Raffatz

Raffatz
Gemeinde Amt Neuhaus
Koordinaten: 53° 9′ N, 11° 6′ OKoordinaten: 53° 9′ 11″ N, 11° 6′ 28″ O
Fläche: 80,34 ha
Einwohner: 16
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1929
Eingemeindet nach: Wilkenstorf
Postleitzahl: 19273
Vorwahl: 038845
Raffatz (Niedersachsen)
Raffatz (Niedersachsen)
Lage von Raffatz in Niedersachsen

Raffatz ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen. Bis 1929 bildete Raffatz eine eigenständige Gemeinde im damaligen Kreis Bleckede. Innerhalb von Amt Neuhaus gehört Raffatz zur Ortschaft Tripkau.

Geographie

Raffatz ist ein aus fünf Bauernhöfen bestehendes kleines Dorf drei Kilometer südlich von Tripkau direkt hinter dem Elbdeich.

Hofgebäude Elbstraße 14

Geschichte

Raffatz gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Neuhaus im Lauenburgischen des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Neuhaus im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Raffatz an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Neuhaus i.L. 1867 fiel Raffatz mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Bleckede.

Am 1. April 1929 wurde Raffatz nach Wilkenstorf eingemeindet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Wilkenstorf mit Raffatz dem Landkreis Hagenow im Land Mecklenburg der Sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen, der ab 1949 zur DDR gehörte. Am 1. Juli 1950 wurde Wilkenstorf nach Tripkau eingemeindet, das seit 1952 zum Kreis Hagenow im Bezirk Schwerin der DDR gehörte. Tripkau gehörte ab 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern der Bundesrepublik Deutschland und wechselte am 30. Juni 1993 in den Landkreis Lüneburg des Landes Niedersachsen. Am 1. Oktober 1993 wurde Tripkau mit Raffatz Teil der Gemeinde Amt Neuhaus.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
181244
184528
187136
188531
189539
190529

Bau- und Bodendenkmale

Das Zweiständer-Fachwerkhallenhaus Elbstraße 14 steht unter Denkmalschutz. Der Elbdeich vor Raffatz ist ein geschütztes Bodendenkmal.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Raffatz
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813 (google.de).
  4. ↑ Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1929, S. 58
  5. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  6. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  7. ↑ Volkszählung 1871
  8. ↑ Volkszählung 1885
  9. ↑ Volkszählung 1895
  10. ↑ Volkszählung 1905