Mendive

Mendive
Mendibe
Mendive (Frankreich)
Mendive (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Bayonne
Kanton Montagne Basque
Gemeindeverband Pays Basque
Koordinaten 43° 8′ N, 1° 8′ WKoordinaten: 43° 8′ N, 1° 8′ W
Höhe 260–1441 m
Fläche 41,77 km²
Einwohner 172 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 4 Einw./km²
Postleitzahl 64220
INSEE-Code

Straße in Mendive

Mendive (baskisch Mendibe) ist eine französische Gemeinde mit 172 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bayonne und zum Kanton Montagne Basque (bis 2015: Kanton Saint-Jean-Pied-de-Port).

Der baskische Name Mendibe bedeutet auf deutsch ‚Am Fuß des Gebirges‘. Die Einwohner werden Mendibetar genannt.

Geographie

Mendive liegt ca. 65 km südöstlich von Bayonne im historischen Landstrich Pays de Cize (baskisch Garazi) der historischen Provinz Nieder-Navarra im französischen Teil des Baskenlands.

Umgeben wird Mendive von den Nachbargemeinden:

Lecumberry Béhorléguy
Lecumberry Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Aussurucq
Alçay-Alçabéhéty-Sunharette
Larrau
Hütte auf einer Sommerweide in Mendive
Pic de Béhorléguy (1265 m)
Dolmen von Armiaga

Mendive liegt teilweise im Einzugsgebiet des Flusses Adour und teilweise des Ebro.

Der Laurhibar, ein Nebenfluss der Nive, strömt durch das Gebiet der Gemeinde zusammen mit seinen Zuflüssen

Der Iratiko Erreka, ein Nebenfluss des Aragón, bewässert ebenfalls das Gemeindegebiet im südlichen Teil mit seinen Nebenflüssen

Geschichte

Eine frühe Besiedelung des Landstrichs lässt sich anhand der Dolmen Xuberaxain-Harri und dem Gasteynia-Dolmen, die als Monument historiques klassifiziert sind, bis in die Frühgeschichte zurückverfolgen. Mendive ist in den Schriften erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt worden, doch eine Pfarrgemeinde muss es bereits früher gegeben haben, denn die Pfarrkirche Saint-Vincent und ihre Kapelle Saint-Sauveur d’Iraty datieren aus dem 12. Jahrhundert. Das Dorf besaß in dieser Zeit ein Hospital zur Pflege von vorbeikommenden Pilgern auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela unter der Leitung des Malteserordens.

Toponyme und Erwähnungen von Mendive waren:

Einwohnerentwicklung

Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl von rund 680 in der Mitte des 19. Jahrhunderts reduzierte sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf ein Niveau von rund 180 Einwohnern, das bis heute gehalten wird.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner307280271226183182193194172
EinwohnerJahr1002003004005006007001750180018501900195020002050Mendive
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Saint-Vincent
Pfarrkirche (Seitenansicht)
Erlöserkapelle Saint-Sauveur d’Iraty

Wirtschaft und Infrastruktur

Schafherde der Rasse Manech tête noire bei Mendive

Die Landwirtschaft ist traditionell ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Gemeinde. Mendive liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, und des Schinkens „Kintoa“. An der Route départementale 18 unterhält das Unternehmen Agour seit 2009 eine Käserei, die zur Besichtigung und zum Verkauf geöffnet ist.

Landwirtschaft...IndustrieBaugewerbeHandel Tra...Öffentliche Verwal...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015
Gesamt = 19

Bildung

Mendive verfügt über eine öffentliche Grundschule mit 36 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.

Sport und Freizeit

Col de Burdincurutcheta

Verkehr

Mendive ist erreichbar über die Routes départementales 18, 19, 117, 301 und 417.

Commons: Mendive – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lieux - toponymie: Mendibe (Garazi). Königliche Akademie der Baskischen Sprache, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Mendive. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  3. 1 2 Mendive. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ Dolmen de Xuberaxain-Harri. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  5. ↑ Dolmen de Gasteynia. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  6. ↑ présentation de la commune de Mendive. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  7. ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 111, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  8. ↑ David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 18. September 2017 (englisch).
  9. ↑ Notice Communale Mendive. EHESS, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  10. ↑ Populations légales 2006 Commune de Mendive (64379). INSEE, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  11. ↑ Populations légales 2014 Commune de Mendive (64379). INSEE, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  12. ↑ Eglise Saint-Vincent. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  13. ↑ église paroissiale Saint-Vincent-de-Dax. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  14. ↑ Cimetière de Mendive. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  15. ↑ chapelle Saint-Sauveur d’Iraty. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  16. ↑ Chapelle Saint-Sauveur d’Iraty. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  17. ↑ Chemin de croix de Saint-Sauveur d’Iraty. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  18. ↑ Croix monumentale d’Iraty. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  19. ↑ ferme Lohibarrea. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  20. ↑ Ferme Lahibarrea. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  21. ↑ Dolmen de Xuberaxain-Harri. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 18. September 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  22. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher-un-produit. Institut national de l’origine et de la qualité, archiviert vom Original am 19. Januar 2017; abgerufen am 18. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  23. ↑ Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Mendive (64379). INSEE, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  24. ↑ École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  25. ↑ Circuit N°33 Iraty - Col de Zurzay. (PDF) Tourismusbüros von Saint-Jean-Pied-de-Port und Saint-Étienne-de-Baïgorry, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).
  26. ↑ Circuit N°30 Iraty - Sentier d’interprétation. (PDF) Tourismusbüros von Saint-Jean-Pied-de-Port und Saint-Étienne-de-Baïgorry, abgerufen am 18. September 2017 (französisch).