Eysus

Eysus
Eysus (Frankreich)
Eysus (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Oloron-Sainte-Marie-1
Gemeindeverband Haut Béarn
Koordinaten 43° 8′ N, 0° 35′ WKoordinaten: 43° 8′ N, 0° 35′ W
Höhe 236–416 m
Fläche 6,72 km²
Einwohner 625 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 93 Einw./km²
Postleitzahl 64400
INSEE-Code

Brücke über den Ourteau im Ortszentrum von Eysus

Eysus ist eine französische Gemeinde mit 625 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-1 (bis 2015: Kanton Oloron-Sainte-Marie-Est).

Die Einwohner werden Eysusiens und Eysusiennes genannt.

Geographie

Eysus liegt ca. 10 km südlich und damit im Einzugsbereich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Provinz Béarn.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Gurmençon Oloron-Sainte-Marie
Asasp-Arros Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Oloron-Sainte-Marie
Lurbe-Saint-Christau

Eysus liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour am rechten Ufer des Gave d’Aspe. Zwei seiner Nebenflüsse, der Ourtau und der Arrigouli, münden in den Gave im Gebiet der Gemeinde.

Geschichte

Der Fund einer geschliffenen Axt attestiert eine Besiedelung in der Jungsteinzeit, der Fund einer Münze eine in der Zeit des Westgotenreichs.

Bei einem Zensus im Jahr 1385 wurden in Eysus 24 Haushalte gezählt und vermerkt, dass das Dorf zur Bailliage von Oloron gehört.

Die Gemeinde liegt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela im Abschnitt zwischen Oloron und dem Col du Somport.

Toponyme und Erwähnungen von Eysus waren:

Einwohnerentwicklung

Nach Höchstständen der Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von 1273 Einwohnern reduzierte sich die Zahl bei kurzzeitigen Phasen der Erholung bis zu den 1950er Jahren um insgesamt rund drei Viertel. Seitdem steigt sie wieder an und hat sich seitdem verdoppelt.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner358347483572562612617697625
EinwohnerJahr2004006008001000120014001750180018501900195020002050Eysus
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006, INSEE ab 2009

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Saint-Pierre

Wirtschaft und Infrastruktur

Ossau-Iraty

Eysus liegt in der Zone AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch.

Landwirtschaf...IndustrieBaugewerbeHandel Tr...Öffentliche Verw...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014
Gesamt = 48
Grundschule von Eysus

Bildung

Eysus verfügt über eine öffentliche Grundschule.

Sport und Freizeit

Der Fernwanderweg GR 653 von Toulouse nach Jaca, der einem Abschnitt der Via Tolosana, dem südlichsten der vier Jakobswege, entspricht, führt durch das Ortszentrum.

Verkehr

Die Gemeinde ist angeschlossen an die Routes départementales 238, 338 und 638.

Die Linie 63 des TER Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, bedient die Strecke von Pau nach Bedous über Oloron-Sainte-Marie, den heute betriebenen Teil der Bahnstrecke Pau–Canfranc. Der Schienenweg durchquert das Gemeindegebiet ohne Haltepunkt.

Jean Pierre Saurine

Persönlichkeiten

Jean Pierre Saurine, geboren am 11. März 1733 in Eysus, gestorben am 8. Mai 1813 in Sulz im elsässischen Département Haut-Rhin, war ein französischer Kleriker und Politiker während der französischen Revolution.

Commons: Eysus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitant.fr, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Eysus. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  3. 1 2 Conseil régional d’Aquitaine: Eysus. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 13. September 2016; abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  4. 1 2 Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 64, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  5. ↑ Notice Communale Eysus. EHESS, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  6. ↑ Populations légales 2014 Commune d’Eysus (64224). INSEE, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  7. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Pierre. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 3. August 2017; abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  8. ↑ église paroissiale Saint-Pierre. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  9. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Manoir du Bois Labory. Visites en Aquitaine, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  10. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité. Institut national de l’origine et de la qualité, archiviert vom Original am 19. Januar 2017; abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Eysus (64224). INSEE, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  12. ↑ École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).
  13. ↑ GR® 653 - Sentier vers Saint-Jacques-de-Compostelle : Toulouse - Jaca. Comité départemental de la Randonnée pédestre des Pyrénées-Atlantiques (CDRP 64), archiviert vom Original am 28. August 2017; abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.