Hindlingen

Hindlingen
Hindlingen (Frankreich)
Hindlingen (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux-Niederbruck
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 34′ N, 7° 8′ OKoordinaten: 47° 34′ N, 7° 8′ O
Höhe 339–417 m
Fläche 8,00 km²
Einwohner 646 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 81 Einw./km²
Postleitzahl 68580
INSEE-Code
Website hindlingen.fr

Hindlingen (französisch Entreigne) ist eine französische Gemeinde mit 646 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geografie

Die Gemeinde Hindlingen im Sundgau liegt im Tal der Largue, acht Kilometer nördlich der Schweizer Grenze und 23 Kilometer östlich von Belfort zwischen Friesen im Südosten und Strueth im Nordwesten. Das Dorf liegt in hochwassersicherer Lage am Rande des Largtals. Unmittelbar oberhalb des Orts zweigt der Canal d' Alimentation (Versorgungskanal) von der Larg ab und führt wenige Meter über dem Talboden durch das Dorf. Der Kanal dient der Wasserversorgung des Rhein-Rhône-Kanals im Scheitelbereich bei Valdieu.

Hindlingen liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland im Bereich der unter der Lössdecke lagernden Sundgauschotter. Diese sind die Hinterlassenschaft einer einst (im Pliozän und Altpleistozän) über den Ur-Doubs zum Mittelmeer entwässernden Ur-Aare. Auch bei Hindlingen lässt sich die für den Sundgau typische Asymmetrie der gegenüberliegenden Talhänge beobachten. Der nördliche (nordöstliche) Hang (Kohlberg, Am Berg) ist steil, der andere sanft ansteigend. Die vorherrschenden regenbringenden Süd-(west)-Winde haben die Lössdecke des Nordhangs stärker abgetragen, auf der gegenüberliegenden Seite blieb der leicht geböschte Lössmantel verschont.

Geschichte

Bei Ausgrabungen wurden Funde aus der Jungsteinzeit gemacht, die beweisen, dass das heutige Gemeindegebiet damals besiedelt war. Bereits 735 wird die Siedlung urkundlich als Chuntilingas („bei Chuntilos/Huntilos Leuten“) erwähnt. Die Ortsnamenendung -ingen deutet darauf hin, dass der Ort bereits bei der alemannischen Landnahme gegründet wurde. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm mit der Hochzeit der Johanna von Pfirt mit Albrecht II. von Österreich an Habsburg. nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangte Hindlingen im Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone. Von 1871 bis 1918 gehörte es zum Reichland Elsass-Lothringen. Im Ersten Weltkrieg wurde Hindlingen teilweise zerstört.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920072017
Einwohner247305313361407432599636

In den knapp 50 Jahren von 1968 bis 2001 hat sich die Einwohnerzahl Hindlingens mehr als verdoppelt.

Bauwerke

Kirche Sainte-Anne
Rathaus

Wirtschaft

Das Bild der Gemeinde ist von Wald, Wiesen, Ackerland und Teichen geprägt. Haupterwerbszweige sind Forstwirtschaft, Ackerbau, Obstbau und die Zucht von Fischen und Hausrindern.

Literatur

Commons: Hindlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ P. Meyer, G. Bientz: Sundgau. In: Geographischer Exkursionsführer der Region Basel. Nr. 09. Basel 1982, S. 12.
  2. ↑ Hindlingen. (Memento vom 20. September 2009 im Internet Archive) quid.fr (französisch).
  3. ↑ Hindlingen. Base Mérimée des Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 27. Oktober 2009
  4. ↑ Les Ondines du Sundgau (Memento des Originals vom 15. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch) Abgerufen am 27. Oktober 2009