| The Chocolate Invasion | |||||
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| Studioalbum von Prince | |||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
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Titel (Anzahl) |
10 | ||||
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49:09 | |||||
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Besetzung |
s. Mitwirkende | ||||
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Prince | |||||
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Studio(s) |
Paisley Park Studio (Chanhassen) | ||||
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The Chocolate Invasion (englisch für Die Schokoladeninvasion) ist das 29. Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince, der alle Songs arrangierte, komponierte und produzierte. Es trägt den Untertitel „Trax from the NPG Music Club Volume One“. Prince veröffentlichte es am 29. März 2004 bei seinem eigenen Label NPG Records; es war ausschließlich als Download für registrierte Nutzer seiner damaligen Website erhältlich. Parallel zu The Chocolate Invasion brachte er auch sein 30. Studioalbum The Slaughterhouse sowie sein drittes Livealbum C-Note heraus.
Musikalisch ist das Album dem Contemporary R&B, Funk und der Popmusik zuzuordnen; die Liedtexte handeln überwiegend von Liebe und sexuellen Anspielungen. Als Gastmusiker wirken Angie Stone und Najee mit.
Eine nennenswerte Musikpromotion fand nicht statt. Da das Album nicht in den internationalen Charts geführt wurde, konnte es keinen Gold- oder Platinstatus erreichen. Das Medienecho fiel gering aus, zeitgenössische Musikkritiker beurteilten das Album überwiegend negativ.
2015 wurde The Chocolate Invasion über Tidal erneut als kostenpflichtiger Download veröffentlicht; seit 2018 ist es auch auf weiteren Musikstreaming-Plattformen verfügbar. Eine Veröffentlichung auf CD oder LP erfolgte bislang nicht (Stand: 2026).

Alle zehn Songs nahm Prince in seinem Paisley-Park-Studio in Chanhassen auf: Gamillah entstand vermutlich Ende 1999, Judas Smile im Sommer 2001, die übrigen acht Stücke im Jahr 2000. Ursprünglich platzierte Prince anstelle von My Medallion den Track The Dance, den er später überarbeitete und 2006 in leicht veränderter Fassung auf 3121 veröffentlichte.
Sieben Songs – Gamillah, High, My Medallion, Supercute, U Make My Sun Shine, Underneath the Cream und When
Lay My Hands on U – waren ursprünglich für das Album High vorgesehen, das Prince am 8. August 2000 ankündigte, jedoch nie veröffentlichte. Es wäre sein erstes Studioalbum nach der Rückannahme seines Künstlernamens „Prince“ am 16. Mai 2000 gewesen. Stattdessen stellte er am 21. Dezember 2000 das Duett U Make My Sun Shine mit Angie Stone über seine Website NPG Online LTD.com zum Download bereit.
Am 14. Februar 2001 ging die abonnementpflichtige Website NPG Music Club.com online, deren Mitglieder gegen eine Gebühr von 100 US-Dollar Zugang zu Konzertkarten, Live-Mitschnitten und monatlichen Songdownloads erhielten. In diesem Rahmen erschienen am 18. Februar When
Lay My Hands on U, am 11. Juni Sexmesexmenot und Supercute, am 28. August Judas Smile und My Medallion, am 15. November Underneath the Cream und Vavoom sowie am 15. Dezember 2001 Gamillah und High. Damit waren bereits vor der offiziellen Veröffentlichung von The Chocolate Invasion im März 2004 neun der zehn Songs über seine Websites als Download verfügbar; The Dance erschien erstmals auf dem Album.
Am 15. Oktober 2003 kündigte Prince ein 7-CD-Set mit dem Titel The Chocolate Invasion an, das neben The Chocolate Invasion (nun mit My Medallion statt The Dance) und The Slaughterhouse auch die zuvor ausschließlich digital erschienenen Alben C-Note, One Nite Alone und Xpectation enthalten sollte. Hinzu kommen sollten das Album The Glam Slam Club Mix – überwiegend basierend auf der „NPG Ahdio Show # 11“ vom 17. Januar 2002 – sowie die CD The War, ein 26-minütiger Live-Track, der erstmals am 21. Juli 1998 als Download veröffentlicht worden war. Ein konkretes Erscheinungsdatum nannte Prince jedoch nicht. Am 13. November 2003 teilte er über NPG Music Club.com überraschend mit, das Projekt sei aufgrund von Produktionsproblemen auf unbestimmte Zeit verschoben.
Das 7-CD-Set erschien letztlich nicht. Am 4. Juli 2006 wurde die Website NPG Music Club.com ohne Vorankündigung geschlossen, womit alle lebenslangen Mitgliedschaften erloschen. In einer kurzen Mitteilung hieß es lediglich, der Club werde „bis auf Weiteres pausieren“.
Für die Covergestaltung war Artdirector Sam Jennings zuständig, der von 1998 bis 2007 mit Prince zusammenarbeitete. Zunächst als Webmaster für dessen Websites tätig, übernahm er später auch die künstlerische Gestaltung mehrerer Albumcover, darunter Xpectation (2003), Musicology (2004), 3121 (2006) und Planet Earth (2007).
Das Artwork zu The Chocolate Invasion entwarf Jennings bereits 2003, eine Veröffentlichung erfolgte jedoch erst im Dezember 2015 im Zuge der Bereitstellung des Albums beim Musikstreamingdienst Tidal. Es enthält Charakterzeichnungen der Modedesignerin Debbie McGuan und orientiert sich stilistisch an der Gestaltung von NPG Music Club.com im Jahr 2001, als viele der Songs erstmals dort erschienen. Jennings gab 2015 an, zudem als ausführender Produzent der CD genannt worden zu sein, da er an der Titelauswahl und an der Benennung des Albums beteiligt war. McGuan entwarf zwischen 1993 und 2007 wiederholt Bühnen- und Bühnenoutfits für Prince.
Musikalisch verbindet das Album Elemente aus Contemporary R&B, Funk und Pop. Die Liedtexte behandeln überwiegend Liebe, Lust und Sexualität; The Chocolate Invasion ist Prince’ letztes Album mit sexuell konnotierten Texten. Nach seinem Beitritt zu den Zeugen Jehovas im Jahr 2001 verzichtete er darauf. Neben seinem charakteristischen Falsett setzt Prince auf dem Album auch tiefere Stimmlagen ein.
| # | Titel (2015) | Dauer | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | When |
3:41 | |||||||
| 2 | Judas Smile | 6:33 | |||||||
| 3 | Supercute | 4:13 | |||||||
| 4 | Underneath the Cream | 4:00 | |||||||
| 5 | My Medallion | 5:07 | |||||||
| 6 | Vavoom | 4:35 | |||||||
| 7 | High | 5:05 | |||||||
| 8 | Sexmesexmenot | 5:40 | |||||||
| 9 | Gamillah (Instrumental) | 3:09 | |||||||
| 10 | U Make My Sun Shine (Duett mit Angie Stone) | 7:06 | |||||||
| Spieldauer: 49:09 min. | |||||||||
| Autor aller Songs ist Prince | |||||||||
Die Veröffentlichung von The Chocolate Invasion am 29. März 2004 kam überraschend, da Prince im Vorfeld keine Musikpromotion betrieb und das Album ausschließlich als Download für registrierte Mitglieder seiner Website NPG Music Club.com anbot. Die damalige Tracklist wich von späteren Fassungen ab und enthielt anstelle von My Medallion das Stück The Dance.
Am 3. Dezember 2015 erschien The Chocolate Invasion beim Streamingdienst Tidal als kostenpflichtiger Download, nun mit My Medallion anstelle von The Dance. Seit 2018 ist das Album auch auf weiteren Musikstreaming-Plattformen verfügbar. Auf CD oder Schallplatte erschien es bis heute (2026) nicht.
Prince veröffentlichte mit U Make My Sun Shine und Supercute zwei Singles, die später auf The Chocolate Invasion erschienen. U Make My Sun Shine stellte er erstmals am 21. Dezember 2000 als kostenlosen Download über seine Website NPG Online Ltd.com bereit. Die Single erschien mit vollständigem Artwork und Hinweisen zum Brennen auf CD. Am 10. April 2001 wurde sie zudem als offizielle CD-Single über das Independent-Label Wingspan Records veröffentlicht. Als B-Seite enthielt sie When Will We B Paid?, eine Coverversion des 1969 auf dem Album We’ll Get Over erschienenen Songs von The Staple Singers. Das Original wurde von Randall Stewart geschrieben, der in den 1960er- und 1970er-Jahren mehrere Songs für Stax Records verfasste. Es handelt sich um die einzige Prince-Single, deren B-Seite eine Coverversion ist. Zusätzlich enthielt die CD-Single die Titel Sweet Punanny und Throw Dat Leg Up der Hip-Hop-Gruppe Track Squad.
Die CD-Single Supercute enthielt als zweiten Song Underneath the Cream und war ausschließlich bei Konzerten der Tourneen Hit N Run Tour 2001 (14. April bis 6. Mai 2001) sowie A Celebration 2001 (15. bis 28. Juni 2001) erhältlich. Aufgrund dieser eingeschränkten Verfügbarkeit erschien sie nicht in den internationalen Charts. Das Cover zeigt die Tänzerin Geneva (* 3. Januar 1977 als Tomasina Parrott in Calabasas in Kalifornien), seit 2006 Ehefrau von Larenz Tate, mit einer Sprechblase „Hmmm … ich frage mich, wie viele Eskimos in Long Beach leben?“. Geneva war 2000 und 2001 als Tänzerin und Backgroundsängerin Mitglied von Prince’ Band. Zudem wurde bei den genannten Konzerten die CD-Single The Daisy Chain mit dem Instrumentalstück Gamillah verkauft; The Daisy Chain erschien später auf The Slaughterhouse.
Prince produzierte mit U Make My Sun Shine und When
Lay My Hands on U zwei Musikvideos zu Songs aus The Chocolate Invasion. Das Video zu U Make My Sun Shine entstand vermutlich im Spätsommer oder Frühherbst 2000 im Paisley Park Studio und zeigt neben Prince Angie Stone, den Backgroundsänger Kip Blackshire sowie die vier Mitglieder der Girlgroup Milenia. Prince sitzt auf einem Drehstuhl und singt seine Verse Stone vor, die ihm wiederum antwortet. Der Clip ist vollständig vor einem Hintergrund aus Himmel-, Mond- und Sonnenmotiven inszeniert.
Das Video zu When
Lay My Hands on U entstand offenbar in derselben Session, da Frisur und Bildstil identisch sind. Es zeigt eine reduzierte Performance mit Prince, der Tänzerin Desray Junca, dem Schlagzeuger Kirk Johnson und der Bassistin Rhonda Smith. Die für Prince typische Verbindung von Sexualität und Religiosität tritt erneut hervor, da sein Tanz kurzzeitig Oralverkehr mit Junca andeutet. Wiederholt ist zudem ein Buch mit dem Titel The Truth zu sehen, was als Anspielung auf die Zeugen Jehovas gilt. Das Video ist nur 1:08 Minuten lang und zeigt nicht die vollständige Fassung des Songs. Desray Junca hatte bereits 1999 im Musikvideo zu The Greatest Romance Ever Sold mitgewirkt.
Von den Songs auf The Chocolate Invasion existiert lediglich eine bekannte Coverversion: 2024 veröffentlichte Liv Warfield (* 1979), von 2009 bis 2012 Backgroundsängerin von The New Power Generation, mit ihrer Band eine Livefassung von When
Lay My Hands on U auf dem Album Live at Cafe Wha, New York, 2022.
Alle Songs wurden von Prince arrangiert, komponiert, produziert und vorgetragen. Zudem spielte er alle Musikinstrumente selbst ein, wobei folgende Personen die Aufnahmen ergänzten:
| Professionelle Bewertungen | |
|---|---|
| Kritiken | |
| Quelle | Bewertung |
| The Guardian | |
| soulinstereo.com | |
Da The Chocolate Invasion 2004 nicht regulär veröffentlicht wurde, war das Interesse von Massenmedien und Musikkritikern gering; entsprechend existieren nur wenige Rezensionen. Erst nach Prince’ Tod im April 2016 wurde das Album vereinzelt erneut bewertet, meist mit verhaltenem Urteil.
Chris Gerard von der US-Zeitschrift Metro Weekly ordnete das Album 2014 auf Rang 25 seiner Bewertung von 38 Prince-Alben ein. Obwohl er keine Punktzahl vergab, bezeichnete er die „glühende Rockballade“ When
Lay My Hands on U und das „gefühlvolle Duett“ U Make My Sun Shine als besonders gelungen. Auch Supercute, Vavoom und die „sanfte R&B-Ballade“ Underneath the Cream hob er positiv hervor. Wären die besten Stücke von The Chocolate Invasion und The Slaughterhouse auf einem Album zusammengefasst und angemessen veröffentlicht worden, hätte daraus „ein großartiges Album“ entstehen können; so jedoch blieben die Songs weitgehend nur einem kleinen Fankreis zugänglich.
Simon Price von The Guardian setzte das Album in seiner Rangliste von 37 Prince-Alben auf Platz 33 und vergab drei von fünf Sternen. Er bezeichnete es als „inkonsistentes Sammelsurium“, lobte jedoch Supercute und nannte den Albumnamen „ungewollt komisch“.
Edward Bowser von der Website soulinstereo.com platzierte The Chocolate Invasion ebenfalls auf Rang 33 und vergab zweieinhalb von fünf Sternen. Er beschrieb das Album ironisch als „Geschenk“ an die Mitglieder des NPG Music Club, da Prince darin „ziellos von Genre zu Genre“ wechsle. Zwar gebe es mit Gamillah, U Make My Sun Shine und Underneath the Cream einige Höhepunkte, insgesamt richte sich das Album jedoch vor allem an eingefleischte Fans.
Auch die Musikkritiker David Wilson und John Alroy äußerten sich zurückhaltend. Sie beschrieben die Stücke überwiegend als „Techno-Funk“ und meinten, Songs wie When
Lay My Hands on U könne Prince „im Schlaf“ schreiben. U Make My Sun Shine und Underneath the Cream bezeichneten sie als „sanfte Verführungsnummern“, während High und Supercute stilistisch an das ihrer Ansicht nach ideenarme Album Newpower Soul erinnerten. The Chocolate Invasion gehöre zu den wenigen Prince-Alben ohne „echte Hits“, lautete ihr Fazit.
Da The Chocolate Invasion ausschließlich über Prince’ damalige Website NPG Music Club.com erhältlich war, erschien das Album nicht in den internationalen Musikcharts.
The Chocolate Invasion verkaufte sich schätzungsweise rund 10.000-mal.