung | Wochen |
|---|---|---|
| 5 (19 Wo.) | 19 | |
| 1 (16 Wo.) | 16 | |
| 4 (12 Wo.) | 12 | |
| 5 (35 Wo.) | 35 | |
| 1 (21 Wo.) | 21 |
| Jahr | Titel |
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen (Jahr, Titel, , Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1992 | Sexy M.F. | DE11 (17 Wo.)DE |
AT6 (12 Wo.)AT |
CH8 (17 Wo.)CH |
UK4 (7 Wo.)UK |
US66 (4 Wo.)US |
Einige Radiostationen boykottierten den Song aufgrund des anzüglichen Liedtextes |
| My Name Is Prince | DE19 (10 Wo.)DE |
AT7 (5 Wo.)AT |
CH14 (10 Wo.)CH |
UK7 (5 Wo.)UK |
US36 (11 Wo.)US |
||
| 7 | DE77 (7 Wo.)DE |
— | CH28 (6 Wo.)CH |
UK27 (6 Wo.)UK |
US7 (23 Wo.)US |
US: 10. März 1993: Gold (500.000+) | |
| Damn U | DEn.v.DE | ATn.v.AT | CHn.v.CH | UKn.v.UK | US108 (8 Wo.)US |
Ausschließlich in den USA veröffentlicht | |
| 1993 | The Morning Papers | — | — | CH31 (10 Wo.)CH |
UK52 (3 Wo.)UK |
US44 (11 Wo.)US |
|
Mit dem Erreichen der US-Top Ten im Januar 1993 setzte 7 eine Serie fort: Prince hatte seit April 1983 mit Little Red Corvette jedes Jahr mindestens einen Top-Ten-Hit in den USA.
Love Symbol verkaufte sich weltweit rund 3,2 Millionen Mal, etwa die Hälfte davon in den USA.
| Land/Region | Auszeichnungen für Musikverkäufe (Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe) |
Verkäufe |
|---|---|---|
| 70.000 | ||
| 1.000.000 | ||
| (100.000) | ||
| 100.000 | ||
| (25.000) | ||
| (25.000) | ||
| (50.000) | ||
| 1.000.000 | ||
| (300.000) | ||
| Insgesamt | 2.170.000 |
Hauptartikel: Prince/Auszeichnungen für Musikverkäufe
Love Symbol war – abgesehen von den Greatest-Hits-Alben The Hits/The B-Sides, The Hits 1 und The Hits 2 im Jahr 1993 – Prince’ letztes US-Album der 1990er mit Platinstatus. Vom 7. Juni 1993 bis 16. Mai 2000 trat er unter einem unaussprechbaren Symbol auf, die Zeit bezeichnete er später als „die Jahre des Konflikts“.
Für die Love Symbol-Ära erhielt Prince diverse Auszeichnungen und Preise:
16. Februar 1993: Gewinner bei den BRIT Awards 1993 als „Best International Artist of the Year“
15. Juli 1993: Prince gewann in der Kategorie „Bester R&B-Künstler“ und Love Symbol in der Kategorie „Beste R&B-Aufnahme“. Zudem wurde Michael Bland als „Bester Schlagzeuger“ ausgezeichnet.