| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 55′ N, 12° 41′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Straubing-Bogen | |
| Höhe: | 322 m ü. NHN | |
| Fläche: | 49,74 km² | |
| Einwohner: | 10.479 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 211 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94327 | |
| Vorwahl: | 09422 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SR, BOG, MAL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 78 118 | |
| Stadtgliederung: | 77 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Stadtplatz 56 94327 Bogen | |
| Website: | www.bogen.de | |
| Erster Bürgermeister: | Walter Franz | |
| Lage der Stadt Bogen im Landkreis Straubing-Bogen | ||
Bogen (bairisch Bong) ist eine Stadt im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.
Die Stadt liegt in der Region Donau-Wald an der Donau, am Bogenbach und am Fuß des Bayerischen Walds.
Die höchsten Erhebungen liegen in der Gemarkung Degernbach. Der Eselsberg (⊙) ist 451 m hoch und eine unbenannte Erhebung (⊙) nahe Nesselbach und Edenhofen ist mit etwa 475 m der höchste Punkt im Gebiet der Stadt Bogen. In Donaunähe liegen einige Bereiche in den Gemarkungen Oberalteich, Bogen und Pfelling auf einer Höhe von etwa 313 m.
Es gibt 77 Gemeindeteile:
Es gibt die Gemarkungen Bogen, Bogenberg, Degernbach, Oberalteich und Pfelling.



Unter dem Namen Villa Pogana wird Bogen um die Mitte des 8. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Zunächst waren hier die Babenberger Inhaber der Grafschaftsrechte. Anschließend war es der Sitz der Grafen von Bogen, deren weiß-blaues Rautenwappen heute Bestandteil des bayerischen Staatswappens ist. Bereits 1220 wurde Bogen als „forum“ (Markt) bezeichnet.
Nach dem Tod des letzten Bogener Grafen fiel deren Herrschaftsgebiet 1242 an die Wittelsbacher. 1341 erhielt Bogen das Marktrecht. Im 15. Jahrhundert erlebte Bogen eine Blütezeit in Verbindung mit der Bogenbergwallfahrt. Im Dreißigjährigen Krieg musste der Markt einen erheblichen Bevölkerungsverlust hinnehmen. Einen Aufschwung für den ganzen Ort brachte im 18. Jahrhundert erneut die bedeutende Wallfahrt zur Wallfahrtskirche Bogenberg.
Bogen gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Mitterfels im Kurfürstentum Bayern. Es besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Das Kloster Oberalteich besaß hier eine offene Hofmark. 1719 und 1837 verwüsteten Brände den Ort.
Im Jahre 1839 wurde Bogen Sitz eines Landgerichts. 1860 zählte der Markt 1350 Einwohner und nicht weniger als zwölf Brauereien. Ab dem Jahre 1862 stieg die Bedeutung Bogens weiter, weil aus dem Landgericht das Bezirksamt und das Notariat als eigene Behörden ausgegliedert wurden. Der juristische Teil des Landgerichts wurde wenig später zum Königlich Bayrischen Amtsgericht. Am 9. Dezember 1895 erhielt Bogen einen Eisenbahnanschluss durch die Fertigstellung des ersten Abschnitts der Bahnstrecke Straubing–Miltach.
Die Stadterhebung Bogens erfolgte im Jahre 1952. Mit dem Bau der Graf-Aswin-Kaserne 1958, Gymnasium, Realschule und acht Industriebetrieben sowie Eingemeindungen stieg die Größe und Bedeutung Bogens nach dem Zweiten Weltkrieg erheblich.
Durch die Integration des Landkreises Bogen in den Landkreis Straubing-Bogen am 1. Juli 1972 ging allerdings ein großer Teil der Verwaltungsfunktionen in der Stadt verloren.
Im Jahr 2012 wurde der Naherholungspark Europapark Bayern-Böhmen eingeweiht.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die Gemeinden Bogenberg und Degernbach eingemeindet. Am 1. Januar 1978 folgte die Gemeinde Oberalteich mit den am 1. Juli 1974 aus der aufgelösten Gemeinde Agendorf eingegliederten Gemeindeteilen Trudendorf und Muckenwinkling sowie aus der aufgelösten Gemeinde Pfelling die Gemeindeteile Anning, Liepolding, Pfelling und Stegholz. Im Jahr 1978 wurden die Windberger Gemeindeteile Gottesberg, Mitterbühl und Osterberg nach Bogen eingegliedert.
Im Zeitraum 1988 bis 2021 wuchs die Stadt von 8.307 auf 10.121 um 1.814 Einwohner bzw. um 21,84 %. Mitte der 1990er Jahre lag die Einwohnerzahl bei rund 9.900. Um 2000 war die Zahl auf über 10.150 Einwohner angestiegen. 2015 sank die Einwohnerzahl auf rund 9.800 Einwohner und 2021 stieg die Zahl wieder über 10.000 Einwohner.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1961 | 7.118 |
| 1970 | 8.623 |
| 1987 | 8.199 |
| 1991 | 8.922 |
| 1995 | 9.921 |
| 2000 | 10.157 |
| 2005 | 10.105 |
| 2010 | 10.090 |
| 2015 | 9.771 |
| 2021 | 10.121 |
| 2024 | 10.453 |
Die Kommunalwahlen in Bayern 2026 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,1 % zu folgendem Ergebnis:

| Partei / Liste | Stimmen % | Sitze |
| CSU | 31,8 % | 8 |
| Wählergemeinschaft BOG | 28,3 % | 7 |
| AfD | 12,7 % | 3 |
| Freie Wähler – FW | 11,4 % | 3 |
| Bürgerinitiative Bogen (BI-Bogen) | 10,3 % | 2 |
| SPD | 5,5 % | 1 |
Berufsmäßiger Erster Bürgermeister ist Walter Franz (Wählergemeinschaft BOG). Er erreichte bei der Stichwahl am 22. März 2026 ein Ergebnis von 54,1 Prozent und ist seit 1. Mai 2026 im Amt. Seine Vorgängerin Andrea Probst (CSU) war seit 2020 im Amt. Bei der damaligen Stichwahl am 29. März 2020 setzte sie sich mit 53,43 % durch.
| Blasonierung: „In Blau ein goldener Bogen mit silberner Sehne über einem sechsstrahligen goldenen Stern.“ | |
| Wappenbegründung: Der Bogen ist redendes Symbol für den Ortsnamen und wurde im 15. Jahrhundert zur Zeit der Verleihung (fälschlich) für das alte Schildbild der 1242 ausgestorbenen Grafen von Bogen gehalten. Wahrscheinlich war der Stern das ursprüngliche Zeichen des Ortes. Die Schildfarbe Blau stellt eine Verbindung zum Rautenwappen der Wittelsbacher her, das diese von den Grafen von Bogen übernommen hatten. Seit dem 17. Jahrhundert wurde das Wappen willkürlich tingiert und fehlerhaft wiedergegeben; die Sehne des Bogens wurde als Schildteilung interpretiert, das obere Feld mit dem Bogen (ohne Sehne) und das untere mit dem Stern belegt. Bogen, seit Ende des 12. Jahrhunderts als Markt nachweisbar, führt dieses Wappen seit der Verleihung durch die Herzöge Johann IV. und Sigmund von Bayern im Jahr 1461. Seit 1477 ist das Wappen auch in den Siegeln nachweisbar. |

Bogen ist seit 1958 mit der Graf-Aswin-Kaserne ein Bundeswehrstandort.
Die Bahnstrecke Straubing–Miltach wurde im Mai 1994 ab Bogen stillgelegt.
Laut offizieller Statistik gab es 2023 am Arbeitsort insgesamt 6568 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4961. Im verarbeitenden Gewerbe existierten 17 Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten, im Bauhauptgewerbe 14 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2023 87 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2554 ha, davon waren 1969 ha Ackerfläche und 585 ha Dauergrünfläche.
Im Gemeindeteil Hofweinzier befindet sich ein Schlachthof der Firma Donautal Geflügelspezialitäten, die zur Untergruppe Lohmann der PHW-Gruppe (bekannt unter der Marke Wiesenhof) gehört. Die Anlage, mit einer Kapazität von bis zu 250.000 Schlachtungen pro Tag eine der größten in Süddeutschland, brannte im Februar 2015 ab und wurde in ähnlicher Größe wieder aufgebaut.
In den Bogener Industriegebieten sind mehrere Unternehmen angesiedelt, zum Beispiel Hydraulik- und Schweißfirmen.
In der Stadt Bogen gab es 2025 acht Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 497 genehmigten Plätzen. Von den dort tätigen 110 Personen wurden insgesamt 439 Kinder betreut, davon 86 unter drei Jahren.