Heimsbrunn

Heimsbrunn
Heimsbrunn (Frankreich)
Heimsbrunn (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Mulhouse
Kanton Kingersheim
Gemeindeverband Mulhouse Alsace Agglomération
Koordinaten 47° 44′ N, 7° 14′ OKoordinaten: 47° 44′ N, 7° 14′ O
Höhe 262–314 m
Fläche 10,59 km²
Einwohner 1.314 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 124 Einw./km²
Postleitzahl 68990
INSEE-Code

Mairie Heimsbrunn

Heimsbrunn [h)ajms.bʁun] ⓘ ist eine französische Gemeinde mit 1314 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse und zum Gemeindeverband Mulhouse Alsace Agglomération.

Geografie

Die Gemeinde Heimsbrunn liegt im Sundgau, etwa zehn Kilometer südwestlich von Mülhausen. Die angrenzenden Gemeinden sind im Norden Reiningue, im Osten Morschwiller-le-Bas, im Südosten Hochstatt, im Süden Galfingue, im Südwesten Bernwiller, im Westen Burnhaupt-le-Bas und im Nordwesten Schweighouse-Thann. Durch den Nordwesten der Gemeinde Heimbbrunn führt die Autoroute A36.

Geschichte

In einer Urkunde von 1148 erscheint der Ort erstmals als Emesper. In dieser päpstlichen Urkunde wurde dem Grafen von Granval sein Besitz am Ort bestätigt. Spätere Namensformen sind Hemisbrunnen (1307), Hemsprunnen (1337), Hensbrun (1576). Das Kloster Murbach war im Ort begütert und besaß hier einen Dinghof. Als Schirmvögte des Klosters gelangten die Habsburger im 13. Jahrhundert in den Besitz des Ortes. Als habsburgisches Lehen besaßen die Herren von Masmünster (Maseveaux) ab 1458 den Ort, später die Herren von Bollwiller. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ging der Ort im Westfälischen Frieden 1648 mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gehörte Heimsbrunn zu dem von Deutschland annektierten Reichsland Elsass-Lothringen. Im Ersten Weltkrieg kam Heimsbrunn bei französischen Vorstößen auf Mühlhausen im August kurzfristig unter französische Kontrolle, blieb aber dann bis zum Kriegsende in deutscher Hand. Der Ort lag abseits der Hauptkampflinie, es existierten aber auf der Gemarkung zahlreiche deutsche Verteidigungsanlagen, hauptsächlich im Heimsbrunner Wald (Forêt de Heimsbrunn). Es existieren noch zahlreiche Bunkerruinen in den Wäldern um Heimsbrunn. Im Zweiten Weltkrieg gelangte der Ort nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 unter deutsche Verwaltung. Am Ende des Krieges wurde Mühlhausen bereits am 21. November 1944 durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Um Burnhaupt, Galfingue, Heimsbrunn und Bolschwiller wurde aber noch erbittert gekämpft. Heimsbrunn erlebte die Befreiung daher erst am 26. November.

Eine Adelsfamilie von Heimsbrunn taucht in den Urkunden im 14. und 15. Jahrhundert auf. Ihr Schloss wurde 1633 von den Schweden zerstört. Im Spätmittelalter wurde der Ort unter anderem von den marodierenden Söldnertruppen der Wilden Engländer unter Enguerrand VII. de Coucy heimgesucht und 1445 von den Armagnaken, zuchtlosen Söldnern, die von den Habsburgern im Kampf gegen die Eidgenossen ins Land gerufen worden waren. 1633 hausten die Schweden im Dorf.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr196219681975198219901999200620132021
Einwohner76576683098310981218139513521396
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswertes

Literatur

Commons: Heimsbrunn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Le front du Sundgau côté allemand. Abgerufen am 28. September 2026.
  2. ↑ Burnhaupt-le-Bas, histoire et patrimoine. Abgerufen am 28. September 2026.