Banratz

Banratz
Gemeinde Amt Neuhaus
Koordinaten: 53° 15′ N, 10° 56′ OKoordinaten: 53° 14′ 37″ N, 10° 55′ 48″ O
Fläche: 80,2 ha
Eingemeindung: 1. April 1929
Eingemeindet nach: Haar und Vockfey
Postleitzahl: 19273
Vorwahl: 038841
Banratz (Niedersachsen)
Banratz (Niedersachsen)
Lage von Banratz in Niedersachsen

Banratz war bis 1929 eine Gemeinde im Kreis Bleckede der preußischen Provinz Hannover, aus der die beiden Ortsteile Groß Banratz und Klein Banratz der heutigen Gemeinde Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen hervorgegangen sind.

Geographie

Die beiden kleinen Weiler Groß und Klein Banratz liegen 700 Meter auseinander, beide etwa vier Kilometer südlich von Neuhaus und zwei Kilometer vom Elbufer entfernt.

Geschichte

Banratz gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Neuhaus im Lauenburgischen des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Neuhaus im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Banratz an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Neuhaus i.L. 1867 fiel Banratz mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Bleckede.

Am 1. April 1929 wurde die Gemeinde Banratz aufgelöst. Groß Banratz kam zur Gemeinde Vockfey und Klein Banratz zur Gemeinde Haar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Haar und Vockfey dem Landkreis Hagenow im Land Mecklenburg der Sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen, der ab 1949 zur DDR gehörte. Beide Orte gehörten seit 1952 zum Kreis Hagenow im Bezirk Schwerin der DDR.

Vockfey wurde am 23. Juli 1965 nach Zeetze eingemeindet, Zeetze wiederum wurde am 1. Januar 1974 nach Stapel eingemeindet. Haar und Stapel gehörten ab 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern der Bundesrepublik Deutschland und wechselten am 30. Juni 1993 in den Landkreis Lüneburg des Landes Niedersachsen. Am 1. Oktober 1993 wurden Haar mit Klein Banratz und Stapel mit Groß Banratz Teil der Gemeinde Amt Neuhaus.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
181276
184581
187143
188540
189528
190526

Bodendenkmale

Eine neben dem Hof Groß Banratz liegende Wurt ist ein geschütztes Bodendenkmal.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Volkszählung 1905
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813 (google.de).
  4. ↑ Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1929, S. 58
  5. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  6. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  7. ↑ Volkszählung 1871
  8. ↑ Volkszählung 1885
  9. ↑ Volkszählung 1895