Labets-Biscay

Labets-Biscay
Labetze-Bizkai
Labets-Biscay (Frankreich)
Labets-Biscay (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Bayonne
Kanton Pays de Bidache, Amikuze et Ostibarre
Gemeindeverband Pays Basque
Koordinaten 43° 23′ N, 1° 3′ WKoordinaten: 43° 23′ N, 1° 3′ W
Höhe 20–122 m
Fläche 8,79 km²
Einwohner 144 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km²
Postleitzahl 64120
INSEE-Code

Labets-Biscay (baskisch Labetze-Bizkai) ist eine französische Gemeinde mit 144 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bayonne und zum Kanton Pays de Bidache, Amikuze et Ostibarre (bis 2015: Kanton Saint-Palais).

Die Bewohner werden Labetztar oder Bizkaitar genannt.

Geographie

Labets-Biscay liegt ca. 50 km östlich von Bayonne im historischen Landstrich Pays de Mixe (baskisch Amikuze) der historischen Region Nieder-Navarra im französischen Teil des Baskenlands.

Umgeben wird Labets-Biscay von den Nachbargemeinden:

Bergouey-Viellenave
Masparraute Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Ilharre
Gabat
Béguios Luxe-Sumberraute Amendeuix-Oneix

Labets-Biscay liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Einer seiner Zuflüsse, die Bidouze, fließt an der östlichen Gemeindegrenze entlang.

Nebenflüsse der Bidouze durchströmen darüber hinaus das Gebiet der Gemeinde:

Geschichte

Der Ringwall von Tuqueta, auf einer Anhöhe geschaffen, datiert aus der Frühgeschichte und belegt eine frühe Inbesitznahme des Gebiets durch den Menschen. Außer dass der Grundherr von Biscay das Recht auf Zugang zur Ständeversammlung hatte und außer diversen Erwähnungen ist wenig über die Geschichte der beiden Dörfer im Mittelalter bekannt. Vor der Französischen Revolution sind beide Pfarrgemeinden bereits zusammengelegt worden. Auch nach der Neueinteilung des Landes im Jahre 1803 sind beide Gemeinden als eine Einheit behandelt worden, aber erst am 12. Mai 1841 sind die Gemeinden Labets und Biscay offiziell zur neuen Gemeinde Labets-Biscay vereinigt.

Toponyme und Erwähnungen von Labets waren:

Toponyme und Erwähnungen von Biscay waren:

Einwohnerentwicklung

Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl von über 500 Einwohnern in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Zahl bei kurzen Wachstumsphasen bis heute insgesamt um rund 70 % auf rund 150 gesunken, und der negative Trend hält an.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner234226226214197166158154144
EinwohnerJahr1002003004005006001750180018501900195020002050Labets-Biscay
Bis 1836 nur Einwohner von Labets, ab 1841 von Labets-Biscay
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006, INSEE ab 2009

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Ossau-Iraty

Die Landwirtschaft ist traditionell ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Gemeinde. Labets-Biscay liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.

Landwirts...IndustrieBaugew...Handel Transp...Öffentliche Verwaltun...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014
Gesamt = 27

Verkehr

Labets-Biscay ist angeschlossen an die Routes départementales 246, 321 und 646.

Commons: Labets-Biscay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lieux - toponymie: Labetze-Bizkai (Amikuze). Königliche Akademie der Baskischen Sprache, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Labets-Biscay. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  3. 1 2 Conseil régional d’Aquitaine: Labets-Biscay. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 9. September 2016; abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. 1 2 Jean-Baptiste Orpustan: Nouvelle toponymie basque. Universität Bordeaux, 2006, S. 78, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  5. ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 87, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  6. 1 2 David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 3. Juli 2017 (englisch).
  7. ↑ Notice Communale Labets-Biscay. EHESS, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  8. ↑ Populations légales 2014 Commune de Labets-Biscay (64294). INSEE, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  9. ↑ Église Notre-Dame-de-l’Assomption. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  10. ↑ église paroissiale de l’Assomption-de-la-Bienheureuse-Vierge-Marie. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  11. ↑ Église Saint-Sébastien. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  12. ↑ Chapelle Malgoria. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  13. ↑ Château de Biscay. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  14. ↑ Ferme Malgoria. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  15. ↑ Bains de Labets-Biscay. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  16. ↑ Enceinte de Tuqueta. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  17. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, archiviert vom Original am 19. Januar 2017; abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  18. ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Labets-Biscay (64294). INSEE, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).