Agnos

Agnos
Agnos (Frankreich)
Agnos (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Oloron-Sainte-Marie-1
Gemeindeverband Haut Béarn
Koordinaten 43° 10′ N, 0° 37′ WKoordinaten: 43° 10′ N, 0° 37′ W
Höhe 247–535 m
Fläche 9,18 km²
Einwohner 1.044 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 114 Einw./km²
Postleitzahl 64400
INSEE-Code
Website www.agnos-64.fr

Die Mielle bei Agnos

Agnos ist eine französische Gemeinde mit 1044 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-1 (bis 2015: Kanton Oloron-Sainte-Marie-Ouest).

Die Bewohner werden Agnosiens genannt.

Geographie

Agnos liegt circa fünf Kilometer südlich von Oloron-Sainte-Marie im Tal der Gave d’Aspe am Rand von zwei großen Mischwäldern. Umgeben wird Agnos von den Nachbargemeinden Oloron-Sainte-Marie im Norden, Bidos im Nordosten, Gurmençon im Osten, Asasp-Arros im Süden sowie Ance im Westen.

Agnos liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour und wird durchquert von der Mielle, einem Bach, der weiter flussabwärts in den Gave d’Oloron mündet.

Geschichte

Ein einziger Hinweis auf prähistorische Bewohnung gibt eine Höhle mit heute verschwundenen bearbeiteten Knochen und Gebeinen von Schafen und Ziegen. Zwei Kilometer südwestlich befand sich ein frühgeschichtliches Lager, genannt „das Lager des Cäsar“. Es ist ein Erdwall zu erkennen, der eine fast kreisförmige Plattform von ca. 150 m im Durchmesser umfasst. Funde von Werkzeugen in der Nähe lassen eine vorrömische Besiedlung vermuten.

Im Mittelalter wird die Siedlung zum ersten Mal in den fors de Béarn im Jahre 1364 erwähnt. Sie hatte 17 Haushalte, um 1699 55 Haushalte. Die Lehnsherrn von Agnos sind belegt seit 1385. Ihr herrschaftlicher Sitz befand sich wahrscheinlich auf einem Hügel unterhalb des heutigen Schlosses.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte spezialisierte sich die Wirtschaft auf die Bewirtschaftung der Wälder und der Herstellung von Holzkohle. Für den Transport nach Oloron-Sainte-Marie wurden spezielle Esel gezüchtet, die die Holzkohle in Karawanen von mehreren Dutzend Tieren transportierte.

Am 1. Februar 1973 fusionierte die Gemeinde mit der Nachbargemeinde Gurmençon zur Gemeinde Val-du-Gave-d’Aspe. Am 1. Januar 1983 wurde die Zusammenlegung revidiert.

Einwohnerentwicklung

Jahr1968197519821990199920082013
Einwohner353465478645751842929
EinwohnerJahr30040050060070080090010001750180018501900195020002050Agnos
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2008

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Agnos liegt in der Zone AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch.

Landwirtschaf...IndustrieBaugewerbeHandel T...Öffentliche Verwal...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014
Gesamt = 48

Verkehr

Agnos ist angeschlossen an die Routes départementales 155 und 555.

Persönlichkeiten

Commons: Agnos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitant.fr, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Agnos. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  3. ↑ Agnos–Quelques points d’histoire. Rathaus von Agnos, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  4. 1 2 3 4 Agnos. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 23. Dezember 2016; abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  5. ↑ Notice Communale Agnos. EHESS, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  6. ↑ Populations légales 2013 Commune d’Agnos(64007). INSEE, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  7. ↑ ensemble (autel, tabernacle, croix, 6 chandeliers). Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  8. ↑ calice. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  9. ↑ ciboire. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  10. ↑ retable. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch).
  11. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 1. November 2023 (französisch).
  12. ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Agnos (64006). INSEE, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Dezember 2016 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)