Escos

Escos
Escos (Frankreich)
Escos (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel
Gemeindeverband Béarn des Gaves
Koordinaten 43° 27′ N, 1° 0′ WKoordinaten: 43° 27′ N, 1° 0′ W
Höhe 23–162 m
Fläche 5,61 km²
Einwohner 237 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 42 Einw./km²
Postleitzahl 64270
INSEE-Code

Pfarrkirche von Escos

Escos ist eine französische Gemeinde mit 237 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie (bis 2016: Arrondissement Pau) und zum Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel (bis 2015: Kanton Salies-de-Béarn).

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Escòs. Die Bewohner werden Escossais oder Escossaises genannt.

Geographie

Escos liegt ca. 50 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Provinz Béarn am nördlichen Rand des Départements.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Auterrive Castagnède
Labastide-Villefranche Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Oraàs
Abitain

Escos liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour und liegt am linken Ufer des Gave d’Oloron, einem Nebenfluss des Gave de Pau. Der Ruisseau de Massariou und Zuflüsse des Gave, der Crabé und der Ruisseau de la Pounte, durchströmen das Gebiet der Gemeinde.

Geschichte

Escos lag an der Schnittstelle zwischen Navarra und der Gascogne. Es war abhängig sowohl vom Herzog von Gramont, der über ein Gebiet rund um die heutige Gemeinde Bidache herrschte, als auch vom Bistum Dax. In den Hugenottenkriegen veranlasste Margarete von Navarra, Königin von Navarra, die Befestigung der Kirche von Escos. Im 18. Jahrhundert beteiligte sich die Gemeinde am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung im Béarn mit der Errichtung bedeutender Gerbereien.

Toponyme und Erwähnungen von Escos waren:

Einwohnerentwicklung

Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl mit 649 Einwohnern in der Zählung 1836 reduzierte sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis zur Jahrtausendwende um insgesamt rund zwei Drittel auf 217 Einwohner. Dieser insgesamt negative Trend setzte sich seitdem nicht mehr fort, aber ein anhaltender Wachstumstrend ist nicht zu erkennen.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner287282269256241217228246237
EinwohnerJahr200300400500600700180018501900195020002050Escos
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006, INSEE ab 2009

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Saint-Jean-Baptiste von Escos
Schloss von Escos

Wirtschaft und Infrastruktur

Ossau-Iraty

Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde. Escos liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.

Landwirts...IndustrieBaugewerbeHandel Transp...Öffentliche Ver...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014
Gesamt = 30

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule mit 18 Kindern im Schuljahr 2016/2017.

Verkehr

Escos ist erreichbar über die Routes départementales 28 und 936 (ehemalige Route nationale 636).

Commons: Escos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Escos. Gasconha.com, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  2. 1 2 3 Escos. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 9. September 2016; abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  3. ↑ Ma commune : Escos. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  4. ↑ Jean-Baptiste Orpustan: Nouvelle toponymie basque. Universität Bordeaux, 2006, S. 103, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  5. ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 60, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  6. ↑ Notice Communale Escos. EHESS, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  7. ↑ Populations légales 2014 Commune d’Escos (64205). INSEE, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  8. ↑ Église Saint-Jean-Baptiste. Visites en Aquitaine, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  9. ↑ église paroissiale Saint-Jean-Baptiste. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  10. ↑ Tabernacle de la chapelle latérale de l’église Saint-Jean-Baptiste. Visites en Aquitaine, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  11. ↑ Château d’Escos. Visites en Aquitaine, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  12. ↑ Maison Lassalle. Visites en Aquitaine, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  13. ↑ Maison Superne. Visites en Aquitaine, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).
  14. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité. Institut national de l’origine et de la qualité, archiviert vom Original am 19. Januar 2017; abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  15. ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Escos (64205). INSEE, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  16. ↑ École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 6. Mai 2017 (französisch).