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Der Rechtsschutz typografischer Gestaltungen umfasst die verschiedenen Formen des rechtlichen Schutzes von Schriftgestaltungen sowie ihrer technischen Umsetzung. Geschützt können beispielsweise sein: die graphische Gestaltung von Schriftarten oder handschriftlichen Erzeugnissen; die eine Schriftart implementierende Computerschrift (Font); sowie die Gestaltung von Textsatz und Notenstichbildern. Diese Schutzgegenstände sind in rechtlicher Hinsicht jeweils getrennt voneinander zu betrachten. Abhängig von der Rechtsordnung kommen dabei jeweils unterschiedliche Schutzrechte in Betracht, insbesondere das Design- und das Urheberrecht, daneben unter bestimmten Voraussetzungen auch das Marken- und das Wettbewerbsrecht. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das primäre Schutzinstrument für die graphische Gestaltung typografischer Schriftarten das Designrecht. Für einen urheberrechtlichen Schutz fehlt es hingegen in vielen Fällen an der erforderlichen Werkqualität. In einzelnen Ländern besteht zudem ein eigenständiges Schutzrecht an der typografischen Anordnung veröffentlichter Ausgaben, unabhängig vom Schutz der verwendeten Schriftart selbst. Ein völkerrechtliches Abkommen aus dem Jahr 1973, das auf einheitliche Mindeststandards für den Schutz typografischer Schriftarten abzielte, ist mangels einer ausreichenden Zahl von Ratifikationen bzw. Beitritten nie in Kraft getreten. – Zum Artikel …