Pollegio

Pollegio
Wappen von Pollegio
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Leventinaw
Kreis: Kreis Giornico
BFS-Nr.: 5077i1f3f4
Postleitzahl: 6742
Koordinaten: 715761 / 136067Koordinaten: 46° 21′ 58″ N, 8° 56′ 35″ O; CH1903: 715761 / 136067
Höhe: 298 m ü. M.
Höhenbereich: 285–1743 m ü. M.
Fläche: 5,96 km²
Einwohner: 919 (1. Januar 2026)
Einwohnerdichte: 154 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
35,6 %
(1. Januar 2026)
Gemeindepräsident: Igor Righini (SP)
Website: www.pollegio.ch
Pollegio
Pollegio
Lage der Gemeinde
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Karte von Pollegio
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Pfarrkirche Santi Innocenti
Oratorium Madonna di Re
SBB Betriebszentrale Süd
Infocentro Gottardo Sud

Pollegio (lombardisch Puléisg, deutsch veraltet Klösterli) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Sie gehört zum Kreis Giornico und zum Bezirk Leventina.

Geographie

Das Dorf Pollegio liegt auf der Talsohle der Bassa Leventina. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Pasquerio, der mit Biasca zusammengewachsen ist.

Auf dem Gemeindegebiet von Pollegio befindet sich der Installationsplatz für das Südportal des neuen Gotthard-Basistunnels und das Besucherzentrum Gotthard-Süd. Das Südportal selbst ist knapp hinter der Gemeindegrenze in Bodio.

Die Nachbargemeinden sind Serravalle, Giornico, Personico und Biasca.

Werner Friedli: Pollegio, historisches Luftbild (1964)

Geschichte

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1237 als Poleccio und Puletio. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gehörte Pollegio zur vicinia Giornico, 1329 zur degagna Symbola oder vicinia Symora. Im 16. Jahrhundert bildete es zusammen mit Bodio und Personico eine vicinia.

In Pollegio leisteten die Urner den Kriegsschwur vor der Schlacht bei Arbedo, und von hier aus sandten die Eidgenossen am 14. November 1478 dem Herzog von Mailand die Kriegserklärung. Das Dorf wurde im gleichen Jahr von den Truppen des Herzogs verwüstet. Nach der Schlacht bei Giornico am 28. Dezember 1478 wurden die Gefallenen in Pollegio beigesetzt, wo die Schweizer eine Kirche zu Ehren der unschuldigen Kindlein errichteten, die nach 1570 vergrössert wurde. 1622 liess Kardinal Federico Borromeo, ganz dem tridentinischen Geist seines Cousins Karl Borromäus verpflichtet, an der Stelle des von Humiliaten errichteten Spitals (1210–1236 erwähnt, ab 1326 Kloster genannt) ein Priesterseminar erbauen.

Pollegio hat eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Pollegio – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Patriziato di Pollegio (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati
  6. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 22. April 2025.
  7. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 22. April 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  8. ↑ Istituto Santa Maria auf ETHorama
  9. ↑ Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 115.
  10. ↑ Betriebszentrale Süd (mit Foto) auf sbb.ch, abgerufen am 11. August 2023.
  11. ↑ Verteidigungswerk Linea LONA auf forti.ch, abgerufen am 26. Juli 2015.
  12. ↑ Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, S. 102.
  13. ↑ Associazione Sportiva Pollegio (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)
  14. ↑ Friedrich Gisler: Antonio de Giroldis. In Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 8: Tinguely – Zyro. Supplement. Neuenburg 1934, S. 74 (PDF Digitalisat), abgerufen am 9. Oktober 2017.
  15. ↑ Nathalie Tami: Giovan Battista Martinoli. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 22. August 2008, abgerufen am 17. März 2020.