| Bernwiller | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |
| Arrondissement | Altkirch | |
| Kanton | Masevaux-Niederbruck | |
| Gemeindeverband | Sud Alsace Largue | |
| Koordinaten | 47° 41′ N, 7° 11′ O | |
| Höhe | 277–307 m | |
| Fläche | 10,65 km² | |
| Einwohner | 1.205 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 113 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68210 | |
| INSEE-Code | 68006 | |
| Website | ammertzwiller-bernwiller.fr | |
Bürgermeisteramt (Mairie) | ||
Bernwiller (deutsch Bernweiler, elsässisch Barnwiller) ist eine französische Gemeinde mit 1.205 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) und ist Mitglied des Gemeindeverbands Sud Alsace Largue.
Die Gemeinde Bernwiller liegt im Sundgau, etwa zwölf Kilometer südwestlich von Mülhausen. Sie besteht aus den Ortsteilen Bernwiller und Ammertzwiller.
Der Ort liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland am Spechbach, der nördlich Soppe-le-Bas im Feldgraben seiner Ursprung hat und nahe Spechbach-le-Bas als Krebsbach die Larg erreicht.
| Ortsteil | ehemaliger INSEE-Code | Fläche (km²) | Einwohnerzahl zum 1. Januar 2023 |
|---|---|---|---|
| Ammertzwiller (Verwaltungssitz) | 68006 | 3,05 | 453 |
| Bernwiller | 68031 | 7,60 | 752 |
Bernweiler erstmals 784 als Barunwilare erwähnt. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt, kam dann durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. an Habsburg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam der Ort im Westfälischen Frieden 1648 mit dem ganzen habsburgischen Besitz im Elsass an die französische Krone.
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bernweiler als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Thann, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg festigte sich nach einem kurzfristigen französischen Vorstoß auf Mühlhausen die Front in unmittelbarer Nähe von Bernwiller. Der Ort wurde durch Beschuss schwer in Mitleidenschaft gezogen und besitzt deshalb nur noch sehr wenige der typischen Sundgauer Fachwerkhäuser. Im Dezember 1915 wurden die Einwohner auf Anordnung der Deutschen evakuiert und kehrten erst am Kriegsende in ihr weitgehend zerstörtes Dorf zurück.
Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 die deutsche Besatzung. Von der Naziherrschaft wurden sie am 27. November 1944 durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny befreit.
Am 1. Januar 2016 wurden die bisherigen Gemeinden Bernwiller und Ammertzwiller zur Commune nouvelle Bernwiller vereinigt. Grundlage der Fusion war eine Volksabstimmung vom 8. Oktober 2015, die in den beiden Gemeinden eine zustimmende Mehrheit ergab. Mit der Fusion wechselte Barnwiller vom Arrondissement Thann-Guebwiller in das Arrondissement Altkirch und wurde dem Kanton Masevaux-Niederbruck zugeteilt.
| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 476 | 348 | 372 | 391 | 397 | 447 | 599 | 621 | 1172 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
