| Winkel | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (68) | |
| Arrondissement | Altkirch | |
| Kanton | Altkirch | |
| Gemeindeverband | Sundgau | |
| Koordinaten | 47° 28′ N, 7° 16′ O | |
| Höhe | 520–810 m | |
| Fläche | 7,87 km² | |
| Einwohner | 301 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 38 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68480 | |
| INSEE-Code | 68373 | |
| Website | http://www.winkel.fr/ | |
Rue principale in Winkel | ||
Winkel [] ist ein Dorf und eine Gemeinde mit 301 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im französischen Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Die Gemeinde gehört zum Gemeindeverband Sundgau.
Die Gemeinde Winkel im Sundgau im Süden des Elsasses liegt im Sundgau-Jura (auch Pfirter Jura), am Fuß des Glaserberges. Im Gemeindegebiet entspringt die Ill, der längste Rhein-Nebenfluss im Elsass. Auf der Gemarkung von Winkel ist die Ill ein Karstfluss. Nur bei ausreichendem Wasserstand in den Höhlensystemen des Jurakalkes fließt die Ill schon ab der Quelle oberirdisch, gewöhnlich tritt ihr Wasser aber erst vor Ligsdorf ans Tageslicht.

Ersterwähnung 1146 als Winchelein. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt und kam dann durch die Heirat der Johannna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Winkel als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß). Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Einwohner in den Südwesten Frankreichs (Département Landes) 1939 evakuiert. Nach dem Waffenstillstand 1940 war eine Rückkehr in das von den Deutschen besetzte Elsass möglich. Winkel wurde am 21./22. November durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Offensive der Alliierten gegen den von den Deutschen hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar). Der Sentier des Marocains oberhalb von Winkel erinnert an die Stationierung eines marokkanischen Grenzschutzregiments 1939 an diesem noch nicht voll ausgebauten Abschnitt der Maginotlinie.
1156 besaß die Abtei Lützel Güter in Winkel. Im 13. Jahrhundert nannte sich eine Adelsfamilie nach dem Ort.
Nördlich des Ortes wurde früher nach Bohnerz gegraben, das in Lützel verhüttet wurde.
| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2018 |
| Einwohner | 464 | 385 | 361 | 331 | 323 | 331 | 334 | 382 | 302 |
Siehe auch Liste der Monuments historiques in Winkel