Susmiou

Susmiou
Susmiou (Frankreich)
Susmiou (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Le Cœur de Béarn
Gemeindeverband Béarn des Gaves
Koordinaten 43° 19′ N, 0° 47′ WKoordinaten: 43° 19′ N, 0° 47′ W
Höhe 117–181 m
Fläche 3,50 km²
Einwohner 348 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 99 Einw./km²
Postleitzahl 64190
INSEE-Code

Insel eines Kreisverkehrs

Susmiou ist eine französische Gemeinde mit 348 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Le Cœur de Béarn (bis 2015: Kanton Navarrenx).

Geographie

Susmiou liegt ca. 20 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Provinz Béarn.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Castetnau-Camblong
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Navarrenx
Angous Sus

Susmiou liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour am linken Ufer des Gave d’Oloron.

Der Lausset durchquert das Gebiet der Gemeinde ebenso wie seine Nebenflüsse, der Riu de Carrié und der Ruisseau Coumetch.

Geschichte

Das Dorf Susmiou ist auf einem künstlichen Erdhügel errichtet worden. Bei der Volkszählung des Béarn im Jahre 1385 wurden 18 Haushalte gezählt. Am Ende des Mittelalters gehörte das Dorf zur Bailliage von Navarrenx und besaß zwei Laienklöster. Das Kloster von Suzan wurde 1336 erstmals erwähnt und war im Besitz von Arnaud Guilhem. Die Aufzeichnungen besagen, dass die beiden Laienklöster in der Folge an die Familien Abadie und Lafuntzun übergingen. In einem Viertel des Dorfes lebten auch Cagots, eine Personengruppe, die vom 13. bis weit ins 19. Jahrhundert hinein in Spanien und Frankreich aus heute noch unbekannten Gründen diskriminiert und weitgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen war. Gemäß Experten leben heute noch Nachkommen von Cagots in Susmiou. In den Hugenottenkriegen wurde das Dorf im Jahre 1569 bei der Belagerung von Navarrenx niedergebrannt. Die Geschichte Susmious wurde von drei bedeutenden Familien bestimmt, die nacheinander über die Grundherrschaft verfügten. Im 16. Jahrhundert war es die Familie Auga, vom 16. bis zum 18. Jahrhundert die Familie Mesplès, anschließend bis zur Französischen Revolution die Familie Faget. Susmiou bildete zusammen mit Navailles und Angos ein Baronat, das dem Vicomte von Béarn unterstand und den Namen des Baronats von Gabaston trug.

Toponyme und Erwähnungen von Susmiou waren:

Einwohnerentwicklung

Die Gemeinde erreichte einen vorläufigen Höchststand ihrer Größe mit rund 220 Einwohnern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Folgezeit stagnierte die Größe der Gemeinde bei kurzzeitigen Phasen der Erholung bis nach dem Zweiten Weltkrieg auf rund 100 Einwohner. Seitdem ist ein zeitweise starker Aufwärtstrend zu verzeichnen, der neue Höchststände erreicht und noch heute andauert.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner123131202227250251287301348
EinwohnerJahr1001502002503003504001750180018501900195020002050Susmiou
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Ossau-Iraty

Handel und Dienstleistungen sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.

Susmiou liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.

Landwirtschaft Forstwi...IndustrieBaugewerbeHandel Transport ...Öffentlich...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015
Gesamt = 48

Verkehr

Susmiou ist erreichbar über die Routes départementales 2, 115, 936 (ehemalige Route nationale 636) und 947 (ehemalige Route nationale 647) und ist über eine Linie des Busnetzes Transports 64 mit Mauléon-Licharre, Navarrenx, Mourenx und anderen Gemeinden des Départements verbunden.

Commons: Susmiou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ma commune : Susmiou. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).
  2. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Susmiou. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Dezember 2017; abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. 1 2 Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 165, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).
  4. ↑ David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 21. Dezember 2017 (englisch).
  5. 1 2 Notice Communale Susmiou. EHESS, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).
  6. ↑ Populations légales 2006 Commune de Susmiou (64530). INSEE, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).
  7. ↑ Populations légales 2014 Commune de Susmiou (64530). INSEE, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).
  8. ↑ Église Sainte-Catherine. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Dezember 2017; abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. ↑ Ancienne abbaye laïque de Susmiou. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Dezember 2017; abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. ↑ Moulin de Labat-Gougy. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Dezember 2017; abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).
  12. ↑ Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Susmiou (64530). INSEE, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).