Nitrososphaeria

Nitrososphaeria

Nitrosopumilus maritimus mit teils anhaftenden Virionen von Nitro­so­pumilus spindle-shaped virus 1 (Spezies Nitmarvirus maris, früher Nitmarvirus NSV1, Thaspi­viridae).

Systematik
Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Archaeen (Archaea)
Supergruppe: „Proteoarchaeota“
Reich: TACK-Superphylum (Thermoproteati)
Stamm: Thermoproteota
Klasse: Nitrososphaeria
Wissenschaftlicher Name
Nitrososphaeria
Stieglmeier et al. 2014

Nitrososphaeria (mit Synonymen Conexivisphaeria, Thaum­archaea und häufiger Fehlschreibung als „Nitro­sphaeria“) ist eine Klasse (Biologie) von Archaeen im Phylum Thermoproteota der Reichs Thermoproteati (früher auch als TACK-Supergruppe bekannt). Als Klade wurde diese Gruppe früher im Rang eines Phylums als Thaumarchaeota oder Nitrososphaerota/Nitro­so­sphaeraeota bezeichnet (die heute aber Rang-treu mit dem Phylum Thermoproteota synonymisiert werden).

Die Gruppe wurde 2008 als Thaumarchaeota von Brochier-Armanet et al. vorgeschlagen, nachdem das Genom des Mitglieds Cenarchaeum symbiosum sequenziert worden war und sich signifikant von anderen bekannten hyperthermophilen Mitgliedern der Klasse Thermoprotei (damals als Phylum Cren­archaeota genannt) unterschied.

Außer C. symbiosum wurden als Mitglieder dieser Gruppe u. a. folgende weitere Spezies (Arten) beschrieben:

Der Vorschlag 2008 beruhte auf den phylogenetischen Daten dieser Organismen, wie z. B. den Sequenzen der ribosomalen RNA (rRNA) und dem Vorhandensein einer Form der Typ I Topoisomerase, die zuvor nur von Eukaryoten bekannt war. Diese Zuordnung wurde durch eine 2010 veröffentlichte Analyse bestätigt, die die Genome der Ammoniak-oxidierenden Archaeen Nitrosopumilus maritimus und Nitrososphaera gargensis untersuchte und zu dem Schluss kam, dass diese Arten eine eigene Klade bilden, die Cenarchaeum symbiosum einschließt.

Metagenomik-Sequenzierungen zeigen, dass sie vielerorts etwa 1 % des Metagenoms an der Oberfläche der Ozeane aus­machen.

Stoffwechsel

Die meisten bis 2018 identifizierten Organismen dieser Linie sind chemolithoautotrophe Ammoniak-Oxidierer (ammonia-oxidizing thaumarchaeota, AOA) und spielen vermutlich eine wichtige Rolle in biogeochemischen Kreisläufen, wie dem Stickstoff- und Kohlenstoffkreislauf.

Thaumarchaeen sind wichtige Ammoniakoxidierer in aquatischen und terrestrischen Umgebungen. Sie waren die ersten Archaeen, von denen man erkannte, dass sie an der Nitrifikation beteiligt sind. Sie sind in der Lage, Ammoniak bei viel niedrigeren Substratkonzentrationen zu oxidieren als ammoniakoxidierende Bakterien und dominieren daher wahrscheinlich in oligotrophen Bedingungen. Ihr Ammoniakoxidationsweg benötigt weniger Sauerstoff als der von ammoniakoxidierenden Bakterien, so dass sie unter Bedingungen mit niedrigen Sauerstoffkonzentrationen wie Sedimenten und heißen Quellen besser gedeihen. Ammoniak-oxidierende Thaumarchaeen können metagenomisch durch Nachweis archaealer Ammoniak-Monooxygenase-Genen (amoA) identifiziert werden. Sie scheinen insgesamt dominanter sind als die Ammoniak-oxidierenden Bakterien. Es konnte außerdem gezeigt werden, dass mindestens eine Thaumarchaeota-Stamm in der Lage ist, Harnstoff als Substrat für die Nitrifikation zu verwenden. Damit stehen diese in Konkurrenz zu Phytoplankton, das ebenfalls auf Harnstoff wächst. Eine Analyse von Mikroben aus Kläranlagen ergab, dass nicht alle Thaumarchaeen, die amoA-Gene exprimieren, aktive Ammoniakoxidierer sind. Manche Thaumarchaeen oxidieren Methan anstelle von Ammoniak, andere sind heterotroph, was auf eine mögliche Vielfalt an metabolischen Lebensweisen innerhalb des Phylums hinweist. Von marinen Thaumarchaeota wurde gezeigt, dass sie Lachgas produzieren, das als Treibhausgas Auswirkungen auf den Klimawandel hat. Isotopenanalysen deuten darauf hin, dass der größte Teil des Lachgasflusses aus dem Ozean in die Atmosphäre (der etwa 30 % der natürlichen Rate ausmacht), auf die Stoffwechselaktivitäten von Archaeen zurückzuführen sein könnte.

Viele Mitglieder der Nitrososphaeria assimilieren Kohlenstoff, indem sie HCO3− (Hydrogencarbonate) fixieren. Dies geschieht über einen Hydroxypropionat/Hydroxybutyrat-Zyklus, der ähnlich wie bei den Thermoproteati (früher: Crenarchaeota) funktioniert, sich aber offenbar unabhängig davon entwickelt hat. Alle Nitrososphaeria, die bisher durch Metagenomik identifiziert wurden, kodieren für diesen Stoffwechselweg. Bemerkenswert ist, dass der CO2-Fixierungsweg dieser Archaeen effizienter ist als jeder bekannte aerob-autotrophe Weg. Vermutlich ist es diese Effizienz, die es ihnen ermöglicht, in nährstoffarmen Umgebungen zu gedeihen. Einige Vertreter wie Nitrosopumilus maritimus sind in der Lage, sowohl organischen als auch anorganischen Kohlenstoff aufzunehmen, was auf die Fähigkeit zur Mixotrophie hindeutet. Mindestens zwei isolierte Thaumarchaeota-Stämme wurden als obligat mixotroph identifiziert, was bedeutet, dass sie eine Quelle für organischen Kohlenstoff benötigen, um zu wachsen.

Crenarchaeol

Molekulare Strukturen von isoprenoiden Glycerin­di­alkyl­glycerin-Tetra­ethern (GDGTs) mit 0 bis 4 Cyclopentan-Ringen (GDGT-0 bis GDGT-4) und Crenarchaeolen

Das Lipid Crenarchaeol wurde nur in dieser Klade gefunden, was es zu einem potenziellen Biomarker für diese Gruppe (heutige Klasse Nitrososphaeria/früheres Phylum Thaumarchaeota) macht.

Lipide: Anwendung

Von den Organismen der Nitrososphaeria abgeleitete Lipide der Stoffklasse Glycerin-Dibiphytanyl-Glycerin-Tetraether (GDGT, englisch glycerol dibiphytanyl glycerol tetraether) aus marinen Sedimenten können zur Rekonstruktion vergangener Temperaturen über das TEX86-Paläothermometer (englisch TEX86 paleotemperature proxy) verwendet werden, da diese Lipide je nach Temperatur in ihrer Struktur variieren. Da die meisten Vertreter autotroph zu sein scheinen und CO2 fixieren, können ihre GDGTs als Aufzeichnung für vergangene Kohlenstoff-13-Verhältnisse im gelösten anorganischen Kohlenstoffvorkommen dienen, so dass sie eventuell für Rekonstruktionen des Kohlen­stoff­kreis­laufs in der Vergangenheit verwendet werden können.

Vitamin B12

Eine weitere Arbeit hat gezeigt, dass Nitrososphaeria (Thaumarchaeota) höchstwahrscheinlich die dominanten Produzenten von Vitamin B12 sind. Diese Erkenntnis hat wichtige Implikationen für die Organismen des eukaryotischen Phytoplanktons, von denen viele auxotroph sind und Vitamin B12 aus der Umwelt beziehen müssen. Diese Archaeen könnten daher eine Rolle bei Algenblüten und damit auch bei globalen Zunahme des atmosphärischen Kohlendioxids spielen. Aufgrund der Bedeutung von Vitamin B12 in biologischen Prozessen wie dem Zitronensäurezyklus und der DNA-Synthese könnte die Produktion von Vitamin B12 durch die Nitrososphaeria für eine große Anzahl von Wasser­organismen von Bedeutung sein.

Vorkommen

Viele Nitrososphaeria, wie Nitrosopumilus maritimus, leben marin im offenen Ozean. Nach der Klassifizierung mariner Archaeen bilden diese die Marine Group I (MG-I oder MGI) mit den Untergruppen Ia (oder I.a) bis Id (oder I.d): Die meisten dieser planktonischen Nitrososphaeria (marine Gruppe I.1a, MG-Ia), sind in der subphotischen Zone (zwischen 100 m und 350 m), verbreitet. Andere marine Nitrososphaeria leben in flacheren Gewässern. Eine Studie hat zwei neue zugehörige Spezies identifiziert, die in der sulfidischen Umgebung eines tropischen Mangrovensumpfes leben. Von diesen beiden Arten, „Ca. Giganthauma insulaporcus“ und „Ca. Giganthauma karukerense“, ist letztere mit Gammaproteobakterien vergesellschaftet, mit denen sie möglicherweise eine symbiotische Beziehung (noch un­be­kannter Art) hat. Die beiden Arten sind sehr groß und bilden Filamente, die größer sind als jemals zuvor bei Archaeen beobachtet. Wie viele Nitrososphaeria sind sie mesophil (mittlere Temperaturen bevorzugend). Genetische Analysen zeigten, dass die im Stammbaum der Nitrososphaeria basal stehenden Vertreter aus heißen Umgebungen stammen. Dies legt nahe, dass der letzte gemeinsame Vorfahre (MRCA oder LCA) der Klade thermophil war und sich die Mesophilie erst später entwickelte.

Systematik

Die genaue Taxonomie dieser Verwandtschaftsgruppe wird noch in weiten Teilen diskutiert. Nach Einführung der Rangstufe „Reich“ (englisch kingdom, lateinisch regnum) auch für Prokaryoten (nach Eukaryoten und Viren) wird die Gruppe als Klasse eingestuft mit der einzig gültigen Bezeichnung der Nitrososphaeria.

Beispielsweise ist noch fraglich, ob Gruppen der Aigarchaeen (korrekter: Augarchaeen, als Ordnung: Caldarchaeales) und Geothermarchaeen (als Ordnung: Geothermarchaeales) Mitglieder der Klade der Nitrososphaeria sind, oder eher eigene Klassen (Nitrososphaeria_A in der GTDB) oder gar Phyla („Augarchaeota“/„Aigarchaeota“ respektive „Geot­herm­archaeota“) innerhalb des Reichs Thermoproteati („TACK-Superphylum“) definieren.

Systematik der Nitrososphaeria nach LPSN, mit einer Auswahl an Ergänzungen nach der Taxonomie des NCBI und der GTDB (Stand 28. Juni 2025):

Klasse Nitrososphaeria Stieglmeier et al. 2014
[Conexivisphaeria Kato et al. 2021,
Thaumarchaea,
inhaltlich entsprechend früher als Phylum „Nitrososphaeraeota“ Oren et al. 2015,
„Ca. Thaumarchaeota“ Brochier-Armanet et al. 2008,
„Soil Crenarchaeotic Group“ (SCG)]

Dongzhai Harbour Mangroven-Wald, östlich von Haikou, Hainan, China

Phylogenetische Identifizierung einzelner Zellen der Nitroso­pumilaceae (Marine Group) I aus 80 m Tiefe vor der Küste von Moss Landing, Monterey County, Kalifornien. Die rot fluoreszierenden Zellen wurden mit Texas-Red-markierten rRNA-spezifischen Poly­nukleotid-Sonden sichtbar gemacht. Die grün fluoreszierenden Zellen sind Bakterien, die mit Fluorescein-markierten bakteriellen Sonden sichtbar gemacht wurden.

Phylogenie

Phylogenie der Nitrososphaeria nach LTP ('The All-Species Living Tree' Project),
Stand: LTP_06_2022
 ​0 
 ​Nitrososphaeria 
 Nitrososphaerales: Nitrososphaeraceae 

Nitrososphaera


 ​Nitrosopumilales: Nitrosopumilaceae 

Nitrosarchaeum


   

Nitrosopumilus




   

Conexivisphaeria: Conexivisphaerales: Conexivisphaeraceae: Conexivisphaera



Vorlage:Klade/Wartung/Style

Phylogenie der Nitrososphaeria nach GTDB (Genome Taxonomy Database),
Stand 09-RS220
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Nitrososphaeria 
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​ 
 ​Nitrososphaerales 
 ​„Ca. Nitrosocaldaceae“ 

„Ca. Nitrosothermus“


   

„Ca. Nitrosocaldus“



 ​ 
 ​ Nitrososphaeraceae 

„Ca. Nitrosocosmicus“


 ​ 

„Ca. Nitrosopolaris“


   

Nitrososphaera




 ​Nitrosopumilaceae 

„Ca. Nitrosotalea“


 ​ 

„Ca. Nitrosotenuis“


 ​ 

„Ca. Nitrosopelagicus“


 ​ 

„Ca. Cenarchaeum“


 ​< 

Nitrosarchaeum


   

Nitrosopumilus









 Conexivisphaerales:
Conexivisphaeraceae 

​
Conexivisphaera



 „Ca. Geothermarchaeales“:
„Ca. Geothermarchaeaceae“ 

„Ca. Geothermarchaeum“


   

„Ca. Scotarchaeum“




Vorlage:Klade/Wartung/Style

Etymologie

Die Bezeichnung der Typusgattung Nitrososphaera leitet sich ab von lateinisch nitrosus, deutsch ‚voller Natron‘, englisch full of natron, meint aber hier eigentlich englisch nitrous ‚Stickstoff‘, ‚Salpeter‘, d. h. bestimmte Nitrate oder die entsprechenden Nitrite; sowie von altgriechisch σφαῖρα sphaira, deutsch ‚Kugel‘, ‚Ball‘. Nitrososphaera ist also neulateinisch für eine Nitrit-produzierende Kugel.
Die Gattungsbezeichnung Conexivisphaera leitet sich ab von lateinisch conexivus, deutsch ‚verbindend‘, englisch connective und wieder altgriechisch σφαῖρα sphaira, deutsch ‚Kugel‘, ‚Ball‘. Conexivisphaera meint daher eine verbindende Kugel, hier also einen kugelförmigen Organismus als Bindeglied zwischen den Ammoniak-oxidierenden Nitrososphaerales (früher Thaumarchaeota im engeren Sinn) und den Thermoprotei (früher Crenarchaeota), was auf die basale Stellung der Conexivisphaerales im Stammbaum der Nitrososphaeria anspielt.

Viren und Proviren

In einem Vertreter der mesophilen Nitrososphaeria wurde 2011 die DNA-Sequenz eines Provirus (Nvie-Pro1) gefunden, das alle Genomsequenzen umfasste, um eine Virion mit Kopf-Schwanz-Struktur auszubilden. Die vorgeschlagenen Proviren Nvie-Pro1, NCAV2-Pro1 und CalSub-Pro wurden in den Genomen von Nitrososphaera viennensis EN76 (Nvie-Pro1);„Ca. Nitrosocaldus cavascurensis“ SCU2 und „Ca. Nitrosocaldus islandicus“ 3F (NCAV2-Pro1) bzw. „Ca. Caldarchaeum subterraneum“ (CalSub-Pro) gefunden. Das Genom von Nvie-Pro1 wurde u. a. mit dem Escherichia-Phagen Mu (Spezies Muvirus mu, Escherichia-Virus Mu, veraltet auch Myovirus Mu) verglichen. Dies zeigt eine Verwandtschaft dieses Provirus mit der Virusklasse Caudoviricetes, von der es eine Reihe bereits zuvor bekannter Vertreter gibt, die aber Methanobacteriati (Euryarchaeida) oder Promethearchaeati (Asgard-Archaeen) parasitieren. Dies deutet auf eine sehr alte Assoziation dieser Viren mit Archaeen hin, insbesondere wenn – wie von einigen Autoren vermutet – die Nitrososphaeria (Thaumarchaeota) im Stammbaum bereits vor der Trennung von Methanobacteriati (Euryarchaeida) und Thermoprotei (Crenarchaeota) abzweigen.

Eine andere Studie kam zum Ergebnis, dass in allen ozeanischen Oberflächensedimenten (von 1.000- bis 10.000 m Wassertiefe) der Einfluss von Virusinfektionen auf Archaeen höher ist als auf Bakterien. Unter den benthischen Tiefsee-Archaeen war dabei der Einfluss von Viren hauptsächlich auf Mitglieder bestimmter Kladen der marinen Gruppe I (MGI) der Nitrososphaeria gerichtet.

Zu den mit Vertretern der Nitrososphaeria assoziierten Viren mit Kopf-Schwanz-Aufbau (Klasse Caudoviricetes) gehören zwei Familien der Juravirales (Yangangviridae und Yanlukaviridae). Diese haben den Morphotyp der Siphoviren. Zu den Viren mit Kopf-Schwanz-Morphologie gehört auch das bisher (Stand 21. Juli 2025) noch nicht näher klassifizierte und offiziell bestätigte

Yangshan Harbor Nitrososphaeria Virus

mit den Isolaten YSH_922147, YSH_174770, YSH_462411, YSH_1032793 und YSH_354833. Diese Viren haben eine zirkuläre dsDNA mit ca. 35,8 bis 42,8 kbp (Kilobasenpaaren) und sind benannt nach dem Tiefwasserhafen Yangshan vor Shanghai.

Darüber hinaus gibt es auch spindelförmige Archaeenviren, die Vertreter der AOA (Ammonium-oxidierenden Archaeen) aus der Klasse Nitrososphaeria (Thaumarchaeota) infizieren. Beispielsweise wird Nitrosopumilus maritimus parasitiert von Nitro­so­pumilus spindle-shaped virus 1 (Spezies Nitmarvirus maris, früher Nitmarvirus NSV1, Thaspi­viridae).

Anmerkungen

  1. ↑ in der GTDB synonym mit Nitrososphaerales
  2. 1 2 die GTDB synonymisiert die Gattungen „Ca. Methanoinsularis“ und „Ca.Methanoporticola“ als HK02M2
  3. 1 2 3 4 Mangroven-Naturreservat Dongzhai, bei Guinan, im SO von Haikou.
  4. ↑ Identifizierung wg. Stämmen S13 & S15. Gattung gem. GTDB-Historie abgetrennt von „Ca. Cenarchaeum“: Dort wurde die Spezies früher als Cenarchaeum sp003724275 bezeichnet und damit der Nitrosopumilaceae-Gattung „Ca. Cenarchaeum“ zugeordnet, wodurch damals „Ca. Cenarchaeum“ und Ca. „Cenoporarchaeum“ faktisch synonymisert wurden. — In der LPSN ist Ca. „Cenoporarchaeum“ incertae sedis innerhalb der Thermoproteota.
  5. ↑ in der GTDB synonym zu Nitrosopumilus
  6. ↑ in der GTDB synonym zu Nitrosopumilus
  7. ↑ in der GTDB synonym zu „Ca. Nitrosocaldus cavascurensis“

Einzelnachweise

  1. 1 2 Jong-Geol Kim, So-Jeong Kim, Virginija Cvirkaite-Krupovic, Woon-Jong Yu, Joo-Han Gwak, Mario López-Pérez, Francisco Rodriguez-Valera, Mart Krupovic, Jang-Cheon Cho, Sung-Keun: Spindle-shaped viruses infect marine ammonia-oxidizing thaumarchaea. In: PNAS! Band 116, Nr. 31, 16. Juli 2019, S. 15645-15650; doi:10.1073/pnas.1905682116, ResearchGate:334498162 (englisch). Dazu:
  2. 1 2 Frank O. Aylward, Alyson E Santoro: Heterotrophic Thaumarchaea with Small Genomes Are Widespread in the Dark Ocean. In: mSystems, Band 5, Nr. 3, 16. Juni 2020, S. e00415-20; doi:10.1128/mSystems.00415-20, PMC 7300363 (freier Volltext), PMID 32546674 (englisch).
  3. 1 2 3 4 5 LPSN: Class Nitrososphaeria Stieglmeier et al. 2014. Class Conexivisphaeria Kato et al. 2021.
  4. 1 2 3 4 5 NCBI Taxonomy Browser: Nitrososphaerota, Details: Nitrososphaerota corrig. Brochier-Armanet et al. 2021; homotypic synonym: "Nitrososphaeraeota" Oren et al. 2015; "Nitrososphaerota" Whitman et al. 2018; heterotypic synonym "Candidatus Thaumarchaeota" Brochier-Armanet et al. 2008; includes: "Candidatus Aigarchaeota" Nunoura et al. 2011. Rank: phylum. Graphisch: Nitrososphaerota, auf: Lifemap.
  5. 1 2 3 4 5 Céline Brochier-Armanet, Bastien Boussau, Simonetta Gribaldo, Patrick Forterre: Mesophilic crenarchaeota: Proposal for a third archaeal phylum, the Thaumarchaeota. In: Nature Reviews Microbiology. Band 6, Nr. 3, März 2008, S. 245–252, doi:10.1038/nrmicro1852, PMID 18274537 (englisch).
  6. 1 2 Céline Brochier-Armanet, Simonetta Gribaldo, Patrick Forterre: A DNA topoisomerase IB in Thaumarchaeota testifies for the presence of this enzyme in the last common ancestor of Archaea and Eucarya. In: Biology Direct. 3. Jahrgang, Nr. 54, 23. Dezember 2008, doi:10.1186/1745-6150-3-54, PMID 19105819, PMC 2621148 (freier Volltext) – (englisch).
  7. ↑ NCBI Taxonomy Browser: "Candidatus Cenarchaeum symbiosum" DeLong and Preston 1996. Rank: species.
  8. ↑ Maria Tourna, Michaela Stieglmeier, Anja Spang, Martin Könneke, Arno Schintlmeister, Tim Urich, Marion Engel, Michael Schloter, Michael Wagner, Andreas Richter, Christa Schleper: ​Nitrososphaera viennensis, an ammonia oxidizing archaeon from soil. In: PNAS, Band 108, Nr. 20, Mai 2011, S. 8420–8425; doi:10.1073/pnas.1013488108, PMC 3100973 (freier Volltext), PMID 21525411, bibcode:2011PNAS..108.8420T (englisch).
  9. ↑ Edward F. DeLong: Archaea in coastal marine environments. In: PNAS. 89. Jahrgang, Nr. 12, 15. Juni 1992, ISSN 0027-8424, S. 5685–5689, doi:10.1073/pnas.89.12.5685, PMID 1608980, PMC 49357 (freier Volltext), bibcode:1992PNAS...89.5685D (englisch).
  10. ↑ NCBI Taxonomy Browser: Nitrosopumilus Qin et al. 2017; homotypic synonym: "Nitrosopumilus" Konneke et al. 2005. Rank: genus.
  11. ↑ NCBI Taxonomy Browser: Nitrososphaera Stieglmeier et al. 2014; homotypic synonym: "Nitrososphaera" Tourna et al. 2011; heterotypic synonym: "Candidatus Nitrososphaera" Hatzenpichler et al. 2008. Rank: genus.
  12. ↑ Anja Spang, Roland Hatzenpichler, Céline Brochier-Armanet, Thomas Rattei, Patrick Tischler, Eva Spieck, Wolfgang Streit, David A. Stahl, Michael Wagner, Christa Schleper: Distinct gene set in two different lineages of ammonia-oxidizing archaea supports the phylum Thaumarchaeota. In: Trends in Microbiology. 18. Jahrgang, Nr. 8, 12. Juli 2010, S. 331–340, doi:10.1016/j.tim.2010.06.003, PMID 20598889 (englisch).
  13. 1 2 3 4 5 Christopher B. Walker, José R. de la Torre, M. G. Klotz, Hidetoshi Urakawa, Nicolas Pinel, D. J. Arp, Celine Brochier-Armanet, Patrick S. G Chain, Patricia P. Chan, A. Gollabgir, James Hemp, Michael Hügler, Elizabeth A. Karr, Martin Könneke, Mukwan Shin, T. J. Lawton, T. Lowe, Willm Martens-Habbena, L. A. Sayavedra-Soto, D. Lang, Stefan M. Sievert, A. C. Rosenzweig, G. Manning, David A. Stahl: ​Nitrosopumilus maritimus genome reveals unique mechanisms for nitrification and autotrophy in globally distributed marine crenarchaea. In: PNAS, Band 107, Nr. 19, 11. Mai 2010, S. 8818–8823; doi:10.1073/pnas.0913533107, PMC 2889351 (freier Volltext), PMID 20421470, bibcode:2010PNAS..107.8818W, ResearchGate:43345677 (englisch).
  14. 1 2 Rüdiger Ortiz Álvarez, Emilio O. Casamayor: High occurrence of Pacearchaeota and Woesearchaeota (Archaea superphylum DPANN) in the surface waters of oligotrophic high-altitude lakes. In: Environmental Microbiology Reports, Band 8, Nr. 2, April 2016, S. 210–217; doi:10.1111/1758-2229.12370, PMID 26711582, ResearchGate:288701274 (englisch).
  15. 1 2 Céline Brochier-Armanet, Simonetta Gribaldo, Patrick Forterre: Spotlight on the Thaumarchaeota. In: The ISME Journal. 6. Jahrgang, Nr. 2, Februar 2012, S. 227–230, doi:10.1038/ismej.2011.145, PMID 22071344, PMC 3260508 (freier Volltext) – (englisch).
  16. 1 2 3 Michael Pester, Christa Schleper, Michael Wagner: The Thaumarchaeota: an emerging view of their phylogeny and ecophysiology. In: Current Opinion in Microbiology. 14. Jahrgang, Nr. 3, Juni 2011, S. 300–306, doi:10.1016/j.mib.2011.04.007, PMID 21546306, PMC 3126993 (freier Volltext) – (englisch).
  17. 1 2 Martin Könneke, Daniel M. Schubert, Philip C. Brown, Michael Hügler, Sonja Standfest, Thomas Schwander, Lennart Schada von Borzyskowski, Tobias J. Erb, David A. Stahl, Ivan A. Berg: Ammonia-oxidizing archaea use the most energy-efficient aerobic pathway for CO2 fixation. In: PNAS. 111. Jahrgang, Nr. 22, Juni 2014, S. 8239–8244, doi:10.1073/pnas.1402028111, PMID 24843170, PMC 4050595 (freier Volltext), bibcode:2014PNAS..111.8239K (englisch).
  18. 1 2 Wei Qin, Shady A. Amin, Willm Martens-Habbena, Christopher B. Walker, Hidetoshi Urakawa, Allan H. Devol, Anitra E. Ingalls, James W. Moffett, E. Virginia Armbrust: Marine ammonia-oxidizing archaeal isolates display obligate mixotrophy and wide ecotypic variation. In: PNAS. 111. Jahrgang, Nr. 34, 11. August 2014, ISSN 0027-8424, S. 12504–12509, doi:10.1073/PNAS.1324115111, PMID 25114236, PMC 4151751 (freier Volltext), bibcode:2014PNAS..11112504Q (englisch).
  19. ↑ Marc Mußmann, Ivana Brito, Angela Pitcher, Jaap S. Sinninghe Damsté, Roland Hatzenpichler, Andreas Richter, Jeppe L. Nielsen, Per Halkjær Nielsen, Anneliese Müller, Holger Daims, Michael Wagner, Ian M. Head: Thaumarchaeotes abundant in refinery nitrifying sludges express amoA but are not obligate autotrophic ammonia oxidizers. In: PNAS, Band 108, Nr. 40, Oktober 2011, S. 16771–16776; doi:10.1073/pnas.1106427108, PMC 3189051 (freier Volltext), PMID 21930919, bibcode:2011PNAS..10816771M (englisch).
  20. ↑ Alyson E. Santoro, Carolyn Buchwald, Matthew R. McIlvin, Karen L. Casciotti: Isotopic Signature of N2O Produced by Marine Ammonia-Oxidizing Archaea. In: Science. 333. Jahrgang, Nr. 6047, 2. September 2011, ISSN 0036-8075, S. 1282–1285, doi:10.1126/science.1208239, PMID 21798895, bibcode:2011Sci...333.1282S (englisch).
  21. ↑ CAS: 487010-21-9 Crenarchaeol.
  22. ↑ PubChem: CID 42607380 Crenarchaeol.
  23. ↑ ChemSpider: 24822160.
  24. 1 2 3 Ann Pearson, Sarah J. Hurley, Sunita R. Shah Walter, Stephanie Kusch, Samantha Lichtin, Yi-Ge Zhang: Stable carbon isotope ratios of intact GDGTs indicate heterogeneous sources to marine sediments. In: Geochimica et Cosmochimica Acta. 181. Jahrgang, 15. Mai 2016, S. 18–35, doi:10.1016/j.gca.2016.02.034, bibcode:2016GeCoA.181...18P (englisch).
  25. ↑ Stefan Schouten, Ellen C. Hopmans, Jaap S. Sinninghe Damsté: The organic geochemistry of glycerol dialkyl glycerol tetraether lipids: A review. In: Organic Geochemistry, Band 54, Januar 2013, S. 19–61; doi:10.1016/j.orggeochem.2012.09.006, ResearchGate:256976096 (englisch). Siehe insbes. Fig. 1.
  26. ↑ Stefan Schouten, Ellen C.Hopmans, Enno Schefuß, Jaap S. Sinninghe Damsté: Distributional variations in marine crenarchaeotal membrane lipids: a new tool for reconstructing ancient sea water temperatures? In: Earth and Planetary Science Letters. 204. Jahrgang, Nr. 1–2, 30. November 2002, S. 265–274, doi:10.1016/S0012-821X(02)00979-2, bibcode:2002E&PSL.204..265S (englisch).
  27. ↑ Andrew C. Doxey, Daniel A. Kurtz, Michael D. J. Lynch, Laura A. Sauder, Josh D. Neufeld: Aquatic metagenomes implicate Thaumarchaeota in global cobalamin production. In: The ISME Journal, Band 9, Nr. 2, Februar 2015, S. 461–471; doi:10.1038/ismej.2014.142, PMC 4303638 (freier Volltext), PMID 25126756 (englisch).
  28. ↑ Yosuke Nishimura, Hiroyasu Watai, Takashi Honda, Tomoko Mihara, Kimiho Omae, Simon Roux, Romain Blanc-Mathieu, Keigo Yamamoto, Pascal Hingamp, Yoshihiko Sako, Matthew B. Sullivan, Susumu Goto, Hiroyuki Ogata, Takashi Yoshida: Environmental Viral Genomes Shed New Light on Virus-Host Interactions in the Ocean. In: mSphere. 2. Jahrgang, Nr. 2, 1. März 2017, doi:10.1128/mSphere.00359-16, PMID 28261669, PMC 5332604 (freier Volltext) – (englisch).
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