Masparraute

Masparraute
Martxueta
Masparraute (Frankreich)
Masparraute (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Bayonne
Kanton Pays de Bidache, Amikuze et Ostibarre
Gemeindeverband Pays Basque
Koordinaten 43° 23′ N, 1° 6′ WKoordinaten: 43° 23′ N, 1° 6′ W
Höhe 26–123 m
Fläche 8,16 km²
Einwohner 264 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 32 Einw./km²
Postleitzahl 64120
INSEE-Code

Rathaus von Masparraute

Masparraute (baskisch Martxueta) ist eine französische Gemeinde mit 264 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bayonne und zum Kanton Pays de Bidache, Amikuze et Ostibarre (bis 2015: Kanton Saint-Palais).

Die Bewohner werden Martxuetar genannt.

Geographie

Masparraute liegt ca. 45 km südöstlich von Bayonne im historischen Landstrich Pays de Mixe (baskisch Amikuze) der historischen Region Nieder-Navarra im französischen Teil des Baskenlands.

Umgeben wird Masparraute von den Nachbargemeinden:

Arraute-Charritte Bergouey-Viellenave
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Labets-Biscay
Amorots-Succos Béguios

Masparraute liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Der Minhurièta Erreka, ein Nebenfluss der Bidouze, durchquert zusammen mit seinem Zufluss, dem Faitureko Erreka, das Gebiet der Gemeinde ebenso wie die Apatharena, einem Nebenfluss des Lihoury.

Geschichte

Die Familie Masparraute gab der Gemeinde ihren Namen. Sie besaß im 11. Jahrhundert eine Burg mit einer lange Zeit betriebenen Wassermühle. Im 13. Jahrhundert erlebte das Dorf einen Glanzpunkt, als sein Grundherr die Ehre hatte, begleitet von anderen Grundherren des Nieder-Navarra an der Huldigung von Sancho VII., König von Navarra, im Schloss von Gramont teilzunehmen.

Toponyme und Erwähnungen von Masparraute waren:

Einwohnerentwicklung

Nach Höchstständen der Einwohnerzahl von rund 680 zu Beginn des 19. Jahrhunderts reduzierte sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen, insbesondere in den 1930er Jahren, bis zur Jahrtausendwende auf rund 210 Einwohnern, bevor ein moderates Wachstum einsetzte.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner346292268265230211240249264
EinwohnerJahr2003004005006007001750180018501900195020002050Masparraute
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006, INSEE ab 2009

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Saint-Étienne
Pfarrkirche, Frontseite
Scheibenförmige Grabstele von 1660 auf dem Friedhof von Masparraute

Wirtschaft und Infrastruktur

Ossau-Iraty

Die Landwirtschaft ist traditionell ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Gemeinde. Masparraute liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.

Landwirt...IndustrieBaugewe...Handel Tra...Öffentliche Verwaltung...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015
Gesamt = 29

Verkehr

Masparraute wird durchquert von den Routes départementales 11 und 246 und ist über eine Linie des Busnetzes Transports 64 mit Bayonne und anderen Gemeinden des Départements verbunden.

Commons: Masparraute – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lieux - toponymie: Martxueta (Amikuze). Königliche Akademie der Baskischen Sprache, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Masparraute. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).
  3. 1 2 Masparraute. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. September 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ Jean-Baptiste Orpustan: Nouvelle toponymie basque. Universität Bordeaux, 2006, S. 80, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).
  5. ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 109, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).
  6. ↑ David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 12. September 2017 (englisch).
  7. ↑ Notice Communale Masparraute. EHESS, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).
  8. ↑ Populations légales 2014 Commune de Masparraute (64368). INSEE, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).
  9. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Étienne. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. September 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. ↑ église paroissiale Saint-Etienne. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).
  11. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Monument aux morts de Masparraute. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. September 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Cimetière à stèles discoïdales de Masparraute. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. September 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  13. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Stèle discoïdale du cimetière de Masparraute. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. September 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  14. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Croix du cimetière de Masparraute. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. September 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  15. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Benoîterie de Masparraute. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. September 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  16. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher-un-produit. Institut national de l’origine et de la qualité, archiviert vom Original am 19. Januar 2017; abgerufen am 12. September 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  17. ↑ Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Masparraute (64368). INSEE, abgerufen am 12. September 2017 (französisch).